„Und er liess sich von ihnen finden“ (2. Chronik 15,1-4)

Glaubensimpuls 3

Der Gedanke ohne Beziehung und Gemeinschaft mit Gott Jahweh in dieser Welt leben zu müssen, war für den Propheten Jeremia (JirmeJahu, ca. 645 in Anatot, nahe bei Jerusalem, geboren) unerträglich. Über den tiefsten Sinn der Erwählung und Aussonderung Israels blieb sich Jeremia immer bewusst. Die Erwählung Israels und alle damit verbundenen Auseinandersetzungen mit dem Pharao in Ägypten und im Laufe der Heilsgeschichte mit der gesamten Welt beruhte und beruht auf der Absicht Jahwehs “damit man auf der ganzen Erde meinen Namen Jahweh verkündigt” (2. Mose 9,16; Römer 9,17). Doch wer will die Gemeinschaft mit Gott Jahweh? Obwohl der Mensch nach dem Ebenbild Jahwehs, d.h. in tiefster Gemeinschaft und Wesenseinheit mit dem himmlischen Vater Jahweh geschaffen wurde (1. Mose 1,26), ist er ständig versucht, eigene Wege zu gehen und sich ein eigenes Gottesbild zu schaffen. Dieser Drang gehört zu der schlimmsten Versuchung des gefallenen Menschen. Das Resultat sind die Religionen, die ohne lebendige Gottesbeziehung eigene Gottesvorstellungen, Ämter und Lehren kreieren und damit Massen von Menschen versklaven.

Jeremia wusste um die zahlreichen Treulosigkeiten des auserwählten Volkes, die gerade darin den Namen Jahwehs, sein Wesen, vor den götzendienerischen und über Gott unwissenden Völkern schlecht machten, ihn verlästerten (Jesaja 52,5; Römer 4,24). Nicht umsonst sagt der Psalmist: “ein törichtes Volk hat deinen Namen (Wesen) verachtet” (Psalm 74,18). Selbstverständlich waren nie alle an dieser Verachtung beteiligt.

So bat Jeremia Gott Jahweh, trotz der zahllosen Treulosigkeiten Israels, ihnen, um seines Namens willen, gnädig zu bleiben. (Jeremia 14,7). „Du bist doch in unserer Mitte, Jahweh, und über uns ist dein Name ausgerufen. Verlass uns nicht!“ (Jeremia 14,9). Jahweh bleibt gnädig, denn sein ganzes Volk wird am Ende der Tage, aber nach vielen Gerichten (Zurechtbringungen), umkehren zu seinem Namen (Jesaja 52,6; Römer 11,26. 32).

In den letzten Glaubensimpulsen habe ich aus dem Wort Gottes etwas von den Tiefen des Wesens Jahwehs enthüllt, die in dem Namen Jahweh verborgen und gebündelt sind. Den Namen Jahweh hat er ja als seinen persönlichen Namen Mose geoffenbart, als Mose ihn danach fragte (2. Mose 3,13-15).

Zur Zeit des König Asa von Juda (911/10-870/69) erlebten die Völker grosse Beunruhigungen und es stiess sich Nation an Nation: „In jenen Zeiten gab es keine Sicherheiten (keinen Frieden), für den, der hinaus- und für den der hineinging; sondern viele Beunruhigungen (grosse Wirren) kamen über alle Bewohner der Länder. Und es stiess sich Nation an Nation und Stadt an Stadt; denn Gott beunruhigte (verwirrte) sie durch allerlei Bedrängnis“ (2. Chronik 15,5-6). In jener Zeit kam der Geist (Ruach = Odem Jahwehs) über den Propheten AsarJah. Er sprach zu Asa: „Hört mich an, Asa und ganz Juda und Benjamin! Jahweh ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid. Und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Wenn ihr ihn aber verlasst, wird er euch auch verlassen. Und Israel war lange Zeit ohne den wahren Gott Jahweh und ohne belehrenden Priester und ohne die Weisungen der Thora. Aber in ihrer Bedrängnis kehrten sie um zu Jahweh, dem Gott Israels; und sie suchten ihn, und er liess sich von ihnen finden“ (2. Chronik 15,1-4). Erleben wir nicht ähnliche Zeiten? Wie ist das mit uns? In dieser schweren Zeit suchten sie die Gemeinschaft mit Jahweh „und er liess sich von ihnen finden“.

Nun freuen wir uns über die Beziehung und Gemeinschaft mit Gott Jahweh. Die israelitisch-jüdischen Propheten und Psalmisten forderten, erfüllt von dem Ruach (Geist = Hauch) Jahwehs, die Versammelten auf: „Jauchzt Jahweh alle Welt! Besingt die Herrlichkeit seines Namens“ (Psalm 66,1-2), d.h. besingt die Inhalte, die Wesenszüge, die Heilswege, das Heilswirken, die Heilsgerichte und die Heilsziele des Gottes Jahweh. Das Ziel, von dem die Erwählten, die Ausgesonderten, die Söhne, die Miterben Jahshuas, die Erben Jahwehs (2. Mose 4,22-23; 5. Mose 7,6-8; 32,6.18; Römer 8,14-17.23.28-30; Galater 3,17; 4,6; Epheser 1,4; Kolosser 3,12; 1. Thessalonicher 1,4; 2. Thessalonicher 2,13; 1. Petrus 1,1-2; 2,9 u.a.m.) bereits heute wissen dürfen, hat uns Gott Jahweh über die Propheten und Psalmisten sagen lassen: „Die ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird deinen Namen Jahweh besingen“ (Psalm 66,4). „Alle Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Jahweh, und deinen Namen Jahweh verherrlichen“ (Psalm 86,9).

Durch Jahshua HaMashiach (Jesus Christus) sind wir Miterben, Miteinverleibte (MitLeib) und Mitteilhaber an dem Heilsreichtum des auserwählten Volkes Israel geworden (Epheser 2,19; 3,6; Römer 11,17). Darum verherrlichen wir schon heute mit ungeteiltem Herzen den Namen Jahweh.

Jahshua hat sich völlig eins gemacht mit seinem himmlischen Vater Jahweh: „Denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Johannes 5,30; 4,34). „Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott Jahweh ist, oder ob ich aus mir selbst rede. Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm“ (Johannes 7,16-18).

Da der Geist Jahshuas in uns wohnt, drängt uns dieser Geist eine solche Vertrauensbeziehung zum himmlischen Vater Jahweh aufzubauen und zu pflegen, wie Jahshua sie pflegte. Shaul (Paulus) sagt es so: „Lasst uns in diesem Geist Jahshuas ganz Gott Jahweh leben“ (vgl. Galater 2,19-20).

Das macht unser Leben in jeder Situation lebenswert, weil es zielorientiert gelebt wird, in der Gesinnung und in der Gemeinschaft mit Gott Jahweh. Diese wunderbare Teilhabe stärke uns in den kommenden Herausforderungen und richte uns auf. Er geht mit dir und mit mir, genau so wie er mit Jahshua ging!

Gregor Dalliard