Abraham, der Hirte. Der Jude Jahushua (Jeschua) war nie der Gott Jesus Christus der Christen und darum hat er auch nie den Hirten JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten ersetzt.
Glaubensimpuls 719 von Gregor DalliardDas prophetische Zeugnis über das Wesen eines Hirten im TaNaCH (“AT”) zeigt uns auf, dass die christliche Gott-Person Jesus Christus nichts mit dem Juden Jahushua (Jeschua) zu tun hat. Wenn ein Getaufter diese Tatsache hört, kann er völlig aus dem Häuschen geraten und entsprechend heftig reagieren. Er wird alle seine “gläubigen” Mitmenschen vor einem Menschen warnen, der solches sagt. Entsprechend seiner religiösen Unterweisung, die er meistens von Kindesbeinen unbewusst als Ersatztheologie, (d. h. als Antisemitismus) implantiert bekommen hat, kann ein solcher religiöser Mensch nicht anders reagieren. Die Ersatztheologie, auch Enterbungstheologie genannt, lehrt, dass die Juden von Gott endgültig verworfen und enterbt worden sind. Gemäss Christentum sind sie durch die Getauften und gemäss der islamischen Ersatztheologie, durch den Islam ersetzt worden. Nach der christlichen Lehre werden sie nur dann erlöst und können in den Himmel kommen, wenn sie sich der Taufe unterwerfen und nach der islamischen Lehre, wenn sie sich der Scharia unterwerfen.
Über das Neue Testament oder den Koran sind diese Irrlehren einem solchen Menschen von Kindesbeinen an bis in die tiefsten Phasern seines Seelenlebens als das unantastbare und zusammenhängendes Wort Gottes vermittelt und eingetrichtert worden. Das sollten wir wissen, wenn wir diese krampfhafte Abwehrhaltung besser verstehen wollen. Obwohl sie sich ökumenisch und interreligiös treffen, so ändert das doch nichts an ihrer Glaubensgrundhaltung.
Was zeigt uns die Geschichte? Diese Glaubens-Blindheit übte (und übt) die grausamsten und folgenschwersten Verbrechen an der Menschheit aus. Sie war und ist der Motor auch der ideologisch-politisch motivierten Verbrechen, vor allem an den Juden Europas. Wie immer wieder, so weise ich auch in diesem Zusammenhang auf den Holocaust hin, der vom Haupt der der Getauften, dem Vatikan gefördert wurde und zwar mit dem Reichskonkordat (Staatskirchenvertrag) von 1933. Dieser Vertrag wurde von Hitler und Papst Pius XI. am 20. Juli 1933 geschlossen. Damit wurde es den Katholiken untersagte, vor allem den Bischöfen und dem gesamten Klerus gegen die Verbrechen Hitlers an den Juden etwas zu unternehmen. Die Protestanten und die meisten (freikirchlichen) christlichen Gemeinschaften zogen stillschweigend nach, ja viele sahen anfänglich voller Be-Geist-erung (in Anlehnung an Joh 16,13!) in Hitler sogar den Wegbereiter für ein zukünftiges Christentum. Sie alle traten nicht für Recht und Gerechtigkeit ein, bis es zu spät war, denn der von ihrem Jesus-Gott verheissene Geist gab es nie. Das Elend war und ist gross. Dieses Konkordat ist übrigens weiterhin gültig.
Waren wir nicht auch zutiefst schockiert, als uns jemand auf die Irrlehre des Christentum aufmerksam machte, als wir die ersten Unstimmigkeiten und fundamentalen Widersprüche zwischen dem Neuen Testament und der prophetischen Lehre in der Bibel der Juden erkannten? Wird die Bibel der Juden, der TaNaCH (“AT”), von den Getauften etwa nicht als Fundament ihres Glaubens gelehrt? Als wir diese Widersprüche erkannten und begannen uns ernsthaft damit auseinanderzusetzen erlebten wir auch böse Tage in unserem christlichen Umfeld. Damit war ein Prozess in Gang gesetzt worden, der sich nicht mehr aufhalten liess. Er entwickelte sich immer weiter. Wie recht hatte der Jude Jahushua (Jeschua) als er seinen Zuhörern sagte: “und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen”. Wie wahr hat er gelehrt! Wer von uns möchte dieses Zeugnis des Juden Jahushua (Jeschua) nicht bestätigen wollen?
Aufgepasst! Wie das Meiste in den “Evangelien”, und überhaupt im Neuen Testament, so ist auch dieses Zeugnis in Johannes 8,32 aus dem jüdischen Kontext herausgerissen und zum Widerspruch gegen die Propheten und die Juden verwendet (missbraucht) worden. Das ist sehr tragisch und hat sich im Laufe der 2000 jährigen christlichen Geschichte als folgenschwer erwiesen, als unermesslich folgenschwer. Wissen verpflichtet. Wir sehen uns heute in der Verantwortung.
Im Neuen Testament wid die Gottheit Jesus Christus als der wahre Hirte bezeichnet, ohne den kein Mensch zu Gott kommt. Mit andern Worten: Die Gottheit Jesus Christus ersetzt den Hirten JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, weil dieser angeblich unfähig ist SEINEN Hirtendienst auszuüben. Worauf wir schon oft hingewiesen haben und es immer wieder gerne tun, ist die Tatsache, dass die Ersatztheologie, die mit Paulus ihren Anfang genommen hat, vor allem auf den ersten Konzilien (325 in Nicäa; 381 in Konstantinopel) und in den folgenden Zeiten von den römischen Kaisern, den Kirchenvätern und den Päpsten bewusst und entschieden zu einem gewaltigen antijüdischen (antisemitischen) Glaubens-System entwickelt und aufgebaut worden ist und zwar so, dass sämtliche zusammenhängenden prophetischen Inhalte des TaNaCHs, der jüdischen Bibel also, aus dem Zusammenhang gerissen, und als Neues Testament allen Getauften als verbindliche Glaubenslehre im ganzen römischen Reich aufgezwungen worden ist. Die politische Macht bestimmte, zusammen mit den unermesslich zerstrittenen Bischöfen auf den Konzilien das, was Getaufte zu glauben haben und was nicht. Die Getauften waren unter sich so sehr zerstritten und kraftlos, dass sie sich der politischen Macht beugten um überhaupt weiterbestehen zu können.
Schauen wir genau hin.
Der Jude Jahushua (Jeschua), der Nazarener, hätte sich niemals dazu verführen und verleiten lassen sich in die Stellung JaHuWaHs, des El Eljon, des Höchsten setzen zu lassen. Niemals hätte er diese Position an sich gerissen und gelehrt: “Ich bin der gute Hirte” (Joh 10,11), “…denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun” (Joh 15,5). Schon David bekennt: “JaHuWaH ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln” (Ps 23,1). Mit IHM habe ich das zeitliche und das ewige Leben. Jahushua (Jeschua) unterschied glasklar zwischen JaHuWaH, dem Hirten Israels, aus dem jeder Mensch das zeitliche und das ewige Leben hat und dem Hirtendienst der Propheten, Priester, Könige u. a. m., die als Hirten für die Führung des Volkes in dieser Welt Verantwortung trugen und tragen. Wir sagten im (Gim 717): Der Nazarener Jahushua (Jeschua) suchte und fand den Elohim (“Gott”) JaHuWaH genau in diesen Quellen (der Propheten Israels) und er hörte, liebte und folgte IHM im Geist dieser Quellen. Etwas anderes war für ihn ausgeschlossen. Ein Mensch, der den Elohim JaHuWaH wie Jahushua (Jeschua) der Nazarener im TaNaCH sucht, der findet IHN in diesen Quellen wie auch Jahushua (Jeschua) der Nazarener IHN gefunden hat und hört auf IHN.
Das ist die Erkenntnis, die den Menschen glücklich macht. Über jene Menschen, die diese Erkenntnis ablehnen, schreibt der grosse Prophet Jeshajahu (Jesaja) in absolut schweren Tagen: “Sie haben keine Erkenntnis und keine Einsicht, denn ihre Augen sind verklebt, dass sie nicht sehen, und ihre Herzen, dass sie nicht verstehen” (Jes 44,18). Ebenso schreibt in den absolut schweren Tagen jener Zeit auch der grosse Prophet Jirmejahu (Jeremia), als die Menschen des Elohim JaHuWaH verunsichert waren und Schutz und Hilfe bei heidnischen Gott-Personen suchten: “Dumm steht da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied wegen des Götterbildes. Denn Lüge sind seine gegossenen Bilder (selbstgemachte Lehren, auf den Konzilien gegossen), Leben haben sie nicht, Nichtigkeit sind sie (Gedanken der Menschen), ein Werk zum Gespött. Zur Zeit ihrer Heimsuchung sind sie verloren” (Jer 10,14-15). (Forts. folgt).
Der ebenso grosse Prophet Hosea, schreibt in einer ebenso herausfordernden Zeit: “So lasst uns ⟨IHN⟩ erkennen, ⟨ja,⟩ lasst uns nachjagen der Erkenntnis des JaHuWaH!… Darum habe ich durch die Propheten dreingeschlagen… Denn an Güte habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und an der Erkenntnis des JaHuWaH mehr als an Brandopfern” (Hos 6,3 u 6). Das heisst für uns heute: Die Erkenntnis des JaHuWaH ist mehr als von Menschen gemachte Glaubensregeln, so wie sie von Paulus und auf den Konzilien beschlossen worden sind und heute noch von den Getauften wortwörtlich geglaubt werden. Also geniessen wir den verheissenen Segen der über Abraham zu uns gekommen ist. Geniessen wir ihn auch an diesem Shabbat und für den Rest des Lebens, der uns verbleibt. Die Dankbarkeit und Freude ist gross!
Herzliche Grüsse. Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Ins ein. Wir treffen uns am 21. Sept 2025 um 14:00 Uhr bei Hunzinger Martin und Kornelia (-Schmid), Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen (BE). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!
In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).
Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.