Lim 11: JaHuWaH, eine Milchkuh?

Im Lim 6 und Lim 5 haben wir über die Beziehung zu JaHuWaH und unseren Verstand geschrieben. Wir erinnern uns daran, wie Jahushua von Nazareth seine Zuhörer aufforderte JaHuWaH mit ihrem ganzen Verstand zu lieben. Daran hat sich bis zu diesem Augenblick nichts geändert und es wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern. Das zu wissen tut einfach gut. Seine Glaubensbrüder, die Schriftgelehrten, bejahten diese Lehre ungeteilt, selbstverständlich auch die Glaubensschwestern.
Was sagten wir in diesen beiden Lebensimpulsen 6 und 7? Wie wird das Vertrauen in JaHuWaH aufgebaut und wie kann ich IHN mit dem Verstand lieben? Dazu gehört wesentlich das Erkennen dreier Tatsachen in unserem Glaubensleben. Ich zitiere sie noch einmal: Es gibt drei Dinge, die sollten wir unbedingt beachten. Sie sind so gegenwärtig in unserem Leben wie wir selbst gegenwärtig sind. Erstens gibt es Dinge und Ereignisse im Leben eines jeden Menschen, über die wir nicht verfügen können. Zweitens gibt es Dinge und Ereignisse im Leben eines jeden Menschen auf die wir keine Antwort haben. Drittens müssen wir nicht auf alles eine Antwort haben. Wer sind wir denn? Grundsätzlich und diskussionslos sollten wir diese drei gesetzten Tatsachen akzeptieren. Sie sind unumstössliche Wirklichkeiten. Rennen wir gegen diese drei Tatsachen an, dann rennen wir gegen eine Mauer an, die stärker als unser Eigensinn ist, mag er noch so religiös auftreten und fromm in Aktion treten. Akzeptieren wir in aller Demut und Bescheidenheit diese drei Tatsachen. Unsere Beziehung und Gemeinschaft mit JaHuWaH wird aufblühen. Wir werden einen Weg des Segens beschreiten – für uns und für unsere Mitmenschen.

Müssen wir nun diese drei Punkte, bzw. die drei Tatsachen, einfach so schlucken und damit basta? Nein, keinesfalls, und das ist das wundersame in unserer Beziehung mit JaHuWaH: Der ganze TaNaCH, die eigentliche Bibel, die Bibel des Jahushua von Nazareth, zeigt uns auf, was ich immer und immer wieder mit grosser Freude und Dankbarkeit wiederholen möchte: In alledem, was in deinem und in meinem Leben ist und geschieht, was immer auch wie abläuft, bekommt in JaHuWaH einen Sinn, weil wir, du, ich, in, aus und mit JaHuWaH leben. Wir sagten im Lim 3:Erstens gibt es für JaHuWaH nie mehr ein Zurück aus dieser geschenkten Beziehung dir und mir gegenüber. Diese Tatsache dürfen wir im Vertrauen/Glauben festhalten. Eine solche Beziehung brauchen wir im Alltag. Sie will tragfähig sein und als solche erfahrbar sein. “Du aber, Israel, mein Knecht (der mit mir geht), Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes.” (Jes 41,8).

Vertrauen wir JaHuWaH, dann ist jeder von uns genau so Freund von JaHuWaH wie Abraham. Was aber geschieht so oft mit Menschen, die eine Beziehung mit JaHuWaH aufbauen wollen? Sie fordern JaHuWaH heraus. Sie geben nach guten Anfängen schnell wieder auf, wenden sich enttäuscht von JaHuWaH ab, weil sich Situationen in ihrem Leben nicht verändern. Was ist ihr Problem? JaHuWaH soll allen ihren Bedürfnissen entsprechen, soll jedes Missgeschick von ihnen fern halten, für alles Lösungen servieren, so wie sie sich diese vorstellen. Unter JaHuWaH verstehen sie lediglich einen Glücksbringer, ein nützlicher Idiot, nicht mehr. JaHuWaH ist für sie wie eine Milchkuh, die täglich zu liefern hat. Beachten wir im Umgang mit JaHuWaH die drei oben erwähnten Aussagen, dann wird es für jeden von uns mit JaHuWaH zusammen immer wieder ein Morgen geben. Ein Freund wird uns nie alle Probleme aus dem Wege schaffen, aber was er tun kann und tun wird, er begleitet uns und sucht gemeinsam mit uns nach Lösungen. Das fanden Abraham und Sara bei den Götzen und Philosophen nicht, wohl aber auf dem gemeinsamen Weg mit JaHuWaH. Was ist damit aber verbunden? Etwas, das uns nicht immer leicht fällt. JaHuWaH bringt uns auf unserem Weg vorwärts, indem er unser Vertrauen herausfordert, ja, herausfordert. Muss das denn sein? Das muss so sein. Abraham sollte den Sohn des Segens, Isaak, opfern, so wie das in der Antike unter den meisten führenden Menschen üblich war. Auf die Gründe dieses Handelns wollen wir hier nicht näher eingehen. War Abraham schockiert, als JaHuWaH von ihm verlangte seinen Sohn, der die Verheissung und den Segen für alle Geschlechter weitertragen sollte, zu opfern, wie das bei den Heiden üblich war? Wir würden sehr gerne wissen, wie und was bei Abraham und Sara in dieser Zeit abgelaufen ist? Wie lange hat das alles gedauert? Wichtiger aber ist die Frage: Was für eine Lektion will uns JaHuWaH hier erteilen?
Du vertraust JaHuWaH und dennoch musst du Wege gehen, die dir das Leben schwer machen. Es sind Wege, die du nach deinem Ermessen nicht verschuldet hast. Vielleicht aber hast du dich durch Unachtsamkeit in eine Situation hineinmanövriert, deren Tragweite dir nicht bewusst war. Nun ist dir das alles zuwider, du ekelst dich vor dir selbst usw. usf. Was muss in jeder Situation deines Lebens absolute Grundhaltung bleiben? Ich verlasse JaHuWaH nicht. Er wird dich nicht verlassen, wenn du ihn nicht verlässt. Es gibt im Leben eines jeden Menschen Situationen in denen er sich schuldig und allein fühlt. Der Mensch versteht bestimmte Ereignisse in seinem Leben nicht, kann und vermag aber beim besten Willen nichts daran zu ändern. Du musst sogar Wege gehen, die JaHuWaH entgegengesetzt sind, wie das Abraham im Zusammenhang mit Isaak erleben musste, dann geh diesen Weg, denke an die oben erwähnten drei Dinge. Wende dich aber nicht ab von JaHuWaH. Überwinde dich und geh diesen Weg mit JaHuWaH. Im allerletzten Augenblick, wirklich im allerletzten, wendet sich diese eine Situation für Abraham grundlegend.
Damit ist dir und mir etwas sehr Wesentliches für dein und mein Leben gesagt: Es gibt Sachen im Leben, die wir nicht in der Hand haben. Sie laufen absolut nicht so, wie wir uns das vorstellen, wie wir meinen, dass eine Situation in JaHuWaH sein müsste. Zeit unseres Lebens können uns Dinge aus dem Ruder laufen, unverhofft. Abraham war in JaHuWaH, aber es geschahen Dinge in seinem Leben und er tat Dinge, die, so meinen wir, nicht zu diesem vertrauten Verhältnis passten. Doch weit gefehlt. JaHuWaH geht unentwegt mit Abraham weiter. Gehe auch du mit JaHuWaH, selbst wenn du dieses oder jenes in deinem Leben nicht so gemacht hättest wie es heute nun ist, selbst wenn du dir das anders vorgestellt hast.
Abraham hätte die Beziehung mit JaHuWaH spätestens an jenem Abend abbrechen, beenden können, als er sich für den Weg am folgenden Tag nach Morijah rüstete. In der Frühe brach er zur Ausführung seines Vorhabens nach Morijah auf. Was sticht in seinem Leben hervor? Die Beziehung mit JaHuWaH gehörte aber inzwischen zum Wesen seines Lebens. Sie war bereits, sagen wir es so: in Fleisch und Blut übergegangen. Sein Vertrauen zu JaHuWaH war bereits tiefgreifender als jeder Widerspruch in seinem Leben. Wunderbar! Ihm war unerschütterlich klar, dass JaHuWaH Gedanken des Heils für jeden Menschen hat. Nur wusste er wohl nicht, welche konkreten Auswirkungen die Gedanken des Heils für jeden der Beteiligten haben würden, wann und wie?
Was aber ist die Reaktion JaHuWaHs auf genau dieses Verhalten Abrahams, auf dieses bedingungslose Vertrauen auf JaHuWaH, eben selbst dann, als jede Logik dagegen sprach. Lesen wir das Zeugnis in 1Mo 22,1-19: “Ich schwöre bei mir selbst, spricht JaHuWaH, deshalb, weil du das getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, darum werde ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz nehmen. Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafür, dass du meiner Stimme gehorcht hast” (1.Mo 22,16-19). Seit Abraham bis heute ist es eine nicht zu zählende Menge an Menschen die diesen Weg des Vertrauens mit JaHuWaH gegangen ist und geht. Jetzt sind wir dran. Jetzt ist unsere Zeit. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).