Die Gemeinsamkeiten des heiliggesprochenen katholischen Klerikers Augustinus, Bischof von Hippo und des islamischen Klerikers, Ayatollah Ali Chamenei im Iran.
Glaubensimpuls 747 von Gregor Dalliard am
Ja, was hatten der heiliggesprochene katholische Kleriker, Augustinus und der islamische Kleriker, Ayatollah Ali Chamenei im Iran, gemeinsam?
Ich möchte nicht zu sehr auf die Details eingehen. Aber in Anbetracht der gegenwärtig mobilisierten schrecklichen antijüdischen Kräfte auf der ganzen Welt, die von der christlichen Ersatztheologie ausgegangen sind und weiterhin ausgehen, können wir nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Der antisemitische Hass treibt gerade auch im Netz sein erschreckendes Unwesen.
Unser Schöpfer hat uns in SEINEM Bilde geschaffen, also haben wir ein Gewissen, das sich nicht in der Gleichgültigkeit verstecken kann. Viele von uns haben die Konsequenzen daraus bereits gezogen. Unsere Ent-scheidung haben wir getroffen, alle in unserem nächsten Umfeld wissen und sehen das. Wir aber haben das ent-scheidende Zeichen ein für allemal gesetzt, für Zeit und Ewigkeit. Jetzt freuen wir uns jeden Tag in der Gemeinschaft mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten und geniessen diesen Segen gerade in unserem Umfeld, das eben weitgehend von der Lehre der folgenschweren Ersatztheologie beherrscht ist.
Diese Tatsache soll unsere tägliche Freude und die Ruhe (das Zur-Ruhe gekommen-Sein) in DEM, in dessen Bilde wir geschaffen sind und leben, in keiner Weise beeinträchtigen. Mit Respekt, mit Achtsamkeit und der gebührenden Liebe dürfen wir heute jedem Menschen in unserem Umfeld begegnen. Das ist der Segen, die Frucht aus unserer Entscheidung. Welch eine Freude und Dankbarkeit erfasst uns immer wieder aufs Neue, wenn wir diese Wirklichkeiten immer wieder aufs Neue verinnerlichen!
Nun reden wir von diesen beiden berühmten Klerikern, dem christlichen heiligen Augustinus (354-430 u. Z.) und dem islamischen Kleriker Ayatola Ali Chamenei, der vor zwei Wochen beseitigt worden ist. Korrekterweise dürfen wir folgende Tatsache nicht ausser Acht lassen. Eines steht fest: die Ersatztheologie (Antijudaismus/Antisemitismus) ist weiterhin das unantastbare Fundament des christlichen Glaubens, denn ohne sie gibt es kein Christentum. Das Christentum brachte im 6./7. Jahrhundert u. Z. den Islam hervor.
Das Christentum befand sich im 6./7. Jahrhundert u. Z. in einem machtbesessen und desolaten Rausch. Als Antwort darauf gründete der Mekkaner Mohammed den Islam. Das geschah also, wie gesagt, rund 600 Jahre nach der Entstehung des Christentums als Antwort auf das machtbesessene und desolate Christentum jener Tage, dessen Führung sich politisch und ethisch alles nur Erdenkliche erlaubte und aneignete.
Die antisemitische Theologie des Paulus und der Kirchenväter, und der Umgang der Getauften mit den Juden im Alltag und im Schrifttum, hatte sich im Laufe der ersten sechs Jahrhunderte in den Köpfen und in den Herzen der damals bekannten Welt festgefressen, also kam auch Mohammed nicht auf den Gedanken im Judentum nach den verbindlichen und bleibenden Wurzeln des Glaubens zu suchen. Der Islam übernahm die christliche Ersatztheologie (Antijudaismus/Antisemitismus). Er übernahm die antijüdische Theologie der Christenführer, aber setzte sich vom Christentum entschieden ab. Er entwickelte seine eigene Philosophie, bzw. Theologie, die von seinen Nachfolgern weiter entwickelt wurde, so wie sie uns heute in der Welt begegnet.
Der katholische Kleriker und Kirchenvater, der heilige Augustinus und der islamische Kleriker Ayatollah Ali Chamenei im Iran, hatten vieles gemeinsam. Beide waren abgrundtiefe Judenhasser, also Antisemiten. Sie schufen und entwickelten die entsprechende Theologie dazu. Der TaNaCH (das “AT”) kennt keine Theologie, denn das Leben besteht aus der gelebten Beziehung mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten. Dazu braucht es keine Theologie; darum kennen die Juden keine Theologie. Das war unumstritten der Glaubensweg und die Lehre der Propheten. “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht“ (Ps 36,10). Siehe dazu Gim 694.
