Die westliche Welt beugt sich dem radikal-religiösen Islam im Kampf gegen die Juden. Der Vatikan als Triebfeder für die Islamisierung Europas. Teil 4

Glaubensimpuls 169

Der Vatikan will und kann sich von seiner theologischen Grundkonzeption her (Ersatztheologie), von seinem kirchlichen Selbstverständnis her, nie für eine aufrichtige und friedliche Koexistenz der Moslems mit den Juden in Israel einsetzen. In meinen Gim habe ich immer wieder darauf hingewiesen: Nach seiner dogmatischen Grundlehre darf es in Zukunft niemals mehr ein Volk der Juden geben und schon gar nicht im Lande ihrer Väter, in Israel . Diese Lehre gehört bis heute zum fest verankerten theologischen Grundkonzept der Kirche. Bis zu dieser Stunde hält der Vatikan unerschütterlich an dieser Lehre fest, obwohl er nach aussen hin ein ganz anderes Verhalten vermittelt. Gemäss seiner christlichen Dogmatik ist diese Lehre eine Offenbarung des Heiligen Geistes, der dritten katholischen Gottheit, die den Kirchenvätern und dem Papst als indiskutable „Wahrheit“ vermittelt worden ist. Darum darf diese Lehre von keinem gläubigen Katholiken angetastet oder in Frage gestellt werden, sofern er nicht einen festen Platz in der Hölle haben will!!

Davon wissen nur Insider, die sich mit der Dogmatik der christlichen Kirche fundiert auseinandersetzen, m.a.W., jeder der katholische Theologie studiert oder sich seriös mit der Dogmatik der Kirchenväter und der Päpste auseinandersetzt. Wie gesagt, nach aussen hin, vor aller Welt, gibt sich der Vatikan im Umgang mit den Juden sehr schuldbewusst, mitleidend, friedfertig, tolerant und verständnisvoll. Das ist perfekte Diplomatie die tragischerweise in der Welt und bei vielen Juden ankommt!

Lasst mich diese Kritik untermauern! Das möchte ich in diesem und im nächsten Glaubensimpuls tun. Im Gim 166, Teil 1, habe ich auf einen Kernpunkt des islamischen Judenhasses hingewiesen. Ich habe darauf hingewiesen wie die EU seit Jahren die Fatah und die Hamas mit Unsummen an Steuergeldern unterstützt, was nach dem Ölembargo von 1973 und dem darauf folgenden Vertrag europäischer Staaten mit der Arabischen Liga von 1974 zu tun hat. Das meiste Geld setzten die islamischen Organisationen bis heute gegen die Juden ein und zwar für Terrorattacken, zur Unterwanderung der Massen über die Massenmedien, der UNO und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, was der EU keineswegs unbekannt ist. Der Vatikan zieht nicht minder mit.

Wir haben gesehen, dass die Vereinten Nationen am 29. November 1947 über die 20% des Landes, das den Juden zugesprochen war, auf Druck der Araber eine schwerwiegende Entscheidung trafen. Es wurde unrechtmässig in einen jüdischen und einen „palästinensischen“ Teil aufgespalten. Die Juden, grausam verfolgt und durch die Shoa, den Holocaust, traumatisiert, beugten sich diesem verwerflichen Druck der Araber und der Vereinten Nationen. Die „Palästinenser“ bekamen zu den 80% des Landes (inbegriffen der Grossteil des Landes des heutigen Jordanien) noch einen Teil jenes Landes das Israel zugesprochen war.

Wir haben gehört, dass die Araber dieses Angebot ablehnten, weil sie von ihrem religiösen Hintergrund her die Juden ganz aus dem Nahen Osten haben wollten. Statt anerkennend diesen Zuschuss an Land durch die Vereinten Nationen und mit dem Einverständnis der Juden anzunehmen, erklärten sie Israel im November 1947 den Krieg, mit der absoluten Gewissheit diesen Krieg zu gewinnen und die Juden ein für alle Mal ins Meer zu werfen. Doch wider aller Vernunft und aller militärischen Übermacht verloren sie diesen Krieg! Israel liess sich nicht länger als Prügelknabe durch Vernichtungsdrohungen demütigen, schon gar nicht nach dem Holocaust-Schock. Also nahm es nach dem Krieg die ganzen 20% des Landes in seinen rechtmässigen Besitz, Land das ihm rechtmässig sowieso zustand.

