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Wir entscheiden uns: "JaHuWaH ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? JaHuWaH ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? (Ps 27,1-2). Nichts kann uns scheiden von der Liebe des Elohims (des "Gottes") JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten. Danke!

Glaubensimpuls 744 von Gregor Dalliard am

Selbstverständlich machen wir alle gute und böse Erfahrungen mit Menschen. Menschen können ein so segensreiches Verhältnis miteinander aufbauen und pflegen, aber dann kann sich ein Konflikt anbahnen und eine Beziehung bricht auseinander. Konkret denke ich gerade an König Shaul (Saul) und den Propheten Shmuel (Samuel). Sie lebten und arbeiteten über eine längere Zeit sehr gut miteinander, bis Unvorstellbares geschah, eine sehr tragische und folgenschwere Begebenheit.

In unserem Leben müssen auseinanderbrechende Beziehungen nicht immer von einer solchen Vehemenz begleitet sein. Manchmal lassen wir uns von einer kleinen Kränkung oder Enttäuschung aus der guten Laune bringen. Wir sind dann niedergedrückt und reagieren entsprechend. Ein solcher Zustand des Niedergedrücktseins kann unter Umständen lange anhalten und wirkt sich lähmend auf uns aus. Jeder Mensch ist eben ein Mensch. Die Einen kommen schnell über eine Kränkung hinweg, andere nur schwer oder gar nicht.
Der Prophet Shmuel erlebte eine solche tiefgreifende Enttäuschung, dass er darüber nicht hinweg kam. Schmerz und Trauer beherrschten ihn lange Zeit. Sie liessen ihn nicht mehr los, bis er sich wieder demütig und entschieden auf den Elohim (“Gott”) JaHuWaH ausrichtete. Was geschah dann? “Und JaHuWaH sprach zu Shmuel: Wie lange willst du um Shaul trauern, den ich doch verworfen habe” (1Sam 16,1). Konkret übersetzt heisst das: Shaul, der MICH doch verworfen hat, indem er MIR den Gehorsam und die entsprechende Ehre verweigerte, kann nicht mehr König über Israel sein. Nun, akzeptiere das. Also: steh auf und geh vorwärts, ICH BIN bei dir!

Nun schauen wir auf unser Leben. Wie gesagt, machen wir alle gute und böse Erfahrungen. Die bösen Erfahrungen (Enttäuschungen) treffen uns aber meistens sehr hart. Sie graben sich tief in unsere Seele ein. Das kann eine Folge von Ablehnung in den Kinder- oder Jugendjahren sein, ein Mangel an Wertschätzung oder ein erlebtes Unrecht bis hin zum chronischen Selbstmitleid, weil wir uns laufend mit anderen Menschen vergleichen und uns traurig fühlen, weil wir nicht dieselben Privilegien wie andere besitzen, usw. usf. Das empfinden wir so.
Bei bestimmten Begebenheiten und Erinnerungen können diese Gefühle urplötzlich wieder da sein. Das Gekränktsein hat mich wieder voll im Griff und verdirbt mir wieder ganze Strecken oder ganze Zeiten meines Lebens.
Solche negativen Gefühle können uns immer wieder angreifen und beherrschen. Das heisst konkret: sie üben Herrschaft über uns aus. Das ist mehr als deprimierend. Das ist so schlimm und so entwürdigend mit unterschiedlichsten Folgen. Das sind vergeudete Lebensstrecken oder verlorene Zeiten. Einfach schade! Das aber muss nicht so bleiben. Stell dir vor, dass du davon frei werden kannst und dein Leben im Segen der Freude und der Dankbarkeit geniessen kannst, vor allem dann, wenn du erkennst, dass Hindernisse und Misserfolge in deinem Leben eigentlich keine Hindernisse waren oder sind, keine Misserfolge, sondern ein Segen. Das ist schwer zu verstehen, manchmal sehr schwer, wird aber in der herzlichen Gemeinschaft mit mit Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten verständlich.
Das geschieht dann, wenn wir uns absolut bewusst werden, wer wir in dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten sind, dann erfahren wir innere Heilung, den Segen im Glauben Abrahams. Die Propheten fordern uns durchgehend auf, mit den Gaben des Verstandes und des Vertrauens aus dieser zerstörerischen Spirale des Leidens heraus zu kommen. Unser Schöpfer JaHuWaH hat uns ja gerade mit diesen wunderbaren Kräften, dem Ruach des Verstandes und des Vertrauens ausgestattet. Sind wir uns dessen bewusst? Wir sollen sie entschieden nutzen, indem wir sie einsetzen, damit uns Gefühle der Minderwertigkeit, zerrütteter Verhältnisse und des Selbstmitleides nicht mehr beherrschen und quälen. Unsere negativen Gefühle haben sich ihnen unterzuordnen. Also: es liegt an jedem von uns persönlich eine Entscheidung zu treffen, das ist Voraussetzung um in den Segen des Friedens und der inneren Ruhe einzugehen.
Wir wollen uns darum absolut bewusst sein, wer wir in dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten sind. Das aber können wir nur wenn wir wissen, wer denn der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste ist. Im Gim 739 bin ich auf sechs Wesenszüge (Charakter) des Abba Vaters eingegangen.
David betet: “JaHuWaH ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquickt meine Seele.” (Ps 23, 1-6).
Was meint er mit der grünen Aue und mit dem frischen Wasser? Er kannte das Wesen des Elohims (“Gott”) JaHuWaH, und dazu gehören eben die grundlegenden Eigenschaften JaHuWaHs, die ich im Gim 739 aufzeigte. Darin stärkte er sich. Er wusste, dass ihn nichts von der Liebe des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten scheiden kann, nicht etwa Davids wegen, sondern wegen der Liebe des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten. Das ist die grüne Aue, das ist das frische Wasser des Lebens. “Aber David stärkte sich in JaHuWaH, seinem Elohim (“Gott”)” (1.Sam 30,6).
Alle Treuen Israels stärkten und stärken sich darin, von Abraham und Sara über Josef und Esther, von Hanna und Elkana, über den Prophten Shmuel und David, über Jahushua von Nazareth bis hin zu dir und zu mir. Eine nicht zu fassende Zahl an Menschen: “Blicke doch auf zum Himmel, und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! (1Mo 15,5-6).
Aus dieser Quelle gibt uns der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste immer wieder neu den Sieg über allem, das uns niederdrückt oder niederdrücken will. Es ist wahrlich ein Sieg! Wenn das in unserem Leben angekommen ist, dann treffen die Worte des Segens bei uns ein: “JaHuWaH ist mein Licht und mein Heil; vor wem (und vor was) sollte ich mich fürchten? JaHuWaH ist meines Lebens Kraft; vor wem (und vor was) sollte mir grauen?” (Ps 27,1-2). Ich werde mich mit keinem Menschen mehr vergleichen. Unrecht und Kränkungen werden mir nie erspart bleiben, aber ein Leben mit JaHuaH, meinem Hirten auf den grünen Auen und das Trinken des frischen Wassers aus SEINEN Quellen lassen es nicht mehr zu, dass ich meine Zeit mit anhaltenden Grübeleien vergeude. Ich weiss nun, dass mich nichts scheiden kann von der Liebe des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten. Das ist die Botschaft (das Evangelium) aller Propheten. Das besagen unter anderem die sechs Punkte, die ich im Gim 739 aufzeigte. Ergreifenderes kann es in diesem Erdenleben nicht geben.

“Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen (Enttäuschungen welcher Art auch immer, erlebtes Unrecht usw. usf.) und mit meinem Elohim (“Gott”) über Mauern springen” (2Sam 22,30).
Es ist wahrlich so: Wir dürfen für alles Vergangene bewusst dankbar sein, selbst für all das, das wir bis heute nicht verstanden haben und auch nie verstehen werden. Wir haben heute sogar das Privileg, die Freiheit und die Freude für jeden Menschen zu danken, mit dem wir im Leben jemals für eine kurze oder längere Zeit zusammen unterwegs waren. Vor allem aber dürfen wir mit grosser Freude dankbar sein, und das jeden Tag neu, für jene Menschen, mit denen wir gerade unterwegs sind. Danke!
Darum grüsse ich alle herzlich und wünsche euch allen einen zufriedenen Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. März 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!