Pessach. Teil 4: Peinliche Tatsache für Christen

Glaubensimpuls 399

Dieses Thema ist bei einigen Menschen zum brisanten Thema geworden, darum müssen wir uns wohl noch etwas länger damit auseinandersetzen, bevor wir uns wieder der Irrlehre über die gleich bevorstehende Wiederkunft der zweiten Gott-Person Jesu Christi vor rund 2000 Jahren zuwenden. Äusserst hart stösst Christen die Tatsache auf, dass ihr Jesus Christus in Wirklichkeit niemand anders ist als das Werk hasserfüllter Kirchenväter. Dieser Geist hat nichts mit dem Juden, dem Pharisäer, dem Rabbi und dem Schriftgelehrten Jahushua von Nazareth zu tun. Das ist für Christen eine bittere und harte Erkenntnis, die sie verständlicherweise verdrängen. Sie stellen sich meistens auch dagegen, auch das ist verständlich. Mir ging es in jenen Tagen auch so, als ich mich Schritt für Schritt mit dieser Tatsache auseinandersetzen musste – ihr aus Gewissensgründen nicht mehr ausweichen konnte und wollte. Wer von uns hat diesen Erkenntnisprozess nicht auch durchlebt?

Dieses biblische Grundwissen befreit uns schliesslich von religiösen Gebundenheiten und bringt uns zu jener Ruhe und zu jenem inneren Frieden, nach dem sich eigentlich jeder Mensch sehnt – bewusst oder unbewusst. JaHuWaH hat sich Israel auserwählt uns die Grundsätze des Lebens weiterzugeben. Zu diesem Volk hat er geredet, sie hat er erwählt, berufen, gesandt mit dem Auftrag, uns die Schätze des Lebens zu offenbaren. Das tat er über seine Propheten, Rabbinen und Pharisäer, die uns als Schriftgelehrte das Lebensrecht JaHuWaHs vermittelt haben. In der typischen israelitisch-jüdischen Symbolsprache nennt JaHuWaH sie alle zusammen – und jeden einzelnen von ihnen – ganz einfach: “mein Knecht”. Ob das ein einzelner Prophet ist, ein Rabbi, bzw. Pharisäer als Schriftgelehrter, jeder der einen Menschen des auserwählten Volkes mit JaHuWaHs Botschaft an dessen Herzen behält oder das Verlorene sucht und zurückbringt, wie ein Hirt das verlorene Schaf, ist ein Auserwählter auf dem der Geist JaHuWaHs ruht.

“Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen. Er wird nicht schreien und die Stimme nicht erheben und seine Stimme nicht hören lassen auf der Strasse. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue bringt er das Recht hinaus. Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung. - So spricht der Erlöser, JaHuWaH, der die Himmel schuf und sie ausspannte, der die Erde ausbreitete und was ihr entsprosst, der dem Volk auf ihr den Atem gab und den Lebenshauch denen, die auf ihr gehen: Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes (führst die verlorenen Schafe wieder zurück), zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen und aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen. - Ich bin JaHuWaH, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Götterbildern. Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Bevor es aufsprosst, lasse ich es euch hören” (Jes 42,1-9). Das sind Zusprüche, die uns aufrichten und wohltun!

Der Vatikan, als Kopf der Christenheit, weigert sich darum das Existenzrecht der Juden in Israel – und ganz besonders in Jerushalajim – zu akzeptieren. Er musste sich schliesslich dem immensen Druck der Vereinten Nationen (UNO) beugen und Israel als Staat “akzeptieren”, wollte er nicht ins Abseits der Weltmächte gedrängt werden, was für ihn unerträglich sein würde. Dennoch lehnt der Vatikan bis zu dieser Stunde, aufgrund seiner theologischen Überzeugung (Irrlehre), das Existenzrecht der Juden in Israel und in Jerushalajim ab. Der äussere Schein sollte und mussbis heute – um jeden Preis gewahrt bleiben. Das Bild eines friedliebenden Vatikans sollte sich in den letzten Jahrzehnten auch in den Köpfen der Juden festsetzen und die christlichen Massen nicht “unnötig” herausfordern. Bis heute realisiert kaum jemand etwas von dem theologisch verankerten Antisemitismus des Vatikans – bis zu dieser Stunde. Mit einem ungebrochenen Engagement und einer ebenso ungebrochenen Fantasie weiss der Vatikan alle Welt über seine theologischen Grundsätze gegenüber den Juden hinwegzutäuschen. Von der Prophetie ihres Jesus, gemäss Mt 23,38-39 und der vielen anderen Aussagen im “Neuen Testament”, kann der Vatikan das Existenzrecht der Juden niemals bejahen. Pius X. erklärte bei der Begegnung mit Herzl: “Sanktionieren können wir das niemals”. (https://diepresse.com/home/panorama/religion/533412/Chronologie_Die-Beziehung-zwischen-dem-Vatikan-und-Israel). Die Existenz der Juden in Israel und in der Ewigen Stadt Jerushalajim ist und bleibt ein Faustschlag ins Gesicht des Papsttums, des Christentums.

“Papst Pius X. hatte einen Judenstaat und ein exterritoriales Protektorat für die Heiligen Stätten Jerusalems in einem Gespräch mit Theodor Herzl 1904 aus theologischen Gründen (vgl. Mt 23,38-39, Paulus, Melito, hl. Augustinus etc.) abgelehnt: Dieser Boden sei durch das Leben Jesu Christi geheiligt worden. Da Juden dessen Messianität ablehnten, hätten sie keine päpstliche Unterstützung für ihre Besiedlung Palästinas zu erwarten. Demgemäss versuchte der Heilige Stuhl, die Übernahme der Balfourerklärung in das Palästinamandat des Völkerbunds zu verhindern. Er betonte das Recht der arabischen Palästinenser auf ganz Palästina..” (Reiner Nieswandt: Abrahams umkämpftes Erbe. Stuttgart 1998, S. 195).

Der Jesus Christus der Kirchengründer würde sein Gesicht verlieren – und mit ihm die gesamte Christenheit – würde der Papst, als Kopf des Christentums, das Existenzrecht der Juden in Israel, und speziell in Jerushalajim, theologisch bejahen. Freikirchen, “messianische” Juden und christliche Israelwerke geben nach Aussen hin vor das Existenzrecht der Juden zu bejahen. Unter der “Decke” aber sind sie alle davon überzeugt, dass die Juden den Jesus der Kirchenväter, des Papstes, als Messias annehmen müssen und dass deren Bekehrung zu Jesus das Endziel aller Kontakte und Liebeleien mit Israel und den Juden bleiben muss. Das ist nur eine andere Weise der Verneinung des Existenzrechtes der Juden in Israel und in Jerushalajim – nichts anderes. Sie treiben ein hinterhältiges und heimtückisches Spiel. Damit beweisen sie wie wenig ihnen das prophetische Wort in seinem Gesamtzusammenhang bedeutet, wie sehr sie der Theologie der Kirchengründer verfallen sind und wie unterwürfig sie dem Vatikan dienen.

Wir halten noch einmal fest: Glaubt jemand an den Jesus Christus des “Neuen Testamentes”, dann ist das der Jesus Christus, den die Kirchenväter entwickelten und auf dem Konzil von Nizäa, 325, endgültig zu einem Gottessohn im heidnischen Sinn machten. Sie legten ihm entsprechende Aussagen in den Mund, die er angeblich über sich selbst als Sohn Gottes gesagt haben soll. Diese Aussagen aber widersprechen dem Gesamtzusammenhang des prophetischen Wortes und dessen was Jahushua als Jude glaubte. Jahushua von Nazareth war ein eifriger und hingebungsvoller Pharisäer, Rabbi und Schriftgelehrter.

Bis heute hat der Vatikan die Existenz der Juden in Israel und in Jerushalajim nicht verkraftet. Er wird diese Tatsache auch nie verkraften können, denn damit bliebe die Existenz seines Christus vor aller Welt hinfällig – was sie gegenwärtig zu sein scheint. Das offizielle katholische und protestantische Christentum in Europa ist tief beeinflusst von der Haltung des Vatikans, trotz des säkularen Gehabes in vielen politischen Kreisen. Darum stehen die Politiker Europas – ob links- oder rechtsorientiert – nur halbherzig bis ablehnend zu Israel.

Der Klerus im Iran, der eine streng religiös-islamische Diktatur aufgebaut hat, wirft gegenwärtig alle Mittel in die Rüstung, während das Volk zusehends darbt. Sein erklärtes Ziel bleibt die Vernichtung Israels. Alle hören diese Botschaft tagtäglich! Der Iran hat sich im Libanon (Hizbullah/Hisbollah) und in Gaza (Hamas) seine terroristischen Stützpunkte aufgebaut, gegenwärtig erweitert er seine Terrorstützpunkte im Irak und in Syrien. Während Netanjahu und Trump den Iran in Schranken weisen, stellt sich die EU dagegen und unterstützt den Iran. Das macht fassungslos! Als der Deutsche Bundespräsident Steinmeier kürzlich dem Iran zum 40. Jahrestag der iranischen Revolution per Telegramm „herzliche Glückwünsche“ sandte, blieb vielen der Atem stocken. Die wirtschaftlichen Interessen sind Herrn Steinmeier wichtiger als irgendwelche menschlichen Werte – wenn es um die Juden geht! Das freut den Vatikan.

Viele fragten sich in den letzten Wochen: Wie kann sich ein Bundespräsident, der sich als bekennender und engagierter Christ ausgibt, von solch niederen Instinkten treiben lassen? Nun, das sollten wir uns gar nicht erst fragen. Der Judenhass liegt in der Gene der Christen, was sollten wir denn anderes erwarten? Dem Vatikan kann es nur recht sein wenn die Juden in Israel und in Jerushalajim ausgelöscht würden, denn dann würde der Jesus Christus, der Gott der Christen, rehabilitiert werden. Das erklärt auch warum sich der Vatikan gegenüber den Juden immer etwas apathisch bis ablehnend verhält. Aus diplomatischen Gründen kann der Vatikan nicht mit offenen Karten spielen. Er muss im Umgang mit den Juden immer schön lächeln und die Faust im Sack machen.

“Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen. In Treue bringt er das Recht hinaus. Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung..” Darum existieren die Juden immer noch! Es ist nicht so wie einige meinen und sagen, der Dalliard spricht die Juden heilig. Absolut nicht. Immer wieder erinnere ich daran: es gibt Juden und Juden und Juden. Was damit gemeint ist kann sich jeder selbst ausmalen, aber ihnen war und ist es gegeben das in die Welt zu bringen, was Abraham verheissen worden ist und was die Propheten für das Ende unseres Zeitalters voraussagen. Das erfüllt mein Herz mit tiefer Dankbarkeit und gibt allem Sinn und Ziel. Shalom!

Ganz liebe Grüsse und einen gesegneten Shabbat

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 28. Juli, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.


Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019. Das Thema werden wir noch mitteilen. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir suchen Gemeinschaft in der Bodenseegegend. Uns interessiert eine Schriftauslegung die sich vom prophetischen Wort der Bibel leiten lässt. Wir würden uns freuen uns mit Gleichgesinnten in der Bodenseegegend zu treffen.

Wer sich dafür interessiert kann sich bei Gregor Dalliard melden: gregor@dalliard.ch / +41 27 927 39 30