Noah: Die Bosheit der Menschen und der Einfluss des auserwählten Volkes auf die Menschheit. Aus den sogenannten Endzeitreden des Christus-Gottes: die falschen Christi und die falschen Propheten (Mt 24.5.23-24). Teil 8

Glaubensimpuls 266

Wir haben den letzten Gim mit der folgenden Aussage abgeschlossen: Solche Verheissungen verleiteten israelitisch-jüdische Kreise dazu in den schwersten Verfolgungen, das messianische Reich zu erzwingen und auszurufen! Solche “Aufstände” endeten meistens in Chaos und Elend. Zur Zeit der grausamen römischen Besatzung war die Situation für die Juden äusserst dramatisch. Verschiedene Messiasse wurden von unterschiedlichen Gruppen ausgerufen und unterstützt. Einzelne Juden machten aus dem Jahushua von Nazareth den Messias der Endzeit, der sie vom Joch der Römer befreien sollte.

Die Botschaft der Propheten, zum Thema messianisches Reich, ist unmissverständlich klar: Wenn der Messias kommen wird, d.h. wenn das messianische Friedensreich anbrechen wird, dann wird JaHuWaH selbst das Friedensreich aufschliessen und durch sein auserwähltes Volk realisieren. JaHuWaH wird dem auserwählten Volk schrittweise die Türen für die Weltevangelisation öffnen und zwar definitiv und unumkehrbar. Gleichzeitig wird er sein Volk für immer von jedem fremden Joch befreien:

Was der Prophet Daniel schaute das sahen und bekennen auch die andern Propheten: “Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen (eine Metapher: mit Sohn ist Israel gemeint). Und er (Israel) kam zu dem Alten an Tagen (der Alte ist eine Metapher und meint den immer seienden JaHuWaH, der von Generation zu Generation derselbe war, ist und sein wird (vgl. 2Mo 3,15; Ps 102,28; Jes 41,4; 44,6; 46,4; Mal 3,6 u.a.m.), und man brachte ihn (der gläubige Überrest des auserwählten Volkes) vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. (d.h.: sie nahmen die Botschaft an, vgl. Sach 8,20-23). Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht , und sein Königtum so, dass es nicht zerstört wird” (Dan 7,13-14. 18. 22. 27 dazu muss unbedingt Dan 7, 18. 22. 27 gelesen werden; Sach 14,9.16; Jes 2,2-5; 66,22-23; Ps 22,28; Ps 65,3 u.a.m.).

Wenn das messianische Reich einmal angebrochen sein wird, dann kann es durch nichts mehr unterbrochen werden. Jahushuas Kreuzigung, Tod, Auferstehung, Wiederkunft und Entrückung hätten das Friedensreich – wenn es mit Jahushua von Nazareth angebrochen wäre – unterbrochen. Die Bibel unterstreicht diese Tatsache und sie ist unantastbar: Wenn es einmal angebrochen sein wird, dann wird es durch nichts mehr unterbrochen werden können, dann läuft es sichtbar, vor den Augen aller Welt, erfahrbar für alle Welt. Das messianische Reich kann nicht wieder sterben, untergehen und dann wieder neu erstehen, auferstehen. Das ist die Botschaft aller Propheten und Gerechten.

Manche Juden wollten Jahushua von Nazareth zum Messias machen, denn er trat unerschrocken und bibeltreu (thoratreu) auf, begleitet von Zeichen und Wundern. Doch solche Propheten und Gerechte die mit ganzer Hingabe JaHuWaH liebten, für seine Botschaft und seine Verheissungen – begleitet von Zeichen und Wundern – alles riskierten, gab es in der Geschichte des auserwählten Volkes immer wieder, ohne dass sie gleich als Messias, d.h. als das Startzeichen zum Aufbruch des messianischen Reiches verstanden und ausgerufen worden wären. Die Not und Verzweiflung unter der Herrschaft der Römer war aussergewöhnlich leidvoll, vor allem unter der Herrschaft des Pilatus. Viele suchten nach einem Befreier. Sie wollten den Anbruch des messianischen Reiches erzwingen, was verständlich ist.

Selbst vielen Juden war in jener Zeit nicht bewusst, dass der gläubige Überrest des auserwählten Volkes der Messias sein würde. Die Propheten benutzten gerne Metaphern, die von vielen wörtlich genommen wurden. Sie verbanden die Aussagen der Propheten mit einer Messias-Person. Darum wollten manche Jahushua zu ihrem messianischen König machen. Jahushua lehnte dieses Ansinnen kategorisch ab, denn es entsprach nicht dem prophetischen Wort: “Da nun Jahushua erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein..” (Joh 6,15).

Später missbrauchten die griechisch-heidnischen Kirchenväter, die zu der kleinen jüdischen Gruppe hinzugekommen waren, Jahushua von Nazareth. Sehr schnell übernahmen sie das Zepter, denn jene mit griechisch-heidnischem Hintergrund nahmen zahlenmässig rasant zu. Sie wirkten in den Jahren nach der Zerstörung des Tempels, etwa 70 – 150 n.u.Z. Paulus hatte den Grund gelegt, nicht Shaul (Saulus). Auf diesem unbiblischen Grund bauten weiter: Klemens von Rom, Papias von Hierapolis, Ignatius von Antiochien, Polykarp von Smyrna, Hermas, Aristides von Athen, Justin der Märtyrer, Athenagoras von Athen, Irenäus von Lyon, Melito von Sardes. Hinzu kamen noch viele andere wie Bischof Zephyrinus von Rom. Alle traten sie für die Ausrottung der Juden ein, weil sie von Paulus überzeugt worden waren, dass die Juden Gott umgebracht hätten, darum hätten sie als Gottesmörder keine Existenzberechtigung mehr. Ein religiöser Irrwahn, aus dem zahllosen Menschen unsägliches Leid zugefügt worden ist!

