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Schuldgefühle

Lebensimpuls 27 von Gregor Dalliard

Das Zeugnis des TaNaCHs sagt: “Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten (Schuldgefühle)“ (Ps 103,3). Die Sache ist klar: JaHuWaH lehrt uns über SEINE Propheten, dass Schuldgefühle krank machen. Viele Menschen, vor allem gläubige Menschen leiden unter Schuldgefühlen. Sie klagen sich dauernd an, sie fühlen sich in dieser und jener Sache schuldig, tagein, tagaus. Das macht sie nervös und krank. Darum sind gerade innerhalb bestimmter christlicher Kreise so viele Menschen seelisch krank. Das hat meistens negative Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit und das menschliche Zusammenleben.

Es gibt Schwächen, von denen wir frei werden, aber es gibt Schwächen, von denen wir nicht frei werden. Die Thematik ist weit gefächert. In den “Augen“ JaHuWaHs sind das aber keine Schwächen oder Sünden, die uns belasten sollen. Es kann sein, dass uns Schwächen als schwere Sünde vermittelt (eingedroschen) worden sind, weil gläubige Leute in ihrer frommen Unkenntnis biblische Verse aus dem geschichtlichen oder inhaltlichen Zusammenhang gerissen und diese Verse zum absoluten Wort JaHuWaHs (Dogma) erklärt haben. Sie haben es möglicherweise gut gemeint, weil sie so gelehrt worden sind. Das ist schlimm und kann für manchen Menschen böse Folgen haben.
JaHuWaH will und liebt diese Schuldgefühle (Krankheiten) nicht. ER nimmt sich eines jeden Menschen an. ER nimmt dieses falsche Verständnis von dir. ER will dich von dieser seelischen Krankheit heilen, von deinen Schuldgefühlen frei machen: „….der da heilt alle deine Krankheiten“. Darum ist ER JaHuWaH, JaHuWaH, dein Erlöser. Das will ER sein, eben gerade dort, wo ich nichts mehr im Griff hatte oder habe. Das heisst ER hat immer eine Lösung, die uns unter Umständen aber nicht als Lösung erscheint, weil wir anders gelehrt worden sind: „JaHuWaH, mein Fels und mein Erlöser!“ (Ps 19,15). “Und sie dachten daran, dass Elohim ihr Fels ist und Elohim, der Höchste (der El Eljon) ihr Erlöser ist“ (Ps 78,35). Lernen wir diese jahrtausendealte, ja uralte israelitisch-jüdische Erfahrung der Propheten verstehen. Sie machten diese Erfahrung im Umgang mit den Menschen und mit JaHuWaH.

Die Schöpfer der israelitisch-jüdischen Weisheitsliteratur schreiben: “Denn wenn der Mensch viele Jahre lebt, soll er in ihnen allen sich freuen“ (Pred 11,8a). Dabei soll er sich zwar bewusst bleiben, dass seine Kräfte und die Lebensumstände im Alter nachlassen. Das Leben wird mühsamer. Die Kräfte lassen nach, vor allem die Sehkraft. Er bezeichnet diese Tage als Tage der Finsternis (vgl. Pred 11,9 bis Pred 12,8) Er soll “an die Tage der Finsternis denken, dass sie viel sein werden. Alles, was kommt, ist Nichtigkeit (vergänglich)“ (Pred 11,8b). Finsternis ist ein Bild für alle die Gebrechen, die im Alter auftreten können. Jetzt ist es möglicherweise aber noch nicht soweit.
Damals gab es all die medizinischen Hilfen, die wir heute haben nicht. Ein Turnkollege sagte mir gestern: Wenn es dich beisst, dann kratze, kratze aber nicht, wenn es dich nicht beisst, das verletzt dich nur! Das sind Worte aus der reichen israelitisch-jüdischen Schatztruhe des Lebens. Einfach wunderbar! Also, alles hat seine Zeit (vgl. Pred 3,1-15), vor allem aber Vers 12: “So habe ich denn erkannt, dass es nichts Besseres für den Menschen gibt, als sich (trotz aller Widerwärtigkeiten und Enttäuschungen) der Freude hinzugeben und sich gütlich zu tun (Güte erweisen) in seinem Leben.“ (vgl. dazu Mi 6,8).

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am Sonntag, den 18. Juni 2023 bei Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel.: 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.