Josef
Lebensimpuls 37 von Gregor DalliardDie Beziehung Josefs, des Sohnes Jakobs zu dem Elohim JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, dem Schöpfer des Lebens, stand am Sonntag (16. 03. 2025 bei unsere Videokonferenz in Finsterhennen bei Bern) im Mittelpunkt unserer Betrachtungen. Ab 1Mo 37 ist uns das äusserst beeindruckende, lehrreiche und für unser Leben so hilfreiche Zeugnis überliefert.
Worauf will ich hinaus? Aus diesem und zahllosen anderen Zeugnissen und Erfahrungen im TaNaCH (“AT”) wissen wir heute, dass uns die Quelle, die uns ein inneres friedvolles Leben erschliesst in der gepflegten Beziehung (Gemeinschaft) mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH ist. Die Quelle zu einem solchen Leben ist uns in der Torah, bzw. im TaNaCH (“AT”) erschlossen.
Die Aufforderung den Elohim (“Gott”) JaHuWaH zu suchen durchzieht die ganze Torah, bzw. den ganzen TaNaCH (“AT”). Suchen wir in diesen Quellen, finden wir alles, was uns immer wieder neu aufrichtet, m. a. W. unser Akku wird wieder aufgeladen. Die Zufriedenheit und Dankbarkeit wird alles Enttäuschende im Alltag übersteigen.
Vielen Menschen stehen ihre eigenen menschlichen Schwächen und die ihrer Mitmenschen zu einem friedvollen Leben im Wege. Sie tun so, als wüsste unser Elohim JaHuWaH nichts um unsere menschlichen Eigenarten und Schwächen.
Die Quelle dieses Segens ist uns für immer im Vertrauen Abrahams auf den Elohim JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten erschlossen worden. Diese Beziehung und Gemeinschaft ist einzigartig. Sie fliesst: “und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde” (1Mo 12,3). Vor Dankbarkeit möchte ich manchmal grosse Sprünge vollziehen, aber dazu bin ich nun doch zu alt. Innerlich aber springe ich (fast) jeden Tag vor Freude und Dankbarkeit! “Denn mit dir erstürme ich einen Wall, und mit meinem Elohim (“Gott”) überspringe ich eine Mauer. Elohim – sein Weg ist vollkommen; das Wort des JaHuWaH ist lauter” (Ps 18,30). Der junge Josef hatte solche Zeugnisse in guten Zeiten verinnerlicht. Darum vermochte ihn kein “Wall” aufzuhalten, und er vermochte jede “Mauer” in seinem Leben zu überspringen. Als junger Erwachsener stand er plötzlich vor “Wällen” und “Mauern”.
Nun, Mensch bleibt immer Mensch. Ein Mensch kann aus seiner Beziehung mit JaHuWaH neue Kräfte sammeln (neu aufgetankt werden). Das Wichtigste im Leben ist das gute mitmenschliche Zusammenleben oder sich für den Weg des Bösen entscheiden. Aus den unverarbeiteten, besser Viele Menschen haben sich ungute Verhaltensweisen angeeignet, die sich aus den Umständen ihres Lebens ergeben haben. Sie lassen sich von ihnen treiben, haben weder Einsicht noch erkennen sie den Sinn, etwas daran zu ändern. Vielleicht fehlt ihnen die Motivation oder die Kraft, etwas daran zu ändern. Das sind keine schlechten Menschen. Alle unsere Verhaltensweisen aber prägen unser Leben und sie haben Auswirkungen auf das Leben unserer Mitmenschen.
Wir lesen in der Torah (fälschlicherweise und entwürdigend von den Christen “AT” genannt): “Und Israel (Jakob) liebte Josef mehr als all seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen bunten Leibrock” (1Mo 37,3). Das kommt innerhalb einer Familie keineswegs selten vor (vor allem in Patchworkfamilien, Familien mit unterschiedlichen Eltern). Bei der Familie Jakob gab es ein ähnliches Problem. Was aus einem solchen Fehlverhalten geschehen kann, das zeigt uns die Torah in der Familiengemeinschaft von Jakob sehr anschaulich auf.
Zudem trägt Josef in seinem jugendlichen Glaubenseifer seinen Glauben vor seinen Brüdern zur Schau. Selbst wenn er von seinem Traum überzeugt war und alles später so eingetroffen ist, war es nicht klug vor seinen Brüdern davon zu reden. Das meinte er sicher nicht böse, aber viele böse Dinge folgten daraus.
Wie ist Josef ganz persönlich mit den Folgen dieses Fehlverhaltens seines Vaters - und mit seinem eigenen Fehlverhalten - im Laufe des Leben umgegangen? Was kann uns diese Lebensgeschichte für unser persönliches Leben mit auf den Weg geben? Darüber wollen wir uns im nächsten Lebensimpuls (lim) unterhalten.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 13. April 2025 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!
In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).
Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.