„… und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater. Ihm (dem Vater) sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter, wahrlich (Amen)“ (Offenbarung 1,5b-6)

Glaubensimpuls 18

Zum letzten Shabbat-Beginn (Freitag dem 20.01.) erinnerten wir uns daran, dass wir in dem Mashiach in allem reich gemacht worden sind (vgl. 1. Kor 1,5). Von der Hingabe Jahshuas an den himmlischen Vater sind wir immer neu und tief berührt. Die Evangelien und die Briefe legen ein beredtes Zeugnis von dieser Liebe ab. Diese Liebe und Treue Jahshuas zum Vater bewegt uns, ja sie treibt uns im Geiste Jahshuas auf den Vater hin um ihm mit noch grösserer Freude, mit Danksagung, Ausharren und Hingabe zu dienen. Wie könnte es in unserer Stellung anders sein? In der Offenbarung an Johannes, die er an die sieben Gemeinden in Asien weiterleiten sollte, lesen wir: „Johannes den sieben Versammlungen, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind und von Jahshua HaMashiach, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen (von der Gottferne erlöst) hat in seinem Blut und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: „Ihm (dem Vater) sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wahrlich (Amen)“ (Offb 1,4-6).

Was den Lesenden dieser Verse meistens zuerst berührt ist die Aussage „… und uns gemacht zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm (dem Vater) sei die Herrlichkeit und die Macht in die Zeitalter der Zeitalter! Wahrlich (Amen)“. Jahshua hat uns dank seiner Liebe, Treue und Hingabe an den Vater und dank seines Ausharrens bis zum letzten Blutstropfen am Marterpfahl von Golgatha zu einem Königtum und zu Priestern gemacht. Zu welchem Königtum gehören wir? Priester von welcher Zugehörigkeit sind wir? Es gibt viele Königtümer auf dieser Erde. Die Geschichte hat davon genug gesehen. Es gibt auch moderne und modernste Königtümer, wie etwa das Bankenwesen, politische Königtümer, wirtschaftliche Königtümer u.a.m. Wir können ihnen nicht ausweichen. Wir leben mittendrin, täglich. Wie viele Priesterschaften haben die Menschen in den Religionen und Kulten dieser Welt schon gesehen! Es gibt sie immer noch und es gibt immer wieder neue.

Unmissverständlich schreibt Johannes, dass Jahshua uns gemacht hat zu einem Königtum und zu Priestern seinem Gott und Vater. Wir können uns die Freude Jahshuas vorstellen, als er uns seinem Gott und Vater als königliche Söhne und Priester zuführen und übergeben konnte. Wann geschah denn diese Zuführung und Übergabe (Berufung, Herausrufung)? Shaul sagt es so: „In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, die Frohbotschaft eures Heils gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Geist der Verheissung. Der ist das Unterpfand unseres Erbes, auf die Erlösung seines Eigentums, zum Preise seiner Herrlichkeit“ (Eph 1,13-14).

Der himmlische Vater hat uns dazu vorher erkannt und vorherbestimmt: „Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorher bestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (Röm 8,29).

Wir sind also unter dem Haupt Jahshua eine königliche und priesterliche Bruderschaft, deren Erwählung bereits auf Abraham, Isaak und Jakob zurückgeht und ihre Wurzeln in Adam hat (vgl. 1. Mo 3,15 über Noah: 1. Mo 5,28-32; Kap 9 über Abraham 1. Mo 12,1-3, über das Zwölf-Stämmevolk: 2. Mo 4,22-23, Röm 9,4.23-26).

„…die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit (Herrschaft) und die Bündnisse… und damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefässen der Begnadigung kundtue, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat… uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen („verlorenen“ zehn Stämmen). – Wie er auch in Hosea sagt: ‚Ich werde Nicht-meinVolk mein Volk nennen und die Nicht-Geliebte Geliebte‘ (Hosea 2,25). ‚Und es wird geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes Jahweh genannt werden“ (Hosea 2,1; Röm 9,4.23-26).

Johannes schreibt im Auftrag des himmlischen Vaters durch Jahshuas nicht von ungefähr „und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm (dem Vater) sei die Herrlichkeit und die Macht in die Zeitalter der Zeitalter!“ Shaul schreibt ja nicht umsonst: „Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in den Himmelswelten in dem Mashiach Jahshua, damit er in den kommenden Zeitaltern den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in dem Mashiach Jahshua“ (Eph 2,6-7).

Darum beinhaltet Königtum immer auch Herrschaft in den Himmelswelten und zwar in den kommenden Zeitaltern. Hier auf Erden darf kein Messiasgläubiger über den anderen herrschen, denn wir sind Brüder, auch Brüder Jahshuas (vgl. Mt 23,8-12; Gal 5,26; Phil 2,2-3). Priestertum beinhaltet immer auch richterliche, beurteilende und barmherzige Begleitung, als Prozess der Wiederherstellung (vgl. 1. Kor 6,2-3; Dan 7,22; Offb 2,26; 20,4), bis zu dem Augenblick da „in dem Namen Jahshua jedes Knie sich beugen, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekennen wird, dass Jahshua HaMashiach Herr ist, zur Ehre des Gottes Jahweh, des Vaters“ (Jes 45,23; Röm 14,11; Phil 2,10-11; 11,32). Der Vater wird sich durch Jahshua und uns, seine Brüder, im Laufe dieser Zeitalter (Äonen, aionas) an uns und durch uns verherrlichen. Alle Geschöpfe werden durch diesen königlichen und priesterlichen Dienst wieder hergestellt werden. Shaul sagt unmissverständlich: „Deshalb tue ich euch kund, dass… niemand sagen kann Herr ist Jahshua, ausser im Geist (durch die Kraft) Jahwehs“ (1. Kor 12,3).

Die Aussage Shauls gehört darum in diesen Zusammenhang: „Denn so viele durch den Geist Jahwehs geleitet werden, die sind Söhne Jahwehs. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft (der religiösen Sklaverei) empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, indem wir rufen: „Abba, Vater! Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Söhne (Kinder) Jahwehs sind. Wenn aber Söhne (Kinder), so auch Erben, Erben Jahwehs und Miterben des Mashiachs, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden“ (Röm 8,14-17).

Damit deckt sich auch die Aussage Shauls an Timotheus: „Deswegen erdulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil, das in dem Mashiach Jahshua ist, mit bleibender (ewiger) Herrlichkeit (Herrschaft) erlangen. Das Wort ist gewiss (zuverlässig, treu). Denn wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch mitleiden; wenn wir ausharren, werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, wird er auch uns verleugnen; wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ (2. Tim 2,10-13). Darum ermutigt uns der Schreiber des Hebräerbriefes: „Sein Haus sind wir, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.“ (Hebr 3,6).

Von Herzen wünsche ich allen Lesern, der königlichen und priesterlichen Bruderschaft Jahshuas, ein aufrichtiges Shalom

Gregor Dalliard