Im letzten Gim schrieb ich: “Das irdische Königtum beinhaltet automatisch das Richteramt. Als solches stellt es die Entmündigung des einzelnen Menschen dar”. Damit einher ging immer wieder die Ausbeutung ganzer Menschengruppen. Die Menschheitsgeschichte bestätigt uns diese Tatsache zur Genüge. Selbst das israelitisch-jüdische Königtum verfiel immer wieder diesen uralten unsozialen heidnischen Praktiken. Der Prophet Shmuel war zu seiner Zeit der Hauptrichter oder Oberrichter in Israel, so wie Moshe zu seiner Zeit (vgl. 2Mo 18,19-23). Shmuel reiste von Jahr zu Jahr in ganz Israel herum und hielt Gerichte (vgl. 1Sam 7,15-17). Damit hielt er ganz Israel auf den gesunden Wegen JaHuWaHs zusammen.
Lasst uns mit viel Freude, gelassen und doch mit einer frohen Ernsthaftigkeit aus den Zusammenhängen der Thora und der Propheten weiter forschen. Als die Zwölf Stämme im verheissenen Land angesiedelt waren, drohten sie auseinanderzubrechen. Erstens verblassten bei manchen führenden Leuten Sinn und Zweck der eigentlichen Erwählung und Berufung des Volkes, nämlich die Verheissung an Abraham: “…und du sollst ein Segen sein! …und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,2-3).
Teil 2 von “Alle meine Quellen sind in dir!” Ps 87,7 Teil 2 ist mir als Brücke zu unserem Thema sehr wichtig, damit wir besser verstehen können was uns der TaNaCH eigentlich sagen will, besser: was uns JaHuWaH vermitteln will, was sein Wille ist. Merken wir uns Folgendes! Die Menschen aller Generationen sind versucht ihr Augenmerk, ihr Herz, auf das Äussere zu richten. Gerne verlieren wir uns in den äusserlichen Dingen. Wenn wir nicht wachsam sind, lassen uns gerne täuschen. Was wir sehen macht uns Eindruck. Das ist äusserst gefährlich. Das kann dann selbst einen Menschen, der JaHuWaH vertraut unzufrieden und aggressiv machen.
Wird ein Kind geboren braucht es die Hilfe des anderen, sonst stirbt es. Nicht nur ein Säugling stirbt ohne Hilfe des Menschen, auch ein Kleinkind oder ein einsamer Kranker oder ein alter gebrechlicher Mensch. Es gibt eine Kette von Gründen, warum Menschen ohne Hilfe anderer Menschen sterben können. Grundsätzlich lehrt uns das Leben des Schöpfers JaHuWaH: Jeder Mensch ist vom Schöpfer JaHuWaH auf andere Menschen hin geschaffen. Die Basis aber, dass es überhaupt Menschenleben gibt und neues Menschenleben geben kann, sind Mann und Frau. “Und JaHuWaH (Gott) schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild JaHuWaHs (Gottes) schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie (1Mo 1,27)
Mit diesem eindrucksvollen und befreienden Liederruf beendeten die Musikanten und Chöre Israels am Tempel zu Jerushalajim grosse Pilgerfeste. Die Söhne Korachs dienten im Tempel als Musiker, Sänger und Türhüter. Innerlich wieder aufgerichtet, der Hilfe und Weisung JaHuWaHs im Alltag neu bewusst und sicher, verliessen die Pilger die Heilige Stätte und kehrten mit neuem Elan in ihren Alltag zurück. An den grossen Festen JaHuWaHs strömten manchmal unüberschaubare Pilgerströme in die Heilige Stadt. Mit den israelitisch-jüdischen Pilgern zogen viele Proselyten und Heiden, unter ihnen viele Intellektuelle, die von JaHuWaH ergriffen worden waren. Ihre heidnischen Philosophien gaben ihnen keine Antwort auf die Zusammenhänge des Lebens, sie vermittelten ihnen keinen vernünftigen Sinn des Lebens. Die theologischen Forderungen ihrer Götter schienen ihnen – im Lichte der geoffenbarten Wahrheit an das auserwählte Volk – absurd, quälend, lebensfremd und zerstörerisch.
Der folgende Vers 18 bezeugt: “Ich erwache und bin noch bei dir”. Eine unvorstellbare Erfahrung, die sich mit der folgenden Aussage aus dem geoffenbarten Wort deckt: “..und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat. (Pred 12,7). Wie könnte ein Geist ausserhalb von JaHuWaH irgendwo existieren? In einer deutschen TV-Diskussionsrunde ging es um die Rolle der Religionen in Bezug auf Kriege, Terror und Gewalt. Einflussnehmende Leute aus den beiden christlichen Grosskirchen, aus nichtchristlichen Ideologien und eine Muslimin nahmen daran teil. Irgendwann stand die Frage im Raum, ob denn wirklich alles von einem Gott kommen kann, der unter anderem das Leid, das als Folge tektonischer Plattenbewegungen Erdbeben mit unfassbarem Leid verursachen kann. Wenn alles von Gott kommt, wie kann er so schreckliches Leid, in so vielen Facetten, über die Menschen kommen lassen für das die Menschen überhaupt nicht verantwortlich gemacht werden können?
Eine unermessliche Lebenskraft ist uns in den Psalmen geschenkt. Reden wir mit Menschen, die ihr Leben aus der Fülle der Bibel (TaNaCH) fit halten, dann zitieren die meisten von ihnen aus der reichen und bewährten Lebensfülle die uns in den Psalmen geschenkt ist. Im Leben geben sie uns entweder das was uns gerade mangelt oder motivieren uns zu guten Dingen oder erfüllen unsere Herzen mit Dankbarkeit. Niemand geht leer aus! Wir kommen zum Schluss: nicht ein Psalm darf in der Bibel fehlen, das wäre ein Verlust an Lebensweisheit, der nicht wieder gut zu machen wäre!
Immer wieder gibt es in unserem kleinen Alltag Unvorhergesehenes, Begegnungen, die uns erbauen und auf unserem Glaubensweg neu motivieren. Als ich am letzten Dienstagvormittag den Abfallsack zum Container brachte, der ca. 150 m von unserem Haus entfernt am Strassenrand steht, gingen zwei nette ältere Damen an mir vorbei. Sie blieben auf der Höhe unseres Hauses stehen, blickten zum Eingang hinunter (das Haus ist am Hang gebaut) und diskutierten miteinander. Als ich mich dem Hause wieder näherte, fragten sie mich wer wohl in dem Haus wohnen möge? Etwas später kam auch meine Frau dazu. Mir war klar aus welchem Grunde ihre Frage kommen konnte. Schauen die Vorbeigehenden von der Strasse auf unser Haus hinab, sehen sie beim Eingang, auf der Innenseite, eine Menora auf blau-weisser Fahne. Die zwei Damen sind Jüdinnen aus Bruxelles/Brüssel, Belgien. Der kurze Austausch mit den zwei Jüdinnen hat uns sehr motiviert unseren geführten Glaubensweg mit viel Freude und grosser Dankbarkeit, zusammen mit suchenden Menschen und Gleichgesinnten, weiterzugehen.
Hitler soll massgeblich vom Judenhass Luthers beeinflusst worden sein. Doch seien wir ehrlich und mutig! Studieren wir die theologische Basis der Kirchenväter. Fangen wir beim Kirchenvater Paulus an, bei seinen Gedankengängen und seinem Umfeld. Er war ein Mann aus der hellenistisch-römischen Gedankenwelt, der nie jemals etwas mit Jahushua von Nazareth zu tun hatte. Die religiöse Gedankenwelt des Paulus war auch jene von Melito von Sardes und die seines religiösen Umfeldes. Aus diesem religiösen Umfeld wuchs der perverse Antijudaismus mit der Kreuzestheologie hervor. Bis heute kennzeichnet er die noch bestehende feste dogmatische Glaubenslehre der Christen , die Ersatztheologie.
aktualisiert: 31.01.2023
Wer sich über Jahre mit den Juden und dem ihnen geoffenbarten Wort des Lebens im TaNaCH auseinandersetzt, wird ihre Liebe zu der ewigen Stadt Jerushalajim verstehen lernen. Die unfassbare Liebe der Juden zu der ewigen Stadt Jerushalajim ist weit mehr und alles andere als nostalgische Gefühlsduseleien. Sie ist auch kein blinder, besitzergreifender Wunsch. Hier geht es vielmehr um Zusammenhänge die das Leben der ganzen Welt betreffen. Von hier wird die innere und äussere Gesundung und Wiederherstellung jedes einzelnen Menschen, aber auch der gesamten Menschheit ausgehen. Viele Prophetien sprechen von diesem Zusammenhang. Sie haben sich bis heute bewahrheitet.