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Die „biblischen“ Opfer – eine Spurensuche von Shomer

Antwort von Shomer auf Leserfrage 16

In Kersey Graves Buch „The World’s Sixteen Crucified Saviors, Christianity before Christ“ (Die 16 gekreuzigten Retter der Welt, Christentum vor Christus) Link finden wir eine Fülle von Informationen über diese und andere Opfer. Begonnen haben sie im Altertum in der Gegend des fruchtbaren Halbmondes, in Chaldäa/Babylon. Sie verbreiteten sich im Laufe der folgenden vielleicht 2000 oder 3000 Jahre bis zu dem Punkt, an dem ein griechischer Theos im „NT“ angeblich seinen Halbgott Jesus Christus für die Sünden der Welt opferte. Dies konnte er jedoch nur, weil der Glaube an ihn mit der Schärfe des Schwertes zu einer Weltreligion durchgesetzt wurde, während ältere Religionen nur regional verbreitet waren. So finden wir heute regional in Indien eine Religion, den Hinduismus, der grundsätzlich dieselben Lehren vertritt wie das Christentum, allerdings unter anderen Namen und in anderen, in indischen Örtlichkeiten spielend, und das nur, weil der Missionsbefehl mit der Schärfe des Schwertes dort wohl nicht so geklappt hat. Für dieselben Lehren im Hinduismus unter anderen Namen nenne ich hier einmal zwei Beispiele:
1. Im Hinduismus gibt es bekanntlich so etwas wie eine Dreieinigkeit aus Brahma, Vishnu und Shiva. Diese bilden die Spitze einer Pyramide aus geschätzten 300 Mio. Gottheiten, bei denen vermutlich jede einzelne heilige Kuh mitgezählt wurde, Tendenz steigend. Im Christentum tragen diese drei Typen die Namen: Vater, Sohn und Heiliger Geist, obwohl das gar keine Namen sind, und die stehen an der Spitze von weltweit zigtausenden Untergottheiten, den sogenannten Heiligen, deren Tendenz ebenso steigt, was durch Heiligsprechungen erfolgt. Wer, wie Luther, katholische Irrlehren reformiert, der bekommt aber nicht die Wahrheit sondern der bekommt reformierte katholische Irrlehren. Dass die katholischen Lehren über Jesus in Freikirchen oder bei messianischen Juden z. B. unreformiert durchgewinkt wurden, können wir im Buchauszug unten nachlesen.
Der US-Amerikaner Kersey Graves (*1813-t1883) schreibt in Kapitel 16:
2. 1. Kreuzigung Chrishnas von Indien, 1200 v. d. Z. – Unter den Sünden sühnenden Göttern, die sich in alten Zeiten herabließen, den Thron des Himmels zu verlassen und durch menschliche Geburt in die Ebenen Indiens herabstiegen, um für die Sünden und Übertretungen der menschlichen Rasse zu leiden und für die Sünden und Übertretungen der Menschheit zu sterben, kann der achte Avatar oder Retter, als der wichtigste und erhabenste Charakter angesehen werden, da er das auffallendste Leben führte und die frommste universelle Huldigung befahl. Und während einige der anderen inkarnierten Halbgötter nur mit einem begrenzten Maß der unendlichen Gottheit ausgestattet waren, umfasste Chrishna gemäß den Lehren ihres Neuen Testaments (dem Ramazand) in sich „ein volles Maß der Gottheit leibhaftig“. Der Beweis dafür, dass er gekreuzigt wurde, ist so schlüssig wie bei jedem anderen sich opfernden oder Sünden sühnenden Gott, dessen Name in die Geschichte eingegangen ist oder als heiliger Götze in die Erinnerungen seiner frommen Anbeter einbalsamiert wurde.
In seinem Buch führt Graves aus, in wie weit verschiedene Lehren über heidnische Gottessöhne überein stimmen und wie frappant auch Jesus Christus damit überein stimmt. „Jesus Christus“ in „Jeshua HaMashiach“ umzutaufen, wie im messianischen Judentum üblich, ist die denkbar heidnischste aller möglichen Ideen, die JHWH in der Torah verbot. Eigentlich stünde ja im 2. Gebot: „Bete Jesus u. a. nicht an und diene ihnen nicht!“ Opfer bei Kain und Abel: ohne „Gottes“ Gebot.
Während es im Judentum eine Fülle von Opfern gab, hat sie das Christentum auf gerade einmal zwei reduziert: 1. das Sühnopfer Christi auf Golgatha und 2. finanzielle Opfergaben (Spenden) für ihre Kirchen.