Theologie und/oder Philosophie braucht es dort, wo keine Beziehung oder keine lebendige Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten gelebt wird. In solchen religiösen Kreisen braucht es Theologie und/oder Philosophie, also einen Ersatzgott mit Ersatzlehren. Darum sprechen wir von der Ersatztheologie.
Beide, Augustinus, der christliche Kleriker und Chamenei, der islamische Kleriker beriefen sich auf Abraham (Arabisch: Ibrahim), aber deren Gründerväter ersetzten den Elohim (“Gott”) Abrahams, JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten durch Gottheiten, die mit dem Glauben Abrahams nichts zu tun haben, denen gerade Abraham abgeschworen hatte. Wie oben gesagt, sind beide Religionen von einem tiefen Judenhass getrieben, dessen Wurzeln im “Evangelium” des Paulus gründen. Weder der katholische Kleriker und Bischof Augustinus noch der islamische Kleriker und Führer Ajatollah Chamenei haben ihr Leben zur Aufklärung und Beseitigung der folgenschweren Ersatztheologie eingesetzt, im Gegenteil, Zeit ihres Lebens vertieften beide dieses ungeheure Leid der Juden.
Beide haben stattdessen die Theologie der religiösen Macht, ihr je eigenes religiöses Machtsystem, gefördert.
Das erklärt, warum beide Grossreligionen, das Christentum und der Islam, die sogenannten Fluch-Texte des TaNaCHs (des “ATs”) aus ihrem Zusammenhang rissen und und daraus eine antijüdische, bzw. antisemitische Theologie, bzw. Philosophie, als ein festgefahrenes religiöses System entwickelten. Zu diesen missbrauchten Texten der israelitisch-jüdischen Propheten gehören etwa Jer 7,14-17; Jes 6,10; Jes 65,2; Ps. 69,24. Mit solchen aus dem Zusammenhang gerissenen und missbrauchten Texten rechtfertigen sie ihre so folgenschwere Ersatztheolgie, also den Judenhass.
Beide lehren auf ihre Weise, dass der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, die Juden für immer verworfen und die Getauften, bzw. den Islam, an ihre Stelle gesetzt hätte. Diese Irrlehre setzten ihre Gründerväter und deren Nachfolger im Laufe der Geschichte immer wieder mit brutalsten und grausamsten Methoden der Gewalt durch. Das taten und tun sie, weil sie sich nicht von dem Elohim (“Gott”) Abrahams, von JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten und SEINEN Weisungen leiten lassen wollen, denn nur im Vertrauen auf IHN wurde allen Menschen und Geschlechtern der Segen des Lebens zugesprochen (vgl. 1Mo 12,3).
Ich möchte noch einmal hervorheben: Beide, sowohl der Kirchenvater Augustinus als auch Chamenei beanspruchten den Glauben Abrahams für sich, aber deuteten ihn für ihre todbringende Theologie komplett um. Beide Religionen haben sich ihren Gott, oder ihre Götter zurechtgelegt. Damit haben sie beide den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten und SEIN Wesen der Gnade und des Segens über Bord geworfen, ihr eigenes verhängnisvolles und folgenschweres religiöses Ding geschaffen und den Menschen mit Gewalt
aufgezwungen, bis zu dieser Stunde. Die theologische Schrift “De civitate dei” (“Vom Gottesstaat” oder “über die Gottesherrschaft”) des Augustinus fordert die Gottesherrschaft unter der Führung des Papstes, die Scharia fordert die Gottesherrschaft unter dem Diktat der Ayatollahs. Ayatollah ist der höchste religiöse Titel im schiitischen Islam.
Der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste will keinen Gottesstaat, keine von Menschen gemachte Gottesherrschaft. Ein solches Gebilde muss von einer Katastrophe in die nächste führen. ER will das Vertrauen der Menschen, gemäss dem Shma Jisrael (Höre Israel) (5Mo 6,4-5; Ps 23 u. a. m.). Menschen, die als Menschen auf der Grundlage des Zehnwortes in einem gesegneten Zusammenleben miteinander unterwegs sind, und zwar im Hier und im Heute, auf Zeit und Ewigkeit.
“Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf JaHuWaH vertraut, ist in Sicherheit” (Spr 29,25). “Denn gnädig und barmherzig ist JaHuWaH, euer Elohim, und er wird das Angesicht nicht von euch abwenden, wenn ihr zu ihm umkehrt (IHM vertraut)” (2Chr 30,9). Zum Verständnis: “und er wird das Angesicht nicht von euch abwenden”, heisst: Er wendet das Angesicht nie von den SEINEN ab; das kann ER aus dem prophetischen Kontext gar nicht, wir aber können uns von IHM abwenden, indem wir uns durch irgendetwas verunsichern lassen.
In dieser Kraft (Ruach) und Gewissheit wünsche ich allen Licht in jeder Situation heute, morgen und alle Tage - und wachen Nächte! Einen herzlichen Gruss mit Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. März 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!