Die arabischen Staaten und die „Palästinenser“ waren über ihren verlorenen Krieg entsetzt und frustriert. Was sie damals entschieden ablehnten und obendrein mit einem feigen Krieg verdankten, wollen sie heute nun als ihren rechtmässigen Staat beanspruchen (Zwei-Staaten-Lösung) und bezeichnen die Juden als Besatzer. Der Gipfel der arabischen Arroganz: Sie wollen den Juden das Bauen in ihrem eigenen Land verbieten und die politischen und religiösen Einrichtungen der Welt verdammen die Juden wie im Chor, wenn sie auf ihrem eigenen Grund und Boden bauen.

Nun geschahen im Vatikan aussergewöhnliche Dinge: Auf dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) wurde den Juden im Zusammenhang des Verhältnisses der Christen zu den Juden eine Abfuhr erteilt, zugunsten des Islam. Doch darüber möchte ich im nächsten Gim berichten. Papst Johanes-Paul II entschied sich 1982 zu einem geschickten Gegenangriff auf die Juden. Arafat, ein ägyptischer Araber, war ein religiöser fanatischer Feind der Juden. „Palästina“ sollte von seiner religiösen islamischen Prägung her frei von Juden sein – also judenfrei! Er gründete die Terrororganisation al-Fatah, „Bewegung zur Befreiung Palästinas“. Seine Bewegung verbreitete im Namen Allahs Angst und Schrecken. Innert kürzester Zeit beging er viele Morde und Verbrechen an unschuldigen Menschen. Deswegen wurde er international als Terrorist gesucht.

Doch Papst Johannes-Paul II sah in ihm einen Verbündeten. Er lud ihn an Weihnachten 1982 provokativ zu einer Audienz in den Staat Vatikan ein. Das war ein aussergewöhnlicher Schritt des Papstes, der bis heute viel Leid und Zerstörung über den Nahen Osten brachte und kein Ende nehmen will. Der Vatikan reagierte mit der Begründung, dass der politischen Führung des Vatikans, dem Papst, ein friedliches Nebeneinander der beiden Völker am Herzen liege. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Beide waren tief religiös und von ihrer religiösen Herkunft her dogmatisch von einem tiefen Judenhass geprägt, was sie vereinte. Gleich und Gleich gesellt sich gern, denn von da an erfuhr die islamistische Spirale der Gewalt gegen die Juden im Nahen Osten und überall auf der Welt einen rasanten und stürmischen Aufwind, der heute nach Europa überschwappt.

Die meisten Politiker der Welt, nicht zuletzt Europas, waren anfänglich über diese Handlung des Vatikans empört, ja sogar entsetzt. Aber, und hier tritt nun die getarnte und durchtriebene Wirksamkeit der jesuitischen Diplomatie und Theologie des Vatikans in Erscheinung, die Welt beugte sich ausserordentlich schnell dem Signal des Papstes, trotz anfänglicher heftiger Proteste. Die Shoa, der Holocaust, trat weitgehend aus dem Bewusstsein der Politiker. Der Holocaust wurde als lästiges geschichtliches Ereignis mehr und mehr verdrängt.

Es bleiben in Europa einige Erinnerungstage und gelegentliche Gedenkveranstaltungen an den Holocaust, aber sie sind nicht mehr als diplomatische Schminke, die ihr Ziel nicht verpassen! Das zeigt der gegenwärtige Umgang des Westens mit dem rechtmässig neu gegründeten Staat Israel und den terrorisierenden muslimischen Organisatoren. Arafat wurde von da an von den europäischen Staatsführern, von der USA und der ganzen Welt schrittweise als Mann des Friedens gekürt, als Mann, der aufrichtig den Frieden suchte. Wie kein anderer Terrorist wurde er von nun an hofiert und mit Unmengen an europäischen und internationalen Steuergeldern beschenkt. Er starb 2004 als zweitreichster Mann der Welt!!

