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Der Standort unseres Herzens ist JaHuWaH. Auf das Herz kommt es an; das ist das Ent-scheidende für JaHuWaH - und für mich.

Glaubensimpuls 748 von Gregor Dalliard am

Am letzten Sonntag sind wir in Finsterhennen (bei Bern) von 1 Sam 16,7 ausgegangen: “Denn JaHuWaH sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber JaHuWaH sieht auf das Herz”. Aus dem zusammenhängenden prophetischen Wort geht unmissverständlich hervor, dass der Elohim (“Gott”) JaHuWaH mit Herz, zuerst einmal jenen Menschen meint, der in IHM und in seinen Leben fördernden Weisungen verwurzelt ist, aber auch jeden anderen Menschen, der keine bewusste Beziehung zu IHM kennt, denn jeder Mensch ist in (oder nach) SEINEM Bilde geschaffen - ausnahmslos jeder!
Wunderbar, denn der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Elohim Melchisedeks hat Abraham und seine Nachkommen als Volk zum Segen für alle Generationen dieser Erde erwählt, weil ER die Quelle des Lebens ist: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht (des Lebens)” (Ps 36,10; Jes 2,5). “JaHuWaH ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? JaHuWaH ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken? (Ps 27,1). Lies dazu 1Mo 12:2-3; 18,18; 26,4.

Ein solches Zeugnis, das jedem suchenden Menschen zu Herzen geht (gehen muss), finden wir bei keinem anderen Volk der Erde, bei keiner Gottheit dieser Welt. Das heisst nicht, dass es nicht auch Juden gibt, die völlig ausserhalb der Beziehung mit JaHuWaH leben, vor allem ultraorthodoxe Juden, weil sich deren Herzen in Traditionen verirrt und verloren haben, aber auch die messianischen Juden, weil sie an den katholischen Jesus Christus glauben. Meistens ist ultraorthodoxen Juden, die Befolgung von Lehren alter Lehrer aus vergangenen Zeiten, die den jeweiligen Zeitumständen entsprechend lehrten, wichtiger, als das Suchen nach der Beziehung zu JaHuWaH in der Torah und im TaNaCH und ein Leben daraus im Hier und Heute, das befreiend wirkt und den inneren Frieden schenkt. Ebenso ist den messianischen Juden das “Evangelium” des Paulus wichtiger als das prophetische Wort in seinem Zusammenhang.
Seit eh und je durchzieht diese Frage, dieser Konflikt, das israelitisch-jüdische Gemeinschaftsleben. Die Auseinandersetzungen zwischen einer persönlichen Beziehung zu JaHuWaH, die das Leben fördert und der Bewahrung festgefahrener religiöser Äusserlichkeiten verursachen bis heute Streit und Unfrieden. Damals wie heute ist das so, aber viel ausgeprägter ist dieses Festkleben, dieses religiöse Strampeln in traditionellen Mustern im Christentum und im Islam. Ganz besonders das Festkleben an der antisemitischen Tradition des Paulus, an der Ersatztheologie, an der heidnischen Lehre von der Auferstehung des Juden Jahushua (Jeschua), den er aufgrund seiner Visionen entjudaisiert und zu einem endzeitlichen Messias-Gott gemacht hatte. Dabei legte Paulus seinen Finger auf das noch in seinen Tagen anbrechende Endgericht, das mit dem angeblich zurück kommenden Gott Jesus Christus vom Himmel her gleich anbrechen und die Herrschaft der Getauften mit Jesus aufrichten würde. Wie wir inzwischen zur Genüge wissen, ist daraus zu der von Paulus angesagten Zeit nichts geworden, auch später nicht und das wird auch nie geschehen.
Aus diesem antisemitischen “Evangelium” des Paulus schufen die Kirchengründer (Kirchenväter) später einen Gott der von den Getauften sowohl als wahrer Gott als auch als wahrer Mensch angebetet werden muss, wollen sie nicht in der Hölle dieses Gottes enden. Ihre Devise lautet: “Du kommst nur dann nicht in die Hölle, wenn du das glaubst, was wir von dir erwarten. “Gott” hat nichts dazu zu sagen; wir entscheiden!” Mit drastischen und brutalen Mitteln setzten sie diese religiöse Ideologie des Paulus in einem grossen Teil dieser Welt durch. Sie wurde in den letzten Jahrhunderten zur prägenden Kultur der westlichen Welt. Damit stellten sie sich gegen den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, gegen SEIN Volk und gegen die Quelle des Lebens.
Mit ihrer Ersatztheologie haben sich die Gründer des Christentums auf den ersten Konzilien definitiv vom verheissenen Segen Abrahams abgekoppelt, der in der ungeteilten Beziehung zu JaHuWaH wie eine Quelle in unser Leben fliesst. Es ist nur allzu verständlich, dass diese Völker im Geiste solcher höchst religiöser Äusserlichkeiten mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, dem Elohim Melchisedeks und Abrahams und seinen Nachkommen, nichts anderes anzufangen vermögen, als deren Vernichtung anzustreben! Sie haben die Quelle des Lebens, die für alle Menschen so lebenswichtig ist, verlassen und sind bis heute nicht zu ihr umgekehrt, darum die schrecklichen modern geführten Kriege, auch in unseren Tagen.

In unseren Verwandtschaften ist das weitgehend noch so: Man fragt sich: Was denken wohl die Menschen, wenn ich, wir, diese religiös-christlichen Traditionen verlassen, um in den Genuss des verheissenen Segens an Abraham hinein zu wachsen, in den Segen, in das Licht, das allen suchenden Menschen verheissen ist.
Darum lagen führende Menschen der Priesterklasse (damals Sadduzäer) und Teile der Pharisäer in einem Dauerkonflikt mit den Propheten. Diesem Konflikt begegnen wir im TaNaCH (“AT”) durchgehend. Das war auch der Konflikt zwischen Jahushua (Jeschua) und jenen genannten Kreisen. Dabei aber hatte der Jude Jahushua (Jeschua) niemals einen Gedanken oder die Absicht seine jüdischen Landsleute aus der Gemeinde JaHuWaHs, aus der Gemeinschaft mit JaHuWaH heraus zu reissen. Er hatte nie den Gedanken, sie in einer neuen, dem Heidentum angepassten Religion, nämlich dem Christentum, um sich zu sammeln. Völlig absurd ist die Lehre, dass er die Gemeinde JaHuWaHs verdammt und ersetzt hätte (Ersatztheologie), weil SEIN Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Elohim Melchisedeks und Abrahams sie verworfen hätte, so wie das Paulus, die Kirchenväter und die führenden Christen bis zu dieser Stunde lehren.
David war ein Mann nach dem Herzen des Elohims (“Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten. Wer Davids Charakter eingehend studiert, wirklich eingehend, der ist tief betroffen von den Eigenschaften Davids und wir fragen uns, wie war das möglich? Als David vor dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten mit aller Kraft und Ergriffenheit tanzte und das vor dem ganzen Volk (vgl. 2Sam 6), war seine Frau Michal, die Tochter des Königs Saul, seines Vorgängers als König, äusserst verärgert und machte ihm beleidigende Vorwürfe. Was müssen die Menschen wohl denken? David sagte zu Michal: “Ja, vor JaHuWaH will ich tanzen. Und ich will noch geringer werden als diesmal und will niedrig werden in deinen Augen” (2Sam 6,21). Im wahrsten Sinne: Der Standort seines Herzens war JaHuWaH.
David hatte wohl früh gelernt und verstanden, die Menschen nicht nach ihrer Herkunft, ihrer Stellung oder ihrem Äusseren zu beurteilen, sondern nach ihrem Herzen. David lebte als Mensch in einer ganz tiefen und gepflegten Beziehung zu JaHuWaH. Da aber eben auch David ein Mensch unter Menschen war, wie alle Menschen dieser Erde, brach auch in seinem Leben Versagen und Schuld durch, was nicht bei jedem Menschen in dieser Weise der Fall sein muss. Es blieb aber nicht bei der Schuld und dem Versagen, und das ist das Entscheidende im Leben eines Menschen. Als ihn der Prophet Natan an seine Ebenbildlichkeit mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten erinnerte, ging David in sich, sah sein Vergehen in all seiner Schwere ein und kehrte öffentlich um, egal, was die Menschen nun von ihm denken würden. Noch einmal: Der Standort seines Herzens war JaHuWaH.
Mit dem Thema: “Auf das Herz kommt es an”, wollen wir uns auch im nächsten Gim auseinandersetzen.

Nicht nur wir suchen, auch JaHuWaH sucht: JaHuWaH hat sich einen Mann gesucht nach SEINEM Herzen (vgl. 1Sam 13,14). Hat ER uns auch gefunden - DICH UND MICH? Mit dem Zeugnis aus Psalm 63,4-5 grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen die Bereitschaft, Gutes zu tun: “Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen werden dich rühmen. So werde ich dich preisen während meines Lebens, meine Hände in deinem Namen aufheben. Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 19. April 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!