Shawuoth – Teil 5: Unterweisung

Glaubensimpuls 407

“Vom Himmel her hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen. Und auf der Erde hat er dich sein grosses Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört.Und weil er deine Väter geliebt und ihre Nachkommen nach ihnen erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit seiner grossen Kraft aus Ägypten herausgeführt. So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass JaHuWaH der alleinige Erlöser (Gott) ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst! Und halte seine Ordnungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht und damit du deine Tage verlängerst in dem Land, das JaHuWaH, dein Erlöser, dir für immer gibt.” (5Mo 4,36-37. 39-40).

Unterweisung brauchen wir Menschen – ausnahmslos! Da bleiben wir aufeinander angewiesen. Mit Shawuoth sind zwei äusserst ernstzunehmende Tatsachen verbunden, die der grosse Prophet Moshe vor seinem Tod noch einmal auf den Leuchter stellt. Erstens hatte JaHuWaH dem auserwählten Volk den Auftrag gegeben, alles zu erforschen, damit sie Leben haben. Der Ausspruch in 1Mose 1,28: “Und JaHuWaH segnete sie, und JaHuWaH sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan”, enthält im gesamtbiblischen Kontext den klaren Auftrag: “und erforscht die Zusammenhänge des Lebens, des menschlichen Lebens, alles was dem Leben dienlich oder schädlich sein könnte”.

Zweitens die Tatsache, dass diesem Volk am Sinai das Wort des Lebens und des menschlichen Zusammenlebens gegeben wurde. Ohne die Beachtung dieser Weisungen, des Zehn-Wortes (Zehn Gebote) ist es nicht möglich verantwortungsvoll Forschung zu betreiben und das Erforschte ebenso verantwortungsvoll auf das tägliche Leben zu übertragen.

Wir bestehen aus Leib und Geist. Nach dem biblisch-prophetischen Wort und Zeugnis bilden Geist und Seele eine Einheit. Die Seele gehört zum Geist. Geist (Seele) und Körper – die zwei – sind in diesem Leben miteinander verwoben. Das hat der Schöpfer so gemacht. In unserem vegetativen Nervensystem können Hemmungen von bestimmten Körperprozessen eintreten. Die Gründe die dazu führen sind vielfältig. Das wollen wir sehr betonen: Die Gründe die dazu führen sind vielfältig. Ein Bereich bildet heute die Ernährungswirtschaft in unserer Gesellschaft. Vieles ist sehr hilfreich und dient der Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit. Vieles aber wird gegenwärtig in eine Richtung gedrängt, die manchem aufrichtigen Menschen zum Verhängnis werden kann. Sie können ihn sogar in Panik versetzen. Ein solcher Mensch unternimmt dann alles als vorbeugende Massnahme um sich gesund zu ernähren. Eine schwere Störung des vegetativen Nervensystems kann die Folge sein. Das ist eine schleichende Krankheit, die einen Menschen in seinem Geist (Seele) schrittweise verändert und meistens die körperliche Verfassung zerstören kann. Das kann soweit führen, dass ein Mensch nicht mehr fähig ist Vertrauen aufzubauen und zu glauben. Manche Menschen begehen in diesen schweren Phasen des Leides Suizid, obwohl sie als gläubig gelten. Die Umwelt reagiert dann verständlicherweise geschockt, weil sie die Zusammenhänge geistig-seelischer und körperlicher Funktionen nicht kennt, die aber dem Schöpfer des Lebens bekannt sind.

Dank dem, dass viele Juden ihrem Schöpfer gehorsam geblieben sind, liess JaHuWaH, der Schöpfer allen Lebens, treue Forscher diese wichtigen Zusammenhänge von auftreten Fehlfunktionen bei Menschen erkennen und uns zugänglich machen.
Geist und Seele sind nicht voneinander zu trennen, weil es da nichts zu trennen gibt. Der Geist ist mit dem Körper verwoben. Erst mit dem Tod geschieht das was der TaNaCH bezeugt: “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7). Ist die Geist-Seele krank kann der Körper krank werden und umgekehrt.

Die griechischen Philosophen haben von den Prägungen ihres heidnischen Schöpfer-Logos her, die Geist-Seele in Geist und Seele getrennt, aufgeteilt. Das kennt der sich offenbarende JaHuWaH nicht. Das Christentum hörte nicht auf JaHuWaH, liess sich nicht von ihm unterweisen. Es hat die Denkweise der griechischen Philosophen übernommen, mit der Vorstellung von ewigen Höllenqualen. Damit brachte das Christentum unsägliches Leid über die Familienangehörigen solcher Menschen, die Suizid begangen hatten. Beging ein gläubiger Mensch aus ihrer Mitte Suizid, behaupteten die christlichen Führer, dass ein solcher Mensch besessen war, nicht wirklich geglaubt habe, vom Heil ausgeschlossen sei, und darum ewiglich in der Hölle schmoren müsse.

In meiner Schulzeit beging ein Mädchen in der oberen Schulklasse Suizid. Das Mädchen hatte Schreckliches erlitten. Doch das kümmerte die christlichen Führer nicht. Das Mädchen wurde ohne Glockengeläut, ohne alle Ablassgebete und ohne Zeremonien, ausserhalb des geweihten Friedhofs, wie ein totes Tier, verscharrt. Wir gewöhnliche Menschen konnten das nicht fassen, nicht verstehen. Wie konnte unser christlicher Glaube so absolut und abgrundtief herzlos und unmenschlich sein? Es fehlte die Unterweisung aus dem Munde JaHuWaHs. Da die Kirche die Juden verfolgte und damit jede Entwicklung des menschlichen Lebens torpedierte, sollten solche religiöse Verirrungen und Verbrechen – im Geiste des christlichen Jesus – die Menschen noch lange mit Finsternis, mit Unwissenheit, quälen. Inzwischen nimmt aber auch die katholische Kirche diesbezüglich Unterweisung an.

Es ist gut sich von JaHuWaH schrittweise unterweisen zu lassen, aus seinem Reichtum zu schöpfen: “Wer hat den Geist JaHuWaHs ermessen, und wer ist der Mann seines Rates, den er unterwiese? Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn über den Weg der Einsicht unterwiesen hätte?” (Jes 40,13-14). Darum seine Aussage: “-, und meine Ehre gebe ich keinem andern. Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich der Erste, ich auch der Letzte” (Jes 48,11b-12).

Shalom! In den Armen JaHuWaHs wünsche ich allen von Herzen einen geruhsamen Shabbat.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. Dezember, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.