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"Täglich verharrten sie einmütig im Tempel" (Apg 3,19)

Glaubensimpuls 42 von Gregor Dalliard

Dieses Zeugnis ist äusserst informativ. Es bestätigt uns die Tatsache, dass Jahushua von Nazareth nicht der Gründer des Christentums ist. Jahushua löste eine innerjüdische Umkehrwelle zu JaHuWaH aus. Bedenken wir folgendes! Wäre er der Gründer des Christentums gewesen, dann wären alle jene, die sich noch nach Jahrzehnten an seine Verkündigung erinnerten, niemals täglich in den Tempel gegangen um sich dort einmütig mit den Juden zum Gebet zu versammeln. Wäre Jahushua von den Juden gekreuzigt worden, wie das die Christen bis zu dieser Stunde behaupten und lehren, dann wäre es unmöglich gewesen, dass sie seine Anhänger, die Christen, den Tempel hätten betreten lassen – und das täglich. Das ist ausgeschlossen. Hätten die Christen ihrerseits ein Verlangen gehabt, sich täglich mit den Mördern ihres Religionsgründers Jahushua einmütig zum Gebet im Tempel zu versammeln? Ausgeschlossen! Darüber sollten wir gründlich nachdenken!

Wie ist es dann möglich, dass sich jene Menschen täglich einmütig im Tempel versammelten? Manche sagen, ja der Tempel hatte bestimmte gesonderte Räumlichkeiten in denen sich die zum Christentum Bekehrten treffen konnten. Die Priester stellten ihnen diese Räumlichkeiten zur Verfügung. Das alles ist ein frommes Wunschdenken, es widerspricht jeder Realität. Nennen wir die allgegenwärtige Lehre des Christentums. Sie besagt, die Juden hätten Jahushua gekreuzigt. Der Schreiber des “Evangeliums” nach Matthäus berichtet vom Hass des ganzen jüdischen Volkes auf Jahushua: “Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!" (Mt 27,15). Lukas hingegen schreibt über dieses schreckliche Geschehen: “Es folgte ihm aber eine grosse Menge Volks und Frauen, die wehklagten und ihn bejammerten”**. Beides zusammen kann unmöglich stimmen. Wenn das ganze jüdische Volk das an Pessach in Jerushalajim versammelt war und vor Wut und Hass den römischen Martertod des Jahushua forderte, dann konnte es nicht gleichzeitig die grausame Hinrichtung des Jahushua beklagen und ihn bejammern. Was fällt uns auf? Die Schreiber der Evangelien widersprechen sich laufend, auch hier. Die Aussage in Matthäus 27,15 ist im Zuge des zunehmenden Antijudaismus – wie so vieles – später dem jüdischen Volk in den Mund gelegt worden.

Die meisten Aussagen in den vier “Evangelien” liefern uns ein anderes Zeugnis über das Verhältnis des jüdischen Volkes zu Jahushua: “Alle aber ergriff Furcht; und sie verherrlichten JaHuWaH und sprachen: Ein grosser Prophet ist unter uns erweckt worden, und JaHuWaH hat sein Volk besucht. Im Wirken aller JaHuWaH-treuen Propheten und Schriftgelehrten erkannte das Volk JaHuWaH, der sein Volk besucht. Im Wirken des Jahushua sahen sie JaHuWaH, der sich über sein Volk beugt und sich seiner erbarmt. Unter der brutalen Herrschaft der Römer war das Leben kaum noch auszuhalten. Viele Juden gaben damals ihren Glauben auf. Jahushua richtete seine Brüder auf, in ihrer schrecklichen Verfassung tröstete er sie, rief sie zur Umkehr auf, zu einer neuen Hinwendung und zu einem beharrlichen Vertrauen auf JaHuWaH. Niemals hätte er das Volk aufgefordert sich einer anderen Gottheit hinzugeben, selbst einer Gottheit mit Namen Jesus Christus nicht!
Er lehrte nicht umsonst: “Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel”. Darum gingen sie alle, die von der Umkehr zu JaHuWaH erfasst worden waren, täglich zum Tempel um zu beten: “Täglich verharrten sie einmütig im Tempel.. lobten JaHuWaH und hatten Gunst beim ganzen Volk. JaHuWaH aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten d. h. die zu JaHuWaH umkehrten. Von den Priestern (Sadduzäern, Verwalter des Tempels), die es nicht immer so genau nahmen, die oft mit den Römern zusammenarbeiteten, heisst es: “..und eine grosse Menge der Priester wurde dem Glauben gehorsam” (Apg 6,7). Sie alle waren ja schliesslich “Söhne der Propheten und des Bundes”, wie Kepha (Petrus) bezeugt (vgl. Apg 3,25). Wie gesagt: Jahushua hatte eine innerjüdische Umkehrwelle zu JaHuWaH ausgelöst, kein Christentum gegründet.

Es wird uns bezeugt, dass es JaHuWaH selbst war (und es immer sein und bleiben wird), der nach der Hinrichtung des Jahushua, durch die Verkündigung und das Zeugnis der Bibelschüler, seiner Jünger, die Herzen vieler Juden bewegte. “JaHuWaH aber tat täglich hinzu, die zu JaHuWaH umkehrten (gerettet werden sollten)” (Apg 2,47b). Bald waren es um die fünftausend Männer: “..und die Zahl der Männer kam auf etwa fünftausend” (Apg 4,4), ”..und sie waren allezeit im Tempel und priesen JaHuWaH”. Jahushua hatte geboten: “geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!” (Mt 10,6).

Es ist darum ein kaum zu fassendes Geschenk seiner Gnade, dass wir uns in unseren Tagen – hier und heute – am Prozess der Wiederherstellung beteiligen dürfen, mitarbeiten dürfen. Vor bald 2000 Jahren setzte sich schleichend, dann aber mit voller Wucht, ein endloser Kampf gegen JaHuWaH und die Juden in Gang. Die tödlichen Krallen der Kirchenväter, der Bischöfe und Päpste griffen mit allen nur erdenklichen Mittel nach dem Volk JaHuWaHs. Ihre bösen Vorhaben und grausamen Taten brachten grosses Elend über die Menschheit, aber sie haben ihr Ziel nicht erreicht. Es ist misslungen – bis zu dieser Stunde. Die gegenwärtige Lage Israels und die damit verbundene religiöse, moralische, politische, wirtschaftliche und ökonomische Lage bestätigen JaHuWaHs prophetisches Wort. Bleiben wir dran!

Von Herzen wünsche ich allen einen - wenn möglich - erholsamen Shabbat. Shabbat Shalom

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).