„Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt, und sah die Überwinder über das Tier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens an dem gläsernen Meer stehen..“ (Offb 15,2) Teil 13a

Glaubensimpuls 97

Nun, ihr lieben Gimleser, seid herzlich gegrüsst! Welch ein Geschenk seiner Gnade ist es doch, dass wir uns mit dem wertvollsten der Bücher dieser Erde auseinandersetzen dürfen, ja, dass wir überhaupt den Zugang zum grössten Schatz der Welt finden durften, von dem wir jeden Tag reich gesegnet schöpfen dürfen. Gepriesen sei Jahweh und sein prophetisches Wort, gesegnet seien alle jene, die uns dieses Buch bis heute zugänglich gemacht haben, auf dass wir Einblick in seine ursprünglichen wunderbaren Zusammenhänge suchen und finden dürfen. Sie lassen unser Glaubensleben reich werden. Dieser freie Zugang war mir früher, als Katholik, vergönnt. Ich hatte ihn auch nie vermisst. Es lässt sich auch ohne Bibel leben, ja selbst mit einem verkehrten Zugang und einem verzerrten Verständnis der Bibel kann gelebt werden. Erst wenn uns die Augen für den zusammenhängenden Heilsplan Jahwehs schrittweise geöffnet werden, stellen wir fest was wir bis dahin alles an Segen und Verherrlichung unseres Schöpfers Jahweh verpasst haben!

Das Lied Mose und das Lied des Lammes werden also stehend von den Überwindern gesungen und zwar vor etwas, das aussieht wie ein Meer. Es schaut aus wie ein gläsernes Meer und es ist mit Feuer gemischt. Vorweg sei gesagt, dass die Bilder von Wasser und Feuer im israelitisch-jüdischen – heilsgeschichtlichen –  Zusammenhang immer mit Reinigung und Leben, mit Umkehr oder Umsinnung und mit neuem Leben, in der Qualität Jahwehs, zu tun haben. Mit Wasser wird kräftig gewaschen und gespült. Noch einmal gewaschen usw., wir denken an unsere Wasch- und Geschirrspülmaschinen die täglich und nächtlich ihr Werk tun. Es wäscht und wäscht bis die Sache zur Freude aller neu erglänzt.

Mit dem Feuer ist es ähnlich. Im heilsgeschichtlichen Zusammenhang hat es nur reinigende Funktion nie endgültig zerstörerische! Die unechte, verkehrte und falsche Eigenschaft wird vom echten, gerechten und wahren, dem Jahweh gemässen Wesen, geschieden. Das Unechte, Verkehrte, Falsche, wird nicht mehr sein. Es hatte seine Bedeutung nur für eine bestimmte Zeit, es war nur vorübergehend, denn: „Siehe, ich mache alles neu“ (Jes 43,19; Offb 21,5). „Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Jes 65,17; 66,22; 2 Ptr 3,13; Offb 21,1).

In den sieben Botschaften an die sieben Gemeinden in Kleinasien (vgl. Offb 2 u. 3), ist durchgehend die Rede von dem Ausharren und der Treue zu Jahweh. Damit verbunden ist die Rede von den Überwindern, denen laufend wunderbare Verheissungen zugesprochen werden. Mose und Jahshua sind beide aus dem israelitisch-jüdischen Volk, beide sind Israeliten, bzw. Juden. Beide werden uns in der Bibel (BuS) und in den BeS (NT) als die aussergewöhnlichen und jahwehtreuen Propheten und Überwinder dargestellt. Sie sollen uns als die leuchtenden Vorbilder im Vertrauen und in der Hingabe an Jahweh und seinem Wort dienen, denn solchen wird die Herrschaft (Gerichte der Wiederherstellung) zugesprochen, die von dem irdischen Jerusalem (das himmlische Jerusalem kommt herab auf die Erde) ausgehen wird und alle himmlischen Örter (eingeschlossen auch alle unterirdischen Örter, Sheol) erfassen wird. Sheol ist von den Kirchenvätern bewusst mit dem heidnischen Begriff Hades, bzw. Hölle, übersetzt worden. Dieses total falsche Verständnis ist von dem später entstandenen Papsttum bewusst übernommen worden um sich die hellenistisch geprägten Menschen leichter einverleiben zu können und sich bewusst von der Bibel, und damit auch von dem auserwählten Volk, den Juden, abgrenzen zu können. Das ist natürlich äusserst verwerflich. Im Laufe der Geschichte sind dadurch Massen von Menschen von der wesentlichsten Wurzel aller Lebensbeziehungen abgeschnitten worden und zu blinden Handlangern des Vatikans verstümmelt worden. Darum ist eine radikale Umsinnung von Katholiken dringend notwendig. Der Vatikan selbst wird diese Umsinnung, religiös äusserst perfekt getarnt, ignorieren. Dieses kirchliche System ist mit seinen vielen finsteren Geschäften zu sehr im Handel mit der Welt verwickelt. Es weiss sich, wie kein anderes System der Welt, als das reichste Staatswesen und als religiös einflussreichste Macht äusserst getarnt zu vermitteln, Beziehungen zu knüpfen, Einfluss zu nehmen. Es ist ihm als Gesamtsystem gar nicht mehr möglich sich davon zu lösen und umzukehren. Es kann sein böses Werk nur zur vollen Gerichtsreife weiterentwickeln. Wie die Offenbarung uns zeigt, geht der Vatikan seiner erschütternden Gerichtsreife entgegen.

Sind die letzten Gerichtsurteile (sieben Plagen) vollzogen, abgeschlossen (vgl. Offb 15,1), dann setzt die Herrschaft der Heiligen, der Überwinder ein (vgl. Dan 7,18. 22. 26-27, Offb 20,4.6; 22,5). Die 144.000 kommen aus den 12 Stämmen. Daran gibt es keinen Zweifel. Das Lied Mose war auch das Lied des Lammes, das Lied Jahshuas. „Und Mose schrieb dieses Lied an jenem Tag auf, und er lehrte es die Söhne Israel“ (5Mo 31,22). Alle 12 Stämme, das ganze Volk, hatten das Lied Mose (5Mo 32) auswendig gelernt. Sie kannten es alle durch und durch! Auch Jahshua hatte dieses Lied gelernt wie jeder jahwehtreue Israelit und Jude. Dieses Lied half auch Jahshua Jahweh und seiner Sendung bis zum letzten Blutstropfen treu zu bleiben. Darum ist das Lied des Lammes im Lied Mose enthalten. Das Lied des Lammes beruht auf dem Lied Mose. Ohne das Lied Mose gäbe es auch kein Lied des Lammes. Für die treuen, von Jahweh gerechtfertigten Juden, ist das Lied des Lammes nicht erforderlich, denn es ist das Lied der „verlorenen“ Söhne des Hauses Israel, die Jahshua durch seine Sendung wieder in den im Lied Mose geoffenbarten Reichtum eingepfropft hat und die Jahweh treu geblieben sind (vgl. Mt 15,24; Mt 9,13 u.a.m.).

Wer also das Lied Mose singt, der singt automatisch das Lied des Lammes oder das Lied aller treuen Juden. Jahsua war ein treuer Jude, durch und durch! Vor dem Einzug in das verheissene Land sangen vermutlich um die 800.000 Israeliten das Lied Mose. Die Zahl 144.000 – aus allen 12 Stämmen – stellt wohl eher eine symbolische Zahl dar. Jedenfalls werden die Gerichte der Wiederherstellung (Herrschaft) auf bewährte Nachkommen der 12 Stämme aufgeteilt sein. Eine faszinierende und aufregende Zeit steht vor uns!

Wie oben angedeutet ist Feuer im israelitisch-jüdischen Verständnis, und damit im biblisch-heilsgeschichtlichen Sinn, immer ein Bild für die Wiederherstellung. Im totalen Widerspruch dazu steht das kirchliche Verständnis von Feuer. Die Kirche hat nach dem grossen offiziellen Abfall von Jahweh und der jüdischen Gemeinde das heidnische, hellenistisch-römische Denkmuster übernommen. Für sie ist Feuer, im religiösen Sinn, meistens ein Feuer der Vernichtung oder ein fortwährendes nie erlöschendes Höllenfeuer. Der Ort dieses Feuers wird nach heidnisch-hellenistischem Verständnis immerwährendes Feuer genannt und der Ort wo dieses Feuer immer brennt wird nach der heidnischen Vorstellung Hölle genannt.

Die Bibel kennt den Begriff Hölle nicht. Sie spricht von Sheol, was etwas völlig anderes meint. Nun, die Hölle ist der Racheort der abtrünnigen Kirchenmitglieder. Sie werden nach der heidnischen Vorstellung und Lehre dort unendlich gequält, aber wirklich unendlich!, weil nach ihrer Lehre erst darin die echte Liebe ihres allmächtigen und allwissenden Gottes sichtbar wird. Eine makabre und äusserst perverse Vorstellung von Jahweh, dem Schöpfer unseres Lebens, eine Lehre, die schon unsägliches Leid über eine Masse von Kirchenmenschen gebracht hat. Die Kirche hat ihre heidnischen Begriffe und Vorstellungen in die BeS (NT) eingefügt. Sie sind äusserst raffiniert und geschickt mit dem hebräischen Offenbarungsgut vermischt worden. Welcher aufrichtige und einfache Bibelleser kann das schon unterscheiden! Darum ist es auch nicht verwunderlich wenn wir bei unserer Arbeit mächtig auf freikirchlichen Widerstand stossen.

Wir halten uns aber an die Worte Jahshuas, auf den sich übrigens auch die Freikirchen berufen, nur hören sie nicht auf ihn darum können sie ihm auch nicht glauben. Sagt er doch: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der (gegenwärtige) Himmel und die (gegenwärtige) Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora (den 5 Büchern Mose) vergehen, bis alles vollendet ist. Wer nun eines dieser geringsten Gebote (Weisungen) auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste (Elendste, d.h. der elendste Lügner) heissen im Reich der Himmel (unter der Herrschaft Jahwehs); wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel (unter der Herrschaft Jahwehs)“ (Mt 5,18). Daran führt kein Weg vorbei, für keinen, der sich auf die Bibel beruft. Bekennen wir uns frohen Herzens zum Glauben Jahshuas! Lernen wir seinen Glauben (seine Jahwehbeziehung), der auf dem Grund der Thora fusste, immer besser verstehen. Haben wir dabei Geduld und Verständnis füreinander.

Im nächsten Gim möchte ich dieses Thema weiterführen. Was Mose im Namen Jahwehs über Israel einst prophetisch voraussagte, erfüllt sich immer wieder. Diese Prophetie hat sich auch an uns erfüllt. Nachdem er sein Volk unter die Völker zerstreut hatte und sie (wir) dort Diener aller möglichen Religionen geworden waren: „Dann werdet ihr von dort aus Jahweh, deinen Erlöser, suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit ganzem Herzen und mit deiner ganzen Geist-Seele nach ihm fragen wirst“ (5Mo 4,27-29). Darum jubelt unser Herz auch an diesem Shabbat. Mit einem herzlichen Shabbat Shalom

Gregor Dalliard

An diesem Shabbat und Sonntag, 27./28. Juli, kommen wir zu einer kurzen brüderlichen Bibelfreizeit in Grosskarolinenfeld (bei Rosenheim) zusammen. Thema: Der Mensch und die Schöpfung aus biblischer Sicht. Wir beginnen jeweils um 15.00 Uhr mit einem kleinen Imbiss. Mit einer Brotzeit werden die Zusammenkünfte unterteilt. Anmeldungen nimmt entgegen: Diether Boge: dietherboge@web.de, Tel.: 08031/9004355.