Betrachte ich das Sühnopfer bei Kain und Abel, könnte mir schlecht werden. Beide haben geopfert und dies nahm die Priesterschaft, die von den Opfern lebte zum Anlass, Abel literarisch für sein Blutopfer zu loben und Kain für sein Pflanzenopfer zu tadeln. Bei dieser Begebenheit ist die Reaktion der Priester, die sie später aufschrieben und „Gott“ ein „gnädiges Ansehen des Opfers“ in die Schuhe schoben die, dass das Opfer zu Neid und zum Brudermord führte. Das Opfer ist hier die Basis für den Brudermord und nicht für Sühne oder Vergebung. (Für mich persönlich interessant ist hier die Aussage: „Soll ich meines Bruders Shomer sein?“) Diese Priesterschaft lebte von den ihr gebrachten Opfern und schrieb diese Opfer von Kain und Abel nach der Devise auf: Bescheidenheit (Pflanzen) ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr (Fleisch). Aufgeschrieben wurde es in der Zeit des Übergangs von vegetarischen Opfern zu Tieropfern. Mehr darüber in Graves Buch s. u. Suche ich jedoch, wann irgendein „Gott“ dem Kain und dem Abel ein Opfergebot gegeben hätte – Fehlanzeige! Opfer im Judentum sind freiwillig, ein Opfergebot gibt es nicht, s.: Wenn ihr opfert: 3Mo 19:5 Elbf.  Und wenn ihr ein Friedensopfer dem Jahwe opfert, so sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern. (Zum Wohlgefallen für „Gott“?) 3 Mo 22:29 Elbf.  Und wenn ihr dem Jahwe ein Dankopfer opfert, so sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern: (Zum Wohlgefallen für „Gott“?)
4Mo 15:7-10 Elbf.  und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein lieblicher Geruch dem Jahwe.  8  Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als Friedensopfer für Jahwe,  9  so soll man zu dem jungen Rinde als Speisopfer darbringen drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem halben Hin Öl;  10  und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.
4Mo 15:14 Elbf.  Und wenn ein Fremdling bei euch weilt, oder wer in eurer Mitte ist bei euren Geschlechtern, und er opfert dem Jahwe ein Feueropfer lieblichen Geruchs, so soll er ebenso tun, wie ihr tut.
Amos 5:22 Elbf.  denn wenn ihr mir Brandopfer und eure Speisopfer opfert, habe ich kein Wohlgefallen daran; und das Friedensopfer von eurem Mastvieh mag ich nicht ansehen. Folglich ist Opfer etwas für verbotene heidnische Gottheiten und deren Priesterschaften; der ALLMÄCHTIGE ELOHIM JHWH hat nicht nur kein Wohlgefallen daran, sondern Er hat das auch gar nicht nötig. Wenn „Gott“ in seiner Welt dieselben Gerüche wahrnimmt (lieblicher Geruch) wie die Priesterschaft hier unten, müsste man wohl seine Größe beachtlich differenzieren.

Buchauszug Graves: Kapitel 16, vorletzter Abschnitt:
Diese Sichtweise der Kreuzigung, die dem Geist eines ungebildeten Heiden nahegelegt wird, halten wir für vernünftiger und rationaler als die der orthodoxen Christen, was erstere zu einer verdienstvollen Handlung und einer moralischen Notwendigkeit macht. Denn dies würde Judas nicht nur von beliebiger Kriminalität oder Schuld für den Anteil entlasten, den er an der Affäre übernommen hat, sondern würde ihm ebenso wie Christus den ehrenvollen Titel eines „Retters“ verleihen, weil er eine Tat vollbracht hat, ohne die die Kreuzigung und die daraus folgende Errettung der Welt nicht hätten bewirkt werden können. Wenn es notwendig war, dass Christus als Sühne für die Sünde den Tod am Kreuz erleiden musste, dann war der Akt der Kreuzigung richtig, und es sollte ein Denkmal zur Erinnerung an Judas errichtet werden, der ihn herbeiführte. Wir fordern die christliche Logik heraus, einen Fehler in diesem Argument zu finden. (Anm. Shomer: Gemäß Juden hat der Jude Judas seinen jüdischen Meister nicht verraten, son­dern ihn zu retten versucht, was katholischerseits zu einem Verrat verdreht wurde. Die Währung der Silberlinge gab es damals schon lange nicht mehr.)
Und hier ergibt sich noch eine weitere wichtige Überlegung. Wenn die Bewohner dieses Planeten den mörderischen Tod eines Gottes als Sühne verlangen, müssen wir davon ausgehen, dass die 85 Millionen bewohnten Welten, die kürzlich von Astronomen entdeckt wurden, gleichzeitig einer göttlichen Sühne bedürfen. Und dies würde die Kreuzigung von 85 Millionen Göttern verlangen. Unter der Annahme, dass jede Minute einer dieser Götter gekreuzigt wird, würde das Ganze einen Zeitraum von fast 20 Jahren in Anspruch nehmen (Anm. Shomer: wenn wir die Relativitätstheorie von Raum und Zeit und Milliarden durch das Hubble-Teleskop entdeckten Galaxien in über 13 Mrd. Lichtjahren Distanz ausblen­den, die Graves noch nicht gekannt haben konnte.). Dies würde Götter mit ziemlich hoher Geschwindigkeit töten und das Werk der Versöhnung und Erlösung zu einer sehr mörderischen und blutigen Angelegenheit machen, eine Vorstellung, die einem eine Reihe sehr abstoßender Überlegungen in den Sinn bringt. (Anm. Shomer: wir haben es hier mit mindestens 16 gekreuzigten Rettern zu tun, was im Universum mehr als 16 Mal so lange, also 320 Jahre (plus) dauern würde.)
Die Vorstellung von Göttern, die vom Himmel herabsteigen, von Jungfrauen geboren werden und einen gewaltsamen Tod für die moralischen Fehler der Menschen erleiden, entstand im Zeitalter der Welt, als der Mensch ein Wilder war und ausschließlich auf der Ebene der Tiere lebte; Blut war die Anforderung für jedes Vergehen. Und es war eine Zeit, in der bekannt war, dass keine andere Welt existiert als die, die wir bewohnen. Die Sterne sollten damals nur lodernde Kerzen sein, die in das azurblaue Gewölbe gesetzt wurden, um diesen Zwergplaneten zu beleuchten, oder Gucklöcher für Götter, um aus dem Himmel zu schauen, um zu sehen und zu erfahren, was unten vor sich geht. Solche Vorstellungen stimmen perfekt mit der Lehre von der sühnenden Kreuzigung der Götter überein, die ein Astronom mit dem Wissen um die Existenz unzähliger bewohnter Welten niemals hätte hervorbringen oder auch nur einen Augenblick lang unterhalten können.
Denn da es für den monotheistischen Christen nur einen Gott oder Sohn Gottes zu opfern gibt, muss er jeden Tag tausend Jahre lang inkarniert und gekreuzigt werden, um für jede dieser Welten ein Sündopfer darzubringen, eine zu ungeheuerliche Vorstellung absurd, um sie in einem gesunden Menschenverstand unterzubringen.

Buchauszug
(Link engl. Original) Kapitel 21 – Die Sühne:
ihr orientalischer/heidnischer Ursprung
Unter den Orientalisten waren verschiedene Praktiken in Mode, die ihren Ursprung in der Absicht hatten, den Zorn und die Gunst einer angeblich jähzornigen Gottheit zu besänftigen. Die meisten dieser Praktiken bestanden aus einer Art Opfer oder zerstörerischer Darbringung, die „Sühne“ genannt wurde. Aber hier sei angemerkt, dass die Lehre von der Sühne für Sünde durch das tägliche Opfer entfaltet wurde und dass die Kreuzigung eines Gottes nicht die erste praktische Demonstration davon war. Im Gegenteil, es scheint mit den wertlosesten oder billigsten Arten von Eigentum begonnen zu haben, die damals bekannt waren. Und von diesem Ausgangspunkt wurden sie immer wertvoller, um schließlich die kostbarsten Waren (Anm. Shomer: und Tiere) zu verkörpern. Und damit nicht genug, sondern man griff weiter nach vorne, bis man seine mörderischen Hände an Menschen legte und sie auf seinen blutigen Altären opferte. (Anm. Shomer: Einen solchen Altar habe ich in jungen Jahren einmal im Pergamon-Museum in Berlin besucht. Zum Pergamon-Altar geht es eine lange Treppe hinauf, und ir­gendwo in der Mitte wurde ich über vielleicht drei, vier Stufen von einer un­sichtbaren Kraft angehoben; ich empfand eine gewisse Schwerelosigkeit. Die­ses Gefühl machte mich neugierig und so ging ich die Stufen wieder hinunter. Als ich sie jedoch nochmals hinauf ging, kam die Schwerelosigkeit nicht mehr. Geschah dieses Anheben etwa durch unsichtbare [böse] Mächte, die das von Fall zu Fall entscheiden konnten, wann anzuheben war und wann nicht, und de­nen vorzeiten die Menschenopfer gebracht wurden? Es wird davon ausgegan­gen, dass dieser Altar ursprünglich Menschenopfern diente. Im Sendschreiben an Pergamon in der Offenbarung steht etwas vom „Thron Satans“, was sich ge­nau auf diesen Altar beziehen muss.) Und schlussendlich, um den Höhepunkt zu krönen, nahm es die Unverschämtheit an, einen Gott vom Himmelsthron zu zerren, um seinen blutrünstigen Geist zu stillen, wie es in der Erklärung von Paulus zum Ausdruck kommt: „Ohne Blutvergießen kann es keine Vergebung der Sünde geben.“ Eher eine blutige Doktrin, die unsere Menschlichkeit mit instinktivem Entsetzen ablehnt. Wir werden die Lehre von der Versöhnung kurz durch ihre aufeinander folgenden Stadien des Wachstums und der Entwicklung verfolgen.
Die Idee scheint sehr früh in der praktischen Geschichte der Menschheit aufgekommen zu sein, dass das Opfer und der daraus resultierende Entzug irdischer Güter oder irgendeines irdischen Genusses den Effekt haben würden, den Zorn zu mildern, die Gunst zu besänftigen und die Gnade eines imaginären und rachsüchtigen Gottes zu erlangen. Diese Idee wurde offensichtlich durch die Beobachtung angeregt, dass ihre irdischen Herrscher immer lächelten und weniger stark in ihren Gesetzen und milder in ihrer Behandlung ihrer Untertanen wurden, wenn sie ihnen etwas Wertvolles oder Begehrenswertes schenkten. (Anm. Shomer: Herrscher konnte man schmieren; also musste dies im Verständnis der Heiden bei ihren Göttern auch funktionieren.) Sie lernten bald, dass solche Opfergaben die Wirkung hatten, ihre grausame und blutige Art, das Volk zu regieren, zu kontrollieren, als ihre Häuser erschüttert oder von Erdbeben verschluckt, die Bäume von Blitzen zerrissen und von Stürmen niedergeworfen und ihr Vieh von Überschwemmungen weggerissen wurde. Sie nahmen an, es sei das Werk eines zornigen Gottes, und es kam bei ihnen sofort der Gedanke auf, dass sein Zorn vielleicht durch dasselbe Mittel gemildert werden könnte wie das, was im Fall ihrer weltlichen Herren gedient hatte, das Schenken von Eigentum. Aber da dieses Eigentum nicht auf den himmlischen Thron getragen werden konnte, wurde das Mittel gewählt, es zu verbrennen, damit die Substanz oder Quintessenz davon in Form von Dampf und Rauch zum himmlischen Machthaber befördert würde, was für ihn, wie die Juden es ausdrücken, „ein wohlriechender Geruch“ sein würde. Es gibt zahlreiche und auffällige Beweise in der Geschichte, die zeigen, dass der Brauch der Brandopfer und der Sühne für Sünden auf diese Weise entstanden ist. Die erste Art von Eigentum, das für Brandopfer verwendet wurde, scheint die Frucht der Erde gewesen zu sein: Gemüse, Früchte, Wurzeln usw., die am wenigsten wertvolle Art von Eigentum. Aber bald kam dem Gläubigen ganz natürlich der Gedanke, dass eine wertvollere Gabe die göttliche Gunst früher und wirksamer sichern würde. Daher wurden Abgaben auf lebende Herden von Rindern, Schafen, Ziegen und anderen Haustieren erhoben. (Anm. Shomer: Erhoben hat natürlich die jeweilige heidnische Priesterschaft.) Dies war die zweite Stufe in der aufsteigenden Skala zu den Göttern.
Und hier finden wir den Schlüssel, um das Geheimnis zu öffnen und zu lösen, dass JHWH das Opfer von Abel demjenigen von Kain vorzieht. Während letztere aus bloß unbelebten Substanzen bestanden, umfasste erstere die Erstlinge der Herde, eine höhere und wertvollere Art von Eigentum und völlig ausreichend, um den selbstsüchtigen JHWH dazu zu bringen, Abels Opfergabe derjenigen Kains vorzuziehen, oder besser gesagt, dass die selbstsüchtigen Juden diese Vorstellung schätzen sollten (Anm. Shomer: wobei nicht alle Juden selbstsüchtig sind). In allen Nationen, in denen Opfergaben dargebracht wurden, setzte sich in den Köpfen der Menschen die Schlussfolgerung durch, dass die Menge an Gottes Gunst, die auf diese Weise erlangt wurde, in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der dargebotenen Ware oder des Opfers stehen musste, eine Überzeugung, die schließlich zur Beschlagnahme der Menschen für die Sühneopfer führte, was uns zur dritten Wachstumsstufe in der Sühnelehre bringt. Kinder waren in diesem Fall häufig die Opfer. Das Opfer von Jeftahs Tochter, wie es in Richter 11:30 und andere Fälle, die von Bibelschreibern (Jes 32:25) und modernen christlichen Autoren zitiert werden beweisen, dass diese Praxis unter „Gottes heiligem Volk“ in Mode war. (Anm. Shomer: Kelten sind Nachfahren der „verlorenen“ Stämme. Ihre Priester, die Druiden legten an Halloween einen Kürbis vor die Tür eines Hau­ses, aus dem sie ein Kinderopfer forderten.)
In Israel war früher der Ba’alsdienst bekannt, und bekannt ist auch, dass der Priester auf Hebräisch der KHN war, (sprich: Kahane/Kohen/Cachin.) Der Ba’alspriester ernährte sich von den Menschenopfern, womit der Kahane Ba’al der etymologische Ursprung des Wortes „Kannibale“ wurde.)
