Noah: Die Bosheit der Menschen und der Einfluss des auserwählten Volkes auf die Menschheit. Aus den sogenannten Endzeitreden des Christus-Gottes: die falschen Christi und die falschen Propheten (Offb 24.5.23-24). Teil 6

Glaubensimpuls 264

Wir erinnern uns, dass in der sogenannten Johannes-Offenbarung 22,20 ein Lügengeist sprach, keineswegs der Jahushua von Nazareth, denn die Worte: “Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen, komm, Herr Jesus!” haben sich nicht erfüllt.

Ein weiteres Zeichen, sollte die Bosheit der Menschen, wie sie in den Zeiten Noahs vorherrschte, anzeigen und die damit verbundene Wiederkunft Christi und die Entrückung der Anhänger des Paulus in die Wege leiten (vgl. Mt 24,37-39). Es sollten die falschen Christi oder Christusse sein. Sie werden sagen: “Siehe, hier ist der Christus, oder dort!” (Mt 24,23).

Was wir bereits wissen: Paulus und seine Anhänger (Kirchenväter) rissen Jahushua, den Rabbi von Nazareth, aus dem prophetischen, israelitisch-jüdischen Zusammenhang heraus. Sie machten aus ihm einen “König”. Sie machten ihn zu ihrem Christus-Gott, ähnlich einer heidnischen Gottheit. Sie lehrten: “wenn wir Christus auch nach dem Fleisch (als Jude) gekannt haben, so kennen (lehren) wir ihn doch jetzt nicht mehr so (nicht mehr als Jude)” (2Kor 5,16b). Diese willkürliche Umdeutung es Jahushua von Nazareth, sollte in der Zeitspanne der letzten zwei Jahrtausende schreckliche Leiden über die Menschheit bringen. Wir sind heute fassungslos!! Um dieser gräulichen Dinge willen ist es höchste Zeit, dass die Christenheit Busse tut, zu den biblisch-prophetischen Zusammenhängen zurückfindet und sich dazu bekennt. Wir tragen hier eine aussergewöhnliche Verantwortung, die uns früher oder später einholen wird. Versöhnung mit JaHuWaH und den Juden, Heilung und Wiedergutmachung sind nur auf diesem Weg möglich.

Nun, nachdem Paulus und seine Mitstreiter, die ersten Kirchenväter, die das Christentum begründeten, Jahushua von Nazareth aus dem biblischen Kontext gerissen hatten und ihn nicht mehr als Jude, als Rabbuni (dem Fleische nach) akzeptierten, brach das Chaos unter den Christen aus. Jede christliche Gemeinschaft in den verschieden Regionen des römischen Reiches versuchte nun den neuen Jahushua von Nazareth, also die neue Gottheit “Jesus Christus”, nach ihren herkömmlichen heidnischen Vorstellungen und Traditionen zu definieren, zu erklären. Recht schnell gab es mehrere unterschiedliche Christi.

Jede “Gemeinde”machte ihren Christus zum rechtmässigen Erlöser der Welt und sprach jeder anderen christlichen Gemeinschaft die Rechtgläubigkeit ab. So gab es mehrere Christi, die mit zusammenhanglosen biblischen Zitaten untermauert wurden. Wir müssen betonen: Diese Zitate wurden aus dem Zusammenhang des Tanach, der Bibel, herausgerissen. Jede Gemeinschaft sagte: wir haben den wahren Christus-Gott, bei uns ist der wahre Christus-Gott. Der Christus-Gott in Kleinasien wurde anders definiert als derjenige von Nordafrika. Wieder anders derjenige von Griechenland und anders derjenige von Syrien. Nochmals anders derjenige von Rom und derjenige von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, usw. Jeder stützte seinen Christus mit irgendwelchen biblischen Zitaten dogmatisch ab und erklärte sich zur einzig rechtmässigen, biblisch gerechtfertigten Kirche, oder Gemeinde des neuen Christus-Gottes. Wie wir schon oft erwähnten kam es unter diesen Gruppen zu Gewalttätigkeiten die sich schnell zu einem Bürgerkrieg im römischen Reich hätten ausweiten können.

Der römisch-heidnische Kaiser Konstantin entschied sich auf dem Konzil von Nizäa 325 n.u.Z. für eine der Christus-Version, die den heidnisch- religiösen Vorstellungen und Traditionen ansatzmässig am nächsten lag (Trinität, menschliches Blutopfer, Muttergottes- und Totenkult usw.) und versuchte, nötigenfalls mit staatlicher Gewalt, alle anderen Christus-Version dieser zu unterwerfen, was erst seinem Nachfolger Kaiser Theodosius weitgehend gelang. Diesen Christus-Gott, für den sich Konstantin entschied, finden wir heute im “Neuen Testament” dargestellt.

Es ist der Christus-Gott des radikalen und gewalttätigen Kirchenvaters Athanasius (Paulus) und seiner Gruppierung, der in vielen Texten und Sätzen des sogenannten “Neuen Testamentes” spricht. Dieser religiös-fanatische Kreis, der vor nichts und vor niemand zurückschreckte, setzte sich später im Papsttum fort. Mit allen Mittel versuchten sie ihre Definition über den einzig wahren Christus-Gott überall durchzusetzen. Alle anderen Definitionen über den Christus-Gott wurden als **falsche Christi verworfen. Jeder andere Christus war ein falscher Christus. Alle christlichen Führer, die sich nicht diesem Christus der paulinischen, bzw. athanasianischen Lehre unterwarfen wurden als falsche Propheten verfolgt, verbannt und z.T. umgebracht. Darum lehrten sie**:

“Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier (bei uns) ist der Christus, oder (derjenige) dort! so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten (Kirchenväter, die eine andere Definition haben) aufstehen und werden grosse Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten (die nach der Lehre des Athanasius, bzw. des Paulus, glauben) zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste! so geht nicht hinaus. Siehe, in den Gemächern! so glaubt es nicht.” (Offb 24,23-26). Nein es zählt und gilt für das ganze römische Reich nur der paulinische, bzw. der athanasianische Christus!!

Wer katholische Theologie studiert muss sich mit der Entstehung dieser verschiedenen Christi, die in den Anfängen des Christentums entstanden, gründlich auseinandersetzen. Die katholische Kirche hat in ihrer Geschichte alle brutal verfolgt, die sich von ihrem Christus-Gott lösten und einen unterschiedlichen, d.h. einen andern Christus-Gott lehrten. Dieser Weg ist von Leid und Blut getränkt. Von der Zeit der Katharer, bzw. der Albigenser in Südfrankreich, über die Reformatoren bis in die Anfänge der modernen Zeit wurde dieser grauenvolle Weg vom Vatikan beschritten. Mit dem Albigenserkreuzzug von 1209 bis 1229 und seinen Geheimgarden, den Inquisitoren, beging Papst Innozenz III. die brutalsten Verbrechen und die Ausrottung von Menschen, die einen unterschiedlichen, d.h. einen anderen Christus lehrten. In Anpassung an die Rechtsgrundlagen für alle Völker musste der Vatikan neue Wege suchen, die Vertreter der falschen Christi zu entkräften und wieder zu integrieren. Die Taktik musste sich ändern. **Es ist der Weg der Ökumene, der zahllose Gesichter hat. **

Jahushua war bei seinem Auftrag, verlorene Schafe zum Abba JaHuWaH zurückzubringen äusserst reich gesegnet. Juden, die von JaHuWaH und seinem prophetischen Wort abgewichen waren fanden zum Vater zurück: “JaHuWaH ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fliesst über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus meines Vaters lebenslang” (Ps 23).

Mit den Worten Hiobs und Jeshajahus grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat. “Doch ich weiss: Mein Erlöser (JaHuWaH) lebt; und als der letzte wird er auf der Erde (über dem Staub) stehen” (Hi 19,25). “So spricht JaHuWaH, der König Israels und sein Erlöser, JaHuWaH der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Erlöser” (Jes 44,6).

Gregor Dalliard

Die zwei Bibelnachmittage in Grosskarolinenfeld (bei Rosenheim) stehen wieder an: Samstag den 29. und Sonntag den 30. Oktober. Thema: Gerichte. Beginn an beiden Tagen: 14.30 Uhr. Davor, dazwischen und danach Gesprächsaustausch. Feine Verköstigung. Anmeldungen nimmt entgegen: Diether Boge: dietherboge@web.de, Tel.: 08031/9004355. Wir laden dich herzlich ein. Shalom!