"Ihr seid meine Zeugen" (Jes 43,10). Menschen wie du und ich.
Glaubensimpuls 743 von Gregor Dalliard am
Im Gim 734: “Abraham, der Hirte”, schrieb ich von dem wunderbaren “Zwiegespräch” zwischen dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten und Moshe.
“Da sprach der Elohim (‘Gott’) zu Mose: ‘Ich bin, der ich bin.’ Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der ‘Ich bin’ hat mich zu euch gesandt. Und Elohim (‘Gott’) sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: JaHuWaH (Jahwe), der Elohim (“Gott”) eurer Väter, der Elohim (‘Gott’) Abrahams, der Elohim (‘Gott’) Isaaks und der Elohim (‘Gott’) Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation” (2Mo 3,13-15).
So erinnern wir uns auch heute: Aus dem Kontext der prophetischen Schriften heisst diese Aussage: “Ich bin der immer bei euch Seiende”, oder: “der immer mit euch Ziehende, der mit euch Gehende”, oder noch besser: “der für immer und in jeder Situation bei dir Da-Seiende”. Wunderbar, ergreifend!
Damit hat ER gleichsam SEIN Herz als Wohnort für alle sichtbar gemacht, geöffnet, und alle, die IHM vertrauen, die ziehen für Zeit und Ewigkeit ein in das Leben, das durch nichts und niemand aufgehoben oder ersetzt werden kann. Ist das nicht wunderbar!
“JaHuWaH, an den Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis zu den Wolken. Deine Gerechtigkeit ist den Bergen des JaHuWaH gleich, dein Recht der grossen Flut; Menschen und Vieh rettest du, JaHuWaH. Wie kostbar ist deine Gnade, JaHuWaH, und Menschenkinder bergen sich im Schatten deiner Flügel; sie laben sich am Reichtum deines Hauses (in der Gemeinschaft mit DIR, JaHuWaH), und mit dem Strom deiner Wonnen tränkst du sie. Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,6-10).
Wie sind wir in diesen Zeugnissen ermutigt und gesegnet. Sie sind im Leben unzähliger Menschen bestätigt worden. Erfahrungen, die trotz religiöser und ideologischer Anfeindungen und grausamster Verbrechen JaHuWaH und SEIN Wesen nicht aus dem Leben der Menschen zu verbannen vermochten. Sie vermochten die Zeugen des Lebens, die den einzigartigen Auftrag bekamen, die Menschheit bis an die Enden dieser Welt mit diesem Reichtum zu segnen, nicht auszurotten und das durch die langen Zeiten vieler, vieler Jahrhunderte. Die Erfahrungen dieses Segens reihen sich trotz der grausamsten Verfolgungen, die diese Erde jemals gesehen hat, von Jahrhundert zu Jahrhundert und inzwischen sind es Jahrtausende geworden und jene Gemeinschaft, oder besser gesagt, die Gemeinde die ER, JaHuWaH, ins Leben gerufen hat, existiert immer noch und wird auch in Zukunft nicht vernichtet werden können.
Das bestätigt uns die Existenz der Juden, die immer noch als Volk leben und für die ganze Welt ein Zeugnis des Shma Jisrael (Höre Israel) sind, selbst wenn sich viele Juden dessen nicht (mehr) bewusst sind. Sie gehören zwar alle zu dieser Gemeinde, obwohl viele mit dem Herzen und ihren Aktionen woanders sind. Ihre Väter haben das Shma Jisrael (Höre Israel) zu den Völkern gebracht und viele dieses Volkes JaHuWaH tun es heute noch. Wir sind tief betroffen und zutiefst dankbar, dass sich erfüllt, was der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste Abraham mit auf den Glaubensweg gegeben hat: “…und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3).
Du und ich, wir gehören zu diesen Gesegneten. Sind wir uns dessen bewusst? Nehmen wir diesen Segen bewusst in Anspruch! Sind wir jahrein und jahraus, täglich und allezeit von Herzen dankbar dafür? Das ist keine Frage!
Abraham wurde schrittweise in dieses unfassbare Geschehen hinein geführt. Nachdem er im Gehorsam den Götzendienst verliess und aus dem angestammten Land fliehen musste, gab der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste im ein Land zum leben, denn jeder Mensch muss ja irgendwo auf dem Boden dieser Erde verwurzelt sein.
Doch dabei sollte es nicht bleiben. Die Besitznahme des Landes war und ist niemals das Endziel JaHuWaHs. Abraham und seine Nachkommen wurden in diesem Land für ihre Aufgabe und ihre herausfordernde Sendung in alle Welt zubereitet: “Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch auf zum Himmel, und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein! Und er glaubte JaHuWaH; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an” (1Mo 15,5-6). (Abraham=Vater vieler Völker.)
Jeder vernünftige Mensch versteht, dass so viele Menschen wie die Sterne am Himmel niemals in dem kleinen zugesprochen Land Israel, das JaHuWaH Abraham zugesprochen hatte, leben können. Also verstehen wir gleich, dass damit Menschen aus allen Generationen rund um den Globus gemeint sind, Menschen wie du und ich, die den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten suchen und finden werden. Sie werden IHN und SEINE Weisungen des Lebens finden und darin gesegnet sein: “Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Elohim (‘Gott’) mit euch ist” (Sach 8,23). Das ist: “…und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3).
“Ja, er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels (zu MIR) zurückzubringen. So mache ich dich auch zum Licht der Nationen (Heiden), dass meine Rettung reicht bis an die Enden der Erde. (Jesaja 49,6; 42,6; 56,8; Mi 5,3 u. a. m.). “Und die Inseln warten auf seine Weisung” (Jes 42,1-8).
Bis an die Enden der Erde wird die Botschaft JaHuWaHs, die Botschaft des Lebens von den Juden gepredigt werden. Das heisst: durch ihre Existenz (Präsenz) in aller Welt, bis an die Enden der Erde, sind sie eine Herausforderung an die Menschheit. Ich wiederhole das, was wir im Gim 737 von den Nachkommen Abrahams sagten: Von diesem Volk und seinen Propheten bezeugt der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste: “Ihr seid meine Zeugen, spricht JaHuWaH, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Elohim (‘Gott’) gebildet, und nach mir wird keiner sein” (Jes 43,10), auch der christliche Theos nicht. Ist das nicht wunderbar?
Kein Menschen-Gott, der durch den schändlichen Missbrauch des prophetischen Wortes von den Gründern des Christentums in einem bewusst antijüdischen/antisemitischen Sinn geschaffen wurde, wird das lebendige und immer wirksame Wort des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten ungültig machen und ersetzen (Ersatztheologie) können. Das wussten wir nicht, bis sich an uns erfüllte, was im zusammenhängenden und bleibenden prophetischen Wort über die Erwählung Israerls gesagt ist: “Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun (Augen, die das Wesen JaHuWaHs bisher nicht erkannt haben) (Jes 42, 6-7/). Siehe dazu Gim 726.
Lasst es uns in tiefer Dankbarkeit tun, wie alle, die es im Laufe der Geschichte es taten, die zu dem Quell des Lebens gekommen sind: “Aber David stärkte sich in JaHuWaH, seinem Elohim (“Gott”)” (1.Sam 30,6).
Herzlich grüsse ich alle mit den Worten aus Psalm 146, 5-7: “Glücklich der, dessen Hilfe der Elohim Jakobs ist, dessen Hoffnung auf JaHuWaH, seinem Elohim, steht, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist; der Treue hält auf ewig. Er schafft Recht den Bedrückten…” (Ps 146,5-7). Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. Februar 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!