Ein weiterer Schritt (der die vierte Entwicklungsstufe darstellt) bringt uns zum Opfer der Götter. Der Höhepunkt ist nun erreicht; die Vorstellung kann nicht höher gehen. Die alten Burmesen lehrten, dass das gemeinsame Eigentum an Brandopfern zwar die vorübergehende Gunst des herrschenden Gottes verschaffen würde, das Opfer von Menschen jedoch sein Wohlgefallen für tausend Jahre sichert. Alle in dieser Zeit begangenen Sünden würden getilgt. Und wenn einer der drei Götter auf dem Thron des Himmels heruntergezogen wurde oder freiwillig herunterkam (wie einige der Untergruppen lehrten) und als Sühne für die Sünde am Kreuz getötet wurde, so war der Wert des Opfers so groß, die Opfergabe so groß, dass es „für alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden der ganzen Menschheit gesühnt hat“. (Anm.: Shomer: Diese Lehre kommt Christen, Christus betreffend, sehr be­kannt vor. In der Praxis sieht es jedoch völlig anders aus; da muss man unzählige Gottesdienste besuchen, tau­fen, spenden u. a. und büßen, als hätte es nie ein derartiges Opfer gegeben. ) Die Hindus, die diese Vorstellung hochhielten lehrten, dass die Kreuzigung des Sünden sühnenden Retters Chrishna (1200 v. d. Z.) sowohl den Tier- als auch den Menschenopfern ein Ende gesetzt hat, und dementsprechend wurden solche Opfergaben in den meisten Hindu-Ländern vor Jahrhunderten eingestellt. (Anm.: Shomer: Offiziell sind in Indien Menschenopfer seit 1987 verboten, was aber nicht heißt, dass sie heute nicht mehr prak­tiziert werden.) So weit zurück im Sumpf und in der mitternächtlichen Unwissenheit und inmitten der Wolken geistiger Dunkelheit, als der Mensch auf der Tierebene weilte und von seinen brutalen Gefühlen regiert wurde und „Blut für Blut“ die Forderung nach menschlichem Vergehen war, entstand die blutige, wilde und abstoßende Doktrin des Sühnopfers.
Eine andere Kunst, die Sünden der Menschen zu richten, die einigen in Ländern vor dem Brauch des Blutvergießens als Sühne üblich war bestand darin, diese Sünden durch einen formellen Hokuspokus-Prozess auf den Rücken, den Kopf oder die Hörner eines Tieres zu packen. Dann trieb man das Tier in eine Wüste oder an einem anderen Ort, der so abgelegen war, dass das Tier mit seiner Fracht von Sünden den Weg zurück zu den Menschen nicht finden konnte. Das Tuch oder der Stoff, der gebraucht wurde, um die Sünden und Missetaten der Menschen einzuschließen, war normalerweise von roter oder scharlachroter Farbe; es sah aus wie Blut. Tatsächlich wurde es im Allgemeinen in Blut getaucht. Dieser wäre, an das Tier gebunden, natürlich der Witterung und dem strömenden Regen ausgesetzt, würde unbedingt im Laufe der Zeit ausbleichen und weiß werden. Daher haben wir den Schlüssel zu Jesajas Erklärung: „Obwohl eure Sünden (rot) wie Scharlach sind, werden sie (weiß) wie Wolle.“ (s. Jes 1:18) Und so wird die Bedeutung dieses obskuren Textes klar erklärt, indem sein Ursprung auf seine orientalische Quelle (Anm. Shomer: chaldäisch-babylonisch) zurückgeführt wird.
Und es gibt viele andere Texte in der christlichen Bibel, die auf ähnliche Weise erläutert werden könnten, indem man orientalische Traditionen oder orientalische heilige Bücher als Schlüssel verwendet, um ihre Bedeutung zu erschließen und zu erklären. Wir haben oben gesagt, dass ein Tier von verschiedenen Nationen benutzt wurde, um die imaginäre Last der Sünden der Menschen aus dem Land zu fördern. Zu diesem Zweck hatten die Juden einen „Sündenbock“, die Ägypter ihren „Sündenochsen“, die Hindus ihr „Sündenpferd“, die Chaldäer ihren „Sündenbock“, die Briten ihren „Sündenstier“, die Mexikaner ihren „Scapenlamm“ und „Scapenmaus“, die Tamilesen ihre „Scapenhenne“ und die Christen in späterer Zeit ihren Scapengott. Jesus Christus kann zu Recht als der Sündengott der orthodoxen Christen bezeichnet werden, da er zu seinen Jüngern, die an die Versöhnung glauben, in derselben Beziehung steht wie der Bock zu den Juden, und denselben Zweck und dasselbe Amt ausübt. Die Ziege und die anderen Südopfertiere nehmen jeweils die Sünde der Nation weg. In ähnlicher Weise nimmt Jesus Christus die Sünde der Welt weg und wird „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt“. (Joh 1:29) Und vor mehr als zweitausend Jahren opferten die Mexikaner ein Lamm als Sühne, das sie „das Lamm Gottes“ nannten, derselbe Titel, der in den Schriften auf Jesus Christus angewendet wird. Die Vorstellung ist auch in jedem Fall dieselbe, die der Sühne für die Sünde durch das Opfer eines unschuldigen Opfers.
