„So habe ich dich zum Licht der Heiden gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde“ (Jes 49,6)

Glaubensimpuls 74

Israel hat als das Zwölfstämmevolk diesen einzigartigen Auftrag von Jahweh auferlegt bekommen. Dieser Auftrag und diese Sendung ist von aussergewöhnlichster Art und bleibt gemäss demBund mit Abraham verbindlich für alle seine Nachkommen. Es ist eine Sendung, die alle andern Aufträge hinter sich lässt. Bedenken wir, dass die gesamte Menschheit von Jahweh ihrem Schöpfer und Ordner abgefallen war. Sie gab sich abstrusesten Philosophien, okkulten und sexistischen Praktiken hin und brachte damit unsägliches Leid über diese Welt, bis zum heutigen Tag. Wir denken an die Bosheit der Menschen zur Zeit der Sintflut (1Mo 6,1ff) oder an die Bosheit zur Zeit des Turmbaus von Babel (1Mo, 11,1- 9).

Darum sprach Jahweh: „Und ihr sollt mir ein Königtum von Priestern und eine heilige Nation sein“ (2Mo 19,6), und: „Denn ich bin Jahweh, euer Erlöser (Gott). So heiligt euch (d.h. sondert euch aus) und seid heilig (seid ausgesondert), denn ich bin heilig (ausgesondert)“ (3Mo 11,44a). Jahweh ist einzig EINER, also ausgesondert von jeder anderen Gottheit. Er steht über allen „Erlösern“, d.h. Gottheiten, Theologien und Philosophien. Er ist davon ausgesondert und er allein kann und will mit seinen Ordnungen das Heil für alle Menschen wirken. Auf jeden Fall gibt es keine zweite und dritte Gottheit neben ihm, von der das Heil und die Wiederherstellung aller Dinge ausgehen könnte. Das ist die zentralste Botschaft, die Israel einer Welt bringen sollte, soll und wird, die sich in den unvorstellbarsten Götterlehren und Philosophien verstrickt und versklavt hat und sich darum vom reinen Monotheismus, und damit auch von Jahweh, gelöst hat.

Innerhalb des ausgesonderten (auserwählten) Volkes sonderte (wählte) Jahweh immer wieder Menschen aus, die sein auserwähltes Volk ständig und immer wieder daran erinnern sollten, dass Jahweh nur EINER ist. Tag und Nacht sollten sie daran denken: „Höre Israel: Jahweh ist unser Erlöser (d.h. Gott), Jahweh ist EINER! Und du wirst (sollst) Jahweh, deinen Erlöser lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele (Person) und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst..“ (5Mo 6, 6ff). Diese umwerfende Weisung lässt uns die Tiefe und die Wichtigkeit und die absolute Unantastbarkeit des Monotheismus, der Beziehung (Glaubens) zu dem einzig EINEN Jahweh, erfassen und erkennen (vgl. Jo 17,3), der niemals, unter keinen Umständen, in drei Gottheiten, in drei Personen (eine Dreifaltigkeit, Trinität) aufgeteilt werden darf, wie das hellenisierte Bischöfe zusammen mit den Kaisern auf den Konzilien von Nizäa 325 und Konstantinopel 381 durchsetzten. In der Erfüllung ihres priesterlichen Auftrags sollte sich das auserwählte Volk allezeit und ununterbrochen vor jeder Art der Abweichung hüten, denn dadurch würde das Heil verhindert und viel unnötiges Leid, Elend und Not über die Menschheit gebracht werden.

Wie alle für Jahweh ausgesonderten Propheten brannte und kämpfte auch der Prophet Jeshajahu (Jesajah) für die Einzigkeit Jahwehs als Schöpfer und Erlöser, von dem aus jede Erlösung geschieht. Er wurde von Jahweh um 740/39 v.u.Z. berufen. Mit allen seinen Kräften erinnerte er das ausgesonderte Volk an den Sinn und Zweck seines Ausgesondertsein.  Seine Hingabe ist ergreifend. So ruft er im Namen Jahwehs: „Gedenket des Früheren von der Urzeit her, dass ich der Erlöser (Gott) bin. Es gibt keinen sonst, keinen Erlöser (Gott) gleich mir..“ (Jes 46, 9). Er gibt uns darum auch in besonderer Weise Einblick über das Wesen und den Dienst des kommenden Mashiach, wie er vom Vater aus den Brüdern zum Mashiach gemacht, d.h. gesalbt werden wird (vgl. Jes 11,1ff; 42,1ff; 61,ff u.a.m.). Jahweh ist einzigartig von seinem Ursprung her, da war niemand sonst. Auch nicht Jahshua, der in manchen Kreisen nach antimessianischer Art als Mitberater Jahwehs gelehrt wird. Die Weisheit in Sprüche 8 und die Einsicht als die Verwandte der Weisheit in Sprüche 7, und die Klugheit als Nachbarin der Weisheit in Sprüche 7 sind Eigenschaften Jahwehs, aber keine Gottheiten als Berater.  „Wer hat den Geist Jahwehs ermessen, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen? Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn über den Weg der Einsicht unterwiesen hätte?“ (Jes 40, 13-14).

Auch für den Apostel Shaul ist Jahweh einzigartig in seiner Präexistenz, da war niemand sonst: „Wer hat den Sinn Jahwehs erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm vorher gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Denn von ihm und durch ihn und für ihn (auf ihn hin) sind alle Dinge“ (Röm 11, 34-36). Jahweh ist vollkommen frei. Er hatte nie einen Berater gebraucht, braucht auch jetzt keinen und wird auch nie einen Berater brauchen. Keine Erlösung geschieht getrennt vom Auftrag Jahwehs, des einzig EINEN Erlöseres (Gottes). Er vollzieht seine Erlösung durch jene, die er dazu speziell salbt, zum Christus (Gesalbten) macht. Im Hebräerbrief ist das sehr verständlich und anschaulich vermittelt: „Daher, heilige Brüder, Teilhaber der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel (Botschafter) und Hohenpriester unseres Bekenntnisses (d.h. gegründet auf dem Bekenntniss des Mose und der Propheten), Jahshua, der treu ist dem, der ihn bestellt hat, wie auch Mose in seinem ganzen Hause (d.h. im Erlösungsauftrag an Israel d.h. Israel aus Ägypten zu führen). Denn er ist grösserer Herrlichkeit gewürdigt worden als Mose, insofern grössere Ehre als das Haus (d.h. als derjenige, der den Erlösungsauftrag ausführt), der hat, der es erbaut hat (d.h. Jahweh, von dem alle Berufungen und Erlösungsaufträge ausgehen). Denn jedes Haus (Erlösung) wird von jemand erbaut (d.h. jeder Erlösungsauftrag wird von jemand ausgeführt und wird sichtbar); der aber alles erbaut (derjenige, der jeden Erlösungsauftrag gibt), ist Jahweh“ (Hebr 3, 1-4).

Darum will Jahweh als der einzig EINE Gott (Erlöser) genannt sein, d.h. als derjenige von dem jede Erlösung ausgeht. Darum will er als einzig EINER Erlöser (Gott) angebetet, angerufen und verherrlicht werden. HaMashiach ist hebräisch und heisst auf deutsch der Gesalbte, griechisch Chiristos, lateinisch Christus. David als König und Prophet wird darum auch Christus genannt, als der von Jahweh Gesalbte, ihm kommt wieder eine andere Ehre zu. „Ausspruch Davids, ..des Christus (Gesalbten) des Erlösers von Jakob“ (2Sam 23,1). „Du ..bist sehr zornig gewesen gegen deinen Christus (Gesalbten)“ (Ps 89,39). Wie schwer fällt es uns doch den Worten Jahwehs, der Propheten, Jahshuas und der Apostel Einlass in unsere Herzen zu geben, Einlass in unser Leben zu ermöglichen! Die meisten Bibelleser sind so tief geprägt vom antimessianischen Geist (geläufiger: antichristlichen Geist), der damaligen Kirchenväter, von jenem Geist, der sich gegen die Stellung Jahshuas, die der Vater ihm zugeordenet hatte, hochnäsig sträubten und sich schliesslich durchsetzten. Sie lesen die Bibel mit der Brille jener Dogmen, die diese Antimessiasse massenhaft fabrizierten. Unbewusst verharren sie im Geist des Antimessias und werfen den Treuen Jahwehs vor sie seien der Antichrist.

Doch wer sein Haupt mit seiner Brille, der Brille der Kirchenväter auf seiner Nase, demütig vor dem himmlischen Vater und seinem prophetischen Wort beugt, –  aber recht tief beugt –  wie die Propheten, die gerechten Juden, Jahshua und die Apostel, dessen Brille fällt wie automatisch von seiner Nase. Hebt er sich wieder hoch wird er voll Staunen feststellen, dass er diese Brille wahrlich nicht mehr braucht, denn: „Eine Leuchte für meinen Fuss ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad“ (Ps 119, 105). Einfach befreiend und umwerfend, nicht wahr?

Auch Jahshua eiferte mit vollkommener Hingabe, mit Haut Haar und Knochen, bis zum letzten Blutstropfen am Marterpfahl der Römer, für die ungeteilte EINZIGKEIT  Jahwehs und das treue anhaltende Bekenntnis des israelitisch-jüdischen Volkes. Er warnte sie vor dem Abweichen oder Verlassen ihres Auftrages und ermahnte sie eindringlichst dem Auftrag des Vaters treu zu bleiben bis in den Tod. Darum sprach er zu den jüdischen Volksmengen: “ Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist (seinen Auftrag vernachlässigt, vergisst), womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen zu werden und von den Menschen zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf dem Berg liegt kann nicht verborgen sein (Stellung,  Auftrag und Leben des auserwählten Volkes ist vor aller Welt sichtbar). Man zündet auch nicht eine Lampe an (man bekommt keinen Auftrag und keine Sendung von Jahweh an die Welt) und setzt sie unter einen Scheffel (erfüllt sie nicht treu und brennend), sondern auf das Lampengestell (verkündet diesen Auftrag), und sie leuchtet allen, die im Hause sind (Haus, jene, deren Herz der Vater öffnet, weil sie zu dieser Körperschaft  berufen sind und erreicht werden sollen). So (in der Treue und in dem Bekenntnis zu dem einzig EINEN) soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen (der besondere Segen Jahwehs auf diesem Weg der Treue den Juden gegenüber) und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. Meint nicht, dass ich gekommen sei, die Thora (Lebensweisungen, Lebensordnungen) oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu bestätigen (erfüllen, sie zu erneuern). Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora (Lebensweisungen, Lebensnordnungen) vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines dieser geringsten Gebote (Weisungen) auflöst (ignoriert, gering achtet) und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heissen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel“ (Mt 5, 13-19).

Errettet wird er zwar werden, durch Gerichte, darum wird ein solcher Prediger, Pfarrer, oder wer auch immer,  der Geringste heissen: „er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer (1Kor 3,15), d.h. durch Gerichte. Gerichte werden mit Feuer verglichen und geschehen im Lichte (Feuer) des gesprochenen Wortes Jahwehs in der Thora und Propheten. Von diesen bestätigt ja auch Shaul, dass sie alle von Jahweh eingegeben sind: „Alle Schrift ist von Jahweh eingegeben“ (2Tim 3,16).

Liebe Gimleser, sind das nicht umwerfende, froh machende und zutiefst trostreiche Worte Jahshuas? Es sind unerschütterliche Worte Jahshuas, weil es die unerschütterlichen Worte des himmlischen Vaters sind! Jochanan (Johannes) rühmt in der Offenbarung Jahshua: „.. der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut (d.h. der uns zurückgeholt hat zum Vater und in Erfüllung dieses Auftrages mit seinem Blut bezahlte) und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott (Erlöser) und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in die Zeitalter der Zeitalter“ (Offb 1,5b-6). Damit ist auch deine und meine Zugehörigkeit und unser Auftrag geklärt. Unfassbar diese neue Wirklichkeit! Darum möchte ich mit dem folgenden Psalmvers meinen Dank und Jubel mit euch teilen: „Alle Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Jahweh, und deinen Namen verherrlichen“ (Ps 86,9). Wir dürfen das schon jetzt im Geiste der Propheten, Jahshuas und der Apostel tun! Wunderbar! Allen wünsche ich von Herzen einen froh machenden Shabbat mit einem tiefreichenden Shalom.

Gregor Dalliard