Mit JaHuWaH gehen - Teil 3

Glaubensimpuls 384

Wir zitierten im letzten Glaubensimpuls (Gim) etwas sehr Grundlegendes, etwas das den gläubigen Israeliten, Juden, Propheten, Rabbinern, Schriftgelehrten, Pharisäern, und damit auch Jahushua von Nazareth, fundamental wichtig war. «Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte (JaHuWaH Vertrauende) zu rufen, sondern Sünder (nicht Vertrauende) zur Umkehr (auf dass sie JaHuWaH wieder vertrauen)» (Lk 5,31-32). Für Jahushua von Nazareth war damit klar, was weit über 1000 Jahre in Israel bereits klar war. Seit sich Abraham JaHuWaH öffnete und sich von den Göttern und ihren Forderungen, von Priestern und ihren Forderungen, losgesagt hatte, gilt ein solcher Mensch als gerecht, als ein Gerechter vor JaHuWaH und damit als ein Gesunder, d.h. als erlöst, als ein wiedergeborener Mensch, als neu geboren.

Damit untrennbar ist eine Konsequenz verknüpft, die sich daraus ergeben will. Als Folge davon nimmt ein solcher Mensch seine persönliche Verantwortung für sein Leben und das seiner Mitmenschen wahr. Er setzt sich gerne und gewissenhaft mit den Weisungen JaHuWaHs auseinander, weil sie ihm und seinen Mitmenschen zum Segen gereichen. Darum ist ein solcher Mensch logischerweise bemüht die Weisungen JaHuWaHs – in ihrem Kontext – verstehen zu lernen und zu leben. Das ist das zentrale und immer bleibende Verständnis von gerecht sein vor JaHuWaH, von Wiedergeburt in JaHuWaH, von Erlösung, von einem Menschen, der als gesund bezeichnet wird: Sie sind die Gesunden, das auch im Denken und Reden des Jahushua von Nazareth.

Sie erkennen die Einzigartigkeit ihres privaten Lebens aber auch das Leben in einer Gemeinschaft. Sie lernen das alles wertschätzen. Es ist ihnen lebenswert geworden. Wer JaHuWaH vertraut wird sich zu einer Persönlichkeit verändern, die mit den brutalen Erfahrungen des Lebens anders umzugehen bereit ist. Und wenn dann schwere enttäuschende Dinge ins Leben hereinbrechen, wird eine solche Person auch wieder daraus herauswachsen, so wie uns das in den alten biblischen Lebensweisheiten bezeugt ist. Sie sind Zeugnis uralter Lebenserfahrungen aus einem Leben in Gemeinschaft mit JaHuWaH: «Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich» (Ps 23,4). Und sind es persönliche Umstände, die uns das Leben schwer machen wollen. Wir erinnern uns: «Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf..» (Spr 24,16)!

Achten wir ganz fest darauf: Es ging und geht im Zusammengehen mit JaHuWaH nie um die Vorstellung oder den Glauben, oder die Lehre, dass mit der Erfüllung irgendwelcher Rituale, das Vertrauen von JaHuWaH oder zu JaHuWaH vermittelt (erkauft) werden könnte. Auch keine positive, wirksame Veränderung in der Beziehung zu JaHuWaH könnte über Rituale, rituelle Handlungen (Sakramente, z.B. Taufsakrament) bewirkt werden. Das war weder bei Abraham noch bei den Israeliten jemals der Fall. Das war und ist ja gerade der wesentliche Unterschied der Beziehung der Israeliten zu ihrem Erlöser JaHuWaH von der Beziehung aller heidnischen Kulte zu ihren Göttern, die nur auf dem Weg der Opfer-Werke, Opfer-Gesetze, die Götter vorübergehend und manchmal nur ein bisschen, “ruhig” zu stellen vermochten.

Es mag einzelne Israeliten und Juden gegeben haben, die in der Erfüllung der Tieropferrituale glaubten mit JaHuWaH wieder ins Reine gekommen zu sein, ohne Umkehr. Die vielen Vorschriften für die Priester, in Bezug auf die Tieropfer, wo, wann und wie, haben damit nichts zu tun. Sie sind ein vörübergehendes Dazwischen, das dem auserwählten Volke in Zeiten des Überganges vom Stammesleben aus Ägypten zur Volkswerdung hilfreich war. Etwas anderes ist Folgendes: Ein Mensch, der aus dem Vertrauen JaHuWaHs lebt, braucht sowohl im persönlichen Leben als auch im Zusammenleben mit anderen Menschen Rechtsbestimmungen und Ordnungen, die es zu beachten gilt. Das gehört zum Leben dazu, hat nichts mit Ritualen oder Werk-Gerechtigkeit zu tun. Jeder bibeltreue Mensch weiss, dass diese Bereiche des Lebens nie das persönliche Vertrauen (Glauben) auf JaHuWaH ersetzen. Im Gegenteil, sie sind immer eine Konsequenz aus dem Vertrauen heraus, auf JaHuWaH, ein Vertrauen das sich im menschlichen Leben auswirken will und muss.

Eines der eindrücklichsten Beispiele dieses Zusammengehens von Gnade, bzw. Vertrauen, und Befolgung von Rechtsbestimmungen JaHuWaHs zeigt uns das Leben Davids. David hatte sich nach der Sünde mit Bathsheba immer tiefer in Sünden verstrickt. Der Prophet Nathan stellte ihn zur Rede. Er sagte David nicht, opfere ein paar Stiere, das Blut der Stiere macht dich gerecht vor JaHuWaH, dann bist du wieder ein Gerechter, ein Gesunder. Das wird wohl keiner von uns behaupten wollen, der sich mit dem TaNaCH, der Bibel, sorgfältig und gewissenhaft auseinandersetz. David bereute zutiefst vor JaHuWaH und dem Volk. Er tat öffentlich Busse, vor dem ganzen Volk! Der Prophet Nathan tat nichts anderes als das was rund 1000 Jahre später Jahushua von Nazareth tat. Nathan suchte das verlorene Schaf David auf (vgl. Mt 15,24). Nathan glaubte und tat dasselbe wie 1000 Jahre nach ihm Jahushua von Nazareth: «Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte (JaHuWaH Vertrauende) zu rufen, sondern Sünder (nicht Vertrauende) zur Umkehr (auf dass sie JaHuWaH wieder vertrauen)» (Lk 5,31-32).

Im nächsten Gim wollen wir sehen wie Paulus diese segensreichen, bewährten und grundlegenden Zeugnisse der Bibel aus dem Zusammenhang reisst, zerstört und das Christentum damit in eine tödliche Falle lockt, deren Folgen unbestreitbar von der Geschichte des Christentums belegt werden. Mit den wunderbaren Segensworten aus Psalm 125,1-2 grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat: «Die auf JaHuWaH vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, der ewig bleibt. Jerushalajim - Berge sind rings um es her. So ist JaHuWaH rings um sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit». Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. Dezember, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.