Die jüngsten Zitate zeigen, dass der jetzige Brauch der orthodoxen Christenheit, ihre Sünden auf den Rücken eines Gottes zu packen, im Zeichen ebenso ist wie der verschiedenen heidnischen Nationen, die in alter Zeit die Gewohnheit hatten, sie auf den Rücken verschiedener dummer Tiere zu packen. Wenn einige unserer christlichen Brüder dagegen protestieren sollten, dass wir von der Sühnevorstellung der Kirche sprechen, dass sie ihre Sünden auf den Rücken eines Gottes packen, werden wir hier die Angemessenheit des Begriffs anhand der Quelle der Bibel feststellen. Petrus erklärt ausdrücklich, dass Christus unsere Sünden auf seinem eigenen Körper auf einem Baum getragen hat (s. 1Pet 2:24), ebenso wie die Juden erklärten, dass der Bock ihre Sünden auf seinem Körper trug und die alten Brahmanen lehrten, dass die Stiere und die Färsen die ihren wegtragen usw., was zeigt, dass die ganze Vorstellung rein heidnischen Ursprungs ist. Und wenn sie später über den jüdischen Aberglauben eines Sündenbocks lachen, sollten sie daran denken, dass vernünftigere und intelligentere Menschen ihrerseits über ihre abergläubische Doktrin eines Sünden tragenden Gottes lachen können.

Diese abergläubischen Bräuche waren einfach Mittel verschiedener Nationen, um der Bestrafung ihrer Sünden zu entgehen – ein Versuch, ihre Vergeltungsfolgen auf andere Wesen abzuwälzen. Diesen Charakter hatte vor allem die göttliche Sühne. Dieses System lehrt, dass der Sohn Gottes und Retter der Welt herabgesandt und inkarniert wurde, um für die Menschen zu sterben und so stellvertretend die Strafe zu erleiden, die der göttliche Zorn über die Sünden der ganzen Welt verhängt. Das Blut eines Gottes muss für die Sünden der ganzen Menschheitsfamilie sühnen, so wie unter älteren Systemen Widder, Ziegen, Ochsen und andere Tiere für die Sünden von Familien und Nationen gesühnt hatten. So lehrten der Brahmanismus, der Buddhismus, der Perserismus und andere religiöse Systeme vor dem Anbruch des Christentums. Der Kern des Sühnesystems ist in der Doktrin begründet: „Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung der Sünde“ (Röm 5:9) – eine ungeheuerliche und moralisch abstoßende Doktrin – eine Doktrin, die uns lehrt, dass das Blut von jemandem vergossen werden muss, jemandem die Adern und Arterien entleert werden, für jeden Bagatellverstoß gegen das Sittengesetz. (Anm. Shomer: Als man be­merkte, dass dies unverhältnismäßig war, erfand man die Irrlehre der Erb­sünde; jetzt sind Sündenqualität und Opfer angeblich wieder adäquat.) Jemand muss die Strafe mit Blut bezahlen, jemand muss für jede kleine Schwäche, jedes Kavaliersdelikt oder jeden moralischen Fehler geschlachtet werden, in den ein irrender Mensch auf der Pilgerreise des Lebens stolpern kann, während er durch die Wildnis der Zeit reist, selbst wenn es ein Gott tun muss von seinem Thron im Himmel gezerrt und dafür ermordet werden. Nichts weniger wird den göttlichen Zorn mildern.
Wessen Seele, mit der kleinsten moralischen Sensibilität, lehnt sich nicht innerlich und instinktiv gegen eine solche Lehre auf? Wir würden es der Welt nicht lehren, denn es gründet sich auf Gemetzel und Blutvergießen und ist ein alter heidnischer Aberglaube, der weit zurück in der Mitternacht geistiger Dunkelheit und heidnischer Unwissenheit entstand, als die ganze Menschheit unter der gesetzlosen Herrschaft ihrer brutalen Neigungen stand und als die veredelnden Eigenschaften von Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung noch keinen Platz, kein bleibendes Zuhause im Herzen der Menschen gefunden hatten. Die blutige Seele des Wilden brachte es zuerst zur Welt. Wir halten die Lehre für eine selbstherrliche Beleidigung des alle liebenden Vaters, der, wie uns gesagt wird, „langmütig an Barmherzigkeit“ und „reichlich an Vergebung“ ist, ihn zu beschuldigen, eine solche Lehre zu billigen, geschweige denn, sie hervorgebracht zu haben. Es gibt keine „Barmherzigkeit oder Vergebung“, ein unschuldiges Wesen unter irgendeinem Vorwand zu töten. Und dass der Vater der brutalen Ermordung seines eigenen unschuldigen Sohnes (Anm. Shomer: eines sündlosen Juden) am Kreuz zustimmt, um eine unversöhnliche Rache an seinen eigenen Kindern zu befriedigen, das Werk seiner eigenen Hände, anstatt eine moralische Schwäche zu vergeben, die in ihrer Natur durch eine freiwillige Tat von sich aus, für die folglich er allein verantwortlich sein müsste, nichts weniger als Mord ersten Grades wäre. (Anm. Shomer: Es scheint Graves nicht bekannt zu sein, dass Verdammnis und Hölle keine „AT“-Vorstellungen sind. Der „Gott“ der Juden straft im Diesseits – Zitate: „bis dass du umkommst“, „bis ins dritte oder vierte Glied….“, s. 5Mo 28:15-69. Ist Sünde im Diesseits gesühnt, dann ist sie vom Tisch. Sühne geht völlig anders, s. David.)
Wir hegen keine solche Vorstellung und können nicht für einen Moment eine blasphemische Lehre hegen, die den universalen Vater als ein blutrünstiges und mörderisches Wesen darstellt, anstatt als ein Wesen von unendlicher Liebe, unendlicher Weisheit und unendlich in allen moralischen Tugenden. Ein derartiger Charakter wäre ein tief eingefärbtes Stigma für jeden Menschen. Und niemand, der von einem strengen Gerechtigkeitssinn angetrieben wird, würde die Errettung unter solchen Bedingungen annehmen, wie sie die christliche Sühne vorschreibt.
Es ist offensichtlich zu ungerecht, zu moralisch unbegründet und außerdem eine flagrante Verletzung der Grundprinzipien der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit. Es ist ein doppeltes Unrecht, Unschuldige für Schuldige zu bestrafen. Es ist einerseits die Zufügung von Unrecht und andererseits die Unterlassung von Gerechtigkeit. Es verhängt die höchste Strafe des Gesetzes über ein unschuldiges Wesen, das dieses Gesetz vor Strafe schützen sollte, während es den Schuldigen entschuldigt und befreit, dessen Bestrafung das Sittengesetz fordert. Einerseits beraubt es die Gesellschaft eines nützlichen Menschen und wendet andererseits eine moralische Plage gegen die Gemeinschaft an, wodurch ein doppeltes Unrecht oder ein Akt der Ungerechtigkeit begangen wird. Keinem Gericht in einem zivilisierten Land wäre es gestattet, nach einem solchen Grundsatz zu handeln; und der Richter, der dies befürworten oder ein Gesetz oder Prinzip befürworten sollte, das den Unschuldigen für den Schuldigen bestraft, würde sofort vom Richterstuhl ausgeschlossen werden.
Hier begegnet uns jedoch manchmal der Einwand, dass die Opferung Jesu Christi ein freiwilliger Akt gewesen sei, dass sie aus freiem Willen erfolgt sei. Aber das Plädoyer wollte weder die Ungerechtigkeit noch die Kriminalität der Tat.
Kein Unschuldiger hat das Recht, für den Schuldigen zu leiden, und die Gerichte haben kein Recht, das Angebot anzunehmen oder den Ersatz zuzulassen. Ein Beispiel soll dies veranschaulichen: Falls Jefferson Davis des Verrats für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt worden wäre und Abraham Lincoln sich gemeldet hätte und angeboten hätte, an seiner Stelle am Galgen gehenkt zu werden, gibt es ein Gericht in der zivilisierten Welt, das den Ersatz akzeptiert und Lincoln aufgehängt und Davis befreit hätte? Die Frage zu stellen heißt, sie zu beantworten. Es ist eine Beleidigung der Vernunft, des Gesetzes und der Gerechtigkeit, diesen Vorschlag in der Betracht zu ziehen. Die Doktrin der Sühne beinhaltet auch die unendliche Absurdität, dass Gott sich bestraft, um seinen eigenen Zorn zu besänftigen. Denn wenn „die Fülle der Gottheit leibhaftig in Christus wohnte“ (wie in Kol 2:9 gelehrt), dann war sein Tod der Tod Gottes, das heißt ein göttlicher Selbstmord, veranlasst und begangen von einem Gefühl des Zorns und der Rache, die das Leben des unendlichen Herrschers beendete, Diese Lehre ist völlig ohne Vernunft, Wissenschaft oder Sinn. Uns wird manchmal gesagt, dass der Mensch seinem Schöpfer etwas schuldig ist, und die Sühne begleicht diese Schuld. Ganz sicher! Und wem stehen die Schulden zu und wer bezahlt sie? Nun, die Schuld gebührt Gott, und Gott (in der Person von Jesus Christus) zahlt sie, zahlt sie sich selbst. (Anm. Shomer: wobei die Priesterschaften dadurch ziemlich reich geworden sind) Wir illustrieren: Ein Mann nähert sich seinem Nachbarn und sagt: „Sir, ich schulde Ihnen tausend Dollar, kann sie aber niemals bezahlen.“ „Sehr gut, es macht keinen Unterschied“, und steckt sofort seine Hand in seine rechte Tasche und zieht das Geld heraus, transferiert es in die linke Tasche und ruft aus: „Da ist die Schuld bezahlt!“ Eine seltsame Art, Schulden zu bezahlen, und eine völlig sinnlose, und doch hat die orthodoxe Welt dies für ihren Gott angenommen. (Anm. Shomer: und dass nennt sie auch noch: „allweise“) Wir stellen jedoch fest, dass sie es sorgfältig vermeiden, dieses Prinzip selbst im Umgang miteinander zu praktizieren. Wenn sie eine Forderung gegen einen Nächsten haben, sehen wir sie nicht, dass sie in ihren eigenen Taschen greifen, um sie abzuzahlen, sondern ihn zu verklagen und ihn zur Zahlung zu zwingen, wenn er sich weigert, es ohne Zwang zu tun, und damit beweisen, dass sie es tun und nicht für ein richtiges Handelsprinzip halten.
