Jahushua selbst sagt, dass niemand durch Fleisch und Blut Vergebung der Sünden erfährt und gerettet werden kann. Er sagt ganz klar: “Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch (Fleisch und Blut) nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben” (Jo 6,63). Ist das nicht wunderbar eingerichtet? Müssten wir uns bei der Vergebung von Schuld und Sünde auf die religiösen Vorstellungen, auf Sakramente und Riten verlassen, wo kämen wir da hin! Jahushua bestätigt darum, was alle Propheten vor ihm auch schon lehrten. Allein der Geist, der Vater im Himmel selbst, macht lebendig, d.h. rettet, hat Trost und Verständnis. JaHuWaH ist der Geist (vgl. Jo 4,24).
Eine Leserin schreibt: “Wenn unsere Erlösung allein durch das vergossene Blut Jashua geschieht, weshalb musste er dann so grausam gequält werden? Wenn es so von Gott gewollt worden wäre, dann hätte Er ja veranlassen können, dass man schneller zum Blut kommt und nicht erst durch so eine grausame Tortour. Dann müsste man ja logischerweise auch die Qualen zur Erlösung voraussetzen.
Folglich ging dieses Martyrium von Menschen aus, was Gott verurteilt. Jashua hat im absoluten Gehorsam seinem Himmlischen Vater gegenüber seinen Auftrag ausgeführt, auch auf die Gefahr hin, dass er dafür getötet werden wird. Er hatte vollkommenes Vertrauen zu Gott und fühlte sich in seinen grausamen Schmerzen für kurze Zeit verlassen, wie er es auch am Pfahl ausdrückt. Er hat sein Leben freiwillig dahingegeben, geopfert, um der Wahrheit willen. Das sehe ich als die Bedeutung seines Todes. Und viele wahre Nachfolger haben für die Wahrheit ebenfalls freiwillig ihr Leben gelassen und geopfert. Unser Retter ist allein JAHUWAH. ´Ihm allein die Ehre´”. Soweit die Schreiberin. Sie führt gleich einen wichtigen Tatbestand hinzu, den ich etwas zusammengefasst formuliere:
Im Gim 203 haben wir einen Blick in die Verstrickung von Sünde und Schuld in Davids Leben geworfen. Wir haben davon gesprochen, dass ihn das ganze Geschehen krank gemacht hatte und wie er am Boden zerstört war und wie er aus der Beziehung zu JaHuWaH heraus wieder zu neuen Kräften kam. Die Sünde hatte ihn niedergeschmettert. Der Prophet Natan hielt ihm den Spiegel der Ordnungen JaHuWaHs vor Augen. In den tiefen Zusammenhängen der Ordnungen, die in der Thora niedergeschrieben sind, konnte er erkennen was er angerichtet hatte.
Im Gim 201 habe ich über die Vergebung der Sünden und die Erlösung geschrieben. Thema war: “Warum klaffen Judentum und Christentum in den zentralen Lehren über das Leben, den Glauben und den Segen so sehr auseinander?” Dieser Gim war geschrieben worden, weil einige Leser empört darüber waren, was ich im Gim vom 2. Juli 2015 schrieb, nämlich: “Ich werde meine Thora in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Erlöser sein, und sie werden mein Volk sein. Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt JaHuWaH (seine Gedanken)! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht JaHuWaH. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken” (Jer 31,31-33).
Wie wunderbar! Die Bibel zeigt uns mit der Berufung Abrahams schlicht und einfach den Beginn einer neuen Weltgeschichte auf. JaHuWaH sprach zu Abraham: “Und ich will dich zu einer grossen Nation machen und will dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht (dich bekämpft), den werde ich verfluchen (richten); und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,2-3). Die Geschichte hat diese Worte bestätigt: Wo die Juden hinkamen, ging es den Menschen auf allen Ebenen des Lebens besser, bis sie aus Neid und Missgunst die Juden verunglimpften, ausbeuteten, vertrieben oder umbrachten.
Oberflächlich betrachtet herrscht in den Lehren zwischen dem Judentum und dem Christentum weitgehend Übereinstimmung. So wird jedenfalls heute von den Kirchen nach aussen hin argumentiert. Der Schein trügt. Gerade das prophetische Wort in der Bibel zeigt uns das Gegenteil auf. Judentum und Christentum stehen in den wesentlichen Fragen über das Leben, die Schöpfung, die Erlösung, den Glauben, den Segen und in vielen anderen Lehren in einem völligen Widerspruch zueinander. Übereinstimmung herrscht lediglich in einer ganzen Reihe von ethisch-moralischen Fragen die das Christentum über Jahushua von Nazareth vom Judentum übernommen hat und heute als Lehre Jesu proklamiert.
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Zum 70. Mal wurden und werden vor allem in Europa, Deutschland und Israel Gedenkfeiern veranstaltet. Wie üblich finden viele Begegnungen statt. Tagungen und Konferenzen werden abgehalten, Gedenkstätte aufgesucht. Die Gräueltaten des Nationalsozialismus (NS) stehen im Mittelpunkt. Von den Überlebenden werden viele grauenvolle Erinnerungen wachgerufen. Bis heute bleiben sie tief erschüttert und fassungslos über das was ihnen das christliche Europa angetan hat.
Zwei Themen werden für uns an Aktualität nichts verlieren. Für Christen sind sie allgemein keine Themen, denn es kann nicht sein was nicht sein darf. Das eine Thema: Viele Juden erkennen durch das “Neue Testament” und die Mission von Menschen angeblich den Gott Jesus der Kirchenväter als den Messias an. Als Folge treten sie in eine der vielen Kirchen oder christlichen Gemeinschaften ein, die auf der philosophischen Basis der ersten beiden Konzilien von Nizäa 325 n.u.Z. und Konstantinopel 381 n.u.Z. dogmatisch aufgebaut sind.
Wir Menschen sehnen uns nach dem Segen des Lebens. Was immer wir darunter verstehen mögen und was immer an unerfüllten Wünschen und Erwartungen unseren Alltag bestimmen. Wir sind froh und dankbar wenn es uns gut geht. Das Leben eines jeden Menschen verläuft anders als von uns ausgedacht und vorgeplant. Es verläuft ausnahmslos nach einem Plan den wir nicht geplant haben. Haben wir Pläne, Wünsche und Erwartungen an Menschen, die uns anvertraut sind, ihr Leben verläuft anders. Ganz einfach nach einem andern Plan, den wir nicht immer verstehen, manchmal überhaupt nicht.
Im letzten Gim (Glaubensimpuls) ging es um die biblischen Propheten. Unter dem Begriff Propheten sind übrigens auch Prophetinnen gemeint, denn die gab es nämlich auch. Dabei sind zwei Tatsachen zu beachten. Erstens ist JaHuWaH in einer aussergewöhnlichen Weise in ihnen Mensch geworden. Zweitens sind sie dennoch immer auch Menschen gewesen und geblieben. Sie verstanden sich nie als Gottheiten, d.h. als Erlöser im Sinne der heidnischen Welt. Sie verstanden sich nie als Zugehörige einer Götterfamilie wie das in allen heidnischen Religionen Tradition ist.