„Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, dass sie den Geist der Beziehung zu Jahweh ( den heiligen Geist) bekommen möchten“ (Apg 8,15).

Glaubensimpuls 70

In den letzten drei Glaubensimpulsen (Gim) 67, 68 und 69 versuchte ich auf die Wichtigkeit der Jahwehbeziehung  einzugehen, von der unser ganzes Glaubensleben abhängt und bestimmt wird. Es geht um die ganz persönliche Beziehung Jahwehs zu jedem Einzelnen von uns und um die ganz persönliche Beziehung jedes Einzelnen von uns zu Jahweh. Ich möchte in diesem Gim 70 dieses Thema weiterführen. Dabei geht es um den heiligen Geist. Wie uns das gesamte prophetische Zeugnis darlegt ist er die zutiefst persönliche Beziehungskraft, das pulsierende Leben Jahwehs selbst zu jedem Einzelnen von uns und umgekehrt. Im 4. Jh. n.u.Z. wurde diese Beziehungskraft von Jahweh gelöst und damit in den Menschen die nach der Wahrheit suchten verunmöglicht.

Nach der Zeit der Apostel fingen zuerst einige Kirchenväter damit an, den himmlischen Abba Jahweh auseinander zu nehmen und neue Lehren über ihn zu entwickeln. Sie verliessen das Zeugnis Jahwes, der Propheten, Jahshuas und der Apostel. Sie taten dies nach den strengen Überlieferungsregeln der griechischen Philosophie, vor der Jahweh durch alle Propheten, Jahshua und die Apostel so sehr warnte, so auch Shaul: „Seht zu, dass niemand euch einfange durch die (griechische) Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen..“ (Kol 2,8).

Schliesslich wurden auf den Konzilien von Nizäa 325 und Konstantinopel 381, entgegen dem biblischen Bekenntnis und Zeugnis,  dogmatische heilsnotwendige Lehrsätze und Glaubensbekenntnisse für alle Menschen und für alle Zeiten festgelegt und nach staatskirchlichem römischem Recht verankert. Sie betrafen den himmlischen Vater Jahweh, Jahshua, und den heiligen Geist. Damit entfachten abtrünnige Kirchenväter unsägliche Streitereien, Zerwürfnisse und Spaltungen, deren verheerenden Folgen die Menschen heute noch fassungslos machen. Sie haben bis heute kein Ende genommen. Die Kirchen sind auch nicht willens aufrichtig und ernsthaft diese Irrtümer aufzugeben, weil sie damit zugeben müssten, dass sich ihre Kirchenväter masslos geirrt und sich an dem Heiligsten scheusslich vergriffen haben. Sie müssten zugeben, dass sie sich in ihren Gottesvorstellungen, bzw. Gottheiten, vollkommen geirrt haben. Diese Eingeständnisse aber verbieten die Lehrsätze und die Machtstrukturen der Kirchen und Gemeinschaften, die aus dem Geist dieser ersten Konzilien herausgewachsen sind. Was nicht sein darf darf einfach nicht sein! Das zeigt uns aber wessen Geistes Kind die Kirchen sind! Stattdessen organisieren sie lieber Gebetswochen für die Einheit der Christen und senden ihren Anhängern damit Signale der Täuschung aus. Wir wollen dabei nicht vergessen, dass Abermillionen Kirchen- und Gemeinschaftsmenschen nichts von diesen Dingen wissen. Aufrichtigen Herzens und mit ganzer Hingabe folgen sie ihren Lehrern und deren Lehren. Unwissend gehalten über die heilsgeschichtlichen biblisch-prophetischen Zusammenhänge sind sie überzeugt damit dem Heilswillen Jahwehs zu entsprechen. Was würde wohl geschehen, wenn  sich ihre Lehrer schrittweise auf die Wurzeln der Jahwehbeziehung zurückbesinnen würden, von der die gläubigen Juden, Männer wie Frauen, Propheten, Jahshua und die Apostel durchdrungen waren? Der Segen Jahwehs würde in grossem Mass fliessen und unsere Gesellschaft würde sich verändern.

Die im 4. Jh. definierten neuen Lehren über Jahweh, Jahsua und den heiligen Geist lösen heute unter denkenden, aufgeklärten und bibellesenden Menschen Kopfschütteln aus, ebenso unter Juden, was vollkommen verständlich ist. Diese abstrusen Lehren sind in der Bibel nirgends zu finden.  Und weil keiner sie verstehen kann, müssen sie, umnebelt mit dem Hauch von Mystik und theologischer Hochgeistigkeit, von den Kirchenmenschen als Geheimnis geglaubt und verteidigt werden – um selig werden zu können.

Wie gesagt, diese Vermessenheit hat unermessliches Leid und zahllose Religionskriege entfacht. Trotz der staatlich organisierten frühen Konzilien und deren antibiblischen Beschlüsse, die laufend als staatliche Kirchengesetze erlassen und von allen unter Todesstrafe geglaubt und praktiziert werden mussten, weigerten sich Menschen, durch alle Generationen hindurch, Juden wie Kirchenmitglieder, sich dem brutalen  Joch dieser religiösen Herrscher zu beugen. Sie bezahlten ihre Liebe zur Wahrheit, ihr Suchen nach der Wahrheit, ihr Suchen nach dem Angesicht Jahwehs, meistens mit dem Tod. Die Zahl dieser Menschen beläuft sich seit dem 4.Jh. bis in die Neuzeit herein auf ca. zweihundert Millionen. Beängstigend und erschreckend!

Wie schon angedeutet, wurde also der himmlische Vater in zwei Gottheiten zerrissen, nämlich in Gott den Vater und Gott den Heiligen Geist. Beide wurden zu eigenständigen Personen definiert und beide sollten als Gottheiten angebetet werden, je nach Fest und Umständen. Als dieses Dogma unter der Führung des römischen Kaisers Theodosius 381 auf dem Staatskirchenkonzil von Kostantinopel (heute Istanbul) widerrechtlich zur definitiven heilsnotwendigen Wahrheit erklärt wurde, war die Lehre, dass der jüdische Mashiach Jahshua nicht mehr Jude sei, sondern nach griechischem Muster nun auch eine Gottheit sei, ein Kyrios, der Jesus, und zwar Gott Sohn, wahrer Gott und wahrer Mensch, schon länger philosophiert (vgl. Konzil von Nizäa 325).

Das heidnische Kreuzzeichen, das die christlichen Gemeinden bis dahin nicht kannten, sondern verachteten, weil es eben heidnischen Ursprungs war und weil Jahshua an einem Pfahl hingerichtet worden war, wurde den Gemeinden als  Kultgegenstand per Gesetz aufgezwungen. Mit dem sich Bekreuzigen mussten sie von nun an alle Rituale beginnen und beenden. Auf diese Weise mussten sie sich zu den neuen Drei-Gottpersonen (Dreieinigkeit) bekennen und damit gleichzeitig ihre Ablehnung gegenüber dem einzig EINEN Erlöser (Gott), dessen Gesalbten (dem jüdischen Mashiach) und dem auserwählten Volk, den Juden, zum Ausdruck bringen. Damit mussten sie von nun an auch ihre Zugehörigkeit zur römischen Staatsbürgerschaft, ihre Loyalität zu dem Staatskirchentum und zu seinen neuen Lehren, die nun völlig der heidnischen Tradition entsprachen, signalisieren. Schrittweise mussten sie überall Kreuze aufstellen und sich davor verbeugen und sie schliesslich  anbeten und auch Kreuze als Fetisch  tragen. Hinzu kam später die Legende, dass die Königinmutter von Konstantin, Helena, nach Jahrhunderten das Kreuz in Jerusalem gefunden hätte! So verfielen sie zusehends dem religiösen Wahnsinn und liefen mit offenen Armen in das finstere Mittelalter hinein, mit den entsprechenden Früchten, die heute noch nicht ausgekostet sind. Es waren schwere Zeiten für die Treuen im Lande und sie blieben es bis in unsere Tage herein!

Für Jahshua war das Wort des himmlischen Vaters Leben in Fülle, Leben in einer verantwortbaren Freiheit, Leben in Mündigkeit. Als ihn der Widersacher in schweren Stunden versuchte, verteidigte er seine Beziehung zu Jahweh, und damit seine Glaubensfreiheit und Menschenwürde, mit dem Wort Jahwehs aus der Thora: „Es steht geschrieben: `Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Jahwehs ausgeht`“ (Mt 4,4 aus 5Mo 8,3). „Wiederum steht geschrieben:`Du sollst Jahweh, deinen Erlöser (Gott), nicht versuchen`“ (Mt 4,7 aus 5Mo 6,16). „Denn es steht geschrieben: `Du sollst Jahweh, deinen Erlöser (Gott), anbeten und ihm allein dienen`“ (Mt 4,10 aus 5Mo 6,13; 10,20; 1Sam 7,3).

Um diese Beziehung zu Jahweh ging es auch in Shomron (Samaria). Shaul verwüstete (Paulus) die jüdische Mashiachgemeinde (Apg 8,3). Das sind jene Juden, die glaubten, dass der Jeshua von Nazareth der vom Vater verheissene Mashiach (Messias) sei, der Jahweh-Shua = Jahshua, Jahweh rettet. Die Verfolgten flohen bis nach Shomron, so auch Philipp. Was geschah dort? „Philipp aber ging hinab in eine Stadt Shomrons und predigte ihnen den Mashiach, den Gesalbten. Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philipp geredet wurde..“ (Apg 8, 5-6).

Zuerst sollten die Zuhörer von Shomron erkennen und verstehen, dass die Worte in der Thora, Propheten und Schriften, die von dem Mashiach sprachen sich auf den Jehshua von Nazareth bezogen, den Jahweh zum Jahshua (Jahweh-Shua, Jahweh rettet) gemacht hatte (vgl. Apg 2,36). Sie glaubten diesem Wort und liessen sich auf den Namen Jahshua taufen. Sie haben also, vor allem nach dem freikirchlichen traditionellen Sprachgebrauch, Jahshua angenommen, ihr Leben Jahshua übergeben, ihn als Heiland und Erlöser angenommen und sich taufen lassen und damit eine Wiedergeburt erlebt. Doch, und darauf sollten wir ganz speziell achten, ihnen fehlte noch die Beziehung zum Vater, zu dem eigentlichen Heilsziel, um in der vollkommenen Heilsmündigkeit, in der Sohnschaft, leben zu können.

Als Kepha und Jochanan (Johannes) in Jerusalem davon hörten gingen sie nach Shomron. Was aber erstaunt uns – bei näherem Hinsehen? Die Apostel kommen nicht einfach nach Shomron und freuen sich mit Philipp über die vielen Shomroner, die Jahshua erkannten, ihn in ihr Leben aufnahmen, an ihn glaubten und sich auf dessen Namen taufen liessen und basta! Das genügte ihnen nicht! Das ist mit der Formulierung gemeint „sondern nur (monon de) getauft auf den Namen des Herrn Jahshua“. Diese Tatsache kann den Glauben vieler Freikirchler, die es wohl aufrichtig meinen und für diese Überzeugung alles hergegeben haben, ganz tief erschüttern. Für sie ist Jahshua annehmen und sich auf dessen Namen taufen lassen der Abschluss einer Wiedergeburt, d.h. der Eintritt in die Kindschaft, Sohnschaft Jahwehs. Für die Apostel ist dies aber keineswegs so. An Jahshua glauben, ihn in sein Leben aufnehmen ist für sie, auch für Jahshua, erst der Anfang der Wiedergeburt, der erste Schritt und damit nur eine halbe Sache, die weiter geführt werden muss, die zu einem Ziel führen muss, nämlich zum Abba Vater. Für die Apostel waren die Shomroner trotz des Bekenntnisses zu Jahshua, trotz der Lebensübergabe an Jahshua noch keine Kinder, keine Söhne Jahwehs (Gottes). Ihnen fehlte also noch ihre Beziehung zum Vater. Philipp hatte den Grund gelegt. Darum lesen wir: „Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den heiligen Geist (die Beziehung zum Vater) empfangen möchten; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jahshua HaMashiach. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen die Beziehung zum himmlischen Vater (heiligen Geist)“ (Apg 8, 15-17). „..empfangen möchten!“ Dies war immer auch die Bitte Shauls, dass diejenigen, die zu Jahshua gefunden hatten mun auch in die Beziehung zum Vater treten möchten – wie Jahshua: „..dass der Erlöser (Gott) unseres Herrn Jahshua HaMashiach, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung zur Erkenntnis seiner selbst“ (Eph 1,17; Kol 1,10). „..zur Erkenntnis seiner selbst“!

