Nach dem langen Pilgerweg auf den verschieden Jakobswegen kommen katholische Pilger am Ziel in Santiago de Compostela (hl. Jakob) in Spanien an. Es sind nicht nur katholische Pilger, die aus Glaubensüberzeugung diesen Weg gehen, auch andere wanderlustige Menschen, denen diese imposanten Wanderrouten mit ihren Gasthäusern und Herbergen gefallen. Müde und von den verschiedenen Begegnungen und dem Austausch mit unterschiedlichsten Menschen, betreten auch solche wanderlustige Menschen die Kathedrale in Santiago de Compostela und halten dort inne.
Wir stehen zwar inmitten der Chanukkafeiern, dennoch aber möchte ich weiter Ergänzendes zu unserem Thema “Moslems und Jesus-Visionen” sagen. Wir feiern das Lichterfest, die Wiederherstellung der Ehre JaHuWahs und damit des einzelnen Menschen. Warum sollten wir nicht auch unsere Wiederherstellung im Lichte JaHuWaHs vertiefen? Das ist wahrlich ein Grund zum Feiern und Danken! Ein Grund alle Lichter des Lebens anzuzünden. Denken wir in diesen Tagen von Chanukka bewusster darüber nach, wie wir diesen Segen in unserem Leben bewusster entfalten können.
Grundsätzlich müssen wir festhalten, dass alle diese Phänomene, auf die wir im letzten Gim hingewiesen haben, nie ein Kriterium dafür sind, dass ein Mensch die Wege JaHuWaHs, des Schöpfers Himmels und der Erde, geht. Mögen die Auswirkungen gut sein oder schlecht. Sind die Auswirkungen gut, dann sollten wir uns nicht täuschen lassen. Diese Aussage mag jemanden irritieren, der die biblisch-prophetischen Zusammenhänge, die uns das Wesen und die Weisungen unseres Schöpfers und des Lebens offenbaren, nicht kennt. Er mag sich fragen, wie kann denn etwas das gut ist, sich als gut erweist und Gutes hervorbringt, eine Täuschung sein? Warum ist denn das so wichtig, dass die Menschen die Wege JaHuWaHs gehen? Sind denn nicht alle Menschen Kinder Gottes, gehen denn nicht alle Menschen die Wege JaHuWaHs. Ist denn das Gute, das wir sehen und erleben nicht immer von JaHuWaH und wird automatisch zum Segen?
Das Thema Moslems und Jesus-Visionen beschäftigt recht viele Menschen. Es ist ein Thema das mit der Masseneinwanderung von Hunderttausenden von Moslems in den Westen Europas in den letzten Jahren wieder sehr aktuell geworden ist. Wir bekamen folgenden Brief per Mail zugesandt: “Folgendes Thema stellt uns dabei gerade vor eine besondere Herausforderung: In der muslimischen Welt gibt es zu Tausenden Menschen die (manchmal unmittelbar, meistens aber durch persönliche Not und Zweifel an Allah zu Gott schreien) durch Träume und Visionen von Jesus eine Bekehrung erfahren und dadurch so verändert, geheilt und stark werden, dass sie trotz Todesdrohungen und Folter etc. ihren Glauben an den Gott Jesus bekennen, Bibeln verteilen und missionieren. Oft enden sie dann im grausamen Tod. Sie halten Stand. Wir sind dazu aktuell an einem Buch mit beispielhaften Erzählungen. Beim Lesen haben wir gemischte Gefühle und wir können die mächtige Kraft und persönliche Liebe, die von diesem Jesus ausgeht, nicht leugnen. Diese Menschen suchen wahrhaftig nach ihrem Schöpfer, und er offenbart sich ihnen als Jesus!..
Es gibt Zeiten, da fallen uns gewisse gleichlautende Aussagen von Menschen nur so zu. Als die Zeit meines 70sten Geburtstags angefallen war, häufte sich die Bemerkung von Menschen mit unterschiedlichem christlichen Hintergrund: heute ist keine Gottesfurcht mehr da! Oder: Die physikalischen Veränderungen rund um den Globus deuten darauf hin, dass der Jesus (gemeint ist der umgepolte Jude Jahushua von Nazareth, der von den Christen auf den Konzilien des vierten Jahrhunderts offiziell in einen Christus, d.h. zum Erlöser-Gott der Christen dogmatisiert worden ist) bald wiederkommen muss, denn es ist alles drunter und drüber.
Unsere ganz persönlichen Entscheidungen sind beeinflusst von unserer inneren Verfasstheit, von unserer Erziehung, vor allem aber von unserem religiösen Umfeld, wie uns das die Menschheitsgeschichte in ihrer religiös geprägten Kultur unleugbar bestätigt. In schwierigen Zeiten sind wir entsprechend manipulierbar, es sei denn wir leben in einer tiefen pulsierenden Beziehung mit JaHuWaH und seinen Weisungen. Aus seinen Weisungen heraus werden wir fähig, unabhängig, glaubensmündig und verantwortungsvoll zu leben – frei von religiöser Manipulation und Unterdrückung.
Im letzten Gim haben wir uns daran erinnert wie Paulus das “allein aus Gnade”, jene Beziehung die zwischen JaHuWaH und Abraham pulsierte und das Leben eines jeden bibelorientierten (gemeint ist der TaNaCH) Menschen ausmacht, zunichte machte. Wir können nie genug darauf aufmerksam machen. “Er” lehrte die unter den heidnischen Völkern übliche Praxis von der Versöhnung und Erlösung der Menschen durch einen Gottessohn und dessen vergossenem Blut, also durch ein Menschenopfer (oder Gottmenschen) und dessen Blut. Diese Lehre vermischte “er” mit dem TaNaCH, d. h. mit der Bibel, und stellte sie schliesslich über dem biblisch prophetischen Wort des “allein aus Gnade”.
Die 500 Jahrfeier der Reformation fand am 31. Oktober ihren offiziellen Höhepunkt. Das ZDF strahlte zu diesem Anlass das Poporatarium “Luther” aus. Eine einzigartige Aufführung! Verschiedene Stationen im Leben Luthers werden darin aufgeführt. In einer ergreifenden Darstellung wird Luthers verzweifelte Lage auf dem Reichstag in Worms dargestellt.
Der mächtige Vatikan, der Papst und seine Häscher, fordern den Tod des aufbegehrenden kleinen Mönches, der es wagt die Lehren und Praktiken des Vatikans in Frage zu stellen, sagt der Vatikan doch, sie sind allesamt von der dritten Gottheit der Kirche, dem Heiligen Geist, dem Papst geoffenbart worden. Sie wollen Luther und seine Schriften brennen sehen. Kaiser und König riskieren ebenso ihr Leben, sollten sie Luther decken. Die päpstlichen Häscher im Land bedrohen auch sie.
Diese Haltung gehört zum Wesen JaHuWaHs. JaHuWaH will in diesem Verhältnis mit uns leben. Es ist undenkbar, dass Abraham sich von seinen frommen Götzen und ihrenTraditionen so schnell hätte lösen können, hätte er das faszinierende Wesen JaHuWaHs nicht auch von dieser Seite erfahren dürfen. Wie sehr unterscheidet sich doch JaHuWaH von allen Göttern und Gottheiten – und ihren Forderungen!!
Grimmig sind sie. Der Mensch, der ihnen anhängt lebt in der Angst. Er ist ihnen schutzlos, hilflos und blind ausgesetzt. Sie fordern Menschenopfer, Menschenblut, das Blut eines Menschenwesens, wenn möglich sollte dieser Mensch göttlicher, d.h. adliger Abstammung sein. Das ist das Kennzeichen aller Götter der Antike, bis hinein ins Mittelalter und darüber hinaus. Davon ist, ausser der jüdischen, jede Kultur bis heute noch tief geprägt. Dessen sind sich die meisten Menschen gar nicht bewusst.
Warum muss JaHuWaH seinem auserwählten Volk überhaupt gebieten sich zu freuen? Was haben wir über Sukkot gelesen? JaHuWaH gebietet seinem auserwählten Volk, das den Segen Abrahams in die Welt hinaustragen soll, beim Einsammeln der Ernte ein Fest zu feiern. Es soll ein Fest sein, das nicht nur einen Tag dauern soll, sondern gleich sieben Tage nacheinander. Und an allen diesen Tagen sollen sie sich freuen, das gebietet er ihnen (vgl. 3Mo 23,33-44; 5Mo 16,13-15).