Am Sonntag, den 17. Dezember 2017, treffen wir uns in Finsterhennen zu einer Chanukafeier. Wir laden dich herzlich ein. Anmeldungen: [email protected]/ tel.: 032 396 34 03 oder [email protected]/ tel.: 031 991 69 12.

Luther, Hitler und das Kirchentum – Entscheidungen treffen. Gegen das Vergessen!

Glaubensimpuls 322

Unsere ganz persönlichen Entscheidungen sind beeinflusst von unserer inneren Verfasstheit, von unserer Erziehung, vor allem aber von unserem religiösen Umfeld, wie uns das die Menschheitsgeschichte in ihrer religiös geprägten Kultur unleugbar bestätigt. In schwierigen Zeiten sind wir entsprechend manipulierbar. Es sei denn wir leben in einer tiefen pulsierenden Beziehung mit JaHuWaH und seinen Weisungen. Aus seinen Weisungen heraus werden wir fähig, unabhängig, glaubensmündig und verantwortungsvoll zu leben – frei von religiöser Manipulation und Unterdrückung.

Das zeigt uns z.B. der Einfluss des abgrundtiefen religiösen Hasses der Kirchengründer gegen die Juden. Dieser Hass wurde von “Paulus” zum Fundament des christlichen Glaubens entwickelt, auf dem das ganze Christentum steht und aufgebaut ist. Übrigens, “Paulus” ist ein Pseudonym für die ersten christlichen Philosophen, bzw. Theologen. Sie haben die Urtexte des jüdischen Shaul bis zur Unkenntlichkeit überarbeitet, dem heidnischen Denken angepasst und ihre Bibel (NT) mit Antijudaismus durchsetzt. Auf den beiden ersten Konzilien von 325 und 381 n.u.Z. wurde dieser Hass der Kirchengründer für immer dogmatisiert und im Laufe der Jahrhunderte von den jeweiligen Kirchenführern theologisch weiterentwickelt und vertieft.

Auf dieser Theologie des Hasses gegen die Juden, der Ersatztheologie, ist ganz Europa und die ganze christliche Welt unwiderrufbar aufgebaut und ausgerichtet. Ein anderes Christentum gibt es nicht, denn ausserhalb dieses Hasses, der sich aus der Philosophie der Erlösung durch ein Menschenopfer (wahrer Gott und wahrer Mensch) und dessen Blut nährt, gibt es kein Christentum. Aus dem römischen Folter- und Marterpfahl wurde ein mystisch-erlösendes Kreuz entwickelt, als Werkzeug gegen die Juden.

Das heisst nicht, dass es nicht etwa Millionen guter Christen gäbe, dennoch aber sind sie besetzt von dieser Philosophie, bzw. Kultur des Judenhasses, denn das Kreuz ist in den christlichen Ländern und ihren Kulten allgegenwärtig. Damit waren und sind sie auch immer anfällig für Ausfälle und Pogrome gegen die Juden. Das beweist uns in besonderer Weise das christliche Westeuropa, das mit Hitler gemeinsame Sache gegen die Juden machte, ohne dass sich die christlichen Verantwortlichen dabei einen Finger gekrümmt hätten! Ein solches gräuliches Resultat, von den Christen ermöglicht und verübt, das alle Gräuel dieser Erde für immer in den Schatten stellt, wäre sonst undenkbar gewesen. Das ist und bleibt ein Schrecken!

Im kommenden Jahr 2018 jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. Damals, vom 9. auf den 10. November 1938, brannten in Deutschland die Gebets- und Lehrhäuser (Synagogen) der Juden lichterloh. Viele Juden wurden geschändet und umgebracht, andere verschwanden in den Konzentrationslager. Nicht von ungefähr geschah dieses Verbrechen am Geburtstag von Luther. Hitler und sein politischer Stab war im Innersten vom Geist der Gründer des Christentums, d.h. vom heidnischen Blutopfermythos eines Menschengottes (Jesus der Christus) und des Kreuzes, als mystisch-magische Erlöser-Kraft und Keule gegen die Juden durchsetzt. Das hat Hitler auch nie geleugnet, denn er war Ministrant und ein sehr zielstrebiger frommer Junge in der Klosterschule Lambach.

Das stilisierte Hakenkreuz im Wappen des Abtes Hagen, das im Kloster Lambach überall sichtbar angebracht war, prägte Hitler während seiner Zeit in der Klosterschule. Offenbar kritzelte er in all seinem Schulmaterial das Kreuz hinein. Hitler hing am Kreuze. Das Hakenkreuz wurde zur Nationalfahne. Das Kreuz steht im Mittelpunkt des christlichen Denkens. In seiner wirklichen Bedeutung stellt das Kreuz die Verdammung der Juden dar und fordert alle Menschen die es sehen und anbeten auf, die Juden zu verdammen – bis zu diesem Tag!

Als Hitler an die Macht gekommen war, übernahm er von der Kirche nicht nur das Kreuzsymbol sondern vieles mehr. Hitler berief sich laufend auf den Katholizismus. Nicht umsonst warb seine Partei auf ihren Werbeplakaten mit der Aufschrift: “Katholiken! Wählt den gläubigen Katholiken Adolf Hitler!” Es brauchte den Judenhass Luthers als Beihilfe nicht mehr, denn beide waren aus dem gleichen Holz geschnitzt. Doch Luther sollte als Vorzeigemann im Judenhass missbraucht werden, denn er war schliesslich ein abgefallener Katholik – eine willkommene Gelegenheit der süssen Rache. Das was das christliche Kreuz in sich birgt, kam während der Herrschaft Hitlers zur schrecklichen Geltung.

Als erster Staat der Welt schloss der Vatikan, der Heilige Stuhl, das Papsttum, die römisch-katholische Kirche, der Staat Vatikanstadt oder wie immer man das finstere religiöse Gebilde des international anerkannten Völkerrechtssubjektes Vatikan bezeichnen möchte, einen Pakt mit Hitler. Mit der Unterzeichnung des Reichskonkordats am 20. Juli 1933 bestätigte der Vatikan seine religiöse Gesinnung. Hitler wies jenen katholischen Kirchenfürsten, der ihn wegen der Gräuel in den Konzentrationslagern ermahnte mit dem Argument zurück, dass er mit den Juden nichts Neues mache als was die Kirche immer schon getan habe, nur dass er es viel gründlicher mache! Das liess diesen Kirchenfürsten verstummen.

Das erklärt auch das Schweigen der beiden Päpste Pius XI. und Pius XII. und ihre äusserst verhaltenen Reaktionen in Anbetracht der unsäglichen Gräuel an den Juden, die seit der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 niemand mehr verborgen bleiben konnten. Wenn nüchterne Moslems über dieses Thema sprechen sind sie fassungslos und geben ihrer Fassungslosigkeit Ausdruck. Studieren sie aber die Theologie des Christentums, die Kreuzestheologie, d.h. die Ersatztheologie, ihren Sinn und ihre Wirkung im menschlichen Blutopferkult, in Verbindung mit der mystischen Bedeutung und Wirksamkeit des Kreuzes, dann erstaunt sie nichts mehr, sie verstehen dann auch wie solche Verbrechen und Schrecken möglich werden konnten. Ihnen wird dann klar warum Hitler mit einer solchen Leichtigkeit seine Ziele, zusammen mit den Christen, durchsetzen konnte. Die christliche Masse zog damals fast ausnahmslos mit. Hitler wollte, in diesem Geist verankert, jüdische Menschenopfer, denn der Kreuzeskult besagt, dass die Juden Gott ermordet haben und darum die Schuld an allem Elend und Leid in dieser Welt zu tragen haben und deswegen entsprechend zu behandeln sind.

Nun, welches sind unsere Konsequenzen aus allen diesen gräulichen Schrecken? Reden wir mit den Menschen über die Folgen dieser Theologie, sofern wir dazu kommen? Erklären wir ihnen, dass diese Theologie des Grauens und des Schreckens nichts mit der Bibel, dem TaNaCH, d.h. nichts mit dem biblisch-prophetischen Wort, zu tun hat? Erklären wir ihnen, dass der Jude Jahuschua von Nazareth nichts, aber rein gar nichts mit dieser Theologie des Entsetzens zu tun hat weil er als Jude nie ein Christentum gegründet hat?

Zu dem Propheten Jeshajahu sprach JaHuWaH“: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So habe ich dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde” (Jes 49,6). In diesem Licht tun wir Schritte und gehen mit grosser Freude weiter. Das macht unser Leben sinn-voll! Mit einem herzlichen Shalom grüsse ich alle und wünsche allen einen gesegneten Shabbat.

Gregor Dalliard