Mit JaHuWaH gehen - Teil 2

Glaubensimpuls 383

Was will uns der TaNaCH sagen? Abraham, Itzak, Jakob und ihre Frauen gelten als die grossen Zeugen der Liebe JaHuWaHs zu den Menschen. Sie wurden von JaHuWaH vom Götzendienst befreit und in seine Liebe hineingenommen. Das ist Erlösung und Wiedergeburt. Auch seine Propheten/innen, Richter/innen und Könige, Rabbis, Pharisäer und ihre Frauen, und die “einfachen” Gläubigen Israels und Judas, zeugen von der Liebe JaHuWaHs. Sie lebten in dieser Liebe und aus dieser Liebe, im Unterschied zu allen anderen Völkern, die unter dem Diktat ihrer Religionen und unter ihren schrecklichen Forderungen und Drohungen in ständiger Angst leben mussten. Sie waren ihrer Menschenwürde beraubt und missbraucht, weil sie JaHuWaH und seine Lebensordnungen nicht kannten.

Natürlich gab es unter den Menschen JaHuWaHs immer auch Mitläufer. Obwohl befreit vom Götzendienst und ihrer Ebenbildlichkeit JaHuWaHs bewusst, blieben sie alle trotzdem Menschen wie du und ich. Die Bibel ist voll von Zeugnissen, wie die Menschen innerhalb der Liebe JaHuWaHs mit den täglichen Herausforderungen umgingen, wie sie treu blieben oder versagten und sich in dieser Liebe wieder auffingen. Das grosse Wunder: Sie waren sich aber, wie Abraham und Sara, bewusst geworden, das sie der Gnade JaHuWaHs allezeit bedurften um echt und zielbewusst, aufgerichtet und kreativ, durch dieses Leben gehen zu können. Wer bedarf denn mehr eines gnädigen und barmherzigen Umgangs mit sich als jemand der wiedergeboren ist, der seine Schwächen kennt und unter Umständen damit nicht einfach so fertig wird – ein Leben lang nicht? Das ist keine Schande. Das tut dem Einssein mit dem Abba Vater keine Abstriche. Im Gegenteil, JaHuWaH hat das Wesen Mensch so erschaffen und gerade darum braucht der einsichtige Mensch JaHuWaH. Der TaNaCH, die Bibel, ist hier sehr realistisch, was mich auf meinem persönlichen Weg des Vertrauens immer sehr ermutigt: «Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf..» (Spr 24,16). Ein solcher Zuspruch wirft unser Leben aus verkehrten religiösen Glaubensbahnen. Ist das nicht ein Wunder?

Sie alle, die sich vom Dienst an die Götter lösten und JaHuWaH im Vertrauen öffneten, wurden – in diesem Vertrauen (Glauben) – miteinander verwoben, wurden eine Gemeinschaft in der Liebe JaHuWaHs und aus der Liebe JaHuWaHs. Sie sind die Gemeinde, die sich der Vater des Lebens erworben hat. Sie alle haben ihren Sitz im Herzen JaHuWaHs, so wie Abraham und Sara: «Und er vertraute (glaubte) JaHuWaH; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an» (1Mo 15,6). Mit allen anderen Propheten bestätigt der Prophet Habakuk das was über das Vertrauen Abrahams zu JaHuWaH gesagt ist. Der Kern unseres Lebens ist das bedingungslose Vertrauen auf JaHuWaH: «Der Gerechte aber wird durch sein Vertrauen (seinen Glauben) leben» (Hab 2,4b). Hören wir: leben! Wer JaHuWaH vertraut gilt vor ihm als ein gerechter Mensch, d.h. als ein erlöster Mensch, der lebt. Ein Gerechter ist jemand der JaHuWaH vertraut.

Wer JaHuWaH vertraut gilt vor ihm als ein gerechter Mensch, d.h. als ein erlöster Mensch, weil er weiss, dass er nur in der Gnade JaHuWahs imstande ist, ein sinnvolles und erträgliches Leben führen zu können. Ein Gerechter ist jemand der JaHuWaH vertraut und sich nicht unterkriegen lässt, egal was da geschieht, weil er auf dem rechten Weg ist, den Weg des Vertrauens geht. Den Propheten und Pharisäern, so auch Jahushua von Nazareth, war es darum wichtig darauf zu achten, dass niemand aus diesem Vertrauen in JaHuWaH herausfallen konnte, d.h. dass sie alle Gerechte blieben, auf dem rechten Weg des Vertrauens blieben. Fiel einer aus diesem Vertrauen heraus, setzten sie alle Hebel in Bewegung, um einen solchen Menschen wieder zur Herde, zur Gemeinde JaHuWaHs, zur Gemeinde der Vertrauenden, der Gerechten, zurückzuführen.

