„Und sie singen das Lied Moses des Knechtes Jahwehs, und das Lied des Lammes und sagen..“ (Offb 15,3). Teil 12a

Glaubensimpuls 95

Wir sind immer noch bei der Offenbarung, genannt „Offenbarung des Jochanan“. In diesem und mindestens noch im nächsten Gim wollen wir uns etwas in das Lied Moses und das Lied des Lammes vertiefen.

Das Lied Moses, das uns in 2Mo 15  überliefert ist, wird zusammen mit dem Lied des Lammes nach Vollendung der sieben Plagen und dem Untergang Babylons gesungen werden. Davor ist die Rede von den sieben Plagen, „die letzten; denn in ihnen wurde das Gericht (Grimm) Jahwehs vollendet (die endgültige Entscheidung Jahwehs zur Ausführung gebracht)“ (Offb 15,1). Nach der Ankündigung des gewaltigen Gesanges der Anbetung auf den einzig EINEN Abba Jahweh hin und zwar durch das Lied Moses und des Lammes, wird uns von der wundervollen Anbetung Jahwehs durch alle Nationen berichtet „..denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Taten (Rechtsbestimmungen, Rechtsforderungen allen Völkern) offenbar geworden sind“ (Offb 15,4).

Das Lied Moses ist Fundament und Massstab aller Anbetung. Es gilt zu jeder Zeit für alle Menschen als Orientierung, Richtung und Wegleitung in der Anbetung des einzig EINEN. Ihm zugrunde liegt die Erlösung Jahwehs. Kein Weg führt daran vorbei, für keinen Menschen! Darum wird es am Ende der Gerichte von allen Menschen als Lied der Anbetung gesungen werden. Hier wird niemand sonst neben Jahweh angebetet. Das Lied des Lammes ist in diesem Anbetungsgebet des Lied Moses integriert. Darum wird das Lied Moses auch zuerst genannt. Jahshua glaubte und lebte im gleichen Geiste wie Mose – mit ganzer Hingabe an den Abba Jahweh.

Das kann Kirchenmenschen, die ihren Glauben auf die Bibelauslegung der katholischen Kirchenväter bauen, verwirren, weil für sie Jahshua gleich Gott (Erlöser) ist, der gleich Jahweh angebetet wird. Sie wissen nicht, dass ausnahmslos jeder Erlöser und jede Erlösung von Jahweh allein ausgeht (vgl. Hebr 3, 1-4), dem allein die Anbetung gebührt. Das Lied Moses steht nach dem Willen Jahwehs als der einzige Weg der Anbetung da. In ihm ist uns die ungeteilte Haltung Jahweh gegenüber in ausserordentlicher Weise dargestellt.

Das Lied des Lammes kennen nur die von Jahweh für den Dienst und die Sendung Jahshuas Verordneten (vgl. Offb 14,3), welche den Auftrag Jahshuas weiterführen, der von seiner Sendung sagte: „Ich bin nur gesandt zu den „verlorenen“ Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15, 24 u.a.m.). Es sind solche aus den zwölf Stämmen, wie vor allem die Apostel, die siebzig Jünger und andere Juden, die aus den Stämmen Juda und Benjamin kamen – also Juden waren und es auch blieben –  und solche, die aus den übrigen zehn „verlorenen“ Stämmen laufend hinzukommen. Solche, die sich im Geiste Jahshuas wieder, wie die gerechten Juden, in die Anbetung des einzig EINEN Vaters Jahweh einpfropfen lassen, „die seinen (Jahshuas) Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen“ (Offb 14,1). Es sind Hundertvierundvierzigtausend aus den zwölf Stämmen. Diese sind „von Anfang an, als Erstlingsfrucht für Jahweh und das Lamm erkauft worden“ (Offb 14,4). Sie werden als solche bezeichnet, die sich nicht mit Frauen befleckt haben, d.h. es sind solche „die von der Erde erkauft waren“ (Offb 14,3), d. h. sie sind jahwehlos geworden, haben sich aber durch seine Gnade, seitdem sie wieder eingepfropft sind, ganz Jahweh überantwortet und beten ihn allein an.

Als Überwinder wird ihnen, zusammen mit den andern Heiligen aus Juda, die Herrschaft übergeben werden, d.h. ihnen werden die Gerichte zur Wiederherstellung übergeben werden. Darum werden sie das Lied Moses und des Lammes singen. Das Lied des Lammes beinhaltet Folgendes: die Treue Jahshuas zum Vater und zu seiner Sendung, bis zum letzten Blutstropfen, und die Treue aller, die durch Jahshua und seine Jünger im Laufe der Geschichte wieder eingepfropft werden. Damit verbunden ist die alles überragende und unverdiente Gnade Jahwehs und die daraus erwachsende Treue zu ihm und das Ausharren. Darum wird sich einmal, nach der Wiederherstellung (Gerichte), auch jedes Knie der bis dahin jahwehlosen Menschen im Himmel, auf der Erde und im Sheol (Unterirdischen) in Dankbarkeit beugen und jede Zunge (der Jahwehlosen) in Dankbarkeit bekennen, „dass der Jahshua Ha Mashiach (der vom Vater mit seinem Geist und seiner Autorität erfüllte, gesalbte) Herr ist, zur Ehre des Vaters“ (Phil 2,10-11). Und „Jahweh, unser Gott (d.h. Erlöser) wird alles in allem sein“ (1Kor 15,28), „denn von ihm und durch ihn und für ihn (auf ihn hin) sind alle Dinge! Darum sei ihm die Herrlichkeit in diesem Zeitalter! Wahrlich“ (Röm 11,36).

Auch an diesem Shabbat wollen wir Jahweh, dem persönlichen Schöpfer unseres Lebens, die Herrlichkeit und Ehre geben. Jeder nach seinem Vermögen, seinen Umständen entsprechend! Darauf ruht sein Segen. Von Herzen wünsche ich allen seinen Segen, den wir in allem erwarten dürfen. „Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht Jahweh, dein Erbarmer“ (Jes 54,10). Alles gereicht uns also zum Besten.

Mit einem herzlichen Shalom

Gregor Dalliard