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Eine Nachlese zum Ereignis von Pessach, im Lichte der biblischen Wiedergeburt. Die Auferstehung, Wiederkunft und Entrückung. Teil 10.

Glaubensimpuls 188 von Gregor Dalliard

Millionen und Abermillionen Menschen feierten in diesem Monat den Tod und die Auferstehung ihres Gottes, des Juden Jesus von Nazareth, der in den Vorstellungen der damaligen heidnischen Welt wie viele andere Gottheiten Mensch geworden war und die Menschheit erlöste, zu neuem Leben erweckte. Die Vegetationsgottheiten der Antike wurden Mensch, starben und sind zu neuem Leben auferstanden. Damit erlösten sie die Menschen zu neuem Leben. Wie wir bereits sahen, entsprang dieser Kult aus dem Rhythmus der Natur, die abstirbt und zu immer neuem Leben erwacht.

Die Natur, die jedes Jahr abstirbt und zu neuem Leben erwacht und damit die Menschen am Leben erhält, sie gleichsam zu neuem Leben erlöst, wurde im religiösen Denken auf Tiere und Menschen übertragen, die als Erlöser des Lebens, als Gottheiten, angebetet und verehrt wurden. Dieser Kult wurde in allen Religionen gepflegt, nur nicht unter dem auserwählten Volk JaHuWaHs. In aussergewöhnlicher Weise wurde er aber in Ägypten streng gepflegt, gefördert und bewahrt und zwar im Zusammenhang mit der jährlich sich wiederholenden Nilschwemme, die für das Leben der Ägypter lebensnotwendig war. Im Zentrum stand die Widdergottheit. Der Widder galt als das Symbol der nimmermüden Fruchtbarkeit, der nicht absterbenden Zeugungsfähigkeit, der zu immer neuem Leben aufbricht, aufersteht. Der Widder galt als der Lebensspender, der Schöpfer des Lebens, als der Versöhner zu neuem Leben, der Erhalter des Lebens.

Die Vermischung einer Fülle von Vegetationsgottheiten und die Vorstellungen übe sie wurden im römischen Reich auf Jahushua von Nazareth übertragen, der angeblich als Gottheit starb, auferstand und die Menschen mit dem Leben versöhnte, ihnen neues Leben gab. Gott selbst wurde in Jahushua Mensch und versöhnte sich selbst und die Welt mit sich selbst: “Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus.. nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnt hat..” (2Kor 5,18-19). Ein Irrsinn, der weder in der Thora noch in einem prophetischen Wort zu finden ist.

Juden waren der Überzeugung, dass Jahushua der Messias sei. Nie aber hätten sie ihn für eine Gottheit gehalten. Eine griechische Sekte, die vor allem in Antiochien wirksam war und die nach neuen Gottheiten Ausschau hielt, riss das Ruder an sich. Ihre Vertreter sahen in Jahushua von Nazareth das erfüllt, was die israelitisch-jüdischen Propheten über die Endzeit und das anbrechende Friedensreich vorhergesagt hatten. Aus dem vermeintlichen Messias Jahushua von Nazareth entwickelten sie, gemäss traditionellen Mustern, schnell eine griechische Gottheit. Daraus entstand die äusserst verheerende Ersatztheologie. In ihrem religiösen Wahn verdammten und verwarfen sie das auserwählte Volk, obwohl der ganze TaNaCH, d.h. Thora, Propheten und Schriften (“AT”) lehren, dass JaHuWaH das Friedensreich mit und durch die bibeltreuen Juden und mit jenen Juden, die bei seinem Erscheinen und Eingreifen umkehren werden, anbrechen lassen wird (vgl. Sach 14; Dan 7 u.a.m.).

Sie, die christliche Gemeinde, das “neue” Volk Gottes, würde nun – ohne die Juden – unter der Führung der christlichen Gottheit Jesus Christus, das Friedensreich aufbauen. Sie hatten sich in dieser Idee und Lehre so sehr verstrickt, dass sie nicht mehr davon loskommen konnten. Sie waren endgültig darin festgefahren. ***Es erstaunt uns, dass bis heute kaum jemand zu realisieren vermochte und vermag, dass mit dem Juden Jahushua von Nazareth das Friedensreich nie angebrochen war und ist. Und wenn jemand das realisiert, dann löst die Wahrheit einen unvorstellbaren Schrecken aus, der durch Mark und Bein geht. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf!, will man diesen Schrecken, der die Konfrontation mit der Wahrheit auslöst, so schnell wie möglich wieder loswerden.

Der verstorbene Jude Jahushua von Nazareth ist nie zurückgekommen, obwohl recht viele “neutestamentliche” Aussagen seine sofortige Wiederkunft und die damit verbundene Entrückung des “neuen” Volkes Gottes, der Kirche, voller Überzeugung darlegen. Nun, die Zahl der Irregeführten war gross. Es kamen immer mehr Menschen in den Strudel dieses Fahrwassers der sich im Laufe der Kirchengeschichte zu einem grauenvollen Tsunami entwickelte.
Die Folgen dieses religiösen Kirchen-Tsunami waren und sind für die Juden im Laufe der Kirchengeschichte verheerend geworden. Erschütternd ist vor allem die Schändung des Namens JaHuWaH, die frevelhafte Zerstörung des Lebens, das aus ihm und mit ihm angeboten ist, d.h. die Zeugung und Geburt hinein in seinen Geist, die Zerstörung des zusammenhängenden prophetischen Wortes – die Vernichtung der ganzen Heilsökonomie unseres Schöpfers. Damit ist für Millionen und Abermillionen von Menschen der Zugang zum Leben versperrt geblieben. Diese Verantwortung ist unermesslich! Und es wird wohl so weitergehen.

Viele erwarteten die Rückkehr Jahushuas als Mashiach, als Davidssohn. Nach ihrer unbiblischen, zusammenhanglosen und dem Wort der Propheten widersprechenden Lehre, sollte Jahushua wiederkommen, die Gemeinde hätte ihm in luftigen Höhen entgegengehen sollen (vgl. 1Thess 4,13-18). Mit den Entrückten hätte er im Himmel seine Herrschaft proklamieren sollen, während jene, die nicht getauft waren, allen voran die Juden, auf Erden zurückbleiben und die schrecklichen Gerichte der Endzeit durchleben sollten. *Doch er kam – entgegen ihrer Lehre – nicht. Die Endzeit war und ist in der von den Gründern des Christentums angesagten Zeit nicht angebrochen. Ein schändlicher Missbrauch, dem sich die Christen endlich demütig stellen sollten. Doch wie gesagt, geschieht dies nicht: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!

Für diese Sekte war Jahushua von Nazareth doch der verheissene Messias, der mit ihnen das bleibende Friedensreich im Himmel antreten würde. Sie versuchten später mit allerhand Bibelstellen ihre Philosophie, besser ihren Irrwahn, biblisch zu belegen und zu vermitteln. Nur so konnte und sollte ihre Lehre vor den Menschen als Bibelkonform und damit glaubwürdig vermittelt werden. Wie oft heisst es im “Neuen Testament”, damit erfüllt würde was der Prophet hier oder dort vorausgesagt hatte. Suchen und forschen wir aber bei den Propheten nach dem Zusammenhang solcher Hinweise, sind wir schockiert. Der erschreckende Missbrauch der Zitate aus der Bibel (“AT”) ist nicht mehr zu leugnen.

Bricht das messianische Reich einmal an, kann es nicht wieder sterben, doch Jahushua starb! Eine Tragödie! Schuld daran waren natürlich die Juden, die dem prophetischen Wort treu geblieben waren, was sie, nach christlichem Verständnis, nicht hätten tun dürfen. Es musste also eine neue Philosophie her. Die Lehre von der Wiederkunft des Juden Jahushua von Nazareth, der inzwischen zu einer Gottheit erhoben worden war und der nicht mehr als Jude erkannt und genannt werden durfte. Das war notwendig um diese Lehre im heidnischen Verständnis überzeugend vermitteln zu können. Damit entsprach Jahushua von Nazareth den vielen antiken Persönlichkeiten die als Gottheiten angebetet und verehrt wurden.

Die Wiederkunft Jahushuas und die Entrückung in den Himmel stand vor der Tür. Das war die nicht zu diskutierende Lehre und Erwartung dieser Sekte. Also hörten die Menschen, die dieser Lehre aufsassen auf zu arbeiten. Sie verkauften ihre Häuser, Felder, Wiesen, Gärten und Äcker, das Ochsengespann, Schafe und Ziegen, einfach ihr ganzes Hab und Gut und alles was zum Familienleben notwendig war und zogen nach Jerushalajim. An einem Tag kamen z.B. 3000 Menschen. Den Ertrag des Verkauften brachten sie zu den “Aposteln”. Offenbar gab es viele nüchterne, in den prophetischen Schriften geschulte Lehrer und darin unterwiesene Menschen die diesen Wahn nicht teilten, denn diese kauften den Verkaufswilligen Äcker, wiesen und Felder ab, was sie in Anbetracht der gleich bevorstehenden Entrückung sowieso nicht mehr benötigten. Womöglich haben sie alles noch zu Schleuderpreisen verkauft! In der sogenannten Apostelgeschichte ist uns davon berichtet (vgl. Apg 2,41-47; 4,32-37).

***In ihrer Euphorie missbrauchten sie das Wort der Propheten (vgl. Sach 14, Joel 3 usw.), rissen es aus dem Zusammenhang. JaHuWaH selbst wird von Jerushalajim aus das anbrechende und bleibende Friedensreich proklamieren, in Bewegung setzen, das stimmt wohl, aber doch nicht durch Jahushua von Nazareth als einem Gott nach heidnischem Muster. Davon steht nichts in der Thora geschrieben, auch bei keinem Propheten. So musste es kommen wie es kommen musste. Jahushua kam nicht zurück und das “neue” Volk Gottes wurde nicht entrückt!

Als Jahushua nicht zurückgekehrt war brach eine schreckliche Armut unter den am Boden zerstörten und irregeführten Menschen aus. Doch, wie ich früher schon schrieb, die Kirchenführer waren nicht verlegen. Sie suchten nach neuen Lügen um die Menschen überzeugend hinzuhalten. Das gelang ihnen auch weitgehend – bis heute!! Eine solche Lüge ist folgender Ausspruch. Er wurde kurzerhand Jahushua von Nazareth in den Mund gelegt. Damit war es ein Leichtes die unwissenden Menschen an der Stange zu halten:

“Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her (gemeint ist die Kirche als das neue Israel)? Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerushalajim als auch in ganz Judäa und Shomron und bis an das Ende der Erde. Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg” (Apg 1,6-9).
Diese Aussage ist ein Widerspruch zum prophetischen Wort, denn erst beim Kommen des JaHuWaH werden die Juden als Zeugen in aller Welt wirken (vgl. z.B. Sach 8,21-23 und Kap 14), niemals kann und darf sich eine Kirche anmassen diesen Platz einzunehmen. Das ist schlichtweg absurd und verwerflich.

Viele werden durch den Dienst der bibeltreuen Apostel, wie der Apostel Jakob (Apostel Jakobus) einer war, zur Vernunft gekommen sein und sich ernsthaft dem Wort der Propheten zugewandt haben – tiefgründig! Jakob musste den Wahnsinn mit ansehen und betont gegenüber dieser Sekte : “Du siehst, Bruder, wie viele Tausende (Myriaden) der Juden es gibt, die gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für die Thora. Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, dass du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Moshe lehrest und sagest, sie sollen weder die Kinder beschneiden noch nach den Ordnungen der Thora wandeln” (Apg 21,20-21). So war es in der christlich-heidnischen Welt. Die Thora wurde verworfen, die Kinder nicht mehr beschnitten, die Ordnungen JaHuWaHs über den Haufen geworfen. Dagegen wehrten sich die Apostel und alle jene, die in Jahushua einen Propheten erkannten, der nicht gekommen war Gerechte (in aus JaHuWaH gezeugte und geborene Juden) zu rufen (Mk 2,17), sondern nur die verlorenen Schafe des Hauses Israel (vgl. Mt 15,24).
Mit der Aussage und dem klaren Bekenntnis des Apostels "..und alle sind Eiferer für die Thora", will der Apostel Jakob sich ganz klar und deutlich von der Sekte in Antiochien und anderswo abgrenzen, die den TaNaCH (“AT”), ja das ganze prophetische Wort, nach Lust und Laune zerrupfte und auslegte.

Im Laufe der Geschichte haben immer wieder Sekten das Ende der Welt und eine Entrückung der Gläubigen gepredigt. Viele verkauften ihr Hab und Gut. Was übrig blieb waren bitter enttäuschte Menschen, die von der Bibel nichts mehr wissen wollten oder Menschen, die sich neu mit dem prophetischen Wort auseinandersetzten und davon geheilt werden konnten. Nun, wie wir frohen Herzens und voller Dankbarkeit wissen, war auch Jahushua von Nazareth ein konsequenter Eiferer für die Thora. Er wusste, dass die Thora eben nicht wie ein Kochrezept oder die Beschreibung einer Maschine gebraucht werden kann. Er wusste, dass die Thora uns als Orientierung auf dem Weg unseres Lebens geschenkt ist, damit wir das Leben nach ihr ausrichten, uns an ihr orientieren und so das Leben haben und im Leben bleiben. Einfach wunderbar!

In dieser Freude grüsse ich alle herzlich und wünsche allen – inmitten aller unserer Unzulänglichkeiten – ein tiefes Shalom in den offenen Armen JaHuWaHs.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).