Noah: Die Bosheit der Menschen und der Einfluss des auserwählten Volkes auf die Menschheit. Aus den sogenannten Endzeitreden des Christus-Gottes. Teil 4

Glaubensimpuls 262

Im Lichte des biblisch-prophetischen Wortes verschmilzt das “Neue Testament” drei Sachen, was die Bosheit der Menschen angeht: Die Bosheit der Menschen, die Wiederkunft des Christus-Gottes und die Entrückung der Christusanhänger. Im Zusammenhang mit den Endzeitreden des Jesus, wird dies unzweideutig offenbar (vgl. Kap. 23-25 nach Matthäus; Kap 21 nach Lukas). Uns wird darin ein weiteres Mal der Unterschied zwischen der Lehre des Jahushua von Nazareth und der Lehre des Jesus- bzw. des Christus-Gottes der Kirchenväter deutlich vor Augen geführt. In den nächsten Gim wollen wir uns damit befassen. Es ist uns ja sehr wichtig mit Jahushua im Glauben eins zu sein. Sein Glaube soll ja auch unser Glaube sein. Darin liegt Verheissung, Segen, Frieden und Vision. Darauf wird jedes menschliche Zusammenleben erst dauerhaft möglich.

Sein Glaube enthält und vermittelt das Leben, das der Vater im Himmel, unser Schöpfer, geoffenbart hat, ausgehend von Abraham, über alle Propheten und Gerechten des auserwählten Volkes bis hin zu Jahushua und zu uns (vgl. Mt 4,4.7.10; 5,17-19; 7,21; Mk 3,34-35; Joh 7,16-18; 8,55b u.a.m.). Wir wollen mit dem Vater eins sein, wie Jahushua von Nazareth mit dem Vater im Himmel eins war, weil er eins mit seinem Willen war. Das ist vermutlich uns allen sehr wichtig. Wie wir bereits wissen werden echte Zitate Jahushuas im “Neuen Testament” in einen falschen Kontext gebracht. Das hält uns natürlich nicht davon ab, sie wieder in ihren gesamtprophetischen Kontext zu stellen. Mit Freude und Danksagung zitieren wir sie immer wieder gerne: “Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden” (Mt 6,9-10). Ebenso: “Ich und der Vater sind eins” (Joh 10,30). Wunderbar!

Die Schreiber oder Überarbeiter des Matthäus- und Lukasberichtes waren von Paulus inspiriert. Danach sollen die Christen an verschiedenen Zeichen die Bosheit der Menschen erkennen, die zur Wiederkunft des Christus-Gottes führen und die Entrückung der Christusanhänger auslösen wird. Die Bosheit soll so sein wie sie in den Tagen Noahs war: “Denn wie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie assen und tranken, sie heirateten und verheirateten, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging, und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein” (Mt 24,38-39;).

Das gesamte prophetische Wort spricht aber nie von einer Auferstehung und Wiederkunft eines Christus-Gottes wie das Paulus, Matthäus, Lukas und die übrigen Kirchenväter lehren. Es spricht auch nie von der Entrückung irgendwelcher Anhänger eines Christus-Gottes. Auch nie von der Herrschaft eines Christus-Gottes. Das prophetische Wort spricht aber eindeutig vom Erscheinen der Herrlichkeit des Vaters im Himmel auf dem Ölberg. Das hat Konsequenzen. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Sacharjahu und andere Propheten bezeugen, dass JaHuWaH selbst mit seinen Heiligen auf dem Ölberg erscheinen wird (vgl. Sach 14,3-5c; 2,14; 8,3; 9,14-17; 12,16; Jes 40,5; Ps 102,17). Niemand kann JaHuWaH sehen, aber er wird in und mit seinen Heiligen sichtbar werden. Sein Handeln wird im Handeln seiner Heiligen sichtbar werden: „Und JaHuWaH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird JaHuWaH einzig sein und sein Name einzig“ (Sach 14,9; Jes 54,5; Mal 1,14; Ps 97,1; 5Mo 6,4; Jos 3,11 u.a.m.). Wie wir bereits wissen, ersetzten Paulus und andere das Erscheinen des Vaters mit dem Erscheinen eines Christus-Gottes.

Der Vater im Himmel, JaHuWaH, wird aber nicht erscheinen, weil die Bosheit der Menschen so sein wird wie in den Tagen Noahs.Er wird gemäss biblisch-prophetischem Wort erscheinen um sein äusserst bedrängtes Volk vor der Vernichtung durch die Völkerwelt zu bewahren. JaHuWaH wird vorher Jerushalajim zum Stemmstein (Eckstein) für alle Völker ringsum werden lassen (vgl. Sach 12,2) und dann auch für alle Völker. Sie werden sich „gegen es versammeln“ (vgl. Sach 12,3, Joel 4,2; Zeph 3,8). JaHuWaH wird alle Völker zum Krieg gegen Jerushalajim und Juda versammeln (vgl. Sach 14,2a; Hes 38,14-23; Jes 29,1-8).

Dann wird JaHuWaH sich offenbaren und die Völker zum Auftakt der Wiederherstellung richten und in seine Lebensordnungen führen. Die Völker werden nun durch die Heiligen, das auserwählte Volk, zur Anbetung JaHuWaHs geführt, d.h. zu seinen Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbaten. JaHuWaH sagt: „Siehe ich wirke Neues“ (Jes 43,19). Die Übriggebliebenen aus den Völkern werden nach den gerechten und treuen Juden suchen. Sie werden die Völker zu JaHuWaH führen (vgl. 5Mo 33,12; Sach. 8,20-23; Jes 2,2-5; 11,10; 19,23-25; 44,5; Ps 102,23; 145,8-13). JaHuWaH gibt den Völkern andere, reine Lippen (vgl. Zeph 3,9). Er wird die Decke, die alle Völker bedeckte, verschlingen (vgl. Jes 25,7). Das ist eine herrliche Botschaft. Sie lehrt keine Entrückung der Christusanhänger, auch nicht den Untergang der christuslosen Völker, sondern die Hinführung der Menschen zu den Ordnungen, Rechtsbestimmungen, Weisungen und Festen JaHuWaHs, die Hinführung in den Frieden der Völker untereinander, einen neuen Himmel und in eine neue Erde (vgl. Jes 65,17; 66,22; Dan 7,27). Übrigens haben wir uns mit diesem Thema im Gim 160 vom 10. 10. 2014 eingehender beschäftigt.

In dieser wunderbaren Zuversicht wünsche ich allen von Herzen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard