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Die Entstehung des Priestertums wie wir es kennen und das Priestersein in JaHuWaH. Teil 1

Glaubensimpuls 751 von Gregor Dalliard am

Im letzten Gim 750 habe ich geschrieben: “Aus dem Glaubensschritt oder vielmehr dem Vertrauensschritt Abrahams zu dem El Eljon, dem Höchsten, ist die Frucht der aussergewöhnlichen Beziehung der Israeliten zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten erwachsen. Mit dieser Beziehung Abrahams ist das Himmelreich auf der Erde angebrochen. Ich möchte betonen: mit der Beziehung Abrahams zu dem El Eljon, dem Höchsten ist das Himmelreich auf der Erde angebrochen. Darin haben traditionelle Priesterschaften keinen Platz. Und wenn es solche gibt, dann stehen sie dem Willen und der Menschenwürde entgegen, die JaHuWaH entspricht, anders als das Melchisedek, der Priester des Höchsten und der König der Gerechtigkeit tat. (Siehe Melchisedek: Gim 570).

Die aussergewöhnliche Beziehung Abrahams zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, der Himmel und Erde ins Dasein rief und den Menschen in SEINEM wunderbaren Bilde schuf, vollzog sich ein Durchbruch aus den bis dahin existierenden Glaubenstraditionen, die die Menschen knechteten. Die Quelle des Lebens wurde gefunden und für immer geöffnet: “…und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden” (1Mo 12,3). Sind wir uns bewusst, dass mit dieser Beziehung Abrahams das Himmelreich auf der Erde angebrochen ist?
Geschichts-, bzw. Religionswissenschaftler bestätigen heute, dass sich bis zu Abraham der Glaube aller Völker in einem geschlossenen Kreise drehte d. h. im Rhythmus des alljährlich wiederkehrenden Werdens und Vergehens, wie wir das in den Jahreszeiten erleben. Gebunden an diesen festen Rhythmus der Natur und den entsprechenden negativen Erfahrungen schufen mystisch oder spiritistisch veranlagte Menschen Gottheiten, Dämonen u. a. m. Die ganze unbekannte Welt mit all ihren undefinierbaren negativen Kräften und Auswirkungen (Naturgewalten, Kräfte der Tiere usw.), die den Menschen so viel Leid und Elend bescherte, wurde personifiziert, d. h. zu Personen gemacht, die besänftigt werden mussten, so deuteten die führenden Menschen das Undefinierbare, also das, was man sich nicht erklären konnte.

Die Mystiker, Spiritisten, Zauberer, oder wer auch immer, meinten es eigentlich gut. Sie wollten Menschen in ihrer Unkenntnis und Finsternis über das Unsichtbare, aber doch allezeit einwirkende Böse eine Lösung schaffen, eine Erlösung. Zugang zu diesen Kräften (Dämonen) Gottheiten, bzw. Götzen hatten nach allgemeiner Überzeugung nur Mystiker, Spiritisten, Zauberer u. a. m. Angeblich offenbarten ihnen ihre Gottheiten, die sie sich selbst geschaffen hatten, ihre Forderungen an die Menschen: was für Opfer ihnen dargebracht werden mussten, mit welchen Ritualen und zu welcher Jahreszeit, damit sie vor Leid und Elend bewahrt bleiben, für Fruchtbarkeit und anderes mehr. Auch wurde ihnen angeblich geoffenbart, wie sie nach dem Tod zu diesen Göttern gelangen oder wo sie hinkommen würden, wenn sie die von den Spiritisten (Klerikern) vorgeschriebenen Opferrituale nicht einhalten würden. So wurde z. B. von den alten Griechen in vorchristlicher Zeit der Hades (Hölle) erfunden, den die Christen bereitwillig übernommen haben.
Aus diesen heidnischen Mystikern oder Spiritisten entwickelten sich im Laufe der Geschichte die unterschiedlichen Priester- und Priesterinnenkulte, bis hin zum etablierten Priestertum (auch Kleriker genannt), wie wir es im Christentum und im Islam kennen, aber zu gewissen Zeiten auch im Judentum, beeinflusst von den heidnischen Priesterkulten, die von den umliegenden Völkern praktiziert wurden (Siehe Aaron: Gim 715). Dagegen haben die Propheten immer wieder angekämpft und die Nachkommen Abrahams an ihren wahren Priesterstand erinnert, der allein in der ungeteilten Gemeinschaft mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten existiert, und für immer Bestand hat, wie das Priestersein Melchisedeks:
“Und Mose stieg hinauf zu Elohim (“Gott”). Und JaHuWaH rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges (ausgesondertes) Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst” (2Mo 19,3-6).
Eindringlich macht Mose dem Volk klar, dass es nie mit einem anderen Elohim (“Gott”) gehen darf, als mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten (auch mit Jesus nicht) will es sich nicht SEINES inneren Friedens und SEINES Segens berauben. Es leitete ihn JaHuWaH allein, und kein fremder Gott war mit ihm (5Mo 32,12). Sollte es davon wegkommen, würde es sich selbst entsetzliches Leid zufügen.
“Und nun spricht JaHuWaH, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst (mit Abraham den Durchbruch aus dem Götterkult und ihren schlimmen Forderungen gebracht); ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!…Ihr seid meine Zeugen, spricht JaHuWaH, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Elohim (‘Gott’) gebildet, und nach mir wird keiner sein (auch keine drei Gott-Personen). Ich, ich bin JaHuWaH, und ausser mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder Elohim (‘Gott’) war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht JaHuWaH; ich bin Elohim (‘Gott’). Ja, auch weiterhin bin ich es, und da ist niemand, der aus meiner Hand rettet. Ich wirke, und wer kann es rückgängig machen?” (Jes 43,10-13).

Ungeteilt JaHuWaH angehören, denn ER ist der EINZIG EINE. Also: alle Halbgötter, Götter und Gottheiten, und ihre Religionen sind von Menschen gemacht, sie sind ihren Phantasien entsprungen, sie halten die Menschen unwissend und dumm; das ist die Methode, einen Menschen seiner Würde zu berauben.
“So sollt ihr zu ihnen sagen: Die Götter, die den Himmel und die Erde nicht gemacht haben, die werden von der Erde und unter diesem Himmel verschwinden… Sie sind allesamt dumm und töricht; die Unterweisung der Nichtigkeiten… Dumm steht da jeder Mensch, ohne Erkenntnis… Jakobs Anteil aber ist nicht wie diese. Denn JaHuWaH ist es, der das All gebildet hat, und Israel ist der Stamm seines Erbteils… Aber JaHuWaH ist in Wahrheit Elohim (‘Gott’). Er ist ein lebendiger Elohim (‘Gott’) und ewiger (bleibender) König” (Jer 10,16).

Allen wünsche ich von Herzen einen gesegneten Shabbat Shalom. Lassen wir den Segen zu, in uns wirksam werden: “So spricht JaHuWaH: Verflucht (d. h. des inneren Friedens und des Segens beraubt) ist der Mensch, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz von JaHuWaH weicht (d. h. auf die Glaubenslehren von Menschen und ihre Religion baut)! Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Steppe und nicht sehen, dass Gutes kommt. Und an dürren Stätten in der Wüste wird er wohnen, in einem salzigen Land, wo sonst niemand wohnt (d. h. des inneren Friedens und des Segens beraubt).
Gesegnet ist der Mensch, der JaHuWaH vertraut und dessen Vertrauen (ungeteilt) JaHuWaH ist!” (Jer 17,5-7).

Gregor Dalliard 

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 19. April 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!