Shawuoth – Teil 6: Zukunft

Glaubensimpuls 408

Der Weg vom Sinai, von Shawuot, hinein ins Verheissene Land, war voll gespickt mit Herausforderungen und Situationen die laufend neue Entscheidungen erforderten. Was JaHuWaH dem Volk an Lebensweisungen mit auf den Weg gab wurde nicht in Frage gestellt, auch nie verworfen, Sie waren ihnen laufend gesagt und gelehrt und immer der Zeit entsprechend ausgelegt worden, ohne die Beziehung zu JaHuWaH aufzugeben. Sie haben diese Lebensschätze laufend und immer wieder verinnerlicht, bewahrt, aber – und das ist uns meistens nicht bewusst – auch darauf auf- und weitergebaut. Darum existiert diese Volk heute noch.

Dank dieser Unterweisungen haben sie alles überstanden, obwohl sie das Leben von allen möglichen Seiten, auch von den allerschrecklichsten, erfahren mussten. Dieses Volk wurde in der Geschichte immer wieder an den Rand des Untergangs getrieben, aber kein Volk wie dieses – immer ein Überrest – stand immer und immer wieder auf, ging – in der Kraft der Verheissungen – weiter, bot dem Unvorhergesehen die Stirn, sah in die Zukunft, forschte und erforschte unablässig – treu dem Auftrag JaHuWaHs (vgl. 1Mo 1,28), und nach der Weisung: “Und sucht den Frieden (das Wohl) der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zu JaHuWaH! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben” (Jer 29,7). Das entsprach und entspricht dem verheissenen Segen an Abraham für alle Völker (vgl. 1Mo 12,3). Und das alles geschah trotz der grausamsten Leiden. Shawuoth bleibt darum ein ausserordentliches Fest auf diesem Planeten. Ein Fest das da heisst: Zukunft.

Wir haben inzwischen aus der Bibel, dem TaNaCH, verstanden, dass JaHuWaH, unser Schöpfer, die Beziehung zu jedem seiner Geschöpfe sucht und will. Da ER uns in seiner Ebenbildlichkeit geschaffen hat (vgl. 1Mo 1,26), kennt er uns innen und aussen, durch und durch (vgl. Ps 139,1-18) und respektiert uns. Die Bibel zeigt uns die Menschlichkeit JaHuWaHs auf. Der Austausch von Abraham, oder Moshe mit JaHuWaH – und von vielen anderen mehr, sind lebendige Zeugnisse davon! Das heisst, JaHuWaH will mit uns in Beziehung, im Gespräch, bleiben, was immer in unserem Leben geschieht. Manchmal brauchen wir viel Zeit um schockierende Erlebnisse zu verarbeiten. JaHuWaH aber geht mit uns durch solche Zeiten und schafft mit uns Zukunft.

Die modernen Lebensentwicklungen stellen uns alle vor immer neue Herausforderungen. Was alles so spannend macht ist die Suche nach Antworten, nach Lösungen, und zwar auf und aus der Basis des Zehn-Wortes (Zehn Gebote). “Sondern von allem, was aus dem Mund JaHuWaHs hervorgeht, lebt der Mensch” (5Mo 8,4b). Nun aber hat JaHuWaH die Basis gelegt, von der aus alle unsere Entscheidungen aufgebaut sein sollen, damit es uns gut geht, so etwa im Zehn-Wort (10 Gebote) am Sinai.
JaHuWaH ist nicht verstummt. Er redet weiter – auch zu dir und mir. Er will mit dir und mir in Kommunikation bleiben und gemeinsam mit uns nach Lösungen suchen. Das macht die Gemeinschaft mit IHM so ausserordentlich wertvoll. Das ist die Kernbotschaft von 1Mo 1,28. Das wiederum heisst: “Glücklich sind, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen” (Ps 119.2). Das sind jene Menschen, die sich in der digitalen Zeit mit Leben und Tod und allem was dazwischen steht, auf dieser Basis auseinandersetzen und nach Lösungen bei den anfallenden Herausforderungen suchen.

Wir wollen darum gerne verstehen, was alles aus dem Munde JaHuWaHs hervorgegangen ist und was heute aus seinem Munde hervorgeht, wenn wir in dieser hochtechnisierten Zeit mit IHM debattieren, wie das etwa Abraham oder Moshe in ihrer Zeit taten. Das kann unendlich hilfreich sein und uns den “verlorenen” inneren Frieden wieder zurückgeben und uns in seinem Frieden bewahren. Suchen wir diese Beziehung zu IHM freut sich JaHuWaH, denn er weiss, dass wir, als seine Geschöpfe, nur in der Beziehung zu IHM den inneren Frieden finden und haben können.

Die Verbindlichkeit JaHuWaH gegenüber, will täglich von Danksagung und Treue gepflegt sein. Als bibeltreuer Mensch will ich ehrlich zu mir selbst sein, diese Beziehung bewusst und gezielt pflegen. Ich will mich nicht selbst betrügen, mich vor JaHuWaH nicht verstellen, am Leben nicht vorbeilaufen, mir und anderen Leid ersparen. Das Schmah Israel (Höre Israel) und das Zehn-Wort (10 Gebote) bleiben untrennbar miteinander verwoben. Der Rabbi Jahushua von Nazareth fasste diesen teuren Schatz so zusammen: “Das erste ist: `Höre, Israel: JaHuWaH, unser Erlöser (Gott), ist der einzig EINE Erlöser; und du sollst JaHuWaH, deinen Erlöser (Gott), lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft. Das zweite ist dies: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (denn er ist wie du, er halt dieselben Bedürfnisse wie du). Grösser als diese ist kein anderes Gebot” (Mk 12,29-31).

Herzliche Grüsse und einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 20. Oktober, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.