Noah: Die Bosheit der Menschen und der Einfluss des auserwählten Volkes auf die Menschheit. Teil 1

Glaubensimpuls 259

Wir lesen in der Bibel: “Und JaHuWaH sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde gross war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es drehte JaHuWaH den Magen um, weil er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. Und JaHuWaH sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es bekümmert mich, dass ich sie gemacht habe. Noah aber fand Gunst in den Augen JaHuWaHs..

Noah war ein Gerechter (ein in JaHuWaH wiedergeborener Mensch, ein gerechter Mann), untadelig war er unter seinen Zeitgenossen (d.h. er lebte in den Ordnungen JaHuWaHs wie Abraham); Noah lebte mit JaHuWaH.. Die Erde aber war verdorben vor JaHuWaH, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat. Und JaHuWaH sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden. Da sprach JaHuWaH zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie erfüllt von Gewalttat; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.. Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel, in dem Lebensodem ist, zu vernichten; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten. Und JaHuWaH sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden” (1Mo 6,5-13. 17-18a).

Mit diesem eindrucksvollen Zeugnis in der Bibel wollen wir uns in den nächsten Glaubensimpulsen (Gim) beschäftigen. Das ist nicht jedermanns -fraus Sache, denn wir müssen immer wieder auf geschichtliche Zusammenhänge zurückgreifen und dabei Begebenheiten wiederholen die wir schon so oft gehört haben. Das kann sich für den einen oder die andere wie eine alte Leier anhören. Das Schöne und befreiende in unserem Studium ist aber die Tatsache, dass niemand gezwungen ist diese Gims zu lesen. Das finde ich super und befreiend! Also, wer Lust, Freude und Zeit hat sich mit den Gims auseinanderzusetzen, dem wünsche ich viel Segen für sein Leben.

Zudem ist der Weg mit JaHuWaH voller Herausforderungen. Nicht umsonst sagt der Psalmist: “JaHuWaH, an die Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis zu den Wolken. Deine Gerechtigkeit ist den Bergen JaHuWaHs gleich, deine Rechtssprüche dem gewaltigen Urmeer; Menschen und Vieh hilfst du, o JaHuWaH. Wie köstlich ist deine Gnade, JaHuWaH! und Menschenkinder bergen sich in deiner Flügel Schatten; sie laben sich an den Schätzen deines Hauses, und mit dem Strom deiner Wonnen tränkst du sie. Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,6-10). Wir brauchen das Licht, das JaHuWaH ist. Er lässt uns in die Finsternisse der Heilsgeschichte blicken damit wir sie in seinem Geist bewältigen und sie hinter uns lassen. Aber nicht einfach so, das kann gefährlich sein. Erst eine tiefe ernsthafte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hilft uns notwendige Konsequenzen zu ziehen und uns leichter für ihn entscheiden zu können.

Übrigens sind wir in den Auftrag und in die Sendung aller Gerechten, aller in JaHuWaH wiedergeborenen, wie es auch Jahushua war, mithineingenommen. ich möchte an die Frage im letzten Gim erinnern: “Möglicherweise werden auch wir für Menschen zum Licht, zum Brot des Lebens, zur Tür hin zu JaHuWaH, zum guten Hirten, zur Auferstehung und zum Leben!” Dazu sind wir berufen. Das macht unser Leben so lebenswert. Darum ist das Wissen um knallharte geschichtliche Fakten sehr wichtig. Wir werden immer wieder in Gespräche verwickelt. Das ist sehr gut so und gibt uns die Möglichkeit religiöse Finsternis aufzudecken und auf die Quelle des Lebens hinzuweisen.

Nach dem Zeugnis der Bibel war Noah der zehnte Urvater nach Abraham. Noah lebte also im 3. Jahrtausend v.u.Z., d.h. mehr als zweitausend Jahre vor der Geburt des Jahushua von Nazareth. Was sich damals in dieser Welt zugetragen hatte erstaunt uns heute sehr. Das sollte es auch. Wir kommen zum Schluss: die Menschen waren damals bedeutend schlechter als in unseren Tagen. Diese Feststellung mag manchen Leser überraschen. Im Verhältnis zu heute gab es in den Zeiten Noahs wenig Menschen auf dieser Erde. Sie waren von JaHuWaHs Ordnungen völlig abgekommen und zu allem Bösen fähig geworden: “denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden.. und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag”. Das Resultat war: “..und die Erde war erfüllt mit Gewalttat”. Die Menschen unterdrückten sich gegenseitig und versuchten sich als Volksgruppen gegenseitig auszurotten.

Die Beziehung zu JaHuWaH war in den Zeiten Noahs auf einen Tiefstpunkt gesunken. Wann begegnet uns in der Geschichte ein ähnlicher Tiefstpunkt in der Beziehung zu JaHuWaH? Es ist jene Zeit die allgemein als das “finstere Mittelalter” bezeichnet wird. Das finstere Mittelalter nimmt mit dem ersten Konzil der Christen im Jahre 325 n.u.Z. schleichend seinen Anfang und erreicht seinen Höhepunkt vom 9. bis ins 16. Jahrhundert hinein. Mit dem Durchbruch der Reformation setzte sein Ende langsam aber sicher ein. Mit der Formulierung “finsteres Mittelalter” ist der finstere geistige und physische Zustand gemeint, in den das katholische Christentum die Völker stürzte und beherrschte, die es sich unterworfen hatte. Die Auswirkungen der Boshaftigkeit der kirchlichen Herrscher übertraf die Boshaftigkeit der Menschen in den Zeiten Noahs bei weitem. Sie war organisierter und koordinierter. Sie war umfassender und gründlicher. Die Gräueltaten dieser Jahrhunderte lassen sich nicht auflisten. Im nächsten Gim wollen wir auf geschichtliche Fakten zurückgreifen, die uns aufzeigen wie es zu der Bosheit im finsteren Mittelalter kam. Bis dahin möge uns das Zeugnis über Noah stärken: “Noah lebte mit JaHuWaH..” In dieser Segenslinie grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen erholsamen Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Herzlich laden wie wieder zu einer kurzen Bibelfreizeit in Zwerenberg ein: Beginn Donnerstagabend, den 22. September 2016 um 18.00 Uhr. Ende der Freizeit: Sonntag, den 25. September mit dem Mittagessen. Anmeldungen sowohl bei Familie Paul Burghard, wegen der Verköstigung als auch bei Herrn Schmidt im Landgasthof Ochsen, wegen der Unterkunft: Günter Schmidt, Schwarzwaldstraße 24, 75389 Zwerenberg. Tel. + 49 7055-9323996, Fax. + 49 7055-9307367, Mail: ochsen-zwerenberg@t-online.de. Paul und Marlene Burghard, Zwerenberg Parkstr. 1, 75389 Neuweiler, Tel. + 49 7055-7342.