Darum lasst uns einmal mehr auf die Worte Jahushuas achten, auf einen wunderbaren Hebraismus: «Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel» (Mt 15,24). Ein religiöser Mensch, der JaHuWaH nicht kennt, ist ein bedauernswerter Mensch, ein Mensch der sich wegen seiner Versagen ständig quält und ständig in der Angst vor irgendwelchen Strafen seines Gottes lebt und sich vor einer immerwährenden Höllenqual fürchtet, weil er eben religiös ist. So ergeht es auch den Christen. Sie suchen auf ihrer religiösen Irrfahrt Befreiung im Blut eines göttlichen Menschenopfers der Römer, so wie das Paulus lehrt, und machen sich durch androhende Gottesstrafen gegenseitig das Leben zur Hölle. Ein solcher Mensch ginge dann wohl leichter durchs Leben wenn er nicht religiös wäre, an gar nichts glauben würde. Achten wir auf den zweiten Teil von Sprüche 24,16: «Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf, aber die JaHuWaHlosen (Gottlosen) stürzen nieder im Unglück» (Spr 24,16). Ein religiöser Mensch, der das Vertrauen JaHuWaHs nicht kennt wird zu den Götzendienern gerechnet, das ist ein JaHuWaHloser (Gottloser). Entweder verwirft er JaHuWaH, weil er ihn durch Gottesbilder, die immer falsch sind (vgl. 2Mo 20,3-4; die erste und zweite Weisung, Gebot; 2Mo 33,20) nie kennenlernen konnte oder weil er religiös so abgrundtief verformt worden ist. Götzendiener sind aber immer sehr religiös, ob sie ihre Religiosität wissentlich überdecken oder ihre religiöse Irrfahrt – aus voller Überzeugung – für die Wahrheit halten und unter Umständen dafür in den Tod gehen. Im Unglück aber haben sie keine wirkliche Beheimatung.

In Lukas 15,4-7 (nicht in den Versen 1-3, sie sind später so hinzugefügt worden!) und in Matthäus 18,12-14 ist uns ein typisches Zeugnis, ein weiterer Hebraismus, über den Kern des Lebens überliefert. Dieses Zeugnis durchzieht den ganzen TaNaCH! Alle lassen die 99 Gerechten, die der Erlösung und Wiedergeburt nicht mehr bedürfen, zurück. Warum? Jahushua von Nazareth gibt uns die Antwort: «Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte (JaHuWaH Vertrauende) zu rufen, sondern Sünder (nicht Vertrauende) zur Umkehr» (auf dass sie JaHuWaH wieder vertrauen) (Lk 5,31-32). Das ist einfach wunderbar! Die Gerechten sind die Gesunden, weil sie JaHuWaH vertrauen und damit in IHM wiedergeboren und erlöst sind und sich darum bei ihm, dem guten Hirten, der als der Gerechte bekannt ist (vgl. 2Mo 9,27; Kla 1,18 u.a.m.), geborgen wissen. Sie sind von ihm gehütet und umsorgt.

Wie alle Propheten, Pharisäer und Schriftgelehrten suchte auch Jahushua von Nazareth mit dem Einsatz aller seiner Kräfte, verbunden mit allen möglichen Risiken, das verlorene Schaf. Ein “Schaf”, das sein Vertrauen auf JaHuWaH aufgibt, das JaHuWaH nicht mehr vertraut, nicht mehr dem Gerechten angehören will, das sich nicht mehr von JaHuWaH hüten und umsorgen lässt, das sich von JaHuWaH abbringen lässt, weglocken lässt, ist des Kernes seines Lebens beraubt und dem sicheren Tod ausgesetzt. Das war für Jahushua von Nazareth unerträglich. Es ist darum undenkbar, dass der Jude Jahushua von Nazareth, ein Gerechter, ein Christentum gegründet haben soll, das lehrt, dass ein verirrtes Schaf einzig und allein mit göttlichem Menschen-Blut gerettet werden kann – und dann noch mit seinem Blut! Wie soll das bloss geschehen? Absolut undenkbar und absurd. Eine solche mystisch-makabre Erlösungslehre wäre ihm, als einem Gerechten, nicht einmal im Traum eingefallen. Die Freude über das wiedergefundene Schaf, das JaHuWaH wieder vertraut, wieder ein Gerechter wurde, ist immens.

Nun ja, die meisten von uns kannten den guten Hirten JaHuWaH früher nicht, weder seine saftigen Weideplätze noch die frischen Wasser des Lebens (vgl. Ps 23). Falsche Hirten hatten uns heimatlos gemacht. Wir waren zerstreut im religiösen Wüstenland, mit vergammeltem Steppenstroh und stinkigem Wasser versorgt. Chronische Magenschmerzen und Durchfall waren unsere täglichen Begleiter. Wölfe uns Schakale verfolgten uns.. Nun sind wir vom wahren Hirten JaHuWaH zurückgebracht worden zu seiner Herde. Das ist die frohe Botschaft: «Denn so spricht JaHuWaH: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten..» (Hes 34, 11-12).

Einsichtig unserer Unzulänglichkeiten und Versagen, aber eingebettet in seinem Vertrauen, dürfen wir uns rundum wohlfühlen, als nun Gerechte. Ich zähle mich dazu und bin überglücklich, und das gerade wegen meiner Unzulänglichkeiten! Es liegt in meiner Hand. Mit JaHuWaH im Bund, erlaube ich es keiner Unzulänglichkeit mich von JaHuWaH zu trennen – und JaHuWaH sieht das auch so – das sagt mir der ganze TaNaCH! Die meisten Zeugnisse der Psalmen sind ein Lob auf diese immerwährende Gnade JaHuWaHs. Dieses Lob soll auch bei mir nie verstummen.

Nun können wir wählen. Wollen wir JaHuWaH vertrauen? Dieses Vertrauen beinhaltet die uneingeschränkte Liebe JaHuWaHs zu Abraham und Sara. Warum? Weil sie ihm vertrauten. Gerade weil sie Menschen waren und auch versagen konnten, bedurften sie jemanden anderen als die ewigen Quälereien und Forderungen der allgegenwärtigen Religionen. Welch eine Erlösung aus dieser quälenden Finsternis heraus, die keine Verdammnis kennt, d.h. keine immerwährende Hölle mit immerwährenden Folterqualen, wie sie Götter predigen und auch in den paulinischen Forderungen im Christentum immer noch gelehrt und praktiziert werden: «Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn (der Hölle) gerettet werden. Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden» (Röm 5, 9-10). Das ist pures heidnisches Gedankengut! So etwas kommt bei JaHuWaH nicht an, denn gerade aus diesem heidnischen Denken hat er Abraham herausgerettet, erlöst.

Jene, die die Umarmung JaHuWaHs nicht ausschlugen, lebten täglich aus der dargebotenen Gnaden-Hand JaHuWaHs. Selbst dann, als sie versagten und über ihr Verhalten entsetzt und manchmal verzweifelt waren. Die Liebe JaHuWaHs überliess sie nicht sich selbst. Er hat sie nie mehr aufgegeben. Die Verse 1-18, aus dem Psalm 139, sind ein leuchtendes konkretes Zeugnis dieser Liebe, in der sie lebten und aus der sie, wegen ihrer sündigen Rückfälligkeit, immer wieder versucht waren von JaHuWaH wegzulaufen, wie Adam, wie David und viele andere. Die Liebe JaHuWaHs aber holte sie ein, liess sie – glücklicherweise – nicht mehr los.

Atmen wir also in JaHuWaH, indem wir uns von IHM so lieben lassen wie wir sind und nicht wie wir meinen sein zu müssen oder wie andere meinen, dass wir zu sein hätten und es dann doch nicht schaffen. Das wäre ein Leben aus der Religion, das dem liberal denkenden gläubigen Menschen nichts bringt und dem Ängstlichen nichts als ständige Gewissensbisse und Qualen. Mein Bibelstudium und meine Erfahrungen mit den Mitmenschen haben mir eines felsenfest bestätigt: Ein Mensch, der im biblischen Glauben daheim sein will, aber die Liebe, Gnade und Zuneigung JaHuWaHs zu sich nicht kennen lernt und nicht an sich wirksam werden lässt, ist wie ein Mensch der das tägliche Atmen nicht kennt, d.h. er ist tot, obwohl er tief religiös ist und alle religiösen Lehrsätze seiner Glaubensrichtung einhält. Er ist in seinem Herzen noch nicht zu jenem Leben erweckt worden, das zu ihm gehört, so wie die tägliche Luft zum Atmen gehört oder wie das Wasser zum Fisch. Seinen Glauben wird er nur in einem Schwarmgeist oder durch knallharte religiöse fundamentalistische Übungen übertünchen können, damit er nicht zum Zeugnis der Bibel finden kann. Das habe ich aus dem TaNaCH erkannt.

Nun wünsche ich dir einen geruhsamen und gelassenen Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. September, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.


Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019. Thema: Die biblische Gemeinde, der Inhalt unseres Glaubens. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir suchen Gemeinschaft in der Bodenseegegend. Uns interessiert eine Schriftauslegung die sich vom prophetischen Wort der Bibel leiten lässt. Wir würden uns freuen uns mit Gleichgesinnten in der Bodenseegegend zu treffen.

Wer sich dafür interessiert kann sich bei Gregor Dalliard melden: gregor@dalliard.ch / +41 27 927 39 30