Als Begründer des Christentums, setzten sie sich mit vereinten Kräften gegen die Bibel ein, indem sie die prophetischen Inhalte verfälschten. Sie schufen eine neue “Bibel” und nannten sie das “Neue Testament”. Wer aufrichtig und gewissenhaft ihre “neutestamentlichen” Zitate mit der Bibel vergleicht, dem fällt auf, dass sie sich respektlos und verantwortungslos gegenüber JaHuWaH verhielten und ihnen jedes Mittel recht war den Juden, Rabbi und Pharisäer Jahushua von Nazareth zu entjudaisieren. In kürzester Zeit verdrängten sie jene Juden, die Jahushua von Nazareth für den Messias hielten aus den Gemeinden.

Wie wir wissen wurden durch Jahushua Zehntausende der Juden zu JaHuWaH zurückgeführt. Sie alle aber wurden mit ganzer Hingabe thoratreu. d.h. “Eiferer für die Thora” (Apg 21,20). Doch die griechisch-heidnischen Kirchenväter und ihre Anhänger kannten das biblisch-prophetische Wort nicht, waren aber ganz tief von ihren heidnischen Gottheiten, deren Rituale und Forderungen geprägt.

Die Mehrheit ihrer Zuhörer hatten von Paulus und anderen Kirchenvätern nur soviel verstanden, dass Jahushua eine Gottheit sei, die von den Juden umgebracht worden sei, die aber auferstanden und in den Himmel hinaufgefahren sei. Doch bald werde die Gottheit wiederkommen um alle Menschen zu richten. Der Gott der Juden hätte nämlich einen bestimmten Tag festgemacht an dem der andere Gott, Jesus, alle Menschen richten werde. Damit verbunden sei die Vernichtung der Ungläubigen und der Welt. Die Juden hätten aus Sturheit und Bosheit diese Gottheit abgelehnt und getötet, obwohl die israelitisch-jüdischen Propheten nur von dieser Gottheit und von diesem Tag gesprochen hätten. Doch aus dem Leiden und dem Blut dieser Gottheit sei die Erlösung und das Heil zu allen Menschen gekommen. Wer den Namen Jesu anrufe werde errettet werden, die andern würden vernichtet werden, denn er würde gleich zum Gericht erscheinen, da brauche es keine Thora, keine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate mehr. Jahushua hätte die Thora vollendet. Darum sollten sie sich von den Juden wieder trennen und sich alle an diese Gottheit wenden (umkehren), was viele – von ihrem Verständnis her, und aus Angst – sehr gerne und hingebungsvoll taten. Diese Lehre passte in ihr bisheriges Glaubenskonzept, zu ihren bisherigen religiös-heidnischen Traditionen, die sie gerade aufgeben wollten. In diesen Traditionen drohen die Götter jenen grosse Gerichte an, die sich ihnen verweigern. Also kehrten viele von ihnen JaHuWaH wieder den Rücken zu und nahmen den neuen “Christus-Gott” an. Sie liessen sich entsprechend taufen, um dem bevorstehenden Weltgericht zu entgehen.

“Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen aus den Schriften, indem er eröffnete und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste und dass dieser der Messias ist: der Jesus, den ich euch verkündige. Und einige von ihnen liessen sich überzeugen und gesellten sich zu Paulus und Silas, und eine grosse Menge von den anbetenden Griechen und nicht wenige der vornehmsten Frauen” (Apg 17,1-4). Als “Anbetende” oder “anbetende Griechen” wurden, wie oben erwähnt, Menschen aus dem Heidentum bezeichnet, die auf dem Weg waren, sich vom Heidentum loszusagen und JaHuWaH allein anzubeten. Sie schlossen sich den Juden an. Sie besuchten am Shabbat den Lehrunterricht und die Versammlung der Juden. Fortsetzung im nächsten Gim.

Von Herzen wünsche ich allen gesegnete und frohe Sukkot-Tage. Es sind Tage der grossen Freude und des Dankes für allen empfangenen Segen. Sukkot weist prophetisch auf die Vollendung der Weltevangelisation der Juden hin. Es wird jene Zeit sein in der die Ernte eingebracht sein wird und jedes Knie sich vor JaHuWaH beugen wird und jede Zunge ihn voll Danksagung bekennen (schwören) wird: “Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Erlöser und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHuWaH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels” (Jes 45,22-25). Sukkot dauert noch bis zum 23. Oktober. Shalom!

Gregor Dalliard

Die zwei Bibelnachmittage in Grosskarolinenfeld (bei Rosenheim) stehen wieder an: Samstag den 29. und Sonntag den 30. Oktober. Thema: Gerichte. Beginn an beiden Tagen: 14.30 Uhr. Davor, dazwischen und danach Gesprächsaustausch. Feine Verköstigung. Anmeldungen nimmt entgegen: Diether Boge: dietherboge@web.de, Tel.: 08031/9004355. Wir laden dich herzlich ein. Shalom!