„Wie im Himmel so auch auf Erden“ (Matthäus 6,9f)

Glaubensimpuls 26

Was uns in den kommenden Tagen besonders freut ist die Tatsache, dass  Jahweh uns seine Feste geschenkt hat, und zwar für alle Erdentage. Sie vermitteln uns das heilsgeschichtliche Handeln in seinem Zusammenhang, in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. In seinen Festen ist der ganze Heilsplan mit den Menschen und der Schöpfung dargestellt. Alle Feste weisen auf Jahshua HaMashiach (Jesus Christus) hin und die vollkommene Wiederherstellung (Neuschöpfung) der Menschen, sowohl der Lebenden als auch der Toten und der ganzen Schöpfung durch Jahshua.

Sie sind also prallvoll prophetischen Inhalts. Wie Jahweh es sich im Himmel vorgenommen hat, so soll es auf Erden geschehen (vgl. Mt 6,9f). Darum gehören sie zum Zentrum unseres Lebens. Es sind acht Feste, die nach der Ordnung Jahwehs jährlich als seine Feste gefeiert werden sollen und die er als seine Feste bezeichnet (vgl. 3. Mose 23; 2. Mose 12,1-28). Abgesehen vom wöchentlichen Shabbat sind sie in zwei Gruppen eingeteilt. Während die Frühjahrsfeste heilsgeschichtlich schon erfüllt sind und uns jedes Jahr mit grosser Dankbarkeit erfüllen, stehen die Herbstfeste noch aus und wir freuen uns über deren zukünftige Erfüllung. Die heilsgeschichtliche Tiefe und Fülle dieser Feste kann auf diesen Seiten bei weitem nicht ausgeschöpft dargelegt werden.

Zu den Frühjahrsfesten gehört erstens das Passah (Pessach), zweitens das Fest der ungesäuerten Brote, drittens das Fest der Erstlinge und viertens Shawuoth (Pfingsten).

Die Herbstfeste, die heilsgeschichtlich noch ausstehen, werden eingeleitet mit Rosh HaShanah, dem Fest des Shofarblasens, als fünftes Fest. Es deutet Jahshuas Wiederkunft an. Das sechste Fest ist Jom Kimpur, der grosse Versöhnungstag, die Errettung Judas (Sach 12,9-10; Apg 15,16; Röm 11,25; 2. Kor 3,13-16 u.a.m.). Als siebtes Fest wird Sukkoth, das Laubhüttenfest gefeiert. Es weist prophetisch auf das Messiasreich und die ganze Ernte der verheissenen Masse von Nachkommen aus den „verlorenen“ zehn Stämmen und die Errettung aller Heiden hin (vgl. Sach 8,23b; 14,16; Jes 60, 21, Apg 15,17). Lebende, Tote und die ganze Schöpfung werden durch Jahshua heimgebracht werden zum Vater (vgl. Ps 22,28-30;

  1. Mo 32,39; Röm 8,18-23; 11,32-36; 1. Kor 15,28; Eph 1,9-10; Phil 2,10-11 u.a.m.). Alle Feste haben mit der Ernte (heimbringen) zu tun. Darum werden sie in den Erntezeiten Israels gefeiert. Dem auserwählten Volk ist damit nicht nur seine Stellung und Verantwortung bei der Wiederherstellung anschaulich dargestellt, sondern auch das Endziel. Der wöchentliche Shabbat gilt als achtes Fest.

Fälschlicherweise werden die Feste Jahwehs von den Christen meistens als jüdische Feste bezeichnet. Damit wird unmissverständlich, ohne dass sich die Masse der Basis dessen bewusst ist, der kirchliche Antijudaismus (Antimessianismus, Antichristus) zum Ausdruck gebracht. Letztlich wird damit die traditionelle antigöttliche widersprüchliche Haltung des Kirchentums zum himmlischen Vater und zu dem Juden Jahshua ausgedrückt (Jesus als hellenistischer Ersatz für Jahshua, als der andere Jahshua, die Jesus-Gottheit als zweite Gottheit, vgl. 2. Kor 11,4). Damit wird auch die weitreichende Bibelkritik der Freikirchen, Kirchen und christlichen Gemeinschaften bestätigt, obwohl sie vorgeben keine Bibelkritik zu üben. Jahweh, unser himmlischer Vater selbst, spricht vom Status der uns vermittelten Feste: „Meine Feste sind diese“ (3. Mo 23,1-2; vgl. auch Hes 44,24; 2 Chr. 2,3; Esr 3,5).

Nun möchte ich ganz kurz auf die ersten drei Frühjahrsfeste eingehen, die in diesen Tagen von Abermillionen Juden aber auch von immer mehr messianischen Menschen, solche die an den Jahshua HaMashiach (Jesus Christus) glauben, nach der ihnen möglichen Weise beherzigt und gefeiert werden. Eine detailliere Ausführung würde den Rahmen dieses Glaubensimpules bei weitem sprengen.

Nach der Ordnung Jahwehs beginnt der neue Tag am Vortag nach Sonnenuntergang und dauert bis zum Sonnenuntergang des folgenden Tages (1. Mo 1,5; Jos 8,29; 2. Chr 18,34). Die Tage werden also „vom Abend bis zum Abend“ gezählt (3. Mo 23,32). Das erste Frühjahrsfest Passah (Pessach) beginnt in diesem Jahr am Freitag dem 6. April (Nissan) nach Sonnenuntergang (nach der göttlichen Zählung ist es das Jahr 5772) und endet am Abend des 7. April beim Sonnenuntergang. Passah ist zuerst einmal das Fest der Erlösung aus Ägypten.

Am 13. Nissan (Mittwoch) ordnete Jahshua nach der Vorgabe Jahwehs das Essen des Passa-Lammes an (vgl. Mk 14,12-17). Nach dem Sonnenuntergang des 13. Nissan (Mittwoch) begann am Abend der 14. Nissan (Donnerstag). Wie alle Juden ass auch Jahshua mit seinen Jüngern das Passamahl zum Gedenken an die aussergewöhnliche Befreiung Israels und den Auszug aus Ägypten, auch Sederabend (Ordnung) genannt. Zwischen Danksagung, Essen und Brotbrechen tranken sie aus den vier Kelchen. Diese vier Kelche erinnern gemäss 2. Mose 6,5-7 erstens an die einzigartige Herausrufung Israels aus Ägypten (erster Kelche), zweitens an die Errettung aus Ägypten (zweiter Kelch), drittens an die Erlösung (dritter Kelch) und viertens an die unverdiente Erwählung (Gnade allein) und Annahme des Zwölfstämmevolkes durch Jahweh (vierter Kelch) (vgl. 2. Mo 6,6-7).

Beim dritten Kelch, dem Kelch der Erlösung, fügte Jahshua neben dem üblichen Speisegenuss, den Gebeten und Dankssagungen seine Worte hinzu, die uns in Markus 4,17-26 und in den andern Evangelien bezeugt sind. Jahshua forderte seine Jünger auf, dass sie, sooft sie dieses feierliche Essen, als Gedächnis des Auszugs aus Ägypten, einnehmen würden (also Passa feiern), bei diesem dritten Kelch seiner gedenken sollten. Das wollen auch wir gerne beherzigen, so gut es uns an Pessach möglich ist. Entscheidend ist zuerst einmal unsere Gesinnung zu den profetischen Festordnungen Jahwehs und Jahshuas. Alles andere ist wachstümlich und gewöhnungsbedürftig. Wir dürfen mit grosser Freude und Danksagung und in aller Freiheit in diesen geoffenbarten Heilsreichtum hineinwachsen.

Nach Sonnenuntergang, am 14. Nissan (Donnerstag) wurde Jashua von den römischen Besatzern verhaftet und vom römischen Gerichtshof, gemäss der Lex Julia Majestatis (Romana) als Gegenkönig zum Kaiser in Rom zum Tode verurteilt und nach römischem Recht und Gesetz strafrechtlich als König der Juden am Mittag (Donnerstag) hingerichtet. „Da sprach Pilatus zu Jahshua: Also, du bist ein König? Jahshua antwortet: Du sagst es, dass ich ein König bin“ (Jo 18,37). Das genügte, um die Todesstrafe nach Erledigung einiger Rechtsschritte unverzüglich verhängen zu müssen. So verlangte es das in diesem Punkt nicht diskutierbare römische Gesetz auch in Juda. Hätte Pilatus nicht in aller Schärfe eingegriffen und zugeschlagen, dann hätte ihn der Kaiser in Rom mit sofortiger Wirkung entlassen, verhaftet und gepfählt. So verlangte es das strenge Gesetz im ganzen römischen Reich. Vor Sonnenuntergang, also vor Beginn des Grossen Shabbat (kein gewöhnlicher Wochenshabbat), wurde Jahshua nach jüdischer Sitte ins Grab gelegt (vgl. Jo 19,31).

Leider, und das mag ein Schock bei geschichtlich unkundigen Gläubigen auslösen, sind einige wesentliche Aussagen in den ursprünglichen neutestamentlichen Texten, durch Anbiederung, aus Furcht vor den Römern, umgeschrieben und dem römischhellenistischen Denken angepasst worden. Die Juden wurden wegen ihres Monotheismus, der die Anbetung des Kaisers und dessen Religionspraxis verbot,verachtet und verfolgt. Die Schuld, welche die römischen Herrscher und einige wenige Juden (Röm 3,3; 11,17; Apg 6,7; 21,20) auf sich luden, wurde auf alle Juden abgewälzt. Die Römer wurden nun als die Braven hingestellt (siehe Pilatus im Johannes-Evangelium). Ist von Juden die Rede, dann lesen wir meistens „die Juden“ oder „alle Juden“, was dem realen Ablauf der Geschehnisse am Pessach, gemäss römischem Gesetz, das heute noch eingesehen werden kann, widerspricht.

Wir sind aber vom himmlischen Vater selbst aufgefordert ihn (Jahweh) auch mit dem Verstand zu lieben, damit wir sein Handeln in der Geschichte beurteilen können. Jahshua fordert uns auf den Verstand einzusetzen, wenn er sagt: „… du sollst (wirst) Jahweh… lieben… aus deinem ganzen Verstand“ (vgl. Mk 12,30; Mt 22,37). Unser Abba Vater selbst erfüllte Jahshua bei der Geistsalbung, Geisttaufe, mit dem Geist des Verstandes (vgl. Jes 11,2). Wir sollen kein törichtes Volk sein, ohne Verstand (vgl. Jer 5,21).

Viele hellenistisch geprägten Vorsteher (Bischöfe) wollten sich Rom anpassen um der anhaltenden Verfolgung zu entgehen. Schon vor ihrer „Bekehrung“, als hellenistische Heiden, hassten sie die Juden, wegen ihrer Tapferkeit und Leidensbereitschaft, zu der Jahweh sie befähigte, was ihnen die griechische Philosophie nicht zu vermitteln vermochte, darum versagten sie vor dem römischen System.

Shaul hatte die Hausgemeinden von Rom vor dieser folgenschweren Trennung vom auserwählten Volk Jahwehs gewarnt. Er wies sie auf die Offenbarungen und Ordnungen Jahwehs hin (vgl. vor allem Röm Kap 9-11, ganz speziell Kap 11). Er wies auch auf das Gerichtsurteil Jahwehs hin, das die Gemeinden treffen würde, falls sie sich von den Juden, „von der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes“, derer sie „mit teilhaftig geworden sind“ lösen sollten (Röm 11,17-22). Auch auf dem Rückweg von seiner dritten Missionsreise nach Jerusalem hatte er die Ältesten (Leitenden) von Ephesus nach Milet gerufen und sie vor diesem Abfall gewarnt (vgl. Apg 20.17ff).

Doch diese Worte Shauls wurden in den Wind geschlagen. Die Trennung und der Abfall von Jahweh, von seinem erwählten Volk und der Abkehr von seinen Ordnungen (vgl. Röm 11,16-18), auf Kosten der Anbiederung an die Herrschenden Roms und deren Kulte, ging sowohl von Rom als auch von Sardes und Ephesus aus. Sie stürzten die Gemeinden in eine kaum zu fassende Finsternis und Widersprüchlichkeit hinein, die bis in unsere Tage anhält (siehe Katholizismus und Kirchentum).

Die christliche Staatskirche und ihre Tochterkirchen haben unsägliche Verbrechen an dem auserwählten Volk, den Juden und an der Menschheit begangen, die von keiner religiösen und politischen Macht jemals überboten werden kann. Die Verbrechen des Nazisystems gehen auf das Konto der Kirchenväter, die neben dem ägyptischen (2. Mo Kap. 1) und dem babylonischen (Est 3,6) Endlösungsversuch der Israeliten bzw. der Juden einen weiteren Endlösungsversuch der Juden vollzogen.

Der Gedenktag der Ereignisse in Ägypten und die Befreiung des auserwählten Volkes ist profetisch verbunden mit dem Leben, dem Tod und der Auferstehung Jahshuas. Am Abend des 7. April, nach Sonnenuntergang, beginnt der 8. April und damit das Fest der ungesäuerten Brote (15. Nissan). Es ist der Grosse Shabbat, ein Hoher Festtag (Jo 21,31b). Es ist der Gedenktag an den schnellen Auszug aus Ägypten: „Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben worden waren und nicht länger hatten warten können; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung bereitet“ (2. Mo 12,39). Aus dem tiefen profetischen Heilszusammenhang heraus gebot Jahweh: „Am fünfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote Jahweh zu Ehren; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Am ersten Tag soll für euch eine heilige Versammlung sein (Grosser Shabbat), keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun“ (3. Mo 23,6-7). Dieser 15. des Monats ist also der Grosse Shabbat, ein hoher Festtag (vgl. Jo 19,31). Er ist der Tag der Grabesruhe Jahshuas.

Am 15. Nissan, nach Sonnenuntergang, begann der 16. Nissan, ein gewöhnlicher Wochenshabbat: „Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen. Und er soll die Garbe vor Jahweh schwingen zum Wohlgefallen für euch,; am anderen Tag nach dem (Grossen) Shabbat soll der Priester sie schwingen“ (3. Mo 23,10-11). Das auserwählte Volk begann damals in Israel mit der Ernte, d.h. mit der Darbringung der Erstlinge, der Gerste. Eine Garbe der Gerste musste also am Tag nach dem Grossen Shabbat zum Priester in den Tempel gebracht werden als Schwingopfer zum Wohlgefallen der Feiernden (vgl. 3. Mo 23,11-12). Dieses Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte, der Erstlingsgarbe, sollte das auserwählte Volk an die Errettung der Erstgeborenen Israels und das Gericht über die Erstgeborenen Ägyptens erinnern, bis hin zum Vieh und den heidnischen Göttern (2. Mo 11,1-6; 12,12-14.27; vgl. auch die Opferung und Auslösung der Erstgeburt von allem Männlichen; 2. Mo 13,15; 34,19).

Die Erstlingsgaben durften später nur in Jerusalem dargebracht werden. An diesem ersten Wochen-Shabbat der sieben Wochen-Shabbate bis Shawuoth (Pfingsten) ist Jahshua vom Vater aus den Toten auferweckt worden. Am Shabbat war die Schöpfung vom himmlischen Vater vollendet und zur Ruhe gebracht worden (vgl. 1. Mo Kap. 2,1-4). Nach Vollendung dieser zweiten Schöpfung (vgl. 1. Mo 1,1-2; 2. Petr 3,5ff) ist bezeugt: „Und Jahweh sah alles, was er gemacht hatte, und siehe es war sehr gut. Und es ward Abend und Morgen: der sechste Tag. So wurden die Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet. Und Jahweh hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und Jahweh segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Jahweh geschaffen hatte, indem er es machte.“ (1. Mo 1,31-2,1-3).

So hat er an einem Shabbat durch die Auferweckung Jahshua alles wieder in die Versöhnung gebracht (vgl. Eph 1,9-10; Hebr 2,8). So werden auch am Ende der neue Himmel und die neue Erde Shabbat für Shabbat den Abba Jahweh „wie im Himmel so auch auf Erden“ (Mat 6,5f) anbeten: „Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht Jahweh, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen. Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Shabbat für Shabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht Jahweh“ (Jes 66,22-23; Ps 22,28-30; 65,3 u.a.m.).

Jahshua ist nicht, wie fälschlicherweise übersetzt, am ersten Tag der Woche (Sonntag) auferstanden, sondern am ersten Wochen-Shabbat der sieben WochenShabbate bis Shawuoth (Pfiingsten). Da sieben Wochen-Shabbate, die Tageszahl von einer Woche von sieben Tagen ausmachen, haben die Übersetzer aus den sieben Wochen-Shabbaten, einfach eine Woche von sieben Tagen gemacht und den ersten Shabbat als ersten Wochentag, als Sonntag übersetzt. Diese Verfälschung in den neutestamentlichen Schriften geschah als Anpassung an den traditionsreichen Sonnenkult (Mitraskult, Sol Invictus) der das römische Reich beherrschte. Diese Verfälschung passte perfekt in das Konzept des allgemeinen Judenhasses in den Gemeinden.

Ab 321 war im römischen Reich die Shabbatfeier in allen Gemeinden verboten worden, nachdem sich die Gemeinden von Rom und Alexandria (Ägypten) bereits sehr früh dem heidnischen Sonnenkult unterwarfen und den Sonntag (Sonnen-Tag), in bewusster Abgrenzung zum auserwählten Volk, als Mittelpunkt ihrer wöchentlichen Treffen festlegten. Jahshua wurde vom himmlischen Vater auferweckt als „Erstling aus den Toten“ (Kol 1,18; 1. Kor 15,22-23). Er ist „der Erstgeborene aller Schöpfung (Neuschöpfung)“ (Kol 1,15), „der Erstling der Entschlafenen“ (1. Kor 15,20). So bezeugen es die Apostel: „Dass er als Erster aus Totenauferstehung Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volk als auch den (Israel-)Nationen“ (Apg 26,23). „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, ich war (wurde) tot und siehe, ich bin lebendig in die Zeitalter der Zeitalter (von Ewigkeit zu Ewigkeit oder alle Ewigkeit) und habe die Schlüssel des Todes und des Sheols“ (Offb 1,17-18). Die Schlüssel des Todes und des Sheols haben heisst, dass er auch dort alles Wiederherstellen wird (vgl. Ps 22,28-30; 5. Mo 32,39 u.a.m.).

Das Schwingen der Garbe durch den Priester (3. Mo 23,10-12) stellt die Auferweckung Jahshuas durch den Vater dar. Einem Garbenschwung gleich hat der himmlische Vater Jahshua am Shabbat aus dem Tode zum Leben auferweckt. In der Auferweckung des Erstlings Jahshuas hat sich die Vorschattung, die in der Errettung der Erstlingssöhne Israels dargestellt ist, zum Teil erfüllt. Noch aber steht die Vollzahl der Erstlinge aus Juda (Juda, Benjamin und Leviten) und den zehn „verlorenen“ (Israel-)Nationen aus (vgl. Röm 11,25; Apg 15,13ff). Alles aber ist (de iure), von Rechts wegen, mit Jahshua bereits auferweckt: „Denn indem er ihm alles unterwarf, liess er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alles unterworfen“ (Hebr 2,8b).

In dieser Freude grüsse ich alle herzlich und wünsche allen eine gesegnete Pessachzeit, „wie im Himmel so auch auf Erden“ (Mt 6,9f). Shalom

Gregor Dalliard