„Eine Leuchte für meinen Fuss ist dein Wort“ (Ps 119,105).

Glaubensimpuls 62

Beinahe jedes Jahr, wenn sich im November der Gang vom Leben zum Absterben in der Natur vollzieht und mancherorts feste Nebeldecken das Land beherrschen, erleben viele Menschen Zeiten der inneren Unruhe und Verlassenheit. Der Wechsel von der Sommerzeit zur Winterzeit setzt bei manchen noch eins obendrauf. Es wird früh Nacht. Schwermut und Weltuntergangsstimmung plagen viele Menschen.

Bei Katholiken ist dieser Zustand ausgeprägter, als bei den übrigen Menschen, das kann wohl jeder bestätigen, der in der katholischen Seelsorge tätig war oder ist und auch die andere Seite etwas kennt. Warum ist das so? Den Auftakt zu Trauer und Schwermut löst der 1. November aus. Der Tag „Allerheiligen“, der aber in seinem Wesen auf den Totenkult ausgerichtet ist. Die Wurzeln dieses Festes sind ja nicht umsonst bei Halloween (ausgehöhlter Kürbis mit dämonischer Fratze, Jack-o-lantern) zu finden. Die Wurzeln von „Allerheiligen“ gehen auf die keltischen Heidenpriester zurück. Die Druiden-Priester waren religiöse Amtsträger, Wahrsager und Zauberer der Kelten. Sie vermittelten das „Heil“ und brachten Opfer dar, vor allem vom 31. Oktober auf den 1. November. Die grausamen Menschenopfer gehörten zu ihrem Kennzeichen. Einen ähnlichen Status als Zauberer stellen heute die katholischen Priester dar, vor allem bei der Feier des Mess-Opfers. Das mag sich schockierend anhören! Sie zaubern (Zauberer) aus einem Stück Brot einen Menschen, (angeblich den Christus, den Gesalbten Jahwehs), den sie gleich danach lebendig opfern. (Dogmatische Lehre über das sogenannte heilige Messopfer, heute auch Eucharistie genannt, siehe katholisches Kirchenrecht CIC).

Die Götter der Druiden forderten also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ein oder mehrere Menschenopfer aus den verängstigten Massen. Dieser Geist beherrscht unwissentlich die katholischen Gläubigen und drückt sie nieder. Die katholische Priesterhierarchie hat sich nie von dem Druidenkult verabschiedet, der rund um den Globus in ähnlichen Formen unterschiedlich stark sichtbar und wirksam ist. Sie lässt diesen Kult lediglich etwas salonfähiger und verdeckt erscheinen und praktizieren. Dabei missbraucht sie die biblische Pessachfeier, was ihr den Schein von Rechtgläubigkeit vermittelt.

Der Hauptgedanke an „Allerheiligen“ ist auf die Verstorbenen und die Gräber fixiert. Vor „Allerheiligen“ werden die Gräber hergerichtet, denn an „Allerheiligen“ Nachmittag finden in den katholischen Gegenden hoch traditionelle liturgische Feiern auf den Friedhöfen statt. Viele Emotionen um die Verstorbenen und deren Zustand werden durch diese Zeremonien und Reden wachgerüttelt. Verbunden ist das alles noch mit einem vollkommenen Ablass für die Toten, wenn die Angehörigen der Verstorbenen die vom Papst verordneten absonderlichen Vorgaben korrekt erfüllen.

In den letzten Tagen berichteten zudem verschiedene Medien vom Weltuntergang am

  1. Dezember 2012. Seit längerer Zeit fürchten sich Menschen auf dieses Datum hin, vor allem jüngere Menschen. Der Mayakalender, der in (fast) aller Leute Munde ist, beschreibt den Anfang dieses Zeitalters ab dem 11. August 3114 v.u.Z. und das Ende am 21. Dezember 2012. Damit soll das Ende der menschlichen Zivilisation endgültig besiegelt werden. Unabhängig davon berichten Wissenschaftler von einer einzigartigen Sternenkonstellation. Sonne und Milchstrasse stehen im gleichen Längengrad (Konjunktion) zueinander. Der Ort der Begegnung ist die sogenannte dunkle Spalte. Was immer darunter zu verstehen ist, das soll jedenfalls heissen, dass alles möglich ist. Ich bin in letzter Zeit von verschiedenen verängstigten Menschen darüber angesprochen worden.

Für Menschen die sich nach Bibeltreue ausstrecken sind die Ereignisse im Nahen Osten von wichtigster Bedeutung. Nach der Bibel steht kein Weltuntergang in Aussicht. Im Gegenteil, die Entwicklung im Nahen Osten muss sich nach einigen schnell vorübergehenden Friedensabkommen und Waffenstillstandserklärungen drastisch und dramatisch zu Ungunsten der Juden entwickeln (Sacharja 12,2-3), bis der Mashiach (Gesalbte, Christus) in Jerusalem auftreten wird und die Feinde der Juden schlagen wird (Sacharja 12,4-9). Er wird Juda wieder herstellen (Sacharja 12,10). Erst dann setzt die Weltevanglisation durch die Juden ein (Sacharja 8,23; Hesekiel 36,22-38; Offenbarung 22.2), die dann alle Völker zur Anbetung des einzig einen Erlösers (Gott) Jahweh führen wird (Sacharja 14,16,18; Jesaja 66,22-23; Apostelgeschichte 15,13-17; Offenbarung 21,24). Eine Friedensherrschaft wird einsetzen. Jahweh wird das Licht sein (Jesaja 60,19-20; Offb 21,23). Die ganze Schöpfung wird verändert sein (Jesaja Kap. 11; 43,18ff.). Ephraim und Juda werden zusammen gehen (Jesaja 11,12-13). Ein neuer Himmel und eine neue Erde wird die Folge sein (Jesaja 65,17-19; Offb 21,1-5). Ich weiss, dies ist nur ein kleiner heilsgeschichtlicher Raster. Mehr liegt auf diesen Seiten nicht drin.

Der Mayakalender kann also höchstens von dem Beginn einer neuen Epoche sprechen, aber niemals von einem Weltuntergang. Israel, und mit ihm der Nahe Osten, ist für uns ein Zeichen Jahwehs. Alles was Jahweh darüber prophezeit hat, ist uns eine Leuchte in die Zukunft. Wir tun gut daran in der Bibel nach den heilsgeschichtlichen Prophetien zu suchen. Sie kommen aus dem Munde Jahwehs. Sie schützen uns vor „Allerheiligen“, Halloween und Weltuntergangspropheten und anderen finsteren Wegen, die unsere Herzen beschweren wollen.

Eine frohe Shabbatzeit wünsche ich allen von Herzen.

Shabbat Shalom, Gregor Dalliard