„Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht“ (Ps 36,10).

Glaubensimpuls 67

Das kirchliche heidnisch-christliche Kalenderjahr geht zu Ende, ein neues steht bevor. Zwischen den religiösen Feiern des antiken Fruchtbarkeitskultes – unter dem Kennzeichen Weihnachten – und dem neuen päpstlichen Kalenderjahr machen sich Millionen Menschen neue Vorsätze für ein besseres Leben. Kürzlich fragte mich eine liebe Kirchgängerin (Freikirche) nach meinem Vorsatz, den ich mir für 2o13 vorgenommen hätte. Ich versuchte ihr so kurz wie möglich darzulegen, dass ich mein  Leben nicht nach dem heidnisch-christlichen Kalender und Geiste ausrichte und dass ich mir deshalb auch keine Vorsätze zu machen brauche. Da ich aber allezeit und in allem versuche aus der Gnade allein zu leben, brauche ich mich nicht mit solchen unnützen Dingen zu beschäftigen, die von vornherein zum Scheitern verurteilt seien und meistens nur Frust zurückliessen.

Ich würde aber seit einigen Jahren mein restliches Leben grundsätzlich für die Wiederherstellung der Ehre Jahwehs, die Wiederherstellung seines prophetischen Wortes und damit seines Willens einsetzten. Diese Ehre würde von den Kirchen, Freikirchen, vielen unabhängigen christlichen Gemeinschaften und Israelwerken durch das Festhalten an wesentlichen unbiblischen Lehren über Jahweh und Jahshua  sehr geschändet. Damit eingeschlossen sei ebenso mein Einsatz für die Wiederherstellung der Ehre der Propheten, Jahshuas und der Apostel. Ebenso würde ich mich für die Wiedergutmachung an dem nicht enden wollenden Unrecht an dem auserwählten Volk Jahwehs einsetzen, das die Kirchenväter theologisch und lehrmässig entfacht und dogmatisch irreführend als Wort Jahwehs verankert hätten (Ersatztheologie), das aber heute noch von den Freikirchen und Israelwerken lehrmässig über das Wort und den Willen Jahwehs gestellt und heuchlerisch unterstütz würde –  z.T. unwissend, wie etwa die Israelwerke, die theologisch keine Konsequenzen folgen lassen.

Sie war überrascht und fragte mich was das eigentlich heissen würde aus der Gnade allein zu leben und die Ehre Jahwehs und Jahshuas wieder herzustellen? Darunter konnte sie sich beim besten Willen nichts vorstellen. Ich musste mich kurz fassen, denn unsere Zeit war begrenzt. So sagte ich ihr, dass wir alle berufen seien und bemüht sein sollten den himmlischen Vater, den Schöpfer unseres Lebens, in diesem Leben zu suchen, zu erkennen und seinen Willen im Alltag umzusetzen. Jahshua der Mahshiach sei für uns der Weg zurück zum Vater geworden (vgl. 5Mo 18,15; Jo 5,46; 10,9; 14,6; 1Petr 3,18; Mt 17,5). Das schien ihr noch plausibel.  Doch weiter vermochte sie mir nur schwer zu folgen.

Darum seien wir, so sagte ich, eingeladen und aufgefordert den Willen unseres himmlischen Vaters über jede Lehre und jeden Willen einer Kirche oder einer religiösen Institution zu  stellen. Nur so könnten wir dem Willen des Vaters gerecht werden, nämlich „dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu werden“ (Röm 8,29). Das sei sein Wille. Shaul sage es so, ganz im israelitisch-jüdischen Zusammenhang: „Und seid nicht gleichförmig dieser Welt (d.h. den jahwehlosen Religionen), sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Jahwehs ist.. (Röm 12,2; ) Den Gemeinden von Ephesus schreibt er: „.. dass der Erlöser (Gott) unseres Herrn Jahshua HaMashiach, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung zur Erkenntnis seiner selbst..“ (Eph 1,17). Den Gemeinden von Kolossä schrieb er: „Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines (Jahweh) Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, um Jahwehs würdig (in der Gleichförmigkeit Jahshuas) zu wandeln..“, d.h. in der gleichen Vaterbeziehung wie Jahshua) (Kol 1, 9-10).

Wenn wir den Vater erkennen und die Sendung Jahshuas seines Gesalbten aus dem prophetischen Zusammenhang erkennen, verstanden haben, dann leben wir aus der Gnade, dann sind wir in der Quelle des Lebens und leben aus der Quelle des Lebens. Wie soll ich das verstehen, fragte sie? Ich wies sie auf ein Gebet Jahshuas hin,  das wir sehr sehr ernst nehmen sollten: „Dies aber ist das ewige Leben (der Quell des Lebens, das Leben), dass sie dich den allein wahren Gott (Erlöser) und den du gesandt hast, Jahshua HaMashiach, erkennen“ (Jo 17,3). Ich fragte sie ob sie den himmlischen Vater schon erkannt habe? Sie war sehr verlegen und sagte ganz bedächtig nein, denn sie habe Jesus in ihr Herz aufgenommen, der sei ihr Gott, ihn allein würde sie anbeten und zu ihm allein beten, mehr brauche sie nicht und wolle sie auch gar nicht! An den Gott des Alten Testamentes – so nannte sie verständlicherweise den himmlischen Vater, den Gott (Erlöser) und Vater Jahshuas – zu glauben sei doch Gesetz, der sei doch nur der Gott der ungläubigen Juden, sie stehe doch unter der Gnade.

Ich fragte sie zu wem wohl Jahshua gebetet habe, ob Jahshua wohl jemals zu sich selbst gebetet habe und ob Jahshua die Jünger wohl gelehrt habe ihn als Gott anzubeten? Noch verlegener meinte sie schliesslich, darüber habe ich mir bisher noch nie Gedanken gemacht. Sie könnten noch recht haben. Unser Prediger hat uns das immer anders erklärt. Ja, was sie da sagen bringt ja meinen Glauben ganz durcheinander. Nicht ich bringe ihren  Glauben ganz durcheinander, sagte ich, sondern die Propheten und der Jahshua der Bibel bringen ihren Glauben ganz durcheinander. Sie lehrten den Willen und das Wort, das der himmlische Vater Jahweh durch seine Propheten sprach und lehrte, das ist doch ein Unterschied. Wir sind eingeladen und aufgefordert den himmlischen Vater zu erkennen wie Jahshua ihn erkannte, in den Glauben, d.h. in das Vertrauen zum Vater hinein zu wachsen wie Jahshua, die gleiche Beziehung zum Vater zu pflegen wie Jahshua. Jahshua hat uns in die Gemeinschaft mit dem Vater zurückgebracht, damit wir den Vater erkennen wie er und teilhaben an dieser Lebensgemeinschaft und täglich aus tiefer Dankbarkeit daraus leben (vgl. Eph Kap 2 u. 3, Röm 11,16ff). „Denn so viele durch den Geist Jahwehs geleitet werden, die sind Söhne Jahwehs. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft (Unwissenheit über Jahweh) empfangen, wieder zur Furcht, sondern den Geist der Sohnschaft (den gleichen Geist wie Jahshua) habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba (d.h. Vater)! Der Geist selbst bezeugt unserem Geist, dass wir (wie Jahshua) Kinder (Söhne) Jahwehs sind. Wenn Kinder (Söhne), so auch Erben, Erben Jahwehs und Miterben des Mashiach..“ (Röm 14-17). Wie Jahshua haben auch wir den Vater geerbt! Das ist umwerfend!

Alle Propheten, und auch Jahshua, die den himmlischen Vater Jahweh liebten (geerbt hatten) bekannten herzhaft von ihm: „Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht“ (Ps 36,10). Ebenso war es der Aufruf aller Propheten und auch der Jahshuas und aller Apostel: „..lasst uns im Licht Jahwehs (des himmlischen Vaters) wandeln“ (Jes 2,5).

Der Schreiber des ersten Johannesbriefes bezeugt und bestätigt dieses Wort aus dem Munde der Propheten: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er (Jahweh) im Lichte ist (d.h.wenn wir im prophetischen Wort und damit im Willen Jahwehs stehen wie Jahshua), haben wir Gemeinschaft miteinander (stehen wir ausserhalb des prophetischen Wortes Jahwehs, haben wir keine Gemeinschaft weder mit Jahweh noch mit der Liebe Jahshuas zum Vater) und das Blut Jahshuas (d.h. diese gleiche Liebe zum Vater, die in Jahshua war) reinigt uns von jeder Sünde“ (1Jo 1,7). Im aramäisch-hebräischen Kontext ist Blut ein Bild für die äusserste Liebe, die jemand zu Jahweh hat. Sowohl die Propheten als auch Jahshua lebten in der äusserst möglichen Liebe und Beziehung zu Jahweh. Diese Beziehung liess sie ihr Leben gering achten und um dieser Liebe willen haben sie ihr Leben bis zum letzten Blutstropfen dahin gegeben. In dieser Liebe erfüllten sie ihre Sendung bis zum letzten Blutstropfen, damit führten sie die ihnen Anvertrauten zum Leben mit Jahweh (vgl. Mt 15,24; 9,13; 10,5 u.a.m.). Diese Beziehung reinigt uns von allen Sünden, d.h. von aller Jahwehlosigkeit. Darin dürfen wir dem Bilde Jahshuas gleichförmig sein, dazu sind wir vorherbestimmt. Ist das nicht das Wunder seiner Gnade an uns? Das heisst im prophetischen Zusammenhang Jahshua in unser Leben aufnehmen.

In Demut bitten wir den himmlischen Vater, wie das alle Propheten und auch Jahshua taten: „Lehre mich, Jahweh, deinen Weg: ich will wandeln in der Treue zu dir“ (Ps 86,11). Zu denen die guten Willens waren, die wie die Propheten und Jahshua in eine treue Gemeinschaft mit Jahweh traten, sagte Jahshua nach seiner Auferweckung: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Erlöser (Gott) und eurem Erlöser (Gott)“ (Jo 20,17). Können wir die Worte des Psalmisten verstehen, die auf Christen zutreffen können, die den allein wahren Erlöser (Gott) Jahweh nicht erkannt haben?: „Viele Schmerzen hat der Jahwehlose; wer aber Jahweh vertraut, den umgibt er mit Gnade“ (Ps 32, 10). Der Psalmist schreibt aber weiter: „Freut euch an Jahweh, und frohlockt, ihr Begnadigten (die ihr euch an der Gnade Jahwehs allein freut), und jubelt, alle ihr von Herzen Aufrichtigen“ (Ps 32,11).

In dieser Gnadenfreude wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard