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Steht Israel vor einem Abgrund? Der grosse Konflikt innerhalb des aktuellen Judentums. Den Namen JHWH nicht mehr nennen. Teil 6

Glaubensimpuls 627 von Gregor Dalliard

Schockierend bleibt für uns folgende Tatsache: Seit der ersten Belagerung Jerushalajims 597 v. u. Z. bis zur Zerstörung des Tempels 587 v. u. Z. brachten die Babylonier ein unermessliches Leid über die Juden. In der Folge verboten die jüdischen Priester, den wunderbaren und einzigartigen Namen JHWH (JaHuWaH) auszusprechen, und ersetzten ihn durch Bezeichnungen wie Adonai (mein HERR), der Ewige oder HaShem. Damit sollte jedem Missbrauch des Namens JaHuWaH = JHWH vorgebeugt werden. Gleichzeitig aber sollte auf diese Weise der Name JaHuWaH (JHWH) geheiligt werden. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Die Angst vor JaHuWaH trat mehr und mehr in den Mittelpunkt des Lebens. (Vergleichbar mit der heidnischen Angst vor ihren Götzen).
Die Namensänderung ist bereits Ausdruck einer zunehmenden Beziehungslosigkeit der Priester zu JaHuWaH. Sie zeigt uns, dass die israelitisch-jüdischen Priester, im Unterschied zu den Propheten die Beziehung zu JaHuWaH nie so ganz gefunden oder weitgehend wieder verloren hatten. (vgl. das goldene Kalb und die Opfer-Zeremonie des Priesters Aaron am Sinai 2Mo 32,1-29). Damit machten sie JaHuWaH zu einem Gott und schrieben ihm Wesenszüge der Götter zu wie Zorn, Wut, Rache, Strafe, Vertreibung, Erniedrigung.

Zunehmend wurde das Innenleben auf die Erfüllung äusserer Handlungen verlagert. Das war ein eindeutiger und folgenschwerer Schritt gegen das Bekenntnis des Moshe in 2Mo 3,15. Bis heute wird dieser schwerwiegende und folgenschwere Irrtum unter ultraorthodoxen Juden praktiziert. Damit ging die laufend zunehmende Angst vor JaHuWaH einher. Über den Weg der abnehmenden Beziehung zu JaHuWaH und der zunehmenden Angst vor JaHuWaH wurden Eigenschaften der Götter auf JaHuWaH übertragen.
Damit wurden Bereiche des Wesens und des Willens JaHuWaHs schrittweise verändert, von heidnischen Traditionen überlagert (s. z. B. Einführung des Opferkultes: vgl. 5Mo 4,1-2; 32,7.12; Jes 43,12; 63,9; Jer 7,22-23 oder die Einführung des Königtums, vgl. 1Sam 8), obwohl die echten Wesenszüge und Ordnungen JaHuWaHs innerhalb der Umdeutungen sichtbar geblieben sind und jedem aufrichtig Suchenden offengelegt werden. Wir haben uns im Gim 539 damit auseinandergesetzt.
Sowohl die meisten ultraorthodoxen Charedim als auch die meisten ultraorthodoxen Zionisten sind von dieser Götter-Furcht geprägt und beherrscht, bis zu dieser Stunde.

Von den Gründern des Christentums ist der Name JaHuWaH bewusst durch den Namen Gott (Zéus, Zeus Theos, Deus) ersetzt worden. Das lateinische Wort Deus (Gott) ist die Übersetzung vom griechischen Zéus, (Zeus), dem obersten olympischen Gott der griechischen Mythologie. Er ist mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen. ([Quelle](https://de.wikipedia.org › wiki › Zeus)).
Zeus ist in Wirklichkeit der Vater-Gott des Christentums. Sowohl aus dem TaNaCH als auch aus der christlichen Grundlehre lässt sich dieses Faktum erkennen. Da kommen wir nicht drum herum. (Diesen Umstand belegt z. B. auch die Fülle von Dreieinigkeiten in der griech. Mythologie). Der oberste Gott unter den Göttern des griechischen Olymp zeugt Menschen. Darin unterscheidet er sich grundsätzlich von JaHuWaH, der keine Menschen in Menschen zeugt. Paulus machte den obersten Gott unter den Göttern des griechischen Olymp zum Vater-Gott der Getauften, indem er lehrt, Jahushua von Nazareth sei von Gott gezeugt worden.
Damit machte er den jüdischen Rabbi und Pharisäer Jahushua von Nazareth, der ein aussergewöhnlich gesegneter Mensch unter den Juden war, zu dem griechischen Gottessohn Jesus Christus (Logos) (vgl. 2Ko 5,16; Röm 1,3-4), der von seinem Gott-Vater (oder Gott-Hl. Geist?) und von Maria geboren worden war (vgl. Gal 4,4; Mt 1,20, Lk 1,35).
Er, Zeus (Theos, Deus) hat den Gott-Menschen Jesus Christus gezeugt. Darum wird Jesus als wahrer Gott und wahrer Mensch gelehrt. Maria wurde schwanger durch die “Kraft des Höchsten” (Lk 1,26-35). “Kraft des Höchsten” ist eine Umschreibung für Zeus (des höchsten Gottes des griechischen Olymps). Jahushua von Nazareth war ein Jude und hat nichts mit dem angeblichen Gott-Menschen Jesus Christus zu tun.

Kinder in Frauen zu zeugen gehört zum Wesen heidnischer Götter. Sie ist eine typische Eigenschaft heidnischer Götter, niemals aber JaHuWaHs, des El Eljon der Juden. (vgl. Gim 574).
Zeus hat rein gar nichts mit JaHuWaH zu tun. Er wurde aber von den Gründern des Christentums als oberster Gott innerhalb der Götter übernommen. Logischerweise leitet sich vom Namen Zeus Theos, Deus, Gott die Lehre von drei Gott-Personen (Trinität, Dreifaltigkeit) ab, der ein Rattenschwanz von heidnischen Traditionen folgt.

Zéus = Zeus ist Götzendienst, bedeutet Vernichtung des Lebens. JaHuWaH ist Leben und bewirkt Leben. JaHuWaH ist kein Gott d. h. kein Zéus = Zeus, Theos, Deus usw. Von Zeus = Zéus leitet sich in allen christlichen Ländern der Welt die Gottesbezeichnung ab: Theos, Deus, Dieu, Dio, Dia, Rumänisch: zéu usw. Entsprechend ist auch die christliche Lehre über ihren Gott. Sie passt zu Gott aber nicht zu JaHuWaH.
Da JaHuWaH nichts mit einem Gott zu tun hat, kann ER auch keine Eigenschaften eines Gottes haben. JaHuWaH als der El Eljon hat das alles nicht nötig. Darum dürfen wir IHM auch keine Eigenschaften anhängen wie Zorn, Wut, Rache, Strafe, Vertreibung, Erniedrigung usw. Hätte ER solche Wesenszüge, wäre ER nicht JaHuWaH der El Eljon, der Höchste. Das zu erkennen und zu akzeptieren fällt selbst vielen Menschen unendlich schwer, die regelmässig im TaNaCH (“AT”) forschen.

“Dient JaHuWaH mit Freude”! (Ps 100,2). D. h.: Lebt in der Freude mit JaHuWaH, dem El Eljon. Das wünsche ich allen von Herzen.
Liebe Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 17. März 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.