Mit JaHuWaH gehen - Teil 4

Glaubensimpuls 385

Wir durften in den letzten Glaubensimpulsen gemeinsam aus den Schätzen des TaNaCH, aus der Bibel des Jahushua von Nazareth, schöpfen. Wir haben verstanden: In den Augen JaHuWaHs, der Propheten, Rabbiner und aller gläubigen Juden, auch des Jahushua von Nazareth, ist ein Mensch, der sich auf JaHuWaH einlässt , ihm vertraut, ein Mensch der mit JaHuWaH geht. Diese Tatsache durchzieht die ganze Bibel, den ganzen TaNaCH.
Ein solcher Mensch wird als ein gesunder und gerechter verstanden, der in dieses Vertrauen hineingeboren und damit wiedergeboren ist. Er hat dieses neue Leben als Gnade geschenkt bekommen, wie Abraham. Der Begriff Gnade heisst sehr viel. Soviel wie frei in die Fülle des Lebens, die Schätze des Lebens hineinwachsen dürfen, eine geschenkte Bruderschaft oder Freundschaft deren Band der Einheit nie brechen wird, die durch dick und dünn zusammenhält. Sie ist eine geschenkte Fähigkeit aus dem Joch der Entmündigung und Versklavung, aus der Unwissenheit, herauszuwachsen und sich vom eigenen Unvermögen nicht zerstören zu lassen. Es ist das ein unverdientes und einzigartiges Geschenk JaHuWaHs, das nicht durch irgendeine Tat oder Leistung oder die Beobachtung von irgend etwas bewirkt oder verdient werden kann oder muss. Zwischen JaHuWaH und mir gibt es nichts dazwischen, das etwas bewirken könnte.
Ein solcher Mensch gehört wie Abraham zu den «Gesunden, die keines Arztes bedürfen», lehrt Jahushua von Nazareth. Er gehört zu den Gerechten, d.h. zu jenen die auf dem rechten Weg sind und keiner Umkehr bedürfen. Von ihnen sagt auch Jahushua von Nazareth «ich bin nicht gekommen Gerechte zu rufen»? (vgl. Lk 5,31-32).
Er braucht keine zusätzliche Erlösung und damit auch keinen Jesus, der ihn mit seinem Blut erlöst, auch keine Taufe, die ihn von irgendeiner Erbschuld, Erbsünde befreien müsste oder könnte, auch keinen Priester, der an ihm etwas herumfaselt, um ihn in den Bereich der Gnade zu katapultieren. Ein Mensch also, der sich auf JaHuWaH einlässt geht mit JaHuWaH. Das ist die zentrale Botschaft der Bibel. Ist das nicht wunderbar und total befreiend?

Was aber macht Paulus? Verführt und gefangen in seinen frommen Visionen, verwirft er diese befreiende und wohltuende Botschaft der biblischen Zeugen, die einstimmig dasselbe über Gnade und Erlösung lehren; Zeugnisse, die an Erfahrungen so reif und bewährt sind. Er beraubt sie ihres reichen Inhaltes, reisst sie zu Boden, zerstört sie, vernichte sie. Es ist gerade so als würde jemand die miteinander harmonisierenden, friedlich zusammenlebenden Bürger einer Stadt bombardieren, zerstören. Er vollzieht eine Handlung, die so viele unsäglich böse Folgen auslöste, so viel Leid hervorbrachte, bis hin zum Holocaust.
Er widerspricht dem zusammenhängenden prophetischen Wort, er widerspricht Jahushua von Nazareth. Er verwirft damit den ganzen reichen, von Erfahrungen so prall gefüllten biblisch-prophetischen Schatz, indem er sagt: Nein! Nach meinen Visionen und Offenbarungen ist es damit vorbei, so lehrt er. Ohne das vergossene Blut eines Menschen, und ohne den Glauben an die Wirkung dieses Blutes, und ohne den Glauben, dass dieser uns mit JaHuWaH versöhnt hat, und ohne den Glauben, dass dieses Blut das Blut eines Mannes ist, und ohne den Glauben, dass dieser Mann von einem Gott selbst gezeugt worden ist, läuft da nichts bei JaHuWaH, bleibst du verloren und verdammt. Es gibt keine Wiedergeburt, keine Errettung für einen solchen Menschen. Selbst für jene nicht, die der himmlische Vater durch seine Propheten und durch Jahushua von Nazareth als gerettet bezeichnet.
Allen Segen, alles Vertrauen Abrahams auf JaHuWaH, erklärt er in ein paar Sätzen für null und nichtig. Denn Christus, das göttliche Menschenopfer, ist das Ziel der ganzen biblisch-prophetischen Lehre, der Lehre aller Propheten. Damit erklärt er das Ende der Beziehung mit JaHuWaH. Die persönliche Beziehung mit ihm ist abgebrochen, und zwar für jeden, auch für jeden Juden. Eigenmächtig werden die prophetischen Schätze des Lebens zerfetzt. Ein Beispiel! Der Prophet Joel lehrt wie Moshe und alle anderen Propheten auch: «Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft (JaHuWaH vertraut), wird errettet werden» (Joe 3,5). Paulus entleert eigenwillig, selbstherrlich und eigenmächtig diese Lebensfülle und ersetzt sie durch Glaubensgesetze. Seine Vision besagt: «Denn Christus ist das Ende der biblischen Weisungen (des Gesetzes Ende), jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.. dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst» (Röm 10.9). Du musst also über mehrere Stufen von Glaubenswerken zur Gnade aufsteigen. Das ist eine völlig neue Lehre, die weder Hand noch Fuss hat, die im biblisch-prophetischen Wort nirgendwo zu finden ist.

Nun aber wissen wir heute, dass niemand eine Vision oder Offenbarung braucht um zu erkennen und zu wissen, was hinter der Lehre des Paulus schlummert und was hier gerade durch ihn so mächtig aufwacht und loszieht. Es ist nichts Neues unter der Sonne der Antike. Es ist eine der vielen traditionellen Erlösungskulte der griechisch-römischen Gottessohnschaften. Deren gab es viele. Der Sohn Gottes, der Sohn der Gottheit, wird zur Versöhnung der Ober-, bzw. der Stadtgottheit geopfert, um gegenwärtiges oder bevorstehendes Leid von der Stadt und deren Bewohner abzuwenden. Bei einer ähnlichen Kultform bewirkt das Blut-Opfer des Gottessohnes, des Göttersohnes, die Versöhnung durch das erlösendes Opfer-Blut. Im Glauben verbindet sich der bereitwillige Heide mit diesem Blut-Opfer. Dadurch tritt die Wirksamkeit dieses Blutes in Kraft. Der Fluch der Gottheit wird weggenommen. In einem Mix von Menschen-Blut und Esoterik wurden solche griechisch-römische Kulte in der weltweiten Antike geglaubt und in zahllosen Formen praktiziert. Das ist das Kennzeichen der christlichen Religion.

«Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich mein Heil sehen lassen» (Ps 50,23). In dieser sehr konkreten Verheissung grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen Shabbat mit viel Danksagung und den entsprechenden Entspannungen. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 30. Juni, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.


Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019. Das Thema werden wir noch mitteilen. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir suchen Gemeinschaft in der Bodenseegegend. Uns interessiert eine Schriftauslegung die sich vom prophetischen Wort der Bibel leiten lässt. Wir würden uns freuen uns mit Gleichgesinnten in der Bodenseegegend zu treffen.

Wer sich dafür interessiert kann sich bei Gregor Dalliard melden: gregor@dalliard.ch / +41 27 927 39 30