Die Formulierung „allein getauft auf den Namen des Herrn Jahshua HaMashiach“ beeinhaltet auch Folgendes. Erstens erkannten und glaubten die Berufenen von Shomron, dass Jahshua von Nazareth der vom Vater verheissene Mashiach war. Zweitens erkannten sie die Sendung Jahshuas, die darin bestand das Verlorene zu retten. Welches Verlorene? Was war denn verloren gegangen? Das was aus dem Bund und den Verheissungen  Jahwehs mit Abraham und Isaak und Jakob im Laufe der Jahre durch Ungehorsam und Untreue „verloren“ gegangen ist. Die „Verlorenen“ aus den sogenannten zehn „verlorenen“ Stämmen (Nationen genannt) und verlorene Juden, die Jahweh nicht mehr kannten und ihm nicht mehr dienten oder ihm verkehrt dienten. Diese sollte Jahshua zum Vater zurückzubringen, sie zum wahren Leben und zur vollen Gemeinschaft mit dem Vater führen, zurück zur vollen Sohnschaft. Das ist auch gemeint wenn Jahshua sagt „..und ich gebe ihnen ewiges Leben“ (Jo 10,28), „niemand (von diesen Velorenen) kommt zum Vater als nur durch mich“ (Jo 14,6).

Wie Jahweh durch die Propheten voraussagte würde der Mashiach das auserwählte Volk, die Nachkommen der zwölf Stämme, wieder zusammenführen. Jahshua selbst bestätigt diese Prophetien und spricht unmissverständlich über diese seine spezielle Sendung, ebenso die Apostel, die den Dienst Jahshuas weiterführten (vgl. Jo 10,16; 11,51-52; Mt 15,24; 9,13; 1o,5ff; Lk 5,32; 19,1-10; Röm 11,16ff; Eph Kap. 2 u. 3; u.v.a.m.). Darum heisst es: „denn den Israeliten gehört die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Thora und der Dienst und die Verheissungen, die den Vätern gegeben worden sind und aus denen der Mashiach dem Fleische nach gezeugt worden ist. Über allem ist Jahweh, der gepriesen sei in die Zeitalter“ (Röm 9, 4-5). So sind auch wir hinzugekommen und dürfen an der Weiterführung dieser Wiederherstellung mitarbeiten. Wunderbar!

Jahshua sagt ausdrücklich, dass das ewige (bleibende) Leben darin besteht  den Vater (sein Wesen und seinen Willen) zu erkennen: „Dies ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Erlöser (Gott), und den du gesandt hast, Jahshua HaMashiach, erkennen“ (Jo 17,3; vgl. 2 Petr 1,2; Eph 1,15-17; Kol 1,10). Zu Abraham, dem Vater der Jahwehbeziehung, sagte Jahweh: „Lebe vor meinem Angesicht..“ (1Mo 17,1), d.h. aus meiner Beziehung zu dir. Alle aus dem israelitisch-jüdischen Volk, alle Propheten, Jahshua, die Männer und Frauen und die Apostel lebten vor dem Angesicht Jahwehs, d.h. sie lebten aus der Beziehung Jahwehs zu ihnen und aus ihrer Beziehung zu Jahweh. So betet David: „Dein Angesicht suche ich“ (Ps 27,8).

Jahshua ist uns „nur“ der Weg zurück zum Vater. Wenn er sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“(Jo 14,9), dann heisst das im prophetischen Kontext, wer glaubt wie ich, wer eine Beziehung hat wie der Vater zu mir und ich zum Vater, der ist beim Vater, der ist daheim. Jahshua sagte immer wieder „ich kenne den Vater“ (Jo 7,29; 8,55; 10,15 u.a.m.). Darum konnte er der Shomronin (Samariterin) am Jakobsbrunnen sagen: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen“ (Jo 4,22). Jahshua betete nur den Vater an, keinen Jesus oder irgend einen heiligen Geist! Wer den Vater erkannt hat wie Jahsua und den Vater anbetet wie Jahshua wird nie mehr Jahshua anbeten, weil er nun im Geiste des Jahshua ist und im Geiste Jahshuas anbetet. Wer Jahshua anbetet hat den Vater noch nicht erkannt, auch nicht die Stellung und den Auftrag des Jahshua.

Lassen wir uns nicht täuschen von verkehrten Übersetzungen, die den katholischen Dogmen angepasst worden sind, die aber dem gesamten prophetischen Wort und damit der Lehre Jahshuas völlig widersprechen, wie etwa die Aussage im Korintherbrief: „..samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jahshua HaMashiach anrufen“ (1Kor 1,2). Der Text lautet im prophetischen Zusammenhang: „..samt allen, die sich an jedem Ort auf den Namen unseres Herrn Jahshua HaMashiach berufen“. Das ist etwas völlig anderes.

Über die Erkenntnis wer und was Jahshua ist und in welcher Beziehung er zum Vater steht, sollten die Berufenen von Shomron nun zur Erkenntnis des Vaters geführt werden. Das ist mit der Formulierung gemeint „damit sie den heiligen Geist empfangen möchten; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen“ (Apg 8,16a), d.h. sie hatten noch keine Beziehung zum Vater Jahweh, da war noch kein Leben. Vergessen wir nicht, für die Propheten, Jahshua und die Apostel gab es keinen dreieinigen Gott, der aus drei Personen besteht. Darum gab es für sie auch keinen Heiligen Geist als Gottheit. Für sie war der heilige Geist einzig und allein die ganz persönliche  Beziehung vom himmlischen Vater zu ihnen und umgekehrt. Das ist das wahre Leben in und aus Jahweh. Die Apostel blieben darum mehrere Tage in Shomron, unterwiesen die Berufenen und führten sie über die Thora, Propheten und Schriften in die persönliche Beziehung zu Jahweh ein. „Nachdem sie nun das Wort Jahwehs bezeugt und geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück“ (Apg 8,25).

Kepha und Jochanan sind nicht einfach von Jerusalem herabgekommen und haben den Shomronern eins zwei Fragen gestellt und ihnen gemäss einem Ritual die Hände aufgelegt und flugs – wie durch einen magischen Akt – war da was vom Himmel gefallen, das sie den Empfang des heiligen Geistes nannten. So ging und geht das nicht. Diese Menschen wurden darüber unterwiesen, wer Jahweh ist „dass sie dich, den allein wahren Erlöser (Gott).. erkennen“ (Jo 17,11). Alles Heil, bzw. jede Erlösung, geht immer von Jahweh aus. Er führt die Erlösung durch seine Propheten, Jahshua, die Apostel und andere aus und sie führt immer zum Vater, dem Schöpfer unseres Lebens, zurück. Dieser Prozess läuft nur über den Weg der Unterweisung.  „Wir wissen aber, dass der Jahshua  (Sohn Gottes als Umschreibung, weil Jahshua, Jahweh-Shua, nicht ausgesprochen werden durfte) gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen (Abba,Vater) erkennen.. Kinder hütet euch vor Götzen“ (1Jo 5,20).

Einen Heiligen Geist als dritte Gottperson war für Jahweh, die Propheten, Jahshua und die Apostel undenkbar, ein Götze. Da aber die meisten Kirchen und Freikirchen den heiligen Geist als eine Extragottheit, als eine dritte Person Jahwehs glauben und lehren, bleiben sie im Widerspruch zum Willen und der Lehre des Vaters, der Propheten, Jahshuas und der Apostel. Sie bleiben bei der griechischen Gottheit Jesus, die sie als die zweite Gottheit lehren, haften und können so auch niemals die Beziehung zum Abba Vater aufnehmen und aufbauen. Darum beten viele Kirchenmenschen dauernd den Jesus der Kirche an. Sie sind buchstäblich in den Anfängen und Verirrungen der Kirchenväter stecken geblieben.

Als die Apostel die Shomroner über das Wesen des Vaters, seinen Heilsreichtum, seine Heilswege und -ziele unterwiesen, wurden sie voll des Geistes von oben. Der Abschluss der Unterweisung und die Bereitschaft den neuen Weg wie Jahshua mit Jahweh zu gehen wurde meistens durch Handauflegung besiegelt. Diese Teilhabe am Leben des Schöpfers Himmels und der Erde brachte sie ausser Fassung. Verständlich wenn wir bedenken was das alles beinhaltet und was sie vorher waren. So waren sie nun ausser sich vor Freude. Damit war ihnen der Geist des Vaters gegeben, der auch der Geist Jahshuas war. Sie liessen sich von nun an von diesem Geist leiten. „Weil ihr aber Söhne seid (aus den „verlorenen“ Söhnen Israels), sandte Jahweh den Geist seines Sohnes in unsere Herzen (den gleichen Geist wie Jahshua), der da ruft Abba, Vater! Also bist du nicht mehr Sklave (Opfer von Irrlehrern), sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Jahweh. Damals jedoch, als ihr Jahweh nicht kanntet (Söhne des Ungehorsams wart vgl.Eph 2,2), dientet ihr denen, die von Natur nicht Erlöser (Götter) sind; jetzt aber habt  ihr Jahweh erkannt – vielmehr ihr seid von ihm erkannt worden“ (Gal 4, 6-8).

Übrigens, die Shomronin am Jakobsbrunnen, die auf dem Berg Garizim ihre Götter anbetete, eine Halbisraelitin (vgl. 2Kö 17,14-41), wusste von dem kommenden Mashiach. Als Jahshua mit ihr sprach und ihr sagte, dass das Heil von den Juden komme und der Vater gerade daran ist (durch Jahshua) solche zu suchen („verlorene“ Israels), die ihn in Geist und Wahrheit anbeten würden, wie die gläubigen Juden das täten (vgl. Jo 4, 20-26), sagte sie: „Ich weiss, dass der Mashiach kommt, der Mashiach Jahwehs genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen“ (Jo 4,25), d.h. er wird uns zum himmlischen Vater zurückbringen, damit wir ihn in Geist und Wahrheit, gemäss seiner Offenbarung, erkennen und anbeten werden. Jahsua sagte ihr „ich bin dieser Mashiach, der mit dir redet“ (Jo 4,26). Jahshua führt die „verlorenen“ Israels zurück zur Anbetung Jahwehs, wie dies die gläubigen Juden immer getan haben – nach dem Willen des Vaters, des Schöpfers unseres Lebens. Wunderbar! Was dann in Shomron (Samaria) geschah ist umwerfend!

Shaul schreibt darum: „Denn so viele durch den Geist (die Kraft, die Beziehung) Jahwehs geleitet werden, die sind Söhne Jahwehs. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft  (Unterwerfung unter Kirchen, Götzen, Götzenlehrer und Götzenlehren) empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist (eine Beziehung) zur Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist (durch unsere Beziehung zu Jahweh), dass wir Kinder, (Söhne) Jahwehs sind. Wenn aber Kinder (Söhne), so auch Erben, Erben Jahwehs (Verheissung an Abraham) und Miterben des Mashiach, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden“ (Röm 8,14).

Im nächsten Gim möchte ich etwas über Simon den Zauberer schreiben, durch den uns in diesem Zusammenhang einiges aufgeschlossen wird. Bis dahin grüsse ich alle mit einem herzlichen Shalom und wünsche allen einen segensreichen Shabbat.

Gregor Dalliard