Aber wir stellen nach weiteren Nachforschungen fest, dass die angenommene Schuld nicht bezahlt wird, immerhin.
Wenn eine Schuld begründet ist, wird sie storniert und aus dem Gedächtnis verdrängt, und es wird nichts mehr darüber gesagt. Aber in diesem Fall wird dem Sünder gesagt, dass er immer noch die Strafe für jede Sünde erleiden muss, obwohl Christus gestorben ist, um diese Sünde zu sühnen und aufzuheben.
Wo ist dann die Tugend der Sühne? Wie andere Lehren des orthodoxen Glaubens steht es im Streit mit der Vernunft und dem gesunden Menschenverstand und jedem Prinzip gesunder Moral und wird von kommenden Zeitaltern als Relikt der Barbarei gekennzeichnet werden. (Anm. Shomer: diesen gesunden Menschenverstand hätte eigentlich jeder Mensch vom Schöpfer mitbekommen, eigentlich. – Ende Auszug)

Bei den Graves bekannten gekreuzigten Gottessöhnen handelte es sich um folgende:

  1. Kreuzigung Chrishnas von Indien, 1200 v. d. Z.
  2. Kreuzigung des Hindu Sakia, 600 v. d. Z.
  3. Tammuz von Syrien, gekreuzigt 1160 v. d. Z.
  4. Kreuzigung von Wittoba/Vithoba der Bilingonesen, 552 v. d. Z.
  5. Iao von Nepal, gekreuzigt 622 v. d. Z.
  6. Hesus der keltischen Druiden, gekreuzigt 834 v. d. Z.
  7. Quetzalcoatl von Mexiko, gekreuzigt 587 v. d. Z.
  8. Quirinus von Rom, gekreuzigt 506 v. d. Z. (späteste Kreuzigung)
  9. (Aeschylus) Prometheus, gekreuzigt 547 v. d. Z.
  10. Kreuzigung von Thulis von Ägypten, 1700 v. d. Z. (früheste Kreuzigung)
  11. Kreuzigung Indiras von Tibet, 725 v. d. Z.
  12. Alkestis von Euripides, gekreuzigt 600 v. d. Z.
  13. Atys von Phrygien, gekreuzigt 1170 v. d. Z.
  14. Crite aus Chaldäa, gekreuzigt 1200 v. d. Z.
  15. Bali von Orissa, gekreuzigt 725 v. d. Z.
  16. Mithra von Persien, gekreuzigt 600 v. d. Z.

Graves erwähnt zu jedem gekreuzigten Gottessohn Begebenheiten, die wir auch von „Jesus Christus“ kennen. Da diese Gottessöhne jedoch schon ziemlich lange vor „Christus“ lebten und gekreuzigt wurden, muss m. E. davon ausgegangen werden, dass man bei „Jesus“ grandiosen Synkretismus betrieb und diese heidnischen Elemente auf ihn übertrug, samt Jungfrauengeburt, Wunder, Lehren, Kreuzigung, Himmelfahrt u. a. m. Wer meint, dass Jesus der einzige Wundertäter war, der irrt gewaltig; denn bei heidnischen Gottheiten/Halbgöttern war sowas schon lange vor Jesus „in Mode“, s. Graves.
Gibt es nur einen Gott, dann hat der wohl vergessen, dass er ja schon mindestens 16 gekreuzigte Gottessöhne hatte und dass er, um richtig vergeben zu können, noch einen 17. Gottessohn namens Jesus Christus brauchte. Stellt sich mir die Frage: Wenn die 16 Gottessöhne (plus) nichts genützt haben, warum sollte der 17. etwas nützen? Da mit Jesu Tod am Kreuz angeblich keine Tieropfer mehr erforderlich sind, hatte dies für die christliche Priesterschaft katastrophale finanzielle Folgen. Sie mussten sich andere Einnahmequellen einfallen lassen wie z. B. den Ablass wegen des imaginären Fegefeuers. Heute opfern die Gläubigen in Freikirchen aus vermeintlicher Dankbarkeit, und zwar bargeldlos nämlich. Demnächst dürfte vermutlich statt Klingelbeutel ein QR-Code z. B. die Runde machen, damit man der Sechshundertsechsundsechzig (von sechs, sechs, sechs steht da nichts) aus Offenbarung 13:16+18 frönen kann, katastrophale Folgen inklusive. Die Endzeit, in der wir uns zurzeit befinden, ist in allsonntäglichen Predigten kein Thema, da Spendeneinbussen zu befürchten stehen.
Wer aus diesem katholischen Gottessohn und Kruzifix-Götzen Jesus Christus einen hebräischen Jeshua zaubert, wie bei messianischen Juden üblich, der sollte sich, Tipp von Shomer, zuvor Gedanken über die Theologie hinter dem Götzen einerseits und dem Rabbiner andererseits machen; Theologie über Rabbiner gibt es nämlich nicht.
Shomer

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 17. März 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.