Der Papst als Präsident des Staates Vatikan und als religiöser Führer von rund einer Milliarde Christen hatte mit seiner verbrecherischen Handlung, gegen jede Ethik und Moral, gegen jedes Empfinden gegenüber den Menschenrechten, ein unmissverständliches historisches Zeichen gesetzt. Die islamische Welt konnte dieses Bekenntnis des christlichen Oberhauptes und des Präsidenten eines europäischen Staates kaum fassen. Die religiösen Führer des Islam werteten diese aussergewöhnliche Handlung des Papstes erstens als Öffnung hin zum gemeinsamen Kampf gegen die Juden, zweitens, dass der blutige Kampf gegen die Juden gar nicht so abwegig ist und drittens als Öffnung der Pforten hin nach Europa.

Die islamistischen Terrorkräfte wurden in ihrem Kampf gegen die Juden in unerwarteter Weise bestärkt und ermutigt. In Ostjerushalajim und überall in den „palästinensischen“ Gebieten hingen Bilder des Papstes mit dem PLO-Chef. Der Papst wies auf die schweren Leiden des „palästinensischen“ Volkes hin und an seine Anteilnahme an dessen Leiden. Wie die kirchlichen Medien bestätigen wurde Herr Jassir Arafat ein geachteter Gesprächspartner des Papstes und – man bedenke – seiner Spitzendiplomaten.

Arafat lud den Papst nach Bethlechem und Gaza ein. Bei seinem Besuch 1999 im Vatikan sagte Arafat: „Wir erwarten Sie, Heiligkeit. Wir werden ein grosses Fest machen“. Der Papst folgte der Einladung am 22. März 2000 nach Bethlechem. Hand in Hand – das Bild ging um die Welt – geleiteten Arafat und seine Frau Suha den bereits gebrechlichen Papst durch Bethlechem. Die „palästinensischen“ Terrorkräfte erfuhren durch diesen Besuch eine berauschende Ermutigung auf ihrem Weg der Gewalt gegen die Juden. Nur wenige Monate nach diesem Besuch riefen sie die zweite Intifada gegen die Juden aus.

Im nächsten Gim möchte ich einige weitere Signale des Vatikans aufzeigen, die dem arabischen Terror gegen die Juden einen seltsamen Auftrieb zur Gewalt gaben und die europäischen Politiker und christlichen Führer betörte. Zwischen dem 2.Vatikanischen Konzil (1962-65) und dem Besuch Arafats (1982) im Vatikan wurde Europa von der Arabischen Liga durch das Ölembargo 1973 zusätzlich in die Knie gezwungen. Die Arabische Liga stellte Forderungen, denen europäische Staaten durch die Signale des Vatikans entgegenkamen. M.a.W.: man war bereit die Juden (Juda) zu verkaufen!

Doch das Wort der Schrift, das wir aus dem Munde der israelitisch-jüdischen Propheten, auch des Daniel, hören, hat sich bis heute in der Geschichte erfüllt und bestätigt, darum wird sich auch das noch ausstehende Wort zu seiner Zeit erfüllen: „Aber die Heiligen des Höchsten (der Shilo, das auserwählte Volk, die Heiligen) werden das Reich (Königtum, Königreich) empfangen, und sie werden das Reich besitzen bis in die Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeiten der Ewigkeiten.. Und das Reich und die Herrschaft und die Grösse der Königreiche (die politischen Staaten) unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein bleibendes Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen“ (Dan 7,18.27).

Das ist der Segen den Jakob vor seinem irdischen Ableben über Juda (die Juden) verheissen hatte: „Juda, du, dich werden deine Brüder preisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich niederbeugen die Söhne deines Vaters.. Nicht weicht das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füssen weg (d.h. die Verheissung der Herrschaft in der Endzeit bleibt durch die ganze Geschichte hindurch erhalten, darum muss es immer Juden (Juda) geben), bis dass der Shilo (die Herrschaft des auserwählten Volkes, der Heiligen) kommt, ihm (dem auserwählten Volk) gehört der Gehorsam der Völker“ (1Mo 49,8.10). Es wird keine Herrschaft im herkömmlichen Sinn sein, sondern eine Hinführung aller Völker zu dem Segen Abrahams, zur Fülle in JaHuWaH.

In dieser frohen Gewissheit wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard