„Und ich sah die heilige (ausgesonderte) Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Jahweh (dem Erlöser) herabkommen“ (Offb 21,2). Teil 10

Glaubensimpuls 92

Um Jerusalem tobt ein heisser Kampf. Vor allem seit das vierte Weltreich (Tier) mit Sitz in Rom, das uns der Prophet Daniel beschrieben hat, entstand: „Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das alles zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern“ (Dan 2,40).  „Nach diesem schaute ich in Gesichten der Nacht: und siehe, ein viertes Tier, furchtbar und schreckenerregend und aussergewöhnlich stark, und es hatte grosse eiserne Zähne; es frass und zermalmte, und den Rest zertrat es mit seinen Füssen. Und es war verschieden von allen Tieren, die vor ihm waren..“ (Dan 7,7; vgl. 7,23 ). Achten wir auf die Aussage: „Und es war verschieden von allen Tieren (Weltreichen), die vor ihm waren“!

Der Kampf der römischen Machthaber den Juden gegenüber ist geschichtlich vielfach festgehalten. Er war grausam und aussergewöhnlich bestialisch. Und dies, weil die Juden auf den einzig EINEN Erlöser Jahweh und seinen bleibenden Bund verpflichtet waren. Dem israelitisch-jüdischen Volk war das Wesen Jahwehs und das Geheimnis des wahren Lebens geoffenbart. Im Unterschied dazu war die von Jahweh abgefallene Welt Opfer vieler heidnisch-religiösen Philosophien und der blinden Willkür von Theologien und ihren Götterwelten ausgesetzt, von denen die Welt damals wie heute berauscht und gebunden ist, die aber von grosser Unwissenheit über den Schöpfer und das wahre Leben zeugen. Wenn es sein musste verteidigten die Heiligen (das auserwählte Volk) diesen geoffenbarten Glauben bis zum letzten Blutstropfen. So hielt es auch Jahshua den Römern gegenüber und bezahlte, in Erfüllung seiner Berufung und seiner Sendung, mit dem letzten Blutstropfen. Ging und geht es bei der Erwählung Israels letztlich doch um die Ehre Jahwehs, das Heil und die Wiederherstellung aller Menschen. Das ist ja die Herzensbotschaft unseres Schöpfers selbst, die er uns durch sein geoffenbartes Wort seit jeher kundgetan und durch alle seine Propheten, Jahshua und die Apostel bestätigte.

So liessen die römischen Kaiser die Juden beinahe ausrotten und gaben den Überrest unter menschenunwürdigen und qualvollen Bedingungen beinahe samt und sonder dem Tode Preis, hätte sich Jahweh nicht einen treuen und leidenden Überrest als Zeichen seiner Gegenwart, seines Bundes und seiner Heilsverheissungen  bewahrt. Kaiser Vespasian liess im Jahre 70 durch seinen Sohn Titus den  Tempel und die ewige Stadt Jerusalem plündern und zerstören und die Stadtmauern schleifen. Kaiser Hadrian liess im Jahre 135 n.u.Z. auf den Trümmern der ewigen Stadt Jerusalem eine römische Garnisonstadt bauen und taufte sie in Aelia Capitolina um – zu Ehren der griechisch-römischen Götter. Damit glaubten die römischen Herrscher das Volk der Heiligen (d.h. der von Jahweh Ausgesonderten) mit ihrem Monotheismus (dem Glauben an den einzig EINEN Jahweh) für immer gebeugt und beseitigt zu haben.

Die Herrschaft dieses vierten Reiches ist gleichsam nahtlos von den römischen Kaisern auf die Herrschaft des Papsttums übergangen. Darum ist es immer noch aktuell. Es geht ja um die vier Weltreiche, die in besonderer Weise mit den Juden, den Heiligen (Ausgesonderten) Jahwehs, zu tun hatten und haben. Das christlich-heidnische Rom des Papstes handelte und handelt den Juden gegenüber im gleichen Geiste wie die römischen Kaiser. Ein paar von Jahweh und seinem Wort abgefallene Bischöfe führten mit der Hilfe Kaiser Konstantins die Gemeinden im 4. Jh. schrittweise und gewaltsam in die Jahwehlosigkeit und in die totale Trennung von den Heiligen Jahwehs. Damit führten sie die ihnen Anvertrauten auch in die völlige Verdummung und Unwissenheit über die prophetisch-heilsgeschichtlichen Zusammenhänge. Sie haben bis heute keinen Bezug mehr dazu. Es zermalmte und zerschmetterte im Laufe seiner Geschichte zahllose Juden. Nicht zuletzt durch den zutiefst katholisch-mystischen und okkult-depressiven Führer Adolf Hitler. Der Vatikan hatte Hitler nicht gehindert, obwohl dies durch einen Aufruf des Papstes zu jener Zeit möglich gewesen wäre. Wie ein Blitz hätte eine solche päpstliche Botschaft bei den Menschen eingeschlagen und eine Welle von Widerstand ausgelöst. Doch das waren Jahweh, sein auserwähltes Volk und das Heil der Menschen dem christlichen Papst in Rom nicht wert! Schliesslich war Hitler katholisch getauft und damit Mitglied der katholischen Kirche und ein willkommenes Werk gegen den Kommunismus. Er ist übrigens bis heute von keinem Papst exkommuniziert worden!! Der Papst ignorierte sogar eiskalt das Bitten und Flehen so mancher Menschen, die ihn eindringlichst aufforderten seine Stimme endlich gegen Hitler zu erheben. Er liess viele Menschen, die gegen Hitler aufschrien oder etwas gegen ihn unternahmen ganz einfach im Stich. Manche von ihnen werden heute heilig gesprochen – ein  beeindruckendes ideales Mäntelchen mit dem geschickt vergangene  Verbrechen zugedeckt und die religiösen Massen abgelenkt werden! Im Gegenteil, der Papst schloss 1933 mit Hitler einen Pakt, ging mit ihm ein Bündnis ein, als das Elend des auserwählten Volkes unseres himmlischen Vaters bereits zum Himmel schrie.

