„Uns aber hat Jahweh es geoffenbart“ (Korinther 2.10)

Glaubensimpuls 2

Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzlage bewegt viele Menschen. Zusehends verlieren Menschen das Vertrauen zu führenden Politikern, zu Finanz- und Wirtschaftsmanagern. Wer herabgestuft wird auf einen Teiljob mit Geldverlust oder sogar in das Loch der Arbeitslosigkeit fällt, kann in einen Strudel von Verunsicherungen, Ängsten und Nöten hineingeraten. Selbst gläubige Menschen übertragen diese negativen Erfahrungen, die durch führende Menschen ausgelöst werden nicht selten auf Jahweh, der sie anscheinend vor dieser Not nicht bewahrt hat. Innerlich verletzt und verbittert wenden sie sich stillschweigend von ihm ab und geben ihm kaum oder nicht mehr die Ehre, die ihm täglich gebührt. Sie stehen vor einer vermeintlichen Ausweglosigkeit. Es gibt noch andere Gründe, wie Krebserkrankungen, Ehescheidung, Umzug ins Altersheim… die Menschen in solche Situationen führen können.

Die Logik des himmlischen Vaters Jahweh entspricht nicht unserer Logik. Er hat den Propheten Jesaja wissen lassen: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht Jahweh. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jesaja 55,8-9).

Inmitten des Welttrubels, dem wir unausweichlich ausgesetzt sind und in dem wir uns oft mit letzten Kräften durchkämpfen müssen, lässt uns der himmlische Vater teilhaben an seinen Endzielen, die er für alle bereithält. Wir vermögen nicht alles, was uns widerfährt, im Detail einzuordnen. Shaul beruft sich in diesem Zusammenhang auf die Aussagen der Worte des himmlischen Vaters, die er durch die Propheten gesprochen hat und schreibt den Gläubigen von Rom: „Denn wer hat Jahwehs Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm vorher gegeben und es wird ihm vergolten werden? Denn von ihm und durch ihn und für ihn (auf ihn hin) sind alle Dinge (alles)! Ihm sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter“ (Römer 11,33-36; Hiob 11,7-9; 41,2; Jeremia 23,18; Jesaja 40,13-14; Offenbarung 4,11). Auf ihn hin bewegt sich alles, auch jede Lebenssituation.

In diesem Zusammenhang schreibt Shaul, was die Propheten Daniel, Jesaja u.a.m. in ähnlichen Worten wiedergaben, dass der himmlische Vater Jahweh den Seinen,jenen, die seine Beziehung – die Beziehung Jahwehs zu uns – aufnehmen, Zugang zu seinen Gedanken schenkt: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Jahweh denen bereitet hat, die ihn lieben. Uns aber hat Jahweh es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Jahwehs“ (1. Korinther 2,9-10; Jesaja 64,1-3; Daniel 1,17.20; 5,12; 12,4).

Menschen wie Mose, Mirjam, Hiob, die Propheten, Daniel, Schadrach, Meschach, Abed-Nego, Esther, David, die Apostel, Stephan u.a.m., die wir zur Wolke von Glaubenszeugen (Wegweiser) rechnen dürfen, haben die Tiefen des himmlischen Vaters Jahweh erkennen dürfen. Sie lebten inmitten ihrer Ausgrenzung, die sogar den Tod zur Folge haben konnte, von dieser endzeitlichen Zielgewissheit: „Denn von Jahweh und durch Jahweh und für Jahweh (auf Jahweh hin) sind alle Dinge (alles)! Ihm sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen“. Diese Zielgewissheit ist ihnen allen durch die lebendige Beziehung mit dem himmlischen Vater geschenkt worden. Jahshua (Jesus) ist uns in der Beziehung zum Vater das vollkommenste Zeugnis geworden.

Ein Zeugnis: Nebukadnezar, dem König von Babel wurde Folgendes gemeldet: „Nun sind jüdische Männer hier, die du zur Verwaltung der Provinz Babel eingesetzt hast, Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, o König, schenken dir keine Beachtung; deinen Göttern dienen sie nicht, und vor der goldenen Statue, die du aufgestellt hast, werfen sie sich nicht nieder“ (Daniel 3,12). Nebukadnezar drohte ihnen, wegen des durch Intrigen gegen die Juden entstandenen neuen Gesetzes, das er nicht mehr aufheben konnte, mit dem Tod durch Feuer. Doch siehe da ihre Antwort: „Ob unser Gott Jahweh, dem wir dienen, uns erretten kann, sowohl aus dem brennenden Feuerofen, als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns erretten – oder ob nicht: es sei dir jedenfalls kund, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor der goldenen Statue, die du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden“ (Daniel 3,13-18).

Sie schauten auf das Danach! Sie lebten von der Auferweckungsgewissheit durch die Herrlichkeit des himmlischen Vaters. Abraham hatte ihnen diese Auferweckungsgewissheit vermittelt (vgl. Römer 4,17-18). Sie war durch Abraham im israelitischjüdischen Volk vollkommen lebendig. Das irdische Leben hat nicht das letzte Wort! In dieser Glaubenskraft vermögen wir die unvorhergesehenen „Zwischenfälle“ zielorientiert zu durchleben. „Wir wissen aber, dass denen, die Jahweh lieben, alle Dinge zum Guten (zum Besten) mitwirken, denen die nach seinem Vorsatz berufen sind. Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes Jahshua gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht“ (Römer 8,28-30).

Der himmlische Vater begleitet uns durch die tiefsten Nöte unseres Lebens. Er führt uns durch sie zum Ziel der Verherrlichung. Der Prophet Jesaja kann darum voller Überzeugung ausrufen: „Siehe zum Heil wurde mir bitteres Leid“ (Jesaja 38,17). Aus derselben Gewissheit kann auch Shaul sagen: „Denn ich denke (urteile), dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit“ (Römer 8,18).

In diesem Sinne wünsche ich Dir von Herzen eine lebendige Beziehung zu Jahweh, der uns in keiner Situation aufgeben lässt, selbst wenn uns alle menschlichen Kräfte verlassen!

Gregor Dalliard