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Die universelle Ethik JaHuWaHs. Auf dem Weg zum Friedensreich bringt JaHuWaH das Friedensreich schrittweise zur Fülle. Teil 12

Glaubensimpuls 578 von Gregor Dalliard

Wir halten fest: Seit Anbeginn der Menschheit, sind die Menschen im Alltag mit unsäglichen Herausforderungen und Leiden konfrontiert. Anhaltende Familien-, Stammes- und Städtekriege, mit nicht enden wollendem Leid, Vertreibungen, Sklaverei, Unterdrückung und Ausbeutung, Hungersnöte, Epidemien, Krankheiten, Raubtiere, Naturkatastrophen, überdurchschnittlich hohe Kindersterblichkeit usw. usf. prägten das Leben der Menschen. Sie versuchten alledem ein Ende zu setzen. Vielen denkenden Menschen schwebte ein Leben in Harmonie und Frieden vor. Wie nur sollten sie Harmonie und Frieden finden? Diese Frage trieb die Menschheit um, von Generation zu Generation. Alles, was sie in ihrem Leben als feindselig oder wohltuend erfuhren, erlebten sie als eine wirksame Kraft. Die feindseligen Kräfte galt es zu besänftigen, den wohltuenden zu huldigen.
In ihrer Unwissenheit und Angst reagierten sie mit der Personifizierung dieser wirksamen Kräfte, der Naturkräfte, Sonne, Mond und Sterne, Wasser, Feuer, Tiere, Menschen usw. Sie glaubten mit der Personifizierung all dieser wirksamen Kräfte, Harmonie und Frieden in ihr Leben bringen zu können, also vermenschlichten sie diese Elemente der Schöpfung. Elemente der Natur wurden in Gestalt einer Person dargestellt, d. h. wie eine besondere, aussergewöhnliche Person behandelt. Aus diesen Kräften wurden Gottheiten (Quelle). Daraus entstanden die Religionen.

Wie verlief die Entwicklung hin zu einer Religion? Zu diesen personifizierten Kräften schufen charismatisch und mystisch begabte, oft kranke oder geistig gestörte Menschen, die Einfluss auf ihre Umwelt nahmen, entsprechende Rituale und Kulte (Sakramente). Diese wirksamen Kräfte der Natur, waren nun nicht mehr Naturkräfte, die den Menschen Leid und Elend bescherten, sondern Götter. Sie sollten besänftigt werden. (Auch die Besänftigung des christlichen Gottes durch Golgatha, was uns beweist, dass der christliche Gott niemals JaHuWaH, der El Eljon ist. Christen kennen nur den christlichen Gott). Sie schufen dazu Rituale, auch Rituale der Busse, des Leidens mit genauen gesetzlichen Vorschriften, wie diese Rituale korrekt befolgt werden müssen, damit die Götter Segen und Heil bewirken. Opfer und Rituale des Dankes gehörten dazu.
In Trance oder in Träumen hatten ihre Führer Erscheinungen und Visionen, “erlebten” Entrückungen, “empfingen” Offenbarungen, bekamen “Einblick” in angebliche Geheimnisse. Wie gesagt: Unwissenheit und Angst vor den natürlichen Kräften der Natur, vor Katastrophen, Hungersnöten und Epidemien und die Raubgier der Menschen untereinander beherrschten das tägliche Leben Menschen. Wo Unwissenheit die Menschen beherrscht, da sitzt die Angst, ihre Zwillingsschwester mitten drin.

Daraus erwuchsen die entsprechenden unterschiedlichsten Priesterschaften: Priester, Priesterinnen, Druiden, Schamanen u. a. m. Sie schufen die entsprechenden Lehren, d. h. die entsprechende Theologie und Rituale zu ihren Göttern. Diese Rituale und Opferabläufe wurden zu festen unantastbaren Einrichtungen gemacht, als von den Göttern gefordert. Bei Nichtbefolgung würden die Götter zürnen und sich rächen und zu dem irdischen Elend würde noch ein immerwährendes qualvolles Höllenleben im Jenseits hinzukommen. Segen und Schutz der Götter war nur auf dem vorgegebenen Weg garantiert. Bis in unsere Tage herein lösen Veränderungen solcher Ideologien und Rituale der Priesterschaften und ihrer Lehren, ihrer Kulte, Sakramente und Dogmen heftigen Widerstand, Turbulenzen, und sogar Kriege aus.

Damit lief die Entwicklung der Menschheit in eine Sackgasse, in einen Teufelskreis, aus dem sie allein nicht mehr herausfinden konnten und können.
So lesen wir etwa in 1.Mo 11,44: “Und sie sprachen: Auf, wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze bis an den Himmel!” Damit sollte der Einblick in den Himmel ermöglicht werden, d. h., innerhalb von so viel Leid in dieser Welt sollte der Sinn und der Umgang mit dem Leben entschlüsselt werden. Der Mensch sollte ergründen, wie in dieser Welt mit dem vielen Leid umgegangen werden kann, wie Veränderungen zu einem erträglichen Leben möglich und machbar sind.

Das aber funktioniert innerhalb der Gottheiten und ihrer Priesterschaften nicht. Sie haben keine wegweisenden Antworten auf die Fragen der Menschen. Sie können darum keinen Frieden vermitteln. Sie speisen ihre Untergeordneten mit den widersinnigsten frommen Theorien ab, die aus Angst und Unkenntnis auf Nummer sicher geschluckt und praktiziert werden. (Hierbei sei zu bedenken, dass die Priesterschaften durch die Unwissenden reich werden.) Sie lassen nämlich keine Veränderungen und Entwicklungen hin zu JaHuWaH und zu SEINEN Weisungen zu. Alles muss so bleiben, wie sie das als Priesterschaften von Anfang an gefordert haben, sonst droht göttlicher Zorn und Rache, Verbannung, Elend und immer dauernde Höllenqual. Damit und darin haben sie die Menschen fest im Griff. Davor fürchtet sich der JaHuWaH-lose. Das ist die teuflische Sackgasse, in die sich die Menschheit hinein manövriert hat. Viele denkende Menschen sind aus den Religionen ausgeschert. Diese Veränderung hat nach dem zweiten Weltkrieg in einem rasanten Tempo zugenommen. Sie hatten und haben es satt, sich von Priesterschaften und ihren Göttern beherrschen zu lassen. Seither treiben sie die Forschungen in alle Richtungen voran. Täglich profitiert jeder Mensch enorm davon - auch du und ich. Das ist die eine Seite. Das Beängstigende daran aber ist die Beziehungslosigkeit vieler Wissenschaftler, Forschenden und Techniker zu JaHuWaH und SEINEN Weisungen (10 Gebote). Im TaNaCH zeigt JaHuWaH den Schaffenden der modernen Wissenschaft und Technik die Verantwortung auf, die Ordnung ihres Schaffens, das was für ein gesundes Miteinander in diesem Leben notwendig ist.

Die Zeugen der Tora schreiben uns in ihrer eindrucksvollen bildhaften und für den Leser leicht verständlichen Form: “Und JaHuWaH fuhr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Und JaHuWaH sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie zu tun ersinnen. Auf, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht mehr verstehen! Und JaHuWaH zerstreute sie von dort über die ganze Erde; und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Darum gab man ihr den Namen Babel; denn dort verwirrte JaHuWaH die Sprache der ganzen Erde, und von dort zerstreute sie JaHuWaH über die ganze Erde” (1Mo 11,5-9).

Das hat JaHuWaH natürlich nicht gemacht. ER musste nicht erst vom Himmel herab fahren um den Turm anzusehen…. Das hat ER auch nicht nötig, denn JaHUWaH ist JaHuWaH. Das wussten die Schreiber der Thora auch. Die Schreiber wollen mit dieser Bildrede unzweideutig sagen, ohne JaHuWaH und die Beachtung SEINER Weisungen gibt es keinen gesunden Fortschritt, keine Zukunft, weder im persönlichen Leben eines Menschen noch im Leben der gesamten Menschheit. Ohne JaHuWaH und SEINE zu Herzen nehmenden Weisungen gibt es in dieser Welt nur Verwirrung, Leid, Chaos und Tod unter den Menschen, sei das im privaten oder im öffentlichen Leben. Die Menschen sind ohne Beziehung zu JaHuWaH in ihrem Leben irgendwann völlig überfordert. In und mit JaHuWaH finden wir den inneren Frieden, die Kraft und Freude unser Leben, das wir gerade leben in Dankbarkeit anzunehmen und täglich das Beste daraus zu wirken. Wir nehmen uns dann nicht mehr so wichtig und genau das macht uns froh und lässt uns frei bleiben. Mensch ist Mensch, aber als Mensch in der Gnade JaHuWaHs lebt sich das Menschsein ganz anders. Wunderbar!

In dieser Freude wünsche ich allen von Herzen einen gesegneten Shabbat Shalom und am Dienstag ein Freudenfest Simchat Tora, Fest der Torafreude, ob wir arbeiten müssen oder nicht. Das Fest Simchat Tora ist zwar erst im Mittelalter entstanden, als der Druck der Getauften auf die Juden, wie immer, enorm war. Sie sollten JaHuWaH und SEINEM Wort abzuschwören und sich taufen lassen. Um so dankbarer sind wir, dass die Juden das WORT in seinem Buchstaben bewahrt und uns überliefert haben. Wie in jeder Generation, so ist es an uns heute seine tiefen Inhalte und Zusammenhänge als Quelle des Lebens und der Freude zu entdecken und uns daran kräftig und dankbar zu laben. (vgl. den angepassten Glaubensimpuls 106 vom 27. September 2013 zu Simchat Tora (Gim 106).

Fortsetzung folgt

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein auf Samstag, den 17. Dezember 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.