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Weihnachten: Visionen zur Jungfrauengeburt, der 8. Dezember, Schwangerschaft und Zölibat und der Antisemitismus (Antijudaismus) der Getauften.

Glaubensimpuls 640 von Gregor Dalliard

Am 17. Dezember 2015 schrieb ich im Glaubensimpuls 222 (Siehe Gim 222): “Weihnachten: Gott wird Mensch, in Verbindung mit dem Fest der Unbefleckten Empfängnis. Die Herkunft dieser Lehre. Teil 1”.
Ich habe mich entschieden, Teile dieses Glaubensimpulses in etwas aktualisierter Form wieder einmal ans Tageslicht zu bringen. (Vergleiche dazu die aktualisierten Gim 63 und Gim 62).
Am 24./25. Dezember feiert die abendländische Christenheit Weihnachten, die orthodoxen Kirchen am 6./7. Januar (Aus Protest zu der Orthodoxen Mutterkirche in Moskau, die den Krieg gegen die Ukraine voll unterstützt, feiert die Ukraine ab diesem Dezember 2023 Weihnachten nach dem katholischen Kalender, also am 24./25. Dezember).
Die Kirchenväter haben die Feste der Sonnenwende von den heidnischen Völkern übernommen und daraus den Geburtstag ihrer griechisch-römischen Gottheit Jesus Christus gemacht. Aus diesen tiefsinnigen Festen der Sonnenwende, bei denen man sich gegenseitig beschenkte und einander Glück fürs kommende Jahr wünschte, ist das christliche Weihnachten und der christliche Jahreswechsel geworden. Wie wir bereits hinlänglich wissen, hat der christliche Mensch gewordene Gott Jesus Christus mit dem Juden Jahushua von Nazareth rein gar nichts zu tun.
Die Getauften feiern also an Weihnachten die Geburt einer Gottheit, eines Halbgottes, die/der von einer Jungfrau geboren worden ist.Fälschlicherweise wird gelehrt, dass die Jüdin Mirjam (Maria) diese Jungfrau war, dass sie den Samen zu diesem Sohn von einer Gottheit empfangen habe (vgl. Mt 1,18; Lk 1,35). Diese Gottheit, die in Mirjam angeblich ein Kind zeugte, wird von der Christenheit ebenso fälschlicherweise mit dem Elohim der Juden, mit JaHuWaH, dem El Eljon (dem Höchsten) verwechselt, der im TaNaCH (“AT”) bezeugt ist. Genau so falsch ist die Lehre, dass der Rabbi, der Pharisäer und Schriftgelehrte Jahushua von Nazareth, ihr Mensch gewordener Sohn Jesus Christus sei.

Weder haben JaHuWaH, der sich den Juden und seinen Propheten als Elohim JaHuWaH, als El Eljon (der Höchste) offenbarte, noch die Jüdin Mirjam, noch Jahushua von Nazareth etwas damit zu tun. JaHuWaH spricht durch keinen einzigen seiner Propheten, dass er eine Jungfrau, ein unberührtes jüdisches Mädchen, befruchten werde (vgl. Lk 1,31-36) und dass sie dann ein Wesen von IHM gebären würde, das sowohl wahrer Gott als auch wahrer Mensch sein würde (Zwitter). Jeder, der den TaNaCH (“AT”, Thora, Propheten und Schriften) seriös liest und studiert, wird das bestätigen müssen. Das zu erkennen und anzuerkennen kann anfänglich sehr weh tun und schockieren!
Schon die Mutter Mariens, Anna, soll Maria nicht aus dem Samen ihres Mannes Joachim empfangen haben. (Die Namen Anna und Joachim stammen aus apokryphen Quellen).

Gemäss der Lehre des Paulus und der Gründer des Christentums (der Kirchenväter) wurde diese Gottheit als wahrer Gott und wahrer Mensch von der Jüdin Mirjam (Maria) ausgetragen und geboren. Maria gebar also wie jede andere Frau auch (vgl. Gal 4,4). Nun aber haben der Kirchenvater Augustinus und der Franziskanermönch Johannes Duns Scotus etwas seltsames an Maria entdeckt. (Augustinus, geb. am 13. November 354 in Tagaste, heute Souk Ahras, Algerien; † 28. August 430 in Hippo Regius nahe dem heutigen Annaba, Algerien und Johannes Duns Scotus geb. um 1266 in Duns, Schottland; † 8. November 1308 in Köln).
Mit dem Jungfernhäutchen (Hymen) war es angeblich bei Maria anders als bei allen andern Frauen, die empfangen und gebären. Bei ihr wurde das Jungfernhäutchen (Hymen) nämlich nicht durchbrochen (nicht zerrissen) als sie schwanger wurde, auch nach der Geburt des neuen Gottessohnes Jesus Christus blieb es erhalten, obwohl er angeblich als wahrer Mensch geboren worden sein soll. Wie ist das möglich? Nun, dessen sind sich der Kirchenvater Augustinus und der Franziskanermönch Johannes Duns Skotus hundertprozentig gewiss: Weil diese beiden Heilige waren, lüftete ihnen ihr Gott (Zeus, Theos, Deus) das bisher verborgene Geheimnis. Er liess sie in einer Vision, die niemandem sonst ermöglicht worden ist, in die Scheide Mariens blicken (Das ist eines der vielen Geheimnisse des Glaubens, wie bei Paulus). Und siehe da, welch ein Wunder durften sie in der Scheide Mariens entdecken?! Den Erhalt des Jungfernhäutchens (Hymen).

Wenn die Kirche alljährlich am 8. Dezember das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens feiert, dann will dieses Fest zuerst daran erinnern, dass die angeblichen Eltern von Maria, Joachim und Anna, Maria unbefleckt zeugten. Was heisst das im christlichen Verständnis? Als Joachim im Begriff war, seinen Samen in die Scheide seiner Frau zu geben, hat Gott (Zeus, Theos, Deus) ganz schnell ein undurchlässiges Ding genommen, eine Art Präservativ (vom Lateinischen praeservare „verhüten“), sodass der Same Joachims nicht in den Schoss der Anna eindringen konnte. M. a. W. heisst das: Gott (Zeus, Theos, Deus) verhinderte damit eine unmoralische Handlung (eine Schweinerei). Darum fing er den Samen Joachims rechtzeitig auf und gab selbst seinen Beitrag. Nur so konnte Maria im Schosse ihrer Mutter Anna unbefleckt, d. h. ohne männliche Mitwirkung, empfangen werden, um ihrerseits dann auch die zweite Gott-Person, Jesus, ohne männliche Mitwirkung (ohne Josef) empfangen und gebären zu können.
Im Fest der Unbefleckten Empfängnis, das alljährlich am 8. Dezember hoch gefeiert werden muss, sind sowohl die Unbefleckte Empfängnis Mariens durch Anna und Joachim als auch die Unbefleckte Empfängnis der Gottheit Jesus Christus durch den heiligen Geist miteinander verflochten. Weihnachten ist der Ausgangspunkt zu diesen Lehren des Christentums. Das sind alles perverse Geschichten, die nichts als den Zölibat der Mächtigen der Kirche untermauern sollen.

Die Kirche hat das Zeugnis dieser Mönche zweifelsfrei angenommen und zur absoluten dogmatisch-verbindlichen Wahrheit erhoben. Protestanten, alle christlichen Gemeinschaften, Evangelikale, usw. haben die Visionen dieser Mönche als Glaubensfundament übernommen. Sogar messianische Juden glauben fest an diesen heidnischen Irrsinn. Damit sind sie beschnittene Katholiken. Das sollten wir unbedingt zur Kenntnis nehmen.
Ohne diesen Glauben an das bestehende Jungfernhäutchen (Hymen) kann angeblich kein Mensch gerettet werden. (d. h.: wer dies nicht glaubt, fährt in die Hölle). Das besagen die Lehrentscheide der Päpste. Seitdem gehören diese Visionen zum unveräusserlichen und heilsnotwendigen Glaubensgut eines Getauften.
Damit ist die kirchliche Lehre vom Zölibat ein weiteres Mal vom Himmel herab bestätigt worden. Das nicht durchbrochene Jungfernhäutchen Marias beweist nach der Lehre der Kirchenväter die Sündlosigkeit der Jungfrau Maria und damit die Bewahrung von der Erbsünde. In diesem christlichen Dogmen-Dschungel folgte eine fromme Perversion nach der anderen.

Viele frühen Kirchenväter aber, unter ihnen auch Bischof Bonosus von Sofia, vertraten eine alte Überzeugung, die auf sehr alte hebräische Quellentexte zurückgeht. Sie besagt, dass Jahushua von Nazareth das erstgeborene Kind war, das von Josef gezeugt und von Mirjam geboren worden war. Nach der Geburt des Jahushua gebar Mirjam noch mehrere andere Kinder. Diese Bischöfe wurden aber bewusst diffamiert und schliesslich mundtot gemacht.
Der Kirchenvater, Bischof Siricius, ein christlich-hellenistischer frommer Heide, hatte sich taufen lassen. Er war von 384-399 Bischof in Rom. Bereits als Bischof in der römischen Hauptstadt nahm er eine privilegierte Stellung ein. Er strebte das Papsttum an, die Herrschaft über alle anderen autonomen christlichen Bischöfe und Gemeinschaften im römischen Reich.
Gleichzeitig führte er einen gezielten Kampf gegen die Juden, indem er das an die Juden ergangene prophetische Wort systematisch umdeutete, aus seinem Zusammenhang riss, hellenisierte und damit entleerte. Das tat vor ihm schon der Kirchenvater Ambrosius, Bischof von Mailand, geboren 339 in Trier; gestorben 397 in Mailand. Er war ein abgrundtiefer Judenhasser. Siricius schreibt an den Bischof von Anysius von Thessalonich:
“Mit Recht ist eure Heiligkeit davor zurückgeschreckt, dass aus dem jungfräulichen Schoss, aus dem Christus dem Fleische nach geboren wurde, noch eine andere Geburt hervorgegangen sein soll. Jesus hätte sich nicht die Geburt aus einer Jungfrau gewählt, wenn er sie (Maria) als so wenig enthaltsam hätte betrachten müssen, dass sie jene Geburtsstätte des Leibes des Herrn, jene Halle des ewigen Königs, durch menschliche Begattung entweihe. Wer das behauptet, behauptet nichts anderes als den Unglauben der Juden, die sagen, er hätte nicht aus einer Jungfrau geboren werden können” (Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, neubearbeitet von Rahner-Weger. Friedrich Pustet Verlag, Regensburg 9. Aufl. 1971, Nr. 470).

Papst Pius IX. erhob diese Lehre der Kirchenväter am 8. Dezember 1854 zum Dogma. Er machte sie zu einer Lehre die zu glauben notwendig ist, um in den Himmel zu kommen: “Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an durch das einzigartige Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechts, von jedem Fehl der Erbsünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und deshalb von allen Gläubigen fest und standhaft zu glauben.
Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmasst, anders zu denken, als es von Uns (pluralis majestatis: Gott und ich, der Papst) bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonst wie seine Auffassung äusserlich kundzugeben wagt”. (dito: Neuner-Roos 479).
Diese Lehre gehört bis zum heutigen Tag zum unveräusserlichen Glaubensgut des Vatikans. Kein Papst oder Kleriker würde diese Lehraussage, die als eine zum Heile notwendige Wahrheit definiert worden ist, jemals leugnen oder widerrufen. Jeder Priester ist heute froh, wenn ihn niemand direkt über diesen frommen Unsinn in ein Gespräch verwickelt. Die Sache ist äusserst peinlich. Das ist schlichtweg pervers.

Und so schreibt etwa der frühe Kirchenvater Aristides, Bischof und Philosoph aus Athen in seiner Apologia II, 6, im 2. Jh.: “Die Christen leiten ihre Abkunft von Jesus Christus her. Dieser wird der Sohn des allerhöchsten Gottes genannt, und es heisst von ihm, dass er als Gott vom Himmel herabgestiegen ist und von einer hebräischen Jungfrau Fleisch annahm und anzog und so in einer Menschentochter der Sohn Gottes Wohnung nahm”. Der „allerhöchste Gott“ der Christen und der EL-Eljon der Juden haben nichts miteinander zu tun. Der Elohim JaHuWaH sprach: Bete Theos nicht an und diene ihm nicht!

JaHuWaH, der Elohim der Juden ist der Allerhöchste, der El Eljon. Dass ER dermassen mit dem Schmutz frommer heidnischer und perverser Phantasien vermischt wird, überschreitet alle Grenzen der menschlichen Vernunft und des Respekts. Sein typisch heidnisches Glaubensmuster, überträgt der einflussreiche Kirchenvater respekt- und würdelos auch auf den jüdischen Rabbi Jahushua von Nazareth, nachdem dieser von Paulus entjudaisiert worden war (vgl. 2.Kor 5,16).

Alle Kirchenväter wurden später zur Annahme dieser Lehre gezwungen! Der TaNaCH (“AT”), die Bibel des Jahushua von Nazareth, kennt keine einzige Schwangerschaft, die nicht durch eine normale Zeugung zustande gekommen wäre. Ein Sohn wird Sohn und eine Tochter wird Tochter nur durch die Verbindung des männlichen Samens mit der Eizelle der Frau, durch Schwangerschaft und Geburt!
Der TaNaCH (“AT”), die Bibel des Jahushua von Nazareth, kennt solche krankhaften, haarsträubenden Lehren und solche perversen Beschäftigungen von ehelosen Männern mit dem Jungfernhäutchen einer Frau nicht. Solch widerlichen und abstossenden Lehren finden wir nur im “Neuen Testament” (vgl. Mt 1,18; Lk 1,27-35). Das “AT” kennt keine diesbezüglichen Lehren, die zu glauben notwendig sind, um in das ewige Leben eingehen zu können. Aber damit nicht genug! Wie gesagt: diese verwegene, perverse Lehre wurde von der katholischen Kirche auch auf die angeblichen Eltern der Maria übertragen.

Damit lehren die zölibatären Männer in Rom: Anna und Maria blieben durch diesen Eingriff des christlichen Gottes (Zeus, Theos, Deus), im letzten Augenblick von der Besudelung durch den Samen ihrer Männer verschont, darum waren sie ohne Erbsünde. Solche Lehren sind heute bei gewissen Feministinnen sehr willkommen. Der normale menschliche Geschlechtsverkehr wird von den ehelosen Männern als Abscheulichkeit pervertiert, so wie das die griechischen Stoiker und Paulus taten (vgl. 1Kor 7). Griechische Philosophen, Stoiker: Du wirst nur ohne Geschlechtsverkehr, ohne die Erfüllung dieses niederen, schmutzigen Triebes, ganz oben bei den Göttern ankommen, von ihnen heilig genannt werden und im Götterhaus (Himmel) einen aussergewöhnlichen Platz einnehmen.
Verständlich ausgedrückt lehrt der Vatikan in seinen verbindlichen Dokumenten: Niemals hätte Gott (Theos, Deus) es zulassen können, dass der Mensch gewordene Gott Jesus Christus in der Gebärmutter einer normalen Frau, die zudem noch vom Samen eines Mannes verunreinigt worden ist, hätte Fleisch werden wollen. Pervers und abstossend sind solche Beschäftigungen eheloser Männer. Sie haben unsägliches Leid über die christliche Menschheit gebracht - und tun es immer noch.
Kommen wir zurück zu Johannes Duns Scotus. Er war katholischer Priester, Franziskanermönch und Philosoph. Er entfaltete die Lehre der Kirchenväter von der unbefleckten Empfängnis. Papst Johannes-Paul II., Papst der römisch-katholischen Kirche von 1978-2005, war total vernarrt in die Unbefleckte Jungfrau Maria, mit der er sich mystisch vollkommen vereinigt hatte, wie das übrigens jeder Priester und Mönch zu tun verpflichtet ist, damit er fähig wird, zölibatär leben zu können. Entsprechend wichtig und hoch gefeiert werden alle sogenannten Marienfeste, entsprechend häufig werden die Marienwallfahrtsorte besucht.
Papst Johannes-Paul II. war von der Marien-Philosophie des Duns Skotus so sehr durchdrungen, dass er ihn 1993 selig sprach. Anlässlich der Seligsprechung bezeichnete er ihn als: “Verkündiger des Mensch gewordenen Wortes und Verteidiger der Unbefleckten Empfängnis”. Am 1. Mai 2011 sprach Benedikt XVI. Papst Johannes-Paul II in Rom selig, und am 27. April 2014 wurde er von Papst Franziskus heiliggesprochen. Diese Männer laufen in der Öffentlichkeit und in den Medien im Schein einer besonderen Heiligkeit umher. Sie verstehen es, Massen von Menschen zu täuschen. Sie haben ihren frommen Genuss daran, den sie scheinheilig vertuschen. Sie halten Abermillionen Menschen ab von einem gesunden Umgang mit dem anderen Geschlecht.

Papst Benedikt XVI. sagte bei der Generalaudienz vom 7. Juli 2010: “Um die Bewahrung vor der Erbsünde verständlich zu machen, entwickelte Duns Scotus damals ein Argument, das später, im Jahre 1854, auch der selige Papst Pius IX. übernahm, als er das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens feierlich verkündigte. Es ist das Argument der “Vorauserlösung”, der zufolge die Unbefleckte Empfängnis das schönste Werk der von Christus gewirkten Erlösung darstellt, weil durch die Kraft seiner Liebe und seiner Mittlerschaft die Mutter vor der Erbsünde (der Sexualität des Mannes) bewahrt wurde”.
Nach dieser irreführenden Philosophie wurde Maria von Christus bereits vor ihrer Empfängnis vollkommen erlöst, m. a. W. heisst das: von dem Samen eines Mannes verschont. Das will wiederum besagen: der Zugang eines Mannes zu der Gebärmutter einer Frau ist ein Zeichen, ein Beweis, des Nicht-erlöst-Seins. Darum gab es bereits im 5. Jh. abertausende junge Frauen und Männer in Rom die unverheiratet waren. Sie blieben nach der Lehre des Paulus ehelos, immer noch in der Hoffnung, dass sie gleich mit dem ehelosen Christus entrückt würden. Daraus aber ist nichts geworden.

Bei Maria aber wurde die Erlösung (das Problem mit dem Mann) schon vor ihrer Geburt geregelt und der geschlechtliche Zugang eines Mannes zu ihr verunmöglicht. D. h. nach der Lehre der Kirche, dass Christus sie schon vor ihrer Geburt erlöst hatte. Abstruser und perverser geht es einfach nicht mehr zu und her.
Geschlechtsverkehr ist aus der Sicht der Mönche, des Papstes der Priester und der Nonnen eine Verunreinigung, die den Zugang zu den Göttern verhindert. Das ist der ursprüngliche Grund eines zölibatären Lebens. Mit viel Tinte und passenden Erklärungen versucht die Kirche heute diesen Grund nach aussen hin zu vertuschen. Die Sache ist ihr peinlich. Die christliche Irrlehre der Ehelosigkeit hat ihre Wurzeln in einer griechisch-philosophischen Richtung der Stoiker. Paulus war von dieser Richtung tiefgründig geprägt.
Aus dieser Philosophie heraus ist später das christliche Weihnachten mit dem nachfolgenden Marienkult und den entsprechenden Dogmen entstanden. Diese Lehren gehören neben den Briefen des Paulus zum Inhalt des “Neuen Testamentes” (vgl. Mt 1,18; Lk 1,35). Praktizierte Sexualität, wie sie der Schöpfer JaHuWaH gewollt hat und will, ist in diesen Kreisen ein Makel, der die Beziehung zu Gott (Theos, Deus) stört oder verhindert. Beinahe bei allen Beichten, die ich als junger Priester entgegen nehmen musste, ging es um die Sexualität, vor allem in der Ehe. Viele Verheirateten lebten in der Vorstellung, laufend gegen die Heiligkeit des Ehesakramentes verstossen zu haben. Im Sakrament der Beichte fanden sie für kurze Zeit wieder ihren Frieden. Niemand anders als der ehelose Priester konnte ihnen für kurze Zeit wieder Frieden spenden, denn gerade als eheloser Mann, der wesentlich mit der Keuschheit Mariens vereinigt lebt, ist er geweiht (den Göttern so nahe) und befähigt, dieses Sakrament der Reinigung zu spenden. Wie wir oben gehört haben, ist für Paulus – und damit für die Mutter Kirche – der eheliche sexuelle Akt ein Akt der Entweihung, der Verunreinigung. Solche Lehren sind abstossend, lebensfeindlich und an der äussersten Grenze der sexuellen Pervertierung einzuordnen. Ihnen folgen meistens die schlimmsten sexuellen Verirrungen, wie der Missbrauch von Kindern, jungen Menschen und Nonnen. Der Mensch bleibt in seiner Beschaffenheit eben doch Mensch, von JaHuWaH als solcher geschaffen. Was JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens, als wunderbares Leben in seine Geschöpfe hinein gelegt hat, wird vom Vatikan mit lauter zerstörerischen Selbstreflexionen zugrunde gerichtet.
Um solchen hellenistischen Verirrungen vorzubeugen, durfte kein jüdischer Rabbi und Schriftgelehrter unverheiratet sein, wenn nicht ein äusserst triftiger Grund dies verunmöglichte. War er unverheiratet, wurde nur in seltenen Ausnahmen auf ihn gehört. Jeder sollte – wann immer möglich – in seinem ehelichen und familiären Gefüge sowohl die Freuden als auch die damit verbundene Verantwortung wahrzunehmen lernen. Der Schöpfer hat sie den Menschen als Grundlage des Lebens mit auf den Weg gegeben.
Das zölibatäre Machtgefüge sperrt sich mit allen Mitteln dagegen. Nach diesem hellenistisch-philosophischen Verständnis von Ehe und Sexualität ist jede sexuelle Betätigung niederträchtig, von niederen Trieben gesteuert, und darum gilt es, sie abzulehnen. Sie verhindert den Weg zu ihrem Gott (Theos, Deus) im Himmel. Das aber ist keineswegs die Lehre des JaHuWaH, des El Eljon, des Höchsten, des Elohims der Juden, auch nicht des Jahushua von Nazareth. Die ersten Kapitel des TaNaCHs (“ATs”) belegen diese Tatsache unmissverständlich.

Der Judenhass der Kirchenväter machte sich auch auf diesem Weg auf. Der TaNaCH (“AT”), die Geschichte Israels und Judas, wurde allen Menschen zugänglich gemacht. Damit machte sich das israelitisch-jüdische Volk äusserst verletzlich und angreifbar. Wir müssen heute mit tiefer Abscheu sagen: Bis zum Letzten kosteten die Kirchenväter diese Tatsache aus. Genüsslich warfen sie sich über den TaNaCH (“AT”) her. Sie zerfetzten ihn in jeder nur erdenklichen Weise. Der “heilige” Kirchenvater Chrysostomos, d. h. Goldmund, war einer der treibenden Kräfte gegen die Juden. Um 390 schrieb er gegen die Juden:
“Weil ihr Christus getötet habt, weil ihr gegen den Herrn die Hand erhoben habt, weil ihr sein kostbares Blut vergossen habt, deshalb gibt es für euch keine Besserung mehr, keine Verzeihung und auch keine Entschuldigung. Denn damals ging der Angriff auf Knechte, auf Mose, Jesaja und Jeremia. Wenn auch damals gottlos gehandelt wurde, so war das, was verübt wurde, noch kein Todeswürdiges. Nun aber habt ihr alle alten Untaten in den Schatten gestellt durch die Raserei gegen Christus. Deshalb werdet ihr auch jetzt mehr gestraft. Denn, wenn dies nicht die Ursache eurer gegenwärtigen Ehrlosigkeit ist, weshalb hat euch Gott damals ertragen, als ihr Kindesmord begangen habt, wohingegen er sich jetzt, da ihr nichts derartiges verübt, von euch abwendet? Also ist klar, dass ihr mit dem Mord an Christus ein viel schlimmeres und grösseres Verbrechen begangen habt als Kindesmord und jegliche Gesetzesübertretung.” (Predigt: adversus Iudaeos um 390 u. Z.).

M. a. W.: Jeder Jude verdient den Tod. “Wenn auch damals gottlos gehandelt wurde, so war das, was verübt wurde, noch kein Todeswürdiges”. Doch mit dem Tod des Jahushua – den sie angeblich umgebracht haben – verdienen sie nun den Tod. “Also ist klar, dass ihr mit dem Mord an Christus ein viel schlimmeres und größeres Verbrechen begangen habt als Kindesmord und jegliche Gesetzesübertretung”. Damit gab die Kirche die Juden offiziell der allgemeinen Willkür der Menschen preis.
Die Weihnachtszeit bringt vielleicht doch dem einen oder andern etwas Zeit, über den Glauben und die Tiefen des Lebens anhand des TaNaCHs (des “ATs”, der Bibel des Jahushua von Nazareth) gründlicher nach zu sinnen: “Wer der Gerechtigkeit und Gnade nachjagt, findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre” (Sprüche 21,21).

Ein echter spürbarer Segen mögen folgende Worte in deinem Leben sein: “JaHuWaH wird dich behüten vor allem Unheil, er wird dein Leben behüten. JaHuWaH wird deinen Ausgang und deinen Eingang behüten von nun an bis in Ewigkeit” (Ps 121,7-8).
In dieser Gewissheit grüsse ich alle herzlich mit einem tiefen Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 21. Juli 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.