Am Sonntag, den 17. Dezember 2017, treffen wir uns in Finsterhennen zu einer Chanukafeier. Wir laden dich herzlich ein. Anmeldungen: [email protected]/ tel.: 032 396 34 03 oder [email protected]/ tel.: 031 991 69 12.

Luther und die Gnade – Abraham und die Gnade.

Glaubensimpuls 320

Die 500 Jahrfeier der Reformation fand am 31. Oktober ihren offiziellen Höhepunkt. Das ZDF strahlte zu diesem Anlass das Poporatarium “Luther” aus. Eine einzigartige Aufführung! Verschiedene Stationen im Leben Luthers werden darin aufgeführt. In einer ergreifenden Darstellung wird Luthers verzweifelte Lage auf dem Reichstag in Worms dargestellt.

Der mächtige Vatikan, der Papst und seine Häscher, fordern den Tod des aufbegehrenden kleinen Mönches, der es wagt die Lehren und Praktiken des Vatikans in Frage zu stellen, sagt der Vatikan doch, sie sind allesamt von der dritten Gottheit der Kirche, dem Heiligen Geist, dem Papst geoffenbart worden. Sie wollen Luther und seine Schriften brennen sehen. Kaiser und König riskieren ebenso ihr Leben, sollten sie Luther decken. Die päpstlichen Häscher im Land bedrohen auch sie.

In dieser Niedergeschlagenheit überreicht – symbolisch – ein Bote Luther den Römerbrief. Was Luther daraus erkennt, lässt ihn nicht mehr los. Es ist die Erkenntnis der Gnade allein, lateinisch: sola gratia. Was heisst das? Das heisst der Mensch ist allein durch die Liebe und Zuwendung JaHuWaHs errettet, die der Gläubige bereitwillig und überzeugt annehmen kann: “Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Vertrauen (Glauben) zu Vertrauen (Glauben), wie geschrieben steht: Der Gerechte aber wird aus Vertrauen (Glauben) leben” (Röm 1,17). Also keine Verdienste von Seiten des Menschen oder irgendwelcher menschgewordenen Göttersöhne. Die frommen Werke, von der Kirche gespendet, vermitteln keine Gnade, weder die Sakramente, Ablässe noch sonst was.

Röm 1,17 bleibt fortan Ausgangspunkt in Luthers Wirken. Doch Luther ging nicht bis zur letzten Konsequenz dieser biblischen Offenbarung. Er vermochte die Tatsache nicht zu erkennen, dass “allein die Gnade” auch keine Zugehörigkeit zu einer christlichen Gemeinschaft oder Kirche beinhaltet, auch nicht durch eine Jesus-Gottheit und deren vergossenem Blut ersetzt werden kann. Luther übersetzte die Bibel der Kirchengründer (NT) aus dem Griechischen und Lateinischen in die deutsche Sprache. Er übersetzte auch die Bibel, den TaNaCH, ins Deutsche. Dabei soll er sich vor allem mit dem 1. Buch Moshe beschäftigt haben.

Luther hätte spätesten dann erkennen müssen, dass nicht dem Paulus das “allein aus Gnade” geoffenbart worden ist, sondern Abraham, dem Vater des Glaubens!! So lesen wir in 1Mo 15,6 von diesem gewaltigen Zeugnis “ allein aus Gnade”. Auf dieser Gnade allein baut der biblische Glaube: ”Und er (Abraham) vertraute (glaubte) JaHuWaH; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an”. Als Abraham noch voll im Glauben seiner Zeit und seiner Familie lebte, indem er an die Göttersöhne, an die menschgewordenen Gottheiten glaubte, ihren Forderungen voller frommer Werkgerechtigkeiten entsprach, sprach ihn JaHuWaH an. Unverdienterweise wurde Abraham von JaHuWaH angesprochen, also “allein aus Gnade”, sola gratia! Abraham reagierte darauf entschieden. Entsprechend folgten die Taten, die Umkehr und die Werke der Gerechtigkeit.

Gerade der Römerbrief schreibt im Kapitel 4 vom Vertrauen (Glauben) Abrahams zu JaHuWaH allein. “Denn was sagt die Schrift? Abraham aber vertraute (glaubte) JaHuWaH, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet” (Röm 4,3). Achten wir auf Folgendes!: JaHuWaH sprach Abraham an, keine Jesus-Gottheit! Abraham vertraute JaHuWaH. Er vertraute (glaubte) keiner menschgewordenen Jesus-Gottheit. Er vertraute JaHuWaH. Das geschah lange bevor Paulus diese Glaubenswahrheit in Röm 4 erwähnt. Sie ist Abraham also nicht von seinem Jesus-Gott geoffenbart worden. Shaul betont ja: “Denn was sagt die Schrift?”, damit meint er die Thora, den TaNaCH!

Manche fragen sich erstaunt, wie kann im Römerbrief 1Mo 15,6 zitiert werden, gerechtfertigt vor JaHuWaH allein aus Gnade, aber dann wird dieses Bekenntnis im gleichen Brief wieder verleugnet, indem das Gegenteil behauptet wird: “Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden” (Röm 5,9). Da ist nichts mehr von “allein aus Gnade”!! Das ist nicht der Jude Shaul der solches schreibt, das ist der Kirchenvater Paulus. Paulus lehrt die Rechtfertigung vor JaHuWaH aus Werken: durch das Werk des Jesus-Gottes und dessen Blut, später wirksam durch die Kirche. Hingegen stammt Röm 1,17 aus der Feder des Juden Shaul, der sich ganz selbstverständlich auf die Thora (Gesetz) bezieht. Paulus hingegen lehrte: Denn Christus ist (der Thora) des Gesetzes Ende..” (Röm 10,4). Wie ist das möglich?

Der Römerbrief ist vielfältig überarbeitet worden bis er auf uns gekommen ist. Im Zuge des zunehmenden christlichen Judenhasses im römischen Reich, vor allem in Rom, wurden die Juden als Feinde des christlichen Gott-Kaisers, und damit als Feinde der Staatsgötter, vom “Heil” ausgeschlossen und verfolgt. Entsprechend wurde im Laufe der Entwicklung an den ursprünglich noch bekannten biblischen Lehren des Juden Shaul herum redigiert, weggetan, hinzugetan.

Der Jude Shaul wurde durch den christlichen Paulus ersetzt. Das Evangelium des Paulus will das “allein aus Gnade”, aus Vertrauen (Glauben) allein – des Abraham – auf dem der ganze biblische, israelitisch-jüdische Glaube ruht und aufbaut, den Glauben der Juden, nicht mehr. An die Stelle “allein aus Gnade”, wie bei Abraham und damit beim auserwählten Volk, tritt nun das Blut und sein Spender, die menschgewordene heidnische Jesus-Gottheit. Das erklärt diesen Widerspruch, wie übrigens auch alle anderen Widersprüche die wir in allen sogenannten neutestamentlichen Schriften und Lehren der Kirche zuhauf finden. font-size:1rem;line-height:1.1rem}.article p{font-size:.8rem;line-height:1rem;margin-bottom:1rem}.announcement{display:none}strong{font-weight:700}em{font-style:italic}a{background:transparent;color:#04c;text-decoration:none;cursor:pointer;word-wrap:break-word}a:active,a:focus,a:hover{outline:0;text-decoration:underline}h1,h2,h3,h4,h5,h6,p{margin-bottom:1.6rem}h1,h2,h3,h4,h5,h6{color:#000;font-weight:700;vertical-align:middle}h1:not(:first-child),h2:not(:first-child),h3:not(:first-child),h4:not(:first-child),h5:not(:first-child),h6:not(:first-child){margin-top:2.4rem}h1{font-size:2.827rem;line-height:3.2rem}h2{font-size:1.999rem;line-height:2.4rem}h3{font-size:1.414rem}h4{font-size:1rem}h5{font-size:.707rem}h6{font-size:.5rem}ol,ul{margin:0 0 1.6rem 1.6rem}ol ol,ol ul,ul ol,ul ul{margin:0 1.6rem}hr{display:block;height:1.6rem;border:0;box-shadow:inset 0 1px 0 #ddd}blockquote{margin-bottom:1.6rem;padding:1.6rem;border-left:4px solid #e6e6e6;background:#f7f7f7}blockquote p{margin:0}.col{max-width:734px;margin:0 auto;padding:0 .8rem}.header{display:flex;flex-wrap:wrap;justify-content:space-between;margin-bottom:4.8rem;box-shadow:0 1px 0 0 #ddd}@media screen and (min-width:700px){.header{font-size:1.207rem}}.header__logo{margin-bottom:0;font-size:2rem;font-weight:700;line-height:1.6rem}@media screen and (min-width:700px){.header__logo{font-size:1.707rem}}.header__nav{display:flex;flex-wrap:wrap}.header__link{padding:.8rem;transition:all .1s;color:#333;text-decoration:none}.header__link:focus,.header__link:hover{outline:0;background:#04c;color:#fff;text-decoration:none}.header__link:focus .header__icon,.header__link:hover .header__icon{fill:#fff}.header__link–logo{display:block}.announcement{width:100%;font-size:1rem;background-color:rgba(255,223,0,.5);margin-top:-3rem;margin-bottom:3rem;padding:1.2rem 1.6rem}.article{margin-bottom:4.8rem}.article__title{margin-bottom:.8rem;font-size:1.7777rem}.article__title–single{font-size:2.3702rem}.article__title a{color:#333}.article__title a:hover{color:#04c;text-decoration:none}.article__meta{display:block;margin-bottom:.8rem;font-size:.7501rem}.article__photo{float:left}.article__excerpt{display:inline}.footer{margin-top:3.2rem;padding:1.6rem 0;box-shadow:inset 0 1px 0 #ddd;text-align:center}.blocks{display:flex;align-items:center;margin-bottom:3.2rem}.blocks–space{justify-content:space-between}.block__item–mr{margin-right:.8rem}.btn{display:block;padding:.8rem 1.6rem;transition:all .1s;color:#04c;box-shadow:inset 0 0 0 1px #04c}.btn:hover{background:#04c;color:#fff;text-decoration:none}.btn:hover .btn__icon{fill:#fff}.btn__icon{position:relative;top:2px;left:-4px;width:18px;height:18px;fill:#04c;margin-right:.6rem;transition:fill .1s}code,pre{background:#f7f7f7;font-family:Source Code Pro,monospace;font-size:.847rem;overflow-x:auto;vertical-align:top}.highlight{margin-bottom:1.6rem;padding:.8rem;background:#f7f7f7;box-shadow:inset 0 0 0 1px #ddd}.highlight .c{color:#998}.highlight .err{background-color:#e3d2d2;color:#a61717}.highlight .k,.highlight .o{font-weight:400}.highlight .cm{color:#998}.highlight .cp{color:#999;font-weight:400}.highlight .c1{color:#998}.highlight .cs{color:#999;font-weight:400}.highlight .gd{background-color:#fdd;color:#000}.highlight .gd .x{background-color:#faa;color:#000}.highlight .gr{color:#a00}.highlight .gh{color:#999}.highlight .gi{background-color:#dfd;color:#000}.highlight .gi .x{background-color:#afa;color:#000}.highlight .go{color:#888}.highlight .gp{color:#555}.highlight .gs{font-weight:400}.highlight .gu{color:#aaa}.highlight .gt{color:#a00}.highlight .kc,.highlight .kd,.highlight .kp,.highlight .kr,.highlight .kt{font-weight:400}.highlight .kt{color:#458}.highlight .m{color:#099}.highlight .s{color:#d14}.highlight .na{color:teal}.highlight .nb{color:#0086b3}.highlight .nc{color:#458;font-weight:400}.highlight .no{color:teal}.highlight .ni{color:purple}.highlight .ne,.highlight .nf{color:#900;font-weight:400}.highlight .nn{color:#555}.highlight .nt{color:navy}.highlight .nv{color:teal}.highlight .ow{font-weight:400}.highlight .w{color:#bbb}.highlight .mf,.highlight .mh,.highlight .mi,.highlight .mo{color:#099}.highlight .s2,.highlight .sb,.highlight .sc,.highlight .sd,.highlight .se,.highlight .sh,.highlight .si,.highlight .sx{color:#d14}.highlight .sr{color:#009926}.highlight .s1{color:#d14}.highlight .ss{color:#990073}.highlight .bp{color:#999}.highlight .vc,.highlight .vg,.highlight .vi{color:te Wäre Luther auf die Quelle des “allein aus Gnade” zurückgegangen, dann hätte er sich später niemals zu einem so schrecklichen Judenhass hinreissen lassen können. Er aber blieb gefangen und verstrickt in den christlichen Erlösungslehren die aus dem Judenhass geboren wurden, von den Kirchengründern geboren worden sind. Bis auf den heutigen Tag werden diese Lehren durch Institutionen eifrigst in Dogmen gehütet. Aus diesen feinstens gepflegten theologisch wohl durchdachten antijüdischen Heilslehren, praktiziert in zahllosen Zeremonien und Liturgien musste der Faschismus herauswachsen.. Darum lasst uns allen Ernstes nach den Quellen des biblischen Glaubens forschen und ablehnen was das “allein aus Gnade” verfälscht .

Von Herzen wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard