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"Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin" (Ps 139,14).

Glaubensimpuls 58 von Gregor Dalliard

Das Thema Burn-out-Syndrom, d.h. ein innerer und schliesslich auch ein  äusserer Zusammenbruch eines Menschen, beherrscht gegenwärtig die Medien der Schweiz. Menschen brechen schleichend zusammen! Sie können den Anforderungen, die an ihnen gestellt sind, nicht mehr entsprechen, weil es zu viele sind. Ob sie sich diese selbst aufgeladen haben oder nicht, lassen wir dahingestellt.

Andere können aus unterschiedlichsten Gründen die für sie unerträgliche Alltagssituation nicht mehr ertragen. Sie verlieren all zu schnell die Nerven. Sie machen sich bei Mitmenschen unbeliebt und unmöglich. Menschen distanzieren sich voneinander! Andere fühlen sich in der Hektik verloren, weil so wenig  echte Verbindlichkeit und aufrichtiges Verständnis zu finden ist. Alles rennt und geht…. Die vielen Scheidungen sind ein Zeichen des Selbstwertverlustes. Das ist ein Mangel, dem durch eine gepflegte und echter Beziehung zum Schöpfer JaHuWaH, der uns gemacht hat, wettgemacht werden könnte. Dabei tragen nicht immer beide Ehepartner Schuld an dem Auseinanderbrechen einer Ehe und Familie.

Eine ganze Internetgeneration kennt das familiäre Zusammenleben nicht oder nur oberflächlich. Als einzelne Geschöpfe vermögen sie oft kein soziales Beziehungsnetz aufzubauen. Als Säuglinge oder Kleinkinder werden viele von ihnen von ihren gestressten Müttern abgeliefert. Von der Schöpfung her gegeben haben die Säuglinge und Kinder eine besondere Beziehung zu ihren Müttern, die niemand anders ersetzen kann.
Das hinterlässt in den Gemütern der Kleinsten tiefe Spuren und kann später den Aufbau zu einer JaHuWaH-Beziehung, zu einem Vertrauen auf JaHuWah erschweren oder sogar verunmöglichen. Sie suchen sich im globalen Netzwerk Beheimatung und Anerkennung. Die moderne Technologie und Medienwelt hat ihre Tücken. Das Mobbing von Kindern und Jugendlichen im Internet nimmt rasant zu und treibt immer mehr in den Freitod (Suizid). Unterschwellig fühlt sich eine Masse von Menschen leer und ausgehöhlt, ziel- und orientierungslos, nutzlos.

Die Verführung und Verwirrung des Menschenherzens ist von zwei weiteren Extremen gekennzeichnet. Auf der einen Seite werden Menschen mit Spitzenleistungen massiv vergöttert, auf der andern Seite wird das schutzlose Kind im Mutterleib brutal abgeschlachtet. Den alten und kranken Menschen wird ständig klar gemacht, dass sie die Gesellschaft belasten und an dem finanziellen Ruin der Versicherungen und Krankenkassen schuld sind. Die Propagandamaschinerie läuft diesbezüglich auf Hochtouren. Dabei veruntreuen und verschlingen Politiker, religiöse Führer, Anwälte, Bänker, Direktoren u.a.m., auf Kosten der Sozialeinrichtungen ihre unersättliche Habgier. Sie verschlingen das Vermögen einfacher, unschuldiger Menschen.
Die Zahl älterer Menschen, die sich für einen Suizid den Weg in die Schweizer Todeskammern “Exit” und “Dignitas” “suchen”, ist schockierend, macht uns fassungslos. In unserem Nachbarland Italien ist Die Suizidrate der älteren Menschen auf über 15% innerhalb eines Jahres gestiegen, von Griechenland und anderen europäischen Ländern nicht zu sprechen! Ihnen fehlt das Geld für einen “anständigen” Suizid. Jeder von uns lebt mitten in dieser europäischen “hilfsbereiten” Vernichtungsmaschinerie, die den Kindern und jungen Menschen nichts Gutes hinterlässt. Dieser Weg scheint unumkehrbar zu sein.

Lassen wir uns auf den Psalm 139 ein. Ich möchte ihn allen Lesern wärmstens empfehlen. Es ist der Psalm des Trostes und der Ermahnung. Der Schreiber bezeugt uns die Allgegenwart JaHuWaHs, unseres Schöpfers. Er lässt uns in den Heils- und Wiederherstellungsplan JaHuWaHs blicken. Er hat sich ohne Rat von irgend jemand, ohne Mitarbeiter (vgl. Jes 4O,13-14; u.a.m.), einen Plan für alle Dinge entworfen.
In seiner Planung und in seiner Allgegenwart ist darum die vollkommene Erneuerung aller seiner Werke bezeugt, auch aller Menschen, was natürlich die JaHuWaH-losen Wege in keinster Weise rechtfertigt. “Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich…. Für mich aber - wie kostbar sind deine Gedanken, o Elohim! Wie gewaltig sind ihre Summen!” (Ps 139,6.17). “Es werden dich loben, JaHuWaH, all deine Werke” (Ps 145,10).

Die Aussagen der Verse 19-22 im Psalm 139 entsetzen uns zuerst einmal. Immer wieder höre ich sagen: Was sind das für gläubige Menschen, die solche Hasstiraden aussprechen? Wie kann ein JaHuWaH-gläubiger einem JaHuWaH-losen Menschen den Tod wünschen, da doch die Liebe zu JaHuWaH, die Liebe zum Nächsten, und sogar zum Fremden, oberste Weisung JaHuWaHs in der Thora ist? Lasst uns den Hintergrund verstehen, den Zusammenhang, dem solche Aussagen zugrunde liegen.
Dem Schreiber ist ein Mensch wie du und ich. Ihm ist der Kragen geplatzt. In Anbetracht des El Shaddai, des Allmächtigen, SEINER Grösse und SEINER klaren Weisungen, gibt es Blutmenschen, die aufrichtige JaHuWaH-treue verführen. Sie mischen sich unter die JaHuWaH-treuen. Mit frommer List und verstellter Frömmigkeit verführen sie die Arglosen, bringen sie zu Fall. Mit Mobbing und Intrigen bringen sie diese Menschen in ihre Gewalt verbreiten Unrecht und Unterdrückung, begehen mörderische Taten um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen. Der Schreiber fürchtet in ihren Sog geraten zu können. Solange diese Menschen ungestraft ihr Wesen treiben, ist der JaHuWaH-treue in Gefahr am Glauben irre zu werden.
Entschieden sagt sich der Schreiber von diesen frommen Schurken los. Er prüft seine Lebenseinstellung JaHuWaH und den Menschen gegenüber. Das tut er anhand der Weisungen der Thora. Das heisst dann so: JaHuWaH, du hast mich erforscht und erkannt…. Erforsche mich, Elohim, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!" (Ps 139,1.23-24).

Mit einem herzlichen und brüderlichem Shabbat Shalom

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein auf Samstag, den 17. Dezember 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.