Vergebung und Erlösung : „Meint nicht, dass ich gekommen sei, die Thora oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu bestätigen“ (Mt 5,17)..

Glaubensimpuls 206

Jahushua selbst sagt, dass niemand durch Fleisch und Blut Vergebung der Sünden erfährt und gerettet werden kann. Er sagt ganz klar: „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch (Fleisch und Blut) nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben“ (Jo 6,63). Ist das nicht wunderbar eingerichtet? Müssten wir uns bei der Vergebung von Schuld und Sünde auf die religiösen Vorstellungen, auf Sakramente und Riten verlassen, wo kämen wir da hin! Jahushua bestätigt darum, was alle Propheten vor ihm auch schon lehrten. Allein der Geist, der Vater im Himmel selbst, macht lebendig, d.h. rettet, hat Trost und Verständnis. JaHuWaH ist der Geist (vgl. Jo 4,24).

In allem bestätigt er die Worte JaHuWaHs in der Thora und der Propheten. Niemand der gesündigt hat kann durch einen Menschen, ein Ritual oder irgend eine religiöse oder weltliche Amtsperson der persönlichen Begegnung mit seinem Schöpfer ausweichen. Niemand kann den Schöpfer des Lebens umgehen und so vor dem himmlischen Vater bestehen. Das finde ich wunderbar! Wenn jemand es trotzdem versucht und tut, beraubt er JaHuWaH seiner Ehre und sich selbst der Souveränität, die ihm von seinem Schöpfer zugesprochen ist und damit des inneren Friedens. Schütte darum dein Herz vor JaHuWaH aus. Er allein bringt dich wieder in seine Gerechtigkeit. Psalm 32 ist ein eindrückliches Beispiel davon.

Jahushua lehrte auch in diesem Zusammenhang was den Propheten allen grundsätzlich wichtig war. Lasst uns dieses oft zitierte Wort wieder neu zu Herzen nehmen: „So spricht JaHuWaH: Verflucht (dem Gericht verfallen oder auch ohne inneren Frieden) ist der Mann (Mensch), der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz von JaHuWaH weicht! Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Steppe und nicht sehen, dass Gutes kommt. Und an dürren Stätten in der Wüste wird er wohnen, in einem salzigen Land, wo sonst niemand wohnt. Gesegnet ist der Mann, der auf JaHuWaH vertraut und dessen Vertrauen JaHuWaH ist! Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen“ (Jer 17,5-8).

Das ist eine wunderbare Bestimmung. Wir Menschen sind unberechenbar. Wir können von Menschen getäuscht werden. Wir Menschen neigen dazu andere Menschen zu täuschen, über andere zu verfügen, sie zu missbrauchen, sie zu beherrschen. Das ist vor allem in den geistigen Bereichen der Fall. Vor allem in jenen Bereichen die Sünde, Schuld, Vergebung und Versöhnung betreffen. Vor allem in diesen Bereichen des Lebens können gläubige Menschen sehr sensibel und bedürftig werden und darum leicht missbraucht werden! Diejenigen die in diesen wichtigen Dingen von Sünde, Schuld, Vergebung und Versöhnung andere täuschen und missbrauchen sind sich ihrer verkehrten Haltung meistens nicht bewusst. Als ehemaliger überzeugter Priester kann ich das voll bestätigen. Von Kindesbeinen an sind solche Menschen diese verkehrten Wege gelehrt worden. Nun sind sie der festen Überzeugung, dass ihre Philosophie über Sünde, Schuld, Vergebung und Versöhnung der einzig richtige Weg ist.

Also, das Wort, das JaHuWaH durch seine Propheten gesprochen hat, ist Geist und Leben, macht uns lebendig. Jahushua von Nazareth unterschied sich darin von keinem der Propheten, die auf Moshe folgten. Nehmen wir diese Zeugnisse in uns auf, dann werden wir aus dem Geist des Abba JaHuWaH leben und glücklich sein, trotz der immer wiederkehrenden Ausrutscher, vor denen keiner von uns verschont bleibt (vgl. Jo 6,63)!

Das Wort, das Jahushua sprach, war das Wort der Bibel, d.h. der Thora und der Propheten. Wir können nie genug wiederholen. Er ist gekommen dieses Wort zu bestätigen: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, die Thora oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu bestätigen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde (dieses Zeitalter) vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste (der Elendste aller) heissen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel“. (vgl. Mt 5, 17-19). Ist das nicht klar und wunderbar?

Manche Übersetzer haben das Wort „bestätigen“ mit „erfüllen“ ersetzt, was zu Missverständnissen führt. Man könnte darunter verstehen „aufhören“, „vollenden“, „zu Ende bringen“. Das ist zum Teil absichtlich geschehen. Doch die folgenden Verse 18-19 sprechen gegen dieses Verständnis. Die christlichen Bibelleser ignorieren diese beiden Verse kaltblütig. Sie passen einfach nicht in das philosophische Konzept der Ersatztheologie ihrer Kirchengründer.

Zusammenfassend sagt uns das Wort der Bibel: „JaHuWaH sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber JaHuWaH sieht auf das Herz“ (1Sam 16,7). Dazu passt wunderbar der Psalm 139,1-18! Dieser Psalm richtet uns auf. Mit seinem Inhalt grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat.

Shalom, Gregor Dalliard