Jochanan berichtet uns von dem Wiederherstellungsprozess der Schöpfung Jahwehs: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Jahweh herabkommen, bereitet wie wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Jahwehs bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Jahweh selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron sass, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig“ (Offb 21, 1-5).  Und dann sprach der Vater Jahweh in der Offenbarung wieder die Gegenwart an, die konkreten Herausforderungen und das Überwinden: „Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ziel. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Erlöser (d.h. Gott) sein, und er wird mir Sohn sein“ (Offb 21,5b-6). Zur Sohnschaft des Vaters gehören natürlich auch Frauen.

Welch ein Trost für die treuen Juden und alle treuen Eingepfropften! Jahweh inmitten von Jerusalem. Er nimmt den zentralen Platz ein. Das himmlische Jerusalem vereint mit dem irdischen Jerusalem: Mittelpunkt, Zentrum, Angel- und Asugangspunkt aller Heils- und Wiederherstellungswege und -prozesse. Hier wird den Heiligen Jahwehs  die Herrschaft übergeben werden. Darüber aber im nächsten Impuls. Was uns auch sehr berührt und betroffen macht ist die Tatsache, dass alles was auf Erden existiert ein Schatten der himmlischen Dinge ist. Bedenken wir: ein Schatten! Stehen wir im Lichte einer Lampe oder der Sonne können wir unseren Schatten sehen. Beeindruckend, aber was ist ein Schatten? Ob wir wollen oder nicht, er ist im Lichte nicht von uns wegzudenken. Ein Schatten aber gibt nur die Konturen der Wirklichkeit wieder. Jeder Schatten wird also von einer Wirklichkeit ausgelöst, von dem Ganzen, dem Vollkommenen. Die Wirklichkeit können wir im Detail sehen, nicht aber im Schatten. So ist die von Jahweh erwählte und nach dessen Vorgaben gebaute Stadt Jerusalem der Schatten der prächtigen und berauschenden Stadt, des himmlischen Jerusalem, von dem aus alles neu wird. Wie muss das schön sein! Jochanan durfte einen Blick hinein in das vereinte Jerusalem tun. Alle unsere Vorstellungen vermögen nicht annähernd etwas von dieser Herrlichkeit zu erfassen.

Wir können wohl verstehen, wenn schon das irdische Jerusalem (Schatten)  eine solche zentrale Bedeutung einnimmt, wie viel mehr das himmlische Jerusalem. David bezeichnete den zu bauenden Tempel in Jerusalem als Schemel der Füsse Jahwehs: „Hört mich, meine Brüder und mein Volk! Ich hatte mir in meinem Herzen vorgenommen, ein Haus der Ruhe zu bauen für die Lade des Bundes Jahwehs und für den Schemel der Füsse unseres Erlösers..“ (1Chr 28,2; vgl. Ps 99,5; 110,1; Jes 66,1; Kla 2,1; Hes 43,7). David und mit ihm ganz Israel war sich bewusst, dass der Tempel trotz seiner berauschenden Pracht nur der Schemel (Schatten) der Füsse Jahwehs darstellen würde. Als Salomo noch in den Wegen Jahwehs ging und den Tempel nach himmlischen Vorgaben gebaut und einrichtet hatte, war ihm klar, dass der irdische Tempel Jahweh nicht zu fassen vermag. Darum betete er bei der Einweihung: „Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe“ (1Kö 8,27). In Anlehnung an die Propheten nannte Jahshua Jerusalem „die Stadt des grossen Königs“ (Mt 5,35). Was wird aus dieser Erde, wenn das himmlische Jerusalem herabkommen wird? – eben alles neu!

Eines ist uns gewiss zugesagt: Die Stadt Jerusalem, wie sie vom Himmel herabkommen wird, wird „die Herrlichkeit Jahwehs“ sein (Offb 21,10). Wir verstehen, warum sich die treuen Heiligen Jahwehs so sehr an Jerusalem gebunden wissen. „Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so verdorre meine Rechte! Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner grössten Freude erhebe“ (Ps 137, 5-6). Vom himmlischen Jerusalem, das herabkommen wird auf Erden, wird also alle Wiederherstellung ausgehen, hin in alle himmlischen Örter, in alle irdischen Örter und in alle Örter des Sheols (Unterirdischen) (vgl. Phil 2,10-11; 1Kor 15,20-28; Röm 11,36 u.a.m.). „Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5). Diese Botschaft wird alles erfassen.

In dieser tiefen Freude Jahwehs grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat. Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard