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Aus dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Teil 15

Glaubensimpuls 491 von Gregor Dalliard

Wollen wir Hosea Kap 1 und 2 einordnen und verstehen können, wie übrigens den ganzen TaNaCH, (“AT”), dann sind einige Grundprinzipien im Umgang mit den Schreibern der Bibel zu beachten. Daran führt kein Weg vorbei, wollen wir nicht Opfer schrecklichster religiöser Irrtümer bleiben, die ein folgenschweres, grenzenloses Leid nach sich ziehen, wie wir das in der Geschichte der letzten 2000 Jahre, und bis in unsere Gegenwart herein, erleben. Erst dann werden wir schrittweise in den Glauben Abrahams hinein wachsen, der auch der Glaube des Jahushua von Nazareth war. Lasst uns immer tiefer in den von JaHuWaH – über seine Propheten – gegebenen Schatz der unumstösslichen biblischen Grundprinzipien hinein wachsen, sie beachten und beherzigen. Die Segensverheissungen an Abraham werden nicht ausbleiben. Unser Vertrauen in JaHuWaH wird zu seiner Zeit auch in unserem Leben Früchte hervorbringen, die frei von der grenzenlosen antijüdischen Theologie, der Ersatztheologie, sein werden. Wir alle möchten gesegnet und zufrieden in den Verheissungen JaHuWaHs leben können, sowohl innerlich als auch äusserlich.

Wir haben im letzten Gim von einem ersten Grundprinzip gesprochen: “JaHuWaH ist kein Gott, darum darf er nicht den Gottheiten und Göttern gleichgesetzt werden und soll darum nicht Gott, Theos, Deus oder HERR genannt werden. Er ist der JaHuWaH und will von Generation zu Generation so genannt werden." Damit vermitteln uns die Schreiber der Bibel einerseits die unendliche Grösse und Unantastbarkeit JaHuWaHs vgl. Gim 466, die das Christentum nie begriffen hat (siehe die Grausamkeiten der Ersatztheologie mit der Praxis der beharrlichen Judenverfolgung), anderseits seine intime Gegenwart unter seinem Volk – die auch wir erfahren dürfen, sofern auch wir seine Botschaft beherzigen, vgl. Gim 458. Es ist das Mit-Wesentliche, das vom Christentum ebenfalls nie verstanden worden ist (Ersatz der Erlösungslehre, anstelle von JaHuWaH treten drei Gott-Personen = Trinität, auf).
Untrennbar davon bleibt das Wissen, das ich Eingangs im soeben genannten Gim 458 geschrieben habe. Diese Tatsache gehört zum Grundwissen eines Menschen der sich auf die Bibel des Jahushua von Nazareth beruft, d.h. auf den TaNaCH, das “AT”, der sich auf die treuen biblischen Propheten beruft, der sich auf Jahushua von Nazareth und seinen Glauben beruft und sich als bibeltreu ausgibt. Daran führt tatsächlich kein Weg vorbei. Wir werden sonst nie erkennen, was uns die Schreiber des TaNaCH (“AT”) mit ihren bildreichen und gleichnishaften Texten in Wirklichkeit und als Wirklichkeit vermitteln wollen.

Ein zweites biblisches Grundprinzip, das uns die Bibelschreiber vermitteln wollen ist Folgendes: JaHuWaH hat den Menschen aus völlig freien Stücken geschaffen, wohl wissend wie der Mensch von IHM beschaffen worden ist, mit allen Ecken und Kanten, mit allem Ungehorsam und Versagen, mit allen Boshaftigkeiten und Umkehrmöglichkeiten, etc. etc. etc., und das durch alle Zeiten hindurch. Zentral bleibt immer die Möglichkeit der Umkehr. Wir wollen JaHuWaH vor der Welt doch nicht zu einem der Götter machen, zu einem Deppen degradieren, zu einer Märchenfigur herabwürdigen, Das kann uns allen widerfahren, wenn wir den Sinn und die Absichten der biblischen Schrift-Autoren in ihren bildreichen und gleichnishaften Darlegungen nicht erkennen und verstehen wollen, wenn wir die Absicht, die hinter diesen bildreichen und gleichnishaften Ausführungen stehen, nicht erkennen wollen.
Nicht umsonst machen sich heute Massen von Menschen lustig über die Bibel und engagierte Christen, die hingehen und behaupten, Gott sei nichts Gescheiteres eingefallen als einen Garten mit zwei Apfelbäumen anzulegen, weil sie unfähig sind, oder unfähig gemacht worden sind, aus der bildreichen und gleichnishaften Ausdrucksweise der Schreiber heraus, die immense Botschaft des Lebens von JaHuWaH zu verstehen. Nun werde ich ziemlich ironisch! So sagen sie ihren Mitmenschen: Da hinein pflanzte JaHuWaH zwei Menschen und eine Schlange, die sich an die beiden herangemacht hatte, weil Gott das so beabsichtigt hatte.
Dann sagte Gott zu der Schlange, ja nun mal los, nimm sie dir, die beiden. Ich bin ja der Allmächtige! Ich hatte nämlich etwas vor. Nun was? Das ist mir aber gründlich misslungenen. Jetzt sitze ich in der Patsche. Ich bin ohnmächtig, machtlos. Ich bin furchtbar wütend auf die Menschen, die ich geschaffen habe – und auf die Schlange. Ich – Gott – fordere ein menschliches Blutopfer als Gegenleistung für das misslungene Vorhaben im Garten. Ein Jude muss her, und zwar zur Zeit der Römer. An einem römischen Marterpfahl soll er mir zur Sühnung dargebracht werden – wegen meines misslungen Vorhabens im Garten. So habe ich das beschlossen, als der nun Ohnmächtige (nicht mehr Allmächtige). Grausam soll er sterben! Nur diese Forderung kann mich in meiner Rache besänftigen, mich wieder beruhigen. Über dieses mir dargebrachte Folteropfer werde ich die Menschheit annehmen, ihnen alle Fehler vergeben – weil ich dann befriedigt sein werde.
Wegen meiner Schlange, die ich – Gott – ja aus reiner Liebe und Absicht geschaffen habe, als mein Geschöpf, kam es leider zum Sündenfall im Garten. Ihr Christen habt das sehr gut verstanden, indem ihr das picobello wörtlich nehmt, denn meine Worte, die ich als Gott ausspreche, müssen wörtlich verstanden werden. Sündenfall ist Sündenfall und das muss so bleiben. Das macht ihr Christen – wie gesagt – picobello! Aber dadurch bin ich – Gott – machtlos geworden.
Was habe ich gemacht? Genau so wie ihr Christen das lehrt. Ich habe mit einer Jungfrau sexuell verkehrt. Natürlich nicht direkt, sondern durch meinen Partner, den heiligen Geist. Ist ja logisch, denn sie sollte mir nicht irgendeinen Sohn, sondern meinen, den von mir gezeugten Sohn, den Sohn Gottes, gebären. Denn nur der von mir – Gott –  gezeugte Sohn, Jesus Christus genannt, kann alles wieder auf die Reihe bringen, ich kann das nicht mehr. Darum sage ich nicht gerne, dass ich meinen Sohn in eine Jungfrau gezeugt habe. Da ich – Gott – seit dem Drama im Garten mit den Apfelbäumen so machtlos geworden bin, würde das kein gutes Licht auf mich werfen, darum sage ich einfach, dass es der heilige Geist war, mein Partner. Er ist einer der drei Gott-Personen. Von ihm weiss keiner so genau wer er ist und was er sagt. Das ist eine etwas nebulöse Sache, aber die Leute staunen vor diesem Wunder des heiligen Geistes. Nun ja, ich – Gott – fordere das Blut meines Sohnes, sein Blut. Ich fordere dieses Menschenopfer. Nur er kann auf diese Weise alles wieder paradiesisch machen und die Welt mit mir – dem Gott – versöhnen.

