„Nur euch habe ich von allen Geschlechtern der Erde erkannt“ (Am 3,2a)

Glaubensimpuls 73

Jahweh fordert von den zwölf Stämmen Israels, die er von allen Geschlechtern der Erde allein erkannt hat, eine ungeteilte Hingabe an ihn, denn er selbst liebt dieses Volk ungeteilt. Seine ungeteilte Liebe bleibt über den Bund und die Verheissungen an Abraham und die Propheten für alle Nachkommen der zwölf Stämme bindend, und kann selbst durch die Untreue so vieler und durch die Heimsuchungen und Gerichte, denen das auserwählte Volk ausgesetzt war, ist und bleiben wird, nicht aufgehoben werden. „Denn die Gnadengaben und die Berufung Jahwehs sind unbereubar“ (Röm 11,29), „..wenn wir untreu sind – er bleibt treu“ (2Tim 2,13).

Ebenso erwartet Jahweh von allen Nachkommen dieses Volkes und damit auch von allen, die gemäss Shaul aus den verheideten (Israel-) Nationen wieder in den Reichtum Israels eingepfropft werden (vgl. Röm 11,16ff; Eph Kap. 2 u. 3,6), zu denen sich jeder Mashiachgläubige zählen darf, auch du und ich, die gleiche ungeteilte Hingabe, denn alle Verheissungen sind und bleiben nach dem Wort Jahwehs immer an den Samen Abrahams gebunden (vgl. Röm 9,4-5). Keiner kann diesen Beschluss Jahwehs jemals umstossen oder ihm entkommen, selbst der gottloseste (jahwehlose) Nachkomme Abrahams nicht, der nichts mehr von seiner Herkunft weiss. Jahweh findet sie alle, ob lebend oder tot, ob sie heute katholisch, protestantisch, freikirchlich, muslimisch, buddhistisch oder was auch immer sind. Er ist eben Jahweh, der Erlöser der Erlöser (d.h. der Gott der Götter) (5Mo 10,17; Ps 136,2)!

Das Ganze mag sich für Anfänger im Bibellesen als sehr diskriminierend und rassistisch anhören. Es kann die irrige Meinung entstehen als wären alle andern Völker von der Liebe und dem Heil Jahwehs ausgeschlossen. Doch das biblisch-prophetische Wort zeigt uns in seinem ganzen Zusammenhang auf, dass Jahwehs Erwählung und Berufung der zwölf Stämme und ihrer Nachkommen vor allem mit drei Absichten und Aufgaben verknüpft ist!

Erstens ist es ihnen aufgetragen und gegeben alle Menschen zu Jahweh ihrem Vater und Schöpfer zurück zu führen. Alle Menschen sollen durch sie Jahweh erkennen damit sie ein Leben in Segen und Ruhe führen können. Es ist darum das einzige Volk, das bis heute den reinen Monotheismus bewahrt hat, so wie unser Schöpfer erkannt sein will. Auch aus dem Grund rein, weil er auf dem Fundament des fortlaufenden zusammenhängenden prophetischen Wortes gründet, der dem Willen des Vaters entspricht. Der Islam und das Kirchentum sind davon weitgehend abgewichen. Sie haben den Vater nicht erkannt (vgl. Jo 17,3). Sie vermitteln ihren Anhängern ein äusserst verzerrtes und chaotisches Bild von Jahweh und von Jahshua. An diesem Volk und an seinen Schriften (BuS = AT), in denen sich der Vater selbst zu erkennen gibt, kommt darum niemand vorbei. Das bestätigt uns übrigens die Geschichte der letzten Jahrtausenden. Darum wird diesem Volk, wie keinem andern auf dem ganzen Erdenrund, mit allen erdenklichen Mitteln, widersprochen. Der grösste Widerstand kommt nicht von Moslems sondern von Seiten der christlichen Kirchen und zwar durch ihre haltlosen, prophetisch nicht begründeten Lehren über einen trinitarischen Gott und dass Jahshua der fleischgewordene Gott sei.  Sie weigern sich diese Schriften, das Evangelium unseres Schöpfers, des himmlischen Vaters Jahweh, anzunehmen, das auch das Evangelium Jahshuas und der Apostel war –  ist und bleiben wird. Lasst mich wiederholen! Jahshua sagt der Frau am Jakobsbrunnen, der Shomronin, nicht umsonst: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an was wir kennen, denn das Heil ist aus den Juden. Es kommt aber die Stunde und ist jetzt (für dich gekommen), da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche als seine Anbeter. Jahweh ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit (d.h. gemäss Thora und Propheten) anbeten“ (Jo 4,22-24).

In der Bekenntnisschrift (BeS = NT) des ersten Johannesbriefes, der Jahrzehnte nach dem Tod und der Auferstehung Jahshuas geschrieben worden ist, ca. hundert Jahre n.u.Z., lesen wir: „Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den (Vater Jahweh) erkannt habt, der von Anfang an ist.. Ich habe euch geschrieben,  Kinder, weil ihr den Vater (Jahweh) erkannt habt. Ich habe euch, Väter, geschrieben, weil ihr den (Vater Jahweh) erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich habe euch, ihr jungen Männer, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Jahwehs in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt“ (1Jo 2 13a-14).

Zweitens sollen die segensreichen Ordnungen und Bestimmungen Jahwehs, die sowohl das irdische als auch das geistige Wohl enthalten, allen Menschen zugänglich gemacht werden. „Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht (dich daran hindert meinen Auftrag zu erfüllen), den werde ich verfluchen (richten); und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ (1Mo 12,2-3). Darum vergreift sich jeder, der sich an dieser Bestimmung Jahwehs vergreift, gegen Jahweh selbst und schneidet sich ins eigene Fleisch. Natürlich gibt es Juden, die glaubensmässig abgetriftet sind und eigene Lehren neben der Thora entwickelt haben und vieles mehr (vgl. Mt 15,6). Darum sollen wir uns nicht an ihnen orientieren, sondern an das geschriebene prophetische Wort, das Jahweh ihnen anvertraut hat und das sie uns  übermittelt haben (vgl. Röm 9,4-5; Hebr 1,1-2). Wir dürfen und sollen uns aber mit den gerechten Juden freuen. Wir durften uns ihrer Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit, mit der sie Jahweh und sein prophetische Wort lieben, anschliessen (vgl. Eph Kap. 2 und 3; Röm 11, 16ff). Täglich dürfen wir uns mit grosser Freude und Dankbarkeit  darin vertiefen. Das verdanken wir ihrer Treue.

Drittens gehört es zum Wesen Jahwehs die ganze Schöpfung wieder herzustellen, das Himmlische, das Irdische und das Unterirdische, die Örter des Sheols (im kirchlichen Denken irrtümlicherweise Hölle genannt, mit der heidnischen Vorstellung von einer immerwährenden Dauer) (vgl. Phil 2,10-11; 1Kor 15,20-28 u.a.m.) Nichts ist davon ausgenommen. Dieser Auftrag ist den zwölf Stämmen und ihren Nachkommen auferlegt.

Bis ins vierte Jahrhundert hinein gehörte dieses Bekenntnis noch zum zentralen Glaubensgut vieler messianisch geprägten Gemeinden bis das erste Kirchenkonzil von Nizäa 325, vom römischen Kaisers einberufen und unter dem Einfluss radikaler Antimessiasse (Antichristen) wie Athanasius, Hilarius u.a.m., das prophetische Wort auf den Kopf stellte. Die folgenden Konzilien vertieften die Kluft zwischen dem aufstrebenden antijüdischen Kirchentum, und dem prophetischen Wort bis es zum vollkommenen Bruch kam – bis auf den heutigen Tag.

Darum ist es eine besonderes Geschenk seiner Gnade, dass wir in unseren Tagen in Europa, frei von jeder kirchlichen Verfolgung, frei von Gefängnis und Scheiterhaufen, das prophetische Wort in unserer Mitte haben dürfen. Wir dürfen uns darin mit grosser Freude und Dankbarkeit vertiefen, einander ergänzen und zu Jahwehs Verherrlichung wachsen.