Noah: Die Bosheit der Menschen und der Einfluss des auserwählten Volkes auf die Menschheit. Aus den sogenannten Endzeitreden des Christus-Gottes: “Ja, ich komme bald” (Offb 3,11; 22,16.20). Teil 5. Zu Rosh HaShana.

Glaubensimpuls 263

An der Bosheit der Menschen, die so sein würde wie in den Tagen Noahs, sollten die Anbeter des Christus-Gottes erkennen dass die Wiederkunft des Christus und die Entrückung der Paulus-Anhänger gleich bevorstehen würde. Das ist die Lehre des “Neuen Testamentes”. In den ersten Phasen heben Paulus und andere hervor, dass der Christus-, bzw. der Jesus-Gott, schnell oder gleich zurückkommen werde. Merken wir uns: der neue Christus-Gott kam nicht zurück, obwohl die ersten Schreiber des “Neuen Testamentes” behaupteten, dass er schnell oder gleich zurückkommen werde.

Die oder der Schreiber der “Offenbarung nach Johannes” lassen den Jesus-Gott sagen: “Siehe, ich übergebe dir aus der Synagoge des Satans von denen, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen (weil sie Jesus zwar ehrten, ihn aber nicht als Gott anbeteten); siehe, ich werde sie dahin bringen, dass sie kommen und sich niederwerfen vor deinen Füssen (vor den Füssen der Paulusanhänger) und erkennen, dass ich (Jesus) dich geliebt habe. Weil du das Wort vom Harren auf mich (auf meine sofortige Wiederkunft) bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung (die gleich bevorsteht), die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen. Ich komme schnell (bald). Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!” (Offb 3,9-11). Die “Offenbarung an Johannes” wird abgeschlossen mit den Worten: “Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen.. Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen, komm, Herr Jesus!” (Offb 22,16.20).

Die bibeltreuen Juden konnten anhand des prophetischen Wortes den Christen belegen, dass sie einem schrecklichen Irrtum verfallen waren. Sie zeigten ihnen auf, dass Jahushua nicht die messianische Zeit eingeleitet hatte, dass er kein Erlöser der Welt ist, dass JaHuWaH keine Menschenopfer will und braucht um alle Menschen zu erlösen, dass einzig und allein die Umkehr zu ihm und ein Leben nach seinen Ordnungen versöhnt, rettet und Frieden schenkt, dass JaHuWaH der König der Juden ist und bleiben werde, nicht der Jahushua von Nazareth (vgl. Jes 24,23; 33,22; Sach 14,9; Ps 93,1; 97,1; 99,1 u.a.m.), den sie vor Pilatus als ihren König erscheinen liessen. Darum liess Pilatus am Marterpfahl Jahushuas schreiben: “Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum” d.h.: “Jesus von Nazareth, König der Juden“. Berechtigterweise wehrten sich die Juden dagegen. Voller Zorn legte der Schreiber der Johannes-Offenbarung seinem Jesus-Gott die oben zitierten Verse an die Gemeinde von Philadelphia in den Mund (vgl. Offb 3,9-11).

Fälschlicherweise wurde später von den Kirchenvätern gelehrt: “Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und es war geschrieben auf hebräisch, griechisch und lateinisch. Die Hohenpriester der Juden sagten nun zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass jener gesagt hat: Ich bin König der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.” (Joh 19,20-22). Vers 20 mag stimmen. Doch Vers 21 haben weder die Hohenpriester gesagt noch hat Jahushua von Nazareth gesagt, dass er der König der Juden sei. Erstens gab es jeweils nur einen Hohepriester nicht mehrere, was die christlichen Kirchenväter aus dem heidnischen Umfeld offenbar nicht wussten.

Zweitens war Jahushua Pharisäer. Die Pharisäer und viele ihrer Frauen waren enge Freunde von Jahushua, die ihn vor den Römern versteckten und versorgten. Wie alle gerechten Pharisäer kannte er sich in allen Schriften der Bibel tiefgründig aus und hielt sich daran (vgl. Mt 5,17-19). Er wusste und glaubte, dass nur JaHuWaH König ist, war und bleiben würde: “Und JaHuWaH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird JaHuWaH einzig sein und sein Name einzig” (Sach 14,9).

Drittens trat Jahushua in aller Deutlichkeit jenen entgegen, die ihn zum König machen wollten: “Da nun Jahushua erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein” (Joh 6,15). Er war nie König und wollte nie König sein. Einem Juden wie Jahushua von Nazareth, der in der Thora und in den Propheten so tief gegründet war und sie als unumstösslich predigte (vgl. Mt 5,17-19) zu unterstellen, dass er sich zum König und Erlöser an Stelle JaHuWaHs gemacht haben soll, ist wohl das Absurdeste das sich ausdenken kann.

Am 2. Oktober beginnt bei Sonnenuntergang das biblische Neujahrsfest Rosh HaShana. Der Neujahrstag wird bis zum Sonnenuntergang des 3. Oktobers gefeiert. Im Gim 208, vom 10. 09. 2015 bin ich ausführlicher auf Rosh Ha Shana eingegangen. JaHuWaH will über sein Volk allen Menschen seine Feste (Shabbate) zugänglich machen. Sie sind voll des prophetisch-heilsgeschichtlichen Reichtums. Eine wahre Augenweide, eine Freude, ein wahrer Genuss! Wenn das Friedensreich anbrechen wird, wird sich ein Volk nach dem andern schrittweise in die wunderbaren Festordnungen JaHuWaHs einführen und einfügen lassen. Sie werden zu JaHuWaH ziehen. Gerne zitiere ich ein weiteres Mal die Worte JaHuWahs aus dem Munde seines Propheten Jeshajahu (Jesaja):

“..Wer hat dies von alters her hören lassen, schon längst es verkündet? Nicht ich, JaHuWaH? Und sonst gibt es keinen Erlöser (Gott) ausser mir. Einen gerechten und rettenden Erlöser (Gott) gibt es ausser mir nicht! Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Erlöser (Gott) und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir (betroffen und gerührt) beugen, jede Zunge mir schwören (zujubeln, zujauchzen, bekennen) und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHuWaH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels” (Jes 45,21-25).

“..und alle Nationen werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg JaHuWaHs, zum Haus des Erlösers (Gottes) Jakobs, dass er uns auf Grund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort JaHuWaHs von Jerushalajim. Und er wird richten zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen” (Jes 2,1-4). In Anbetracht der gegenwärtigen Kriege – und der drohenden Kriege – schier nicht zu fassen.

Von Herzen wünsche ich allen Lesern ein Shana towah – ein gutes neues Jahr und ein Chag sameach – frohes Fest!
“Denn JaHuWaH ist König der ganzen Erde; singt einen Psalm!” (Ps 47,8) Mit diesem wunderbaren Bekenntnis grüsse ich alle herzlich. Shalom!

Gregor Dalliard