Moslems und Jesus-Visionen? Teil 2

Glaubensimpuls 325

Grundsätzlich müssen wir festhalten, dass alle diese Phänomene, auf die wir im letzten Gim hingewiesen haben, nie ein Kriterium dafür sind, dass ein Mensch die Wege JaHuWaHs, des Schöpfers Himmels und der Erde, geht. Mögen die Auswirkungen gut sein oder schlecht. Sind die Auswirkungen gut, dann sollten wir uns nicht täuschen lassen. Diese Aussage mag jemanden irritieren, der die biblisch-prophetischen Zusammenhänge, die uns das Wesen und die Weisungen unseres Schöpfers und des Lebens offenbaren, nicht kennt. Er mag sich fragen, wie kann denn etwas das gut ist, sich als gut erweist und Gutes hervorbringt, eine Täuschung sein? Warum ist denn das so wichtig, dass die Menschen die Wege JaHuWaHs gehen? Sind denn nicht alle Menschen Kinder Gottes, gehen denn nicht alle Menschen die Wege JaHuWaHs. Ist denn das Gute, das wir sehen und erleben nicht immer von JaHuWaH und wird automatisch zum Segen?

Alle Menschen sind Kinder JaHuWaHs, das stimmt wohl. Aber nicht alles das als gut erscheint und erlebt wird dient dem Aufbau des Lebens, hinterlässt gesunde und bleibende Segensspuren unter den Menschen. Mit dieser zentralen Tatsache sollte sich jeder Mensch auseinandersetzen, der nach dem Sinn und der Bedeutung des Lebens sucht. Wie uns die bisherige Menschheitsgeschichte beweist hat die Welt die Fülle nach dem Lebenssinn und die ethisch-moralischen Grundwerte – als Gesamtpaket – über das auserwählte israelitisch-jüdische Prophetentum erhalten. Mögen die Rechtsordnungen früherer Stammes- und Volksführer, wie z.B. die Rechtsordnung von Lipit-Istar, König von Isin, die Rechtsordnung von Hammurapi oder später die von Buddha oder von wem auch immer, noch so eindrücklich gewesen sein, ihnen allen aber fehlte oder fehlt das Wesentliche.

Es fehlte oder fehlt ihrer Rechtsordnung das gesunde ethisch-soziale Gesamtpaket, welches jeden einzelnen Menschen im Auge hat, sowohl den sozial Schwächsten als auch den Führenden in Politik und Glauben. Tatsächlich finden wir jene Entwicklung, die alle Bereiche des menschlichen Lebens berührt und sich damit beschäftigt, nur im Glauben (Vertrauen) Abrahams, im Glauben (Vertrauen) an JaHuWaH, also im TaNaCH. Die Art und Weise des Sich-Auseinandersetzens mit allen Lebensbereichen des Menschen ist eine Gabe von JaHuWaH an Abraham und nur in JaHuWaH fruchtbringend möglich. Kein Volk, kein Stamm, keine Ethnie kannte und kennt die Werte JaHuWaHs in diesem Ausmass, in sich und unter sich. Das sind jene Werte und Weisungen die als Gesamtpaket jeden Menschen schützen und eine gesunde Weiterentwicklung jedes einzelnen Menschen garantieren. Sie allein haben aus der Beziehung zu JaHuWaH bleibenden Bestand und hinterlassen bleibende und laufend wirksame Segensspuren.

Ich möchte betonen: Wir finden sie tatsächlich nur in den Rechtsbestimmungen und Weisungen des TaNaCH. Alles also, das von hier ausgeht hat in Tat und Wahrheit eine bleibende und wirksame Kraft, bringt bleibende Frucht hervor, schafft die Möglichkeit zu immer neuem und bleibendem Fortschritt, über Generationen hinweg. Was nicht von hier ausgeht, jede Vision, jede Erscheinung, jede Botschaft, jede Bestätigung im Alltag, ist eine Täuschung! Sie hindert den Menschen in seinem geistigen Wachstum, sie grenzt ihn ein, blockiert ihn ganz fromm. Das zeigen uns z.B die Jesus-Visionen und -offenbarungen an Paulus, die verheerende Folgen für die Menschheit hatten und haben. Jesus offenbarte ihm, dass er auferstanden sei und gleich (sofort) wiederkommen werde. Er würde ihn und alle Gläubigen mit ihm entrücken. Die Zeit sei kurz, darum sollten alle verheirateten Männer mit ihren Frauen so umgehen als hätten sie keine, er wünschte sich darum alle Männer wären unverheiratet wie er. Daraufhin verkauften die Anhänger des Paulus allen Besitz und brachten ihn ihren Sekten-Lehrern zu Füssen und harrten in Jerushalajim und seiner nächsten Umgebung auf den Moment der Entrückung. Jesus kam aber nicht zur angegebenen Zeit, wie Paulus das unmissverständlich lehrte, weil er auch nie auferstanden war. Also gab es folgerichtig auch keine Entrückung – zur angegebenen Zeit!!

Was war die Folge? Alle verarmten. Sie lebten in äusserster Armut. Doch die schreibenden Kirchenväter wollten ihr Gesicht wahren und vermittelten ihrer Nachwelt: Die Urchristen hätten bewusst arm gelebt und alles geteilt. Diese geheiligte Lüge wird immer noch vollmundig propagiert und als das grosse Armutsideal der ersten Christen gepredigt. Wir können von grossem Glück reden halten sich die Freikirchen und Kirchen nicht an ihre Bibel, an diese “neutestamentlichen” Lehren! Wir alle wären wohl nie geboren worden! Und die Führer der Kirchen und Freikirchen können dankbar sein, glauben ihre Schäfchen dem “Neuen Testament” und seinem Jesus-Gott nicht. Aus wäre es mit ihrem Reichtum den sie mit ihren Kathedralen, Basiliken, Dome, Klostergebäulichkeiten, dem Petersdom und allem sonstigem Reichtum präsentieren oder verstecken – arme Kirchenführer! Durch solche frommen Kräfte werden die Menschen gehindert nach dem wahren Lebenssinn zu suchen. Sie verrennen und verstricken sich in religiös-mystische Erlebnisse, die aber letztlich weder JaHuWaH die Ehre geben, noch zum wirksamen und bleibenden Segen der Menschen beitragen.

Die Rechtsbestimmungen JaHuWaHs enthalten alle Aspekte der Liebe und Barmherzigkeit, die im täglichen Leben so notwendig sind und immer wieder neu belebt werden müssen. Sie sind jedem Menschen zugänglich. Wie wir früher schon sahen: Wir finden in der heutigen Welt, in allen Kulturen einzelne Elemente der israelitisch-jüdischen Rechts- und Liebesordnung verankert. Sozusagen alle Völker sind heute davon beeinflusst. Das sollte uns nicht verwundern, denn die Juden sind nicht umsonst in alle Welt verstreut worden. Sie haben alle Kulturen mehr oder weniger, und zum Teil sehr massgeblich, beeinflusst. Vor allem die christlich-sozialen Werte der Menschlichkeit, die so gerne als christliche Erfindung hingestellt werden, sind allein aus dem israelitisch-jüdischen Reichtum hervorgegangen und von den Christen übernommen worden. Der Rabbi und Pharisäer, der Jude Jahushua von Nazareth, vertrat und predigte allein diese Werte. Darum sollten wir nie von einer christlichen Ethik sprechen, sondern von der israelitisch-jüdischen Ethik, die im Laufe der Jahrhunderte von den Christen geraubt worden ist. Alles andere ist Heuchelei und heisst: sich mit fremden Federn schmücken! Wann werden sich die Kirchen und christlichen Gemeinschaften zur Ehre unseres Schöpfers und den Menschen dieser Welt, im Angesicht JaHuWaHs, aufrichtig und ehrlich dazu bekennen und die geforderten Konsequenzen ziehen – und zwar ganz entschieden? Wir wollen nicht auf sie warten, uns nicht aufhalten lassen! Im nächsten Gim möchte ich auf konkrete Erfahrungen eingehen um diese Thematik weiter zu vertiefen.

Lasst uns in jeder Sache das unerschütterliche Vertrauen auf JaHuWaH erneuern und vertiefen, wir haben nämlich allen Grund dazu: “Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Erlöser (Gott) der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!” (5Mo 32,4). Mit einem herzlichen Shalom und dem Wunsch nach einem friedvollen Schabbat grüsse ich alle herzlich.Gregor Dalliard