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Paulus und Luther gegen das “allein aus Gnade” des Abraham und der Juden.

Glaubensimpuls 321 von Gregor Dalliard

Im letzten Gim haben wir uns daran erinnert wie Paulus das “allein aus Gnade”, jene Beziehung die zwischen JaHuWaH und Abraham pulsierte und das Leben eines jeden bibelorientierten (gemeint ist der TaNaCH) Menschen ausmacht, zunichte machte. Wir können nie genug darauf aufmerksam machen. “Er” lehrte die unter den heidnischen Völkern übliche Praxis von der Versöhnung und Erlösung der Menschen durch einen Gottessohn und dessen vergossenem Blut, also durch ein Menschenopfer (oder Gottmenschen) und dessen Blut. Diese Lehre vermischte “er” mit dem TaNaCH, d. h. mit der Bibel, und stellte sie schliesslich über dem biblisch prophetischen Wort des “allein aus Gnade”.

Dass sich der allmächtige Schöpfer Himmels und der Erde, JaHuWaH, durch den qualvollen Tod eines Menschenopfers und dessen Blut mit den Menschen versöhnen lassen will und das durch das Blut von jemandem, der sein physischer Sohn sein soll, das widerspricht dem gesamten prophetischen Worti absolut. Das ist der reinste Irrsinn. Und dass ein Mensch vor JaHuWaH nur dann als ein erlöster und wohlgefälliger Mensch bestehen kann und als errettet vor JaHuWaH gilt, wenn er sich diesem menschlichen Blutkult unterwirft, ist vom biblisch-prophetischen Wort her ebenso verwerflich. Ein anderer Weg des Heils sei ausgeschlossen, er führe in die unendliche Verdammnis. Auch das ist vom biblisch-prophetischen wort her äusserst verwerflich.
Die Juden seien als die Gottesmörder verdammt, weil sie in ihrer Bosheit und Blindheit, gegen das prophetische Wort der Bibel, Jahushua von Nazareth nicht als den Messias der Endzeit erkennen wollten und wollen und ihn als Gott und Herr der Welt ermordeten, ist ebenso absolut nicht biblisch-prophetisch. Den Juden würde erst am Ende der Tage ihre boshafte Blindheit weggenommen werden, denn dann würden ihre Augen geöffnet werden und sie würden den Jahushua von Nazareth als ihren Erlöser und Retter erkennen, sie würden Busse tun und sich taufen lassen (Christen werden). Auch das steht im absoluten Widerspruch zum biblisch-prophetischen Wort.

Das Christentum ist in diesem heidnischen Blutkult eines Menschenopfers und der Wirksamkeit dieses Blutes so abgrundtief gefangen, verfinstert und versesessen, dass nicht einmal Luther bei seinen Übersetzungen der Bibel die Augen aufzugehen vermochten. Wie schon gesagt, das erklärt den späteren abgrundtiefen Judenhass Luthers, der sich in nichts von dem der Gründerväter des Christentums unterscheidet.

Das sollte uns eigentlich gar nicht erstaunen, tut es aber doch! Paulus ist nicht einfach Paulus. Hinter dem Namen Paulus und seiner Theologie, bzw. Philosophie, verstecken sich bereits einige gut organisierte Kirchenväter, die zusammen mit Paulus als die Kirchengründer bezeichnet werden müssen Viele von ihnen waren tief von der hellenistisch-griechischen Philosophie und deren Gottheiten geprägt, aber – in jener Epoche – von ihren Gottheiten enttäuscht. Schwermut und Hoffnungslosigkeit lagen damals wie finstere Wolken lagen auf so vielen Philosophen. Trotzdem wagten sie sich nicht von den traditionellen heidnischen Gottesvorstellungen und ihren Ritualen zu lösen, weil sie die Rache der Götter, ihrer Mitphilosophen und der Priester fürchteten. Sie waren auf der Suche nach neuen Gottheiten, ohne die alten verlassen zu wollen (vgl. Apg 17, 16-31).

Eine ganze Reihe von ihnen war aber von der Glaubenskraft und der ethischen Lebenshaltung der Juden und ihrer Propheten, so auch vom Zeugnis des Juden Jahushua von Nazareth sehr überzeugt. Sie waren begeistert und davon erfasst (vgl. Mt 5,17-18; 4,4 u.a.m.). Doch sich dem Erlöser der Juden, JaHuWaH, anzuvertrauen wie Abraham, die Propheten, die Pharisäer, die Gerechten Israels, wie Jahushua von Nazareth, das wollten sie unter keinen Umständen, weil sie, wie gesagt, die Rache ihrer Götter fürchteten. Zudem suchten sie die Anerkennung der Römer, was ihnen verwehrt geblieben wäre, hätten sie sich wie Abraham vollkommen JaHuWaH anvertraut Also polten sie Jahushua von Nazareth schrittweise in einen griechischen Gottessohn um, in eine neue heidnische, griechisch-hellenistische Gottheit.

Einer ihrer grössten Vertreter ist der bekannte Philosoph und Kirchenvater Justinus. Er entstammte einer wohlhabenden heidnischen Familie. Geboren wurde er in Sichem, dem heutigen Nablus. Er war in den griechischen Philosophien der Stoiker, Peripatetiker und Pythagoreer erzogen, wie Paulus. Er und einige andere zu seiner Zeit, und ich möchte betonen, die von den hohen Philosophien enttäuscht waren, machten um 100 u. Z. aus Jahushua einen mystisch-heidnischen Christus-Gott, wie wir ihn in den Paulusbriefen vorfinden. Mit dem griechischen Philosophenmantel (Pallium genannt) bekleidet, zog er als Wanderprediger herum und bezeichnete den Glauben an die neue Gottheit Christus als jenen Glauben, “der allein zuverlässigen und brauchbaren Philosophie”. Das sagt uns schon alles!! Zu jener Zeit predigten fast alle Kirchenväter ihren Glauben an die neue Gottheit Christus bekleidet mit dem Philosophenmantel. Damit machten sie die Zuhörer auf sich aufmerksam und verschafften sich unter den Heiden Glaubwürdigkeit.

Die Paulusbriefe gelten allgemein als die ältesten Schriften der christlichen “Bibel” (NT), nicht die Evangelien, wie manche irrtümlicherweise meinen. Die dem sogenannten Paulus zugeschriebenen Briefe stammen nicht alle von ihm, zum Teil entstammen sie der Feder dieser Philosophen des 1., bzw. 2. Jh., u. a. der Feder des Philosophen Justinus Das “allein aus Gnade”, das Vertrauen auf JaHuWaH, auf dem der Glaube Abrahams aufgebaut ist und auf den die entsprechenden Werke folgen, wird von ihnen im Eiltempo zugeschüttet und durch eine Gottheit und deren geopfertes Blut ersetzt.

Mit ihren philosophischen Tricks brachten sie es zustande, die Menschen glauben zu machen, dass der Christus und sein Blut dasselbe sei wie das Vertrauen Abrahams auf JaHuWaH: So vermischten sie unverschämterweise prophetische Wahrheit mit heidnischen Gottesvorstellungen und Ritualen: “Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte aber wird aus Glauben leben” (Röm 1,17). Jetzt erlöst nicht mehr JaHuWaH im Vertrauen (Glauben) auf ihn, sondern eine Gottheit, ein Gottessohn, durch sein geopfertes Blut: “In ihm (Christus) haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade” (Eph 1,7). Das kam bei den Heiden sehr gut an, das passte!, nicht aber beim auserwählten Volk.

Mit den Worten aus Ps 16,8-9 grüsse ich alle herzlich und wünsche allen tiefe Dankbarkeit, weil wir nicht durch Götterblut erlöst sind, sondern allein durch die Gnade, d. h. im Vertrauen auf JaHuWaH. Darin leben wir für immer, denn “der Geist kehrt zu Elohim JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7): “Ich habe JaHuWaH stets vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken. Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele” (Ps 16,8-9). Wunderbar, Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 16. Juni 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.