Die Juden aber haben den von mir gezeugten Sohn brutal ermordet. Darum bin ich nicht mehr ihr Vater, sie sind und bleiben verdammt. Mein Sohn sagte es ihnen klar und deutlich: “Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an” (Joh 8,44). Aber ich schlug ihnen ein Schnippchen durch meinen geliebten Paulus. Der kam auf eine Superidee, indem er in seiner blinden Überzeugung und Durchsetzungskraft behauptete und lehrte, ich – Gott – hätte meinen Sohn von den Toten auferweckt und er würde gleich auf diese Erde zurückkommen. Mein geliebter Paulus sagte es in aller Deutlichkeit: “Und so wartet ihr nun auf seinen Sohn, auf Jesus, den er von den Toten auferweckt hat und der für alle sichtbar vom Himmel kommen wird. Er allein rettet uns vor Gottes Zorn im kommenden Gericht” (1Thess 1,10). Mein Sohn kam allerdings nicht vom Himmel herab, weil er nie dort war. Die Juden liessen sich nicht einschüchtern.
Ja, da haben wir es doch! Otterngezüchte sind sie, die Juden, denn sie hören nicht auf mich und meine Kirche! Es folgten meine direkten Strafen. Zuerst über die Römer, dann über die Christen: Verstockung, Betäubung, verfinsterte Augen, endlose Verfolgung. Was tat ich in meiner Wut, in meinem Zorn, den ich auf die Juden habe? An ihre Stelle setze ich jetzt die christliche Heidengesellschaft, denn sie hörte – und hört – genau auf mich – ihren Gott.
Hab ich das nicht schon durch den Propheten Hosea vorausgesagt?: “Denn ich erbarme mich künftig über das Haus Israel nicht mehr, sondern nehme ihnen ⟨mein Erbarmen⟩ völlig weg” (Hos 1,6). Da habt ihr es, merkt euch das wohl! Mein Prophet Hosea hat aber das für mich und die Menschheit Allerwichtigste vergessen, oder habe ich das etwa überlesen? Er vergass, von meinem eigens gezeugten Sohn Jesus Christus zu schreiben. Denn von nun an gilt doch: Nur über den Glauben an das Blutopfer meines Sohnes – am Folterpfahl der Römer geschehen – kann jemand mit mir versöhnt sein, den inneren Frieden haben und in den Himmel kommen! Selbstverständlich werde ich die Juden wieder annehmen, wenn sie sich am Ende der Tage – gezwungen durch meine Forderung – zu der von mir gezeugten Gottheit Jesus Christus, der da ist wahrer Mensch und wahrer Gott, bekehren und sein Blutopfer als einzigen Weg der Versöhnung mit mir annehmen werden – und sich, was doch selbstverständlich ist, auf mich und meine zwei weiteren Partner, die zwei Gott-Personen, taufen lassen werden. Ich sage doch: “Und in keinem andern (ausser der Gott-Person Jesus Christus) ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden” (Apg 4,12). Ist denn das so schwer zu verstehen?

Oh je, mein lieber Prophet Hosea hat das Aller-Wesentlichste total vergessen zu schreiben. Was aber schreibt er stattdessen? Etwas Unerhörtes. Ich traue meinen Ohren nicht: “Dann will ich mir (JaHuWaH) Israel in das Land einsäen und mich erbarmen über Lo-Ruhama, und ich will sagen zu Lo-Ammi: ‘Du bist mein Volk’, und Israel wird sagen: ‘Du bist mein El Eljon, (mein JaHuWaH’). Kein Wort von der Notwendigkeit des Glaubens an das menschliche Blutopfer meines Sohnes Jesus Christus und einer Taufe auf uns drei, die Partner-Gottheiten, als den einzigen Weg zur Gemeinschaft mit mir. Das ist unerhört! Was mache ich – Gott – bloss mit Hosea? Die Verführung ist gross. Der Abfall von mir – Gott – wird nicht lange auf sich warten lassen. Schrecklich! Ende der Ironie!

Allen wünsche ich einen gesegneten Shabbat mit den Worten aus dem reichen Schatz des Lebens: “Gross sind die Taten des JaHuWaH, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen haben. Majestät und Pracht ist sein Tun, seine Gerechtigkeit besteht ewig” (Ps 111,3). Herzliche Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).