Der Standort unseres Herzens ist JaHuWaH. Auf das Herz kommt es an; das ist das Ent-scheidende für JaHuWaH - und für mich. Fortsetzung von [Gim 748](/gim/748/).
Glaubensimpuls 749 von Gregor Dalliard am
Wie ich im letzten Gim 748 sagte, waren wir beim letzten Bibeltreffen in Finsterhennen (bei Bern) von 1 Sam 16,7 ausgegangen: “Denn JaHuWaH sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber JaHuWaH sieht auf das Herz”. Das ist keine einfache Botschaft, die uns die israelitisch-jüdischen Propheten hier als eine, oder sagen wir, als die Botschaft eines segensreichen menschlichen Auskommens mit auf den Weg geben. Selbstverständlich gehören auch viele andere Aspekte zu einem segensreichen menschlichen Auskommen im Alltag.
Was uns aber in 1 Sam 16,7 gesagt ist, das fliesst aus der Quelle des ungeteilten Vertrauens auf JaHuWaH, d. h. aus der Liebe zu JaHuWaH, zu der wir eingeladen und aufgefordert sind, wie uns das im Shma Jisrael mitgeteilt ist: “Höre, Israel: der Elohim JaHuWaH ist unser Elohim (‘Gott’), JaHuWaH ist EINER (nicht drei, und kein gekreuzigter Gott)! Und du sollst JaHuWaH, deinen Elohim (‘Gott’), lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft” (5Mo 6,4-5). Dazu gehört die Liebe zum Nächsten, die niemals von der Liebe zu JaHuWaH abgekoppelt werden kann. Das bestätigen alle Propheten JaHuWaHs (3Mo 19,18).
Um das verstehen und verinnerlichen zu können, muss uns die ungeteilte Liebe des Elohim (‘Gott’), JaHuWaH uns gegenüber bewusst werden und in unseren Herzen verankert sein, in dir und in mir. Eine Liebe, die niemals vergeht, die niemand ersetzen kann, die immer war und bleiben wird, trotz der Fehler, die uns unterlaufen. Mit JaHuWaH, DER EINER ist, nicht drei, und nichts mit einem von den Römern gekreuzigten Gott zu tun hat, lebten die Propheten und Prophetinnen Israels, und so auch der Jude Jahushua (Jeschua) von Nazareth.
Diese Tatsache war uns über Jahrzehnte hindurch verborgen, weil wir durch die christliche Ersatztheologie blind gemacht waren und unser Glaubensleben unbewusst in einer verantwortungslosen und folgenschweren frommen Überheblichkeit praktizierten.
Der Jude Jahushua (Jeschua) von Nazareth erinnert seine Zuhörer an dieses Grundgebot, das über allem anderen im Leben steht. Es ist die ungeteilte Liebe und Anbetung des EINZIG EINEN JaHuWaH und die Liebe zum Nächsten: “Das erste ist: ‘Höre, Israel: JaHuWaH, unser Elohim (‘Gott’), ist EINER (nicht drei); und du sollst JaHuWaH, deinen Elohim (‘Gott’), lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft’! Das zweite ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (er hat dieselben menschlichen Bedürfnisse)! Grösser als diese ist kein anderes Gebot” (Mk12,29-31). (Siehe Gim 718).
Diese Erkenntnis und dieses Bekenntnis finden wir bei allen grossen Gestalten in der Torah und im TaNaCH, die nach dem Sinn des Lebens suchten und ihn darin gefunden haben. Einfach wunderbar! Bis heute haben diese israelitisch-jüdischen Zeugen einen nachhaltigen Einfluss auf uns und die meisten Menschen dieser Welt, selbst wenn die grosse Masse guter Menschen, sich der Quelle dieses Segens nicht bewusst ist; aber damit unterstützen sie unbewusst den Antijudaismus, bzw. Antisemitismus.
Wenn wir das oben erwähnte Zeugnis beherzigen, dann lasst uns im Alltag das leben, was die Propheten und Prophetinnen durchgehend als Weg zum Segen und Glück lehren. Daran wollen wir uns wieder einmal, aber auch immer und immer wieder gerne erinnern: “Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was JaHuWaH von dir fordert: nichts als JaHuWaHs Wort halten (gemeint ist das Shma Jisrael) und Liebe üben und demütig sein vor deinem Elohim (‘Gott’) (Mi 6,8; 5Mo 10,12; Spr 21,3 u.a.m.).
Warum wollen wir uns immer und immer wieder gerne daran erinnern? Das Alltagsleben rüttelt und schüttelt unablässig an uns und schnell stehen wir in Gefahr, uns mit anderen Menschen zu vergleichen oder wir hadern mit Menschen, die uns enttäuscht haben oder mit dem, was in unserem Leben nicht (oder nicht mehr) so ist, wie es war. Damit schaden wir uns selbst am meisten, wir verlieren unsere innere Stärke und Freiheit, aber auch den inneren Frieden. (Siehe Gim 440).
Und weil das so ist, sind wir dringend eingeladen und aufgefordert immer wieder neu aus der Quelle des Lebens zu trinken, denn der Elohim (“Gott”)JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, hat uns in SEINEM Bilde geschaffen, d. h. mit und in der Fülle des Lebens. Sie ist da. Schöpfen wir daraus jeden Tag. Darin wird unser tägliches Leben immer wieder neu aufgebaut, wie ein Akku neu aufgeladen, denn ER will, dass wir diese Fülle nutzen und geniessen. Um darin und daraus leben zu können, braucht es täglich Zeit der Vertiefung und der Verinnerlichung. Pflegen wir diese Fülle des Lebens. Lasst uns darin nicht gleichgültig werden: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Welch eine Segensquelle!
Mit dem eindrücklichen Bild des Propheten Jirmejahu (Jeremia) grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat Shalom: “Gesegnet ist der Mensch, der auf JaHuWaH vertraut und dessen Vertrauen JaHuWaH ist! Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen” (Jer 17,8). Oh, wie wahr ist